2.128 Hockenheimer Rheinbogen

 

Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen" sowie über das Wildschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen I" vom 29.Januar 1990 (GBl. v. 20.04.1990, S. 111).

 

Aufgrund von §§ 21, 22, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (BGBl. S. 654), geändert durch das Gesetzt zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S.199), und von §§ 20a, 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:

 

 

A: Allgemeiner Teil (§§ 1 bis 6)

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

 

Die in §§ 2 bis 6 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim sowie der Gemeinden Ketsch und Altlußheim, Rhein-Neckar-Kreis, werden zum Natur-, Landschafts- und Wildschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet besteht aus 30 Naturschutzgebieten (§ 3) und einem Landschaftsschutzgebiet (§ 4) und führt als Ganzes die Bezeichnung "Hockenheimer Rheinbogen". Das Wildschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Hockenheimer Rheinbogen I".

Es wird ergänzt durch die Verordnung der Forstdirektion Karlsruhe über das Wildschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen II".

 

§ 2 Schutzgegenstand allgemein

 

(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat als Ganzes eine Größe von rund 2 504 ha, wovon rund 656 ha auf die Naturschutzgebiete und rund 1847 ha auf das Landschaftsschutzgebiet entfallen. Es wird im wesentlichen begrenzt im Kraichbach, vom Hochufer der früheren Rheinmäander (dem Hochgestade) und von der Bundesstraße 36, im Süden vom Hochgestade und der Bundesstraße 39 sowie dem Ortsrand von Altlußheim.

 

(2) Das Wildschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen I" umfaßt teilweise Flächen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes.

 

§ 3 Schutzgegenstand der Naturschutzgebiete

(1) Das Naturschutzgebiet "Tongrube Neuwiesen" (N1) hat eine Größe von rund 1,8 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6661 und 6661/3 (jeweils teilweise). Das südwestliche Ende des Naturschutzgebietes liegt 50 m südwestlich des Grundstückes Flst.-Nr. 6661/3.

(2) Das Naturschutzgebiet "Spaten" (N2) hat eine Größe von rund 1,7 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6562 und 6563.

(3) Das Naturschutzgebiet "Beim Herrenteich" (N3) hat eine Größe von rund 15,6 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6714, 6715, 6716 (tw.), 6717 (tw.), 6722 (tw.), 6724 (tw.), 6743 (tw.) und 6744 (tw.).

(4) Das Naturschutzgebiet "Tongrube Pfalzwört" (N4) hat eine Größe von rund 0,8 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6655 und 6661/3 (tw.).

(5) Das Naturschutzgebiet "Schleiwiese" (N5) hat eine Größe von rund 1,7 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Ketsch die Grundstücke Flst.-Nrn. 490/2 (tw.), 2365, 2366 und 2367 (tw.).

(6) Das Naturschutzgebiet "Karl-Ludwig-See" (N6) hat eine Größe von rund 112,6 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet

1.            der Gemeinde Ketsch die Grundstücke Flst.-Nrn. 358/9, 2361 (tw), 2368 bis 2372, 2382 (tw), 2383 bis 2426, 2426/1, 2428 bis 2456, 2458 bis 2460, 2461 (tw), 2479, 2479/1, 2483 (tw) und 2487 bis 2499;

2.            der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6483, 6484, 6487, 6487/1, 6488 und 6489.

(7) Das Naturschutzgebiet "Mathäuswiesen" (N7) hat eine Größe von rund 100,9 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nr. 6703 bis 6706, 6706/1, 6707 bis 6712, 6713 (tw), 6722 (tw), 6724 (tw), 6725 (tw), 6726 bis 6729, 6730 (tw), 6732 bis 6735 und 6738 tw).

(8) Das Naturschutzgebiet "Speyerer Grün" (N8) hat eine Größe von rund 40,5 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet

1.            der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6642 (tw), 6832 bis 6835, 6848 (tw), 6849 (tw), 7409 (tw), 7409/1, 7409/2, 7409/3 (tw), 7409/4 (tw), 7409/6 (tw), 7881, 7886, 7886/1 und 7886/2;

2.            der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn.1874/2 (tw), 1874/14 (tw), 5085 (tw) und 5928 (tw). Das südliche Ende wird begrenzt durch eine gedachte Linie zwischen Rhein-km 401,1 und dem nordöstlichen Böschungsfuß der K 4250.

