2.082 Malscher Aue

 

Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Malscher Aue« vom 13. Juni 1985 (GBl. v. 28.06.1985, S. 200).

 

Auf Grund von 21, 22, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S.654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBI. S. 199), wird verordnet:

 

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

 

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Malsch und Mühlhausen, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis, und auf dem Gebiet der Gemeinde Bad Schönborn, Landkreis Karlsruhe, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Malscher Aue«.

 

§ 2 Schutzgegenstand

 

(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Malscher Aue « hat eine Größe von rund 75 ha.

 

(2) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 24 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 2. Dezember 1981 auf dem Gebiet der

 

·               a) Gemeinde Malsch, Gemarkung Malsch, die Grundstücke Flst. Nrn. 4008, 4016-4019, 4021, 4022, 4023/2, 4023/3, 4025, 4196, 4223-4229, 4231-4238, 4238/1, 4239, 4240/1, 4240/2, 4241-4252, 4253 (teilweise), 4254, 4255-4257 (jeweils teilw.), 4262 (teilw.), 4263 (teilw.), 4264/1 (teilw.) 4266 (teilw.), 4268 (teilw.), 4269 (teilw.), 4270-4277 (jeweils teilw.), 4279-4281 (jeweils teilw.), 4315 (teilw.), 4317-4319, 4321/1, 4322-4324, 4325/1, 4328-4332, 4333/1, 4336-4338, 4340, 4341/1, 4341/2, 4342-4345, 4347, 4348, 4441 (teilw.), 4442-4446, 4451-4453, 4454 (teilw.), 4528/1 (teilw.), 4529 (teilw.), 4529/1 (teilw.), 4530-4532 (jeweils teilw.), 4533-4538, 4539/1, 4541-4543 (jeweils teilw.), 4545 (teilw.), 4546 (teilw.), 4550-4554, 4555 (teilw.), 4557-4567 (jeweils teilw.), 4569 (teilw.), 4569/2 (teilw.), 4570-4572 (jeweils teilw.), 4573, 4574 (teilw.), 5218 (teilw.), 5219 (teilw.), 5223 (teilw.), 5228 (teilw.), 5230 (teilw.), 5231 (teilw.), 5233/1 (teilw.), 5234-5236 (jeweils teilw.), 5243-5246 (jeweils teilw.), 5253-5256, 5258-5260, 5261/1, 5263-5270, 5272, 5273, 5275, 5276, 5278-5284 und teilweise das Waldgrundstück Nr.5601 im Gemeindewald Distrikt Il Brett;

·               b) Gemeinde Mühlhausen, Gemarkung Rettigheim, das Gewann Dornschlagwiesen sowie den Teil des Gemeindewaldes Distrikt III Brett, der durch die Grenzsteine Nr. 1-3 und 40-48 umfaßt wird;

·               c) Gemeinde Bad Schönborn, Gemarkung Bad Mingolsheim, westlich der Bundesstraße 3 den Hengstbach auf einer Länge von rund 160 in mit den bergseits davon liegenden Grundstücken Flst. Nrn. 3376-3378 sowie östlich der Bundesstraße 3 die von den parallel zum Hengstbach führenden Wegen eingeschlossene Hengstbachaue und im Anschluß daran entlang der Gemarkungsgrenze zu Malsch den Hengstbach mit den angrenzenden Grundstücken.

 

(3) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 51 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 2. September 1981 auf dem Gebiet der

 