(9) Das Naturschutzgebiet "Tongrube Ketschau" (N9) hat eine Größe von rund 1,0 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim das Grundstück Flst.-Nr. 6500.

(10) Das Naturschutzgebiet "Holzgraben" (N10) hat eine Größe von rund 2,1 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim das Grundstück Flst.-Nr. 6493.

(11) Das Naturschutzgebiet "Geigler" (N11) hat eine Größe von rund 11,0 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6625 (tw), 6626, 6627 und 6628 (tw).

(12) Das Naturschutzgebiet "Schanzenbuckel und Schanzenwiese" (N12) hat eine Größe von rund 3,3 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6323 bis 6338, 6338/1, 6339 bis 6342.

(13) Das Naturschutzgebiet "Waldbuckel" (N13) hat eine Größe von rund 0,4 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nr. 6355 (tw), 6370 und 6388 (tw).

(14) Das Naturschutzgebiet "Alter Bahndamm" (N14) hat eine Größe von rund 6,5 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet

1.            der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6164, 6230, 6259, 6259/2, 6628 (tw), 6677 und 6677/1;

2.            der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 5850 (tw) und 5918/1.

(15) Das Naturschutzgebiet "Die Oder" (N15) hat eine Größe von rund 11,2 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet

1.            der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6830 und 6831;

2.            der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 5903, 5924, 5936 (tw), 5937 (tw), 5938, 5938/101, 5940, 5941, 5943 (tw) und 5943/101.

(16) Das Naturschutzgebiet "Tongruben beim Siegelhain" (N16) hat eine Größe von rund 9,6 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn.6795 (tw), 6796, 6798 (tw) und 6800.

(17) Das Naturschutzgebiet "Bachwiesen und Leopoldswiesen" (N17) hat eine Größe von rund 108,1 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 5939/1 bis 5939/4 (jeweils tw) usw.

(18) Das Naturschutzgebiet "Marlach" (N18) hat eine Größe von rund 54,6 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 5935 (tw), 6642 (tw), 6650, 6651 (tw) und 6652.

(19) Das Naturschutzgebiet "Alter Kraichbach hinter den Bergen" (N19) hat eine Größe von rund 1,5 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim das Grundstück Flst.-Nr. 4586.

(20) Das Naturschutzgebiet "Rheinwald Altlußheim" (N20) hat eine Größe von rund 53,0 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 1868, 1868/101 (tw) usw.

(21) Das Naturschutzgebiet "Neugraben" (N21) hat eine Größe von rund 0,9 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 5984 und 6024.

(22) Das Naturschutzgebiet "Silz" (N22) hat eine Größe von rund 96,5 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet

1.            der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6656 (tw), 6657 (tw), 6658, 6660, 6662, 6662/1, 6663, 6664, 6665 und 6673 (tw).

2.            der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.- Nrn. 5182, 5183 (tw), 5184 (tw), 5199 (tw) usw.

Die nördliche Grenze verläuft im Bereich des Grundstückes Flst.-Nr. 5788 entlang einer gedachten Linie zwischen dem nördlichen Ende des Neugrabens (Flst.- Nr. 6024) und dem südlichen Ende des Weges Flst.-Nr. 6673. Die südwestliche Begrenzung des Grundstückes Flst.-Nr. 5787 liegt im nordwestlichen Eckpunkt 235 m und im südwestlichen Eckpunkt 215 m östlich des Weges Flst.-Nr. 5786 und zieht sich entlang des Wassergrabens.

(23) Das Naturschutzgebiet "Fuchsloch" (N23) hat eine Größe von rund 0,4 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6176 (tw) und 6177 (tw).

(24) Das Naturschutzgebiet "Dorflache" (N24) hat eine Größe von rund 2,0 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6372, 6397 (tw) und 6398.

(25) Das Naturschutzgebiet "Kothlachgraben" (N25) hat eine Größe von rund 2,5 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nr. 6640, 6642 (tw), 6643 (tw), 6668 (tw), 6669 (tw), 6685, 6746 (tw), 6766 und 6777.

(26) Das Naturschutzgebiet "Katzengraben" (N26) hat eine Größe von rund 2,5 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nrn. 6515 bis 6518 (jew. teilw.), 6523, 6553 (tw) und 6554/1 (tw).

(27) Das Naturschutzgebiet "Waldwiesen" (N27) hat eine Größe von rund 1,6 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim das Grundstück Flst.-Nr. 6647 (tw). Die Südspitze des Naturschutzgebietes liegt 250 m nördlich des Weges Flst.-Nr. 6653.

(28) Das Naturschutzgebiet "Alte Landstraße im Speyerer Grün" (N28) hat eine Größe von rund 0,7 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Altlußheim die Grundstücke Flst.-Nr. 5926 (tw).

(29) Das Naturschutzgebiet "Schwarzer Teich" (N29) hat eine Größe von rund 5,0 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim die Grundstücke Flst.-Nr. 5931 (tw), 5932 und 5933 (tw).

(30) Das Naturschutzgebiet "Mirabellenhecke in den Horststückern" (N30) hat eine Größe von rund 0,4 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim das Grundstück Flst.-Nr. 5933 (tw).

 

§ 4 Schutzgegenstand des Landschaftsschutzgebietes

 

Das Landschaftsschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen" hat eine Größe von rund 1847 ha. Es umfaßt die innerhalb der Abgrenzung gemäß § 2 gelegenen Flächen, soweit sie nicht nach § 3 Naturschutzgebiete sind.

 

§ 5 Schutzgegenstand des Wildschutzgebietes

 

Das Wildschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen I" hat eine Größe von rund 1444 ha. Es liegt teilweise auf den Flächen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes "Hockenheimer Rheinbogen" und umfaßt die Gemeinschaftsjagdbezirke Ketsch, Altlußheim und Hockenheim teilweise sowie den Eigenjagdbezirk der Evangelischen Pflege Schönau.

 

§ 6 Grenz- und Verfahrensregelung

 

(1) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in der Übersichtskarte I im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiete) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) sowie in 39 Detailkarten im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiete) und mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Das Wildschutzgebiet sowie das jagdliche Regelungsgebiet umfassen innerhalb der obengenannten Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes in der Übersichtskarte II die nicht schraffierten Flächen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe, beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg und bei der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim (Rathaus Hockenheim) auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.

 

(2) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den oben bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

 

B: Naturschutzgebiete (§§ 7 bis 9)

§ 7 Schutzzweck der Naturschutzgebiete

 

Schutzzweck der Naturschutzgebiete (§ 3) ist:

1.            die Erhaltung und Pflege der zahlreichen, biologisch vielfältigen, sekundären Feuchtgebiete (überwiegend aufgelassene Ziegeleigruben und ähnliche Entnahmestellen), die sich zu Lebensräumen von hoher ökologischer Bedeutung in der Kulturlandschaft entwickelt haben;

2.            die Erhaltung und Entwicklung der letzten Reste der früher ausgedehnten Grünlandflächen in der Rheinniederung als Lebensraum bestimmter spezialisierter Tier- und Pflanzenarten;

3.            die Erhaltung und Förderung der für die Rheinniederung typischen und an unterschiedliche Feuchtigkeit hinsichtlich Grundwasserstand und Rheinhochwasser angepaßten Vegetation der Sekundärgewässer, Gräben, Röhrichte, Riedreste, Wiesen, Gebüsche, Hecken und Wälder mit zahlreichen spezialisierten, gefährdeten bis vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten;

4.            die Erhaltung und Förderung der auf diese vielfältigen Biotope angewiesenen Tierwelt, deren Schutzwürdigkeit durch das Vorkommen zahlreicher vom Aussterben bedrohter Insekten-, Amphibien- und Vogelarten besonders hoch ist.