·               a) Gemeinde Malsch, Gemarkung Malsch, die Grundstücke Flst. Nrn. 4140-4145 (jeweils teilw.), 4149 (teilw.), 4150 (teilw.), 4151, 4255-4257 (jeweils teilw.), 4258/1, 4260, 4261, 4262 (teilw.), 4263 (teilw.), 4264/1 (teilw.), 4266 (teilw.), 4268-4277 (jeweils teilw.), 4279-4281 (jeweils teilw.), 4283, 4285/1 (teilw.), 4287/1 (teilw.), 4289-4292 (jeweils teilw.), 4294/1, 4295/1 (teilw.), 4295/2 (teilw.), 4296 (teilw.), 4296/1 (teilw.), 4297/1 (teilw.), 4297/2 (teilw.), 4298, 4299 (teilw.), 4301 (teilw.), 4307-4310 (jeweils teilw.), 4315 (teilw.), 4487/1 (teilw.), 4490-4493 (jeweils teilw.), 4507/1 (teilw.), 4508-4511 (jeweils teilw.), 4512-4522, 4524-4526, 4528/1 (teilw.), 4529 (teilw.), 4529/1 (teilw.), 4530-4532 (jeweils teilw.), 4541-4543 (jeweils teilw.), 4545 (teilw.), 4546 (teilw.), 4547-4549, 4555 (teilw.), 4557-4567 (jeweils teilw.), 4568, 4569 (teilw.), 4569/2 (teilw.), 4570-4572 (jeweils teilw.), 4574 (teilw.), 4575-4586, 4586/1-4586/5, 4587-4590 (jeweils teilw.), 4610 (teilw.), 4611 (teilw.), 4613-4615 (jeweils teilw.), 4616/1 (teilw.), 4618 (teilw.), 4620/1 (teilw.), 4621-4623 (jeweils teilw.), 4625 (teilw.), 4626 (teilw.), 4628-4631 (jeweils teilw.), 4635-4638 (jeweils teilw.), 5123 (teilw.), 5124 (teilw.) 5125-5127, 5129, 5130, 5133-5140 (jeweils teilw.), 5160/1 (teilw.), 5161-5166 (jeweils teilw.), 5167, 5168, 5168/2, 5169, 5170, 5171/1, 5171/2, 5172, 5174 (teilw.), 5176 (teilw.), 5177/2 (teilw.), 5178-5180 (jeweils teilw.), 5194-5196 (jeweils teilw.), 5218 (teilw.), 5219 (teilw.), 5220, 5221, 5223 (teilw.), 5224-5227, 5228 (teilw.), 5230 (teilw.), 5231 (teilw.), 5233/1 (teilw.), 5234-5236 (jeweils teilw.), 5237, 5238 (teilw.), 5239-5242, 5243-5246 (jeweils teilw.), 5247 und teilweise das Waldgrundstück Nr. 5601 im Gemeindewald Distrikt II Brett;

·               b) Gemeinde Mühlhausen, Gemarkung Rettigheim, teilweise das Waldgrundstück Nr. 2272 im Gemeindewald Distrikt Ill Brett;

·               c) Gemeinde Bad Schönborn, Gemarkung Bad Mingolsheim, die Grundstücke FIst. Nrn. 2309 (teilw.), 2310/1, 2310/2, 2311, 2312, 2312/1, 2314-2319, 2361-2366, 2366/1, 2367-2373, 2386-2392 (jeweils teilw.), 3230 (teilw.), 3231 (teilw.) und 3232 (teilw.) sowie westlich der Bundesstraße 3 die Grundstücke FIst. Nrn. 4171 und 4172.

 

(4) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:5000 und in fünf Detailkarten im Maßstab 1:1500 eingetragen. Darin sind die Grenzen des Naturschutzgebietes mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie, die des Landschaftsschutzgebietes mit durchgezogener grüner und mit einer durch bandartige Punktierung hervorgehobenen Linie gekennzeichnet. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe, beim Landratsamt Karlsruhe und beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.

 

(5) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 4 Satz 4 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

 

§ 3 Schutzzweck

 

(1) Schutzzweck für das Naturschutzgebiet ist die Erhaltung der Bachaue entlang des Hengstbaches bei Malsch mit ihren letzten zusammenhängenden Schilf-, Seggen- und Hochstaudenflächen, ihrer Buschvegetation sowie ihren Hecken- und Waldrandbereichen als Feuchtgebiet von regionaler Bedeutung und als Lebensraum von zum Teil erheblich gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

 

(2) Schutzzweck für das Landschaftsschutzgebiet ist die Sicherung eines für das Naturschutzgebiet notwendigen Ergänzungsraumes mit seinen zum Teil feuchten Wiesen und Gehölzbeständen.

 

§ 4 Verbote für das Natur- und Landschaftsschutzgebiet

 

(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Schutzgebietes oder seiner Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen können.