 

§ 8 Verbote in den Naturschutzgebieten

 

(1) In den Naturschutzgebieten sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung der Schutzgebiete oder ihrer Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen können.

 

(2) In den Naturschutzgebieten ist insbesondere verboten:

1.            bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellter Maßnahmen durchzuführen;

2.            Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen, Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;

3.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder das Verändern der Bodengestalt auf andere Weise;

4.            fließende oder stehende Gewässer (einschließlich Gräben) zu schaffen, zu beseitigen, zu verändern sowie Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt des Gebietes verändern;

5.            Abfälle oder sonstige Gegenstände zu lagern;

6.            Plakate, Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen;

7.            Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;

8.            Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn-, Rast-, Nahrungs- oder Zufluchtstätten dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören, Vögel zu beringen sowie zum Fang von Tieren geeignete Vorrichtungen zu errichten, zu betreiben oder mit sich zu führen;

9.            die Art der bisherigen Grundstücksnutzungen zu ändern;

10.        zu baden, zu zelten, zu lagern, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen;

11.        Feuer anzumachen, zu unterhalten sowie zu grillen;

12.        ohne zwingenden Grund Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschütterungen zu verursachen;

13.        die Wege zu verlassen;

14.        die Wege mit Fahrzeugen aller Art (ausgenommen Fahrräder ohne Hilfsmotor und Krankenfahrstühle) zu befahren;

15.        Flugmodelle oder Modellboote zu betreiben;

16.        Dauergrünland zur Neueinsaat oder zu Ackerland umzubrechen;

17.        außerhalb von Ackerland Pflanzenbehandlungsmittel oder Dünger zu verwenden;

18.        wesentliche Landschaftsbestandteile wie Bäume, Hecken, Gebüsch, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Röhrichtbestände zu beseitigen, zu zerstören oder zu ändern;

19.        die Wasserflächen mit Booten aller Art, Flößen, Luftmatratzen oder dergleichen zu befahren, schwimmende Anlagen zu verankern oder zu betreiben sowie Stege zu errichten;

20.        zu reiten;

21.        Hunde frei laufen zu lassen;

22.        außerhalb des Sonderlandeplatzes Herrenteich mit Fallschirmen abzuspringen.

 

§ 9 Zulässige Handlungen in den Naturschutzgebieten

 

§ 8 gilt in den Naturschutzgebieten (§ 3) nicht:

1.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd, soweit die Gemeinschaftsjagdbezirke Hockenheim, Altlußheim und Ketsch sowie der kirchliche Eigenjagdbezirk der Evangelischen Pflege Schönau betroffen sind, vorbehaltlich der Regelungen des Wildschutzgebietes, mit der Maßgabe, daß
a) die Jagdausübung möglichst schonend und nur in Übereinstimmung mit dem Schutzzweck erfolgt;
b) Schilf und andere Röhrichte nicht gemäht oder gemulcht werden;
c) in den Naturschutzgebieten "Schleiwiese" (§ 3 Abs. 5), "Holzgraben" (§ 3 Abs. 10) "Die Oder" (§ 3 Abs. 15) und "Dorflache" (§ 3 Abs. 24)
 - die Jagdausübung vom 1. April bis zum 31. Juli ruht und in dieser Zeit diese Fläche nur betreten werden, um krankgeschossenes oder schwerkrankes Wild zu erlegen,
 - jagdliche Einrichtungen wie Hochsitze und Jagdkanzeln nur innerhalb eines 5 m breiten Randstreifens und nicht in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli errichtet werden,
 - bestehende Futterstellen nicht mehr betrieben  und neue Futterstellen nicht errichtet werden:  Salzlecken sind zulässig;
d) in den übrigen Bereichen jagdliche Einrichtungen, wie Hochsitze, Jagdkanzeln und Futterstellen unter Beachtung des Schutzzwecks in landschaftsgerechter Ausführung unter möglichster Schonung  der Vegetation und Brutplätze erstellt werde; sie sind nicht in Flachwasserzonen, Verlandungsgesellschaften, Röhrichten und Rieden einzurichten;
e) im Naturschutzgebiet "Silz" im Bereich des östlich gelegenen zweiten Silzsees die Jagd auf Wasserwild ganzjährig ruht; unberührt bleibt die Verfolgung von krankgeschossenem und schwerkrankem Wild, um es ggf. zu erlegen;
f) das Aneignungsrecht des Jagdausübungsberechtigten, soweit es sich nicht auf Eier von Federwild be zieht, unberührt bleibt;

2.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei mit der Maßgabe, daß die Sportfischerei nur
- in den Naturschutzgebieten "Speyerer Grün" (§ 3 Abs. 8) und "Rheinwald Altlußheim" (§ 3 Abs. 20) mit der Maßgabe, daß Kraftfahrzeuge unmittelbar am Dammfuß des Hochwasserdammes abgestellt und die Naturschutzgebiete ansonsten nicht befahren werden,
- im Naturschutzgebiet "Beim Herrenteich" (§ 3 Abs. 3) am Auslauf des Altwassergrabens in den Rhein, soweit dieser befestigt ist,
- im Naturschutzgebiet "Silz" (§ 3 Abs. 22) am westlich gelegenen ersten Silzsee, einschließlich des Befahrens mit Booten, der Anlage von Stegen sowie dem Abstellen von Kraftfahrzeugen zulässig ist und ansonsten fischereiliche Maßnahmen nur im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführt werden;

3.            für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß
a) die Veränderung der Bodengestalt durch Auffüllung oder Abgrabung unzulässig ist; die Rückführung von Erdmaterial auf die abgeerntete Fläche nach der Rübenernte bleibt zulässig;
b) fließende oder stehende Gewässer (einschließlich Gräben) nicht geschaffen, beseitigt oder verän dert werden und keine Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorgenommen werden, die den Wasserhaushalt des Gebietes verändern; Beregnungsmaßnahmen bleiben zulässig;
c) Dauergrünland nicht zur Neueinsaat oder in Ackerland umgebrochen wird;
d) außerhalb von Ackerland die Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln nur im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe (insbesondere nach Staunässe) zulässig ist;
e) wesentliche Landschaftsbestandteile wie Bäume, Hecken, Gebüsch, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Röhrichtsbeständen durch eine mehr als zweijährige Nichtbewirtschaftung der Grundstücke dürfen diese nur nach einer Erlaubnis durch die höhere Naturschutzbehörde beseitigt, zerstört oder geändert werden;
f) in den Naturschutzgebieten "Karl-Ludwig-See" (§ 3 Abs. 6), "Mathäuswiesen" (§ 3 Abs. 7), "Geigler" (§ 3 Abs. 11), "Bachwiesen und Leopoldswiesen" (§ 3 Abs. 17) und "Silz" (§ 3 Abs. 22) - mit Ausnahme der Grundstücke Flst.-Nrn. 5299 bis 5302. 5350 bis 5358; 5395 bis 5406, 5428 bis 5440, 5787 der Gemarkung Altlußheim – Dauergrünland
 - als zweischürige Wiesen bewirtschaftet,
 - vom 1. April bis 15. Juni nicht gemäht, gedüngt, beweidet und nicht durch Walzen, Eggen und Abschleppen bearbeitet,
 - nicht mit mehr als 15 cbm/ha Gülle oder Schwemmist gedüngt,
 - nur als extensive Standweide genutzt wird;