 

(2) Insbesondere ist verboten:

1.            bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen;

2.            Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen, Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;

3.            die Bodengestalt zu verändern;

4.            Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt des Gebietes verändern können, insbesondere zu drainieren, die Quellbereiche zu fassen, die Abflußverhältnisse zu verändern oder Fischteiche anzulegen;

5.            Abfälle oder sonstige Gegenstände zu lagern;

6.            Plakate, Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen;

7.            Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;

8.            Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten, oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn-, oder Zufluchtsstätten dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;

9.            die Art der bisherigen Grundstücksnutzung zu ändern;

10.        Schilf-, Seggen- und Hochstaudenfluren zu beweiden oder darin zu pferchen;

11.        Maschinen oder Geräte zu lagern oder abzustellen;

12.        zu baden, zu zelten, zu lagern oder Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Stände aufzustellen;

13.        Feuer anzumachen oder zu unterhalten;

14.        ohne zwingenden Grund Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschütterungen zu verursachen;

15.        Hunde frei laufen zu lassen;

16.        zu reiten;

17.        die Wege zu verlassen;

18.        die Wege mit Fahrzeugen aller Art (ausgenommen Fahrräder ohne Hilfsmotor und Rollstühle) zu befahren;

19.        schwimmende Anlagen zu verankern oder zu betreiben sowie Stege zu errichten;

20.        Flugmodelle oder Modellboote zu betreiben;

21.        Dauergrünland, Schilf-, Seggen- und Hochstaudenflächen in Ackerland umzubrechen;

22.        außerhalb von Ackerland Pflanzenbehandlungsmittel zu verwenden;

23.        Gehölze, Hecken und Gebüsch zu beseitigen oder zu zerstören.

 

(3) In dem Landschaftsgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

 

§ 5 Erlaubnisvorbehalt für das Landschaftsschutzgebiet

 

(1) Im Landschaftsschutzgebiet bedürfen Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, der schriftlichen Erlaubnis der höheren Naturschutzbehörde.

 

(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichten von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Errichten von Einfriedigungen;

3.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.            Abbauen, Entnehmen oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder das Verändern der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.            Anlegen oder Verändern von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

7.            Anlegen oder Verändern von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen;

8.            Anlegen oder Verändern von Flugplätzen einschließlich Modellfluggeländen;

9.            Betreiben von Motorsport sowie von motorgetriebenen Schlitten;

10.        Aufstellen von Wohnwagen oder Ständen außerhalb der zugelassenen Plätze und mehrtägiges Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;

11.        Verankern von schwimmenden Anlagen und das Errichten von Stegen;

12.        Anlegen, Beseitigen oder Ändern von fließenden oder stehenden Gewässern;

13.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

14.        Neuaufforstungen, Anlegen von Baumschulen und Kleingärten oder das wesentliche Ändern der Bodennutzung auf andere Weise;

15.        Umbrechen von Dauergrünland in Ackerland;

16.        Beseitigen oder Ändern von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäumen, Hecken, Gebüsch, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen.

 

(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 

(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 

(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

 

§ 6 Zulässige Handlungen

 

(1) § 4 Abs. 1 und 2 gelten in dem Naturschutzgebiet nicht:

1.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd;

2.            für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Maßnahmen nach § 4 Abs. 2 Nrn. 1-5, 9-11 und 21-23;

3.            für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang (Grabenunterhaltung im Einvernehmen mit der Naturschutzverwaltung);

4.            für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer, Straßen und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;

5.            für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle angeordnet werden;

6.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

 

(2) § 4 Abs. 3 und § 5 gelten im Landschaftsschutzgebiet nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15 und 16, wobei es für das Zurückschneiden von Gehölzen zur ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Nutzung keiner Erlaubnis nach § 5 bedarf;

2.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;

3.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei;

4.            für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer;

5.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

 

§ 7 Schutz- und Pflegemaßnahmen

 

Schutz- und Pflegemaßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnungen festgelegt.

 

§ 8 Befreiungen

 

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden.

 

§ 9 Ordnungswidrigkeiten

 

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer

1.            in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine nach § 4 Abs. 1 und 2 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt,

2.            in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen §§ 4 und 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die dem Charakter des Gebietes oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

 

§ 10 Inkrafttreten

 

Diese Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft.

 

Regierungspräsidium Karlsruhe

Karlsruhe, 13. Juni 1985

gez.: Dr. Müller