4.            für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß
a) die Waldbestände in den Naturschutzgebieten "Tongrube Neuwiesen" (§ 3 Abs. 1), "Spaten" (§ 3 Abs. 2), "Tongrube Pfalzwörth" (§ 3 Abs.  4). "Waldbuckel" (§ 3 Abs. 13), "Tongruben beim Siegelhain" (§ 3 Abs. 16) nur extensiv gepflegt werden;
b) im Naturschutzgebiet "Alter Kraichbach hinter den Bergen" (§ 3 Abs. 19) bei der Verjüngung ein eichenreicher Laubmischwald zu begründen ist;
c) im Naturschutzgebiet "Tongrube Ketschau" (§ 3 Abs. 9) keine forstwirtschaftliche Nutzung stattfindet;
d) in den Naturschutzgebieten "Beim Herrenteich" (§ 3 Abs. 3), "Speyerer Grün" (§ 3 Abs. 8) und "Rheinwald Altlußheim" (§ 3 Abs. 20) bei der Verjüngung einheimische Pappelarten (Schwarz-, Silber-, Graupappel) angemessen beigemischt werden und entlang der Gewässer ein Saum einheimischer Weidenarten (wie besonders die Silberweide) gepflanzt bzw. erhalten und gepflegt wird
e) im Naturschutzgebiet "Speyerer Grün" (§ 3 Abs. 8) die tiefer liegende, nur mit einzelnen Sil berweiden bestandene Freifläche in ihrer typischen Ausprägung erhalten bleibt;
f) im Naturschutzgebiet "Marlach" (§ 3 Abs. 18), ausgenommen die in der Übersichtskarte schraffiert gekennzeichnete Fläche (ehemaliges Naturschutzgebiet "Torfloch im Mörsch"), die Bewirtschaftung, die Erhaltung und Pflege eines naturnahen, standortsgemäßen Erlenbruch- bzw. Erlen-Eschen-Waldes zum Ziel hat; dies beinhaltet die Beimischung der Traubenkirsche, der Esche und der Stieleiche, wo dies standörtlich möglich ist;
g) die in der Übersichtskarte schraffiert gekennzeichnete Fläche (ehemaliges Naturschutzgebiet "Torfloch im Mörsch") im Naturschutzgebiet "Marlach" (§ 3 Abs. 18) weiterhin nicht bewirtschaftet wird;
h) im Naturschutzgebiet "Schanzenbuckel und Schanzenwiesen" (§ 3 Abs. 12) die forstwirtschaftliche Nutzung einer vorherigen schriftlichen Erlaubnis bedarf, wobei diese zu erteilen ist, soweit der Bestand an älteren Eichen durch die forstwirtschaftliche Nutzung nicht gefährdet und das Landschaftsbild insgesamt nicht nachteilig verändert wird;
i) im Rahmen der mittelbaren forstlichen Bodennutzung Maschinenwege nur punktuell durch gebrochenes Material oder Kies befestigt werden, soweit dies für die Befahrbarkeit mit forstlichen Maschinen unerläßlich ist;

5.            für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer, Hochwasserdämme, Straßen, Leitungen und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung, mit der Maßgabe, dass Maßnahmen gemäß § 8 Abs. 2 Nr. 18 sowie die Reinigung und Ausbesserung der Gräben im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe erfolgen und landwirtschaftliche Erdwege mit Erdmaterial ausgebessert werden dürfen;

6.            für das Befahren mit Booten ohne eigenen Antrieb im Naturschutzgebiet "Rheinwald Altlußheim" (§ 3 Abs. 20) unterhalb von Rhein-km 398,5 ohne Anlegen am inneren inselartigen Teil;

7.            für die Entnahme von Grundwasser und die Errichtung hierzu notwendiger baulicher Anlagen für die öffentliche Wasserversorgung, soweit dies erforderlich ist und unter besonderer Berücksichtigung der Belange von Naturschutz und Landschaftspflege in einem wasserrechtlichen Zulassungsverfahren, in dem auch über eventuelle Ausgleichsmaßnahmen zu entscheiden ist, genehmigt wird;

8.            für Handlungen, die zur Unterhaltung der Bundeswasserstraße Rhein einschließlich ihrer technischen Anlagen notwendig sind, soweit diese im Benehmen mit der höheren Naturschutzbehörde durchgeführt werden;

9.            für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle angeordnet werden;

10.        für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

 

C: Landschaftsschutzgebiet (§§ 10 bis 13)

§ 10 Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes

 

Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes (§ 4) ist:

1.            die Sicherung und Erhaltung der landschaftlichen und ökologischen Einheit des "Hockenheimer Rheinbogens";

2.            die Sicherung der ökologisch notwendigen Ergänzungsraumes für die Naturschutzgebiete und ihre Tier- und Pflanzenwelt;

3.            die Erhaltung der zum Teil durch Gehölze gegliederten, landwirtschaftlich genutzten Freiflächen der alten Rheinmäander;

4.            die Sicherung und Offenhaltung der für durchziehende und überwinternde Vogelarten erforderlichen Niederungsflächen als international bedeutende Rast- und Nahrungsräume;

5.            die Erhaltung der ausgedehnten offenen und landwirtschaftlich genutzten Niederungsflächen als Teil der Kulturlandschaft in der Rheinaue, als ökologischer Ausgleichsraum für die dicht besiedelte und intensiv genutzte Umgebung und als wichtiges Erholungsgebiet im Ballungsraum.

 

§ 11 Verbote im Landschaftsschutzgebiet

 

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

 

§ 12 Erlaubnisvorbehalt für das Landschaftsschutzgebiet

 

(1) Im Landschaftsschutzgebiet bedürfen Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, der schriftlichen Erlaubnis der höheren Naturschutzbehörde.

 

(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichten von bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Errichten von Einfriedigungen;

3.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art; Beregnungsmaßnahmen bleiben zulässig;

4.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder das Verändern der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständer soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.            Anlegen oder Verändern von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

7.            Anlegen oder Verändern von Stätten für Sport und Spiel einschließlich Motorsportanlagen;

8.            Anlegen oder Verändern von Flugplätzen einschließlich Modellfluggeländen;

9.            Betreiben von Motorsport sowie von motorgetriebenen Schlitten;

10.        Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;

11.        Verankern von Booten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und das Errichten von Stegen;

12.        Anlegen, Beseitigen oder Ändern von fließenden oder stehenden Gewässern;

13.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

14.        Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

15.        Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

16.        Beseitigung oder Ändern von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäumen, Hecken, Gebüsch, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Röhrichtbeständen.

 

(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 11 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 

(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 

(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

 

§ 13 Zulässige Handlungen im Landschaftsschutzgebiet

 

Die §§ 11 und 12 gelten im Landschaftsschutzgebiet (§ 4) nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 12 Abs. 2 Nr. 16;

2.            die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 12 Abs. 2 Nr. 14 und 15;

3.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei, unbeschadet der §§ 14 und 16 (Wildschutzgebiet);

4.            für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Hochwasserdämme, Leitungen und Gewässer, mit der Maßgabe, daß Maßnahmen nach § 12 Abs. 2 Nr. 16 nur im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführt werden;

5.            für die Entnahme von Grundwasser und die Errichtung hierzu notwendiger baulicher Anlagen für die öffentliche Wasserversorgung, soweit dies erforderlich ist und unter besonderer Berücksichtigung der Belange von Naturschutz und Landschaftspflege in einem wasserrechtlichen Zulassungsverfahren, in dem auch über eventuelle Ausgleichsmaßnahmen zu entscheiden ist, genehmigt wird;

6.            für die Unterhaltung der Bundeswasserstraße Rhein einschließlich ihrer technischen Anlagen;

7.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

 

 

D: Wildschutzgebiet (§§ 14 bis 16)

§ 14 Schutzzweck des Wildschutzgebietes

 

Schutzzweck des Wildschutzgebietes (§ 5) ist die Erhaltung der im Winterhalbjahr vorkommenden Wildgänse und die Sicherung und Pflege des international bedeutenden Überwinterungsplatzes der Wildgänse als Rast- und Nahrungsstätte.

 

§ 15 Verbote im Wildschutzgebiet

 

(1) In dem Wildschutzgebiet sind einschließlich der Teile, die in den Naturschutzgebieten des Hockenheimer Rheinbogens liegen, alle Handlungen untersagt, die zu einer Zerstörung oder Veränderung des Schutzgebietes oder seiner Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung der Wildgänse oder zu einer Beeinträchtigung ihres Überwinterungsplatzes führen können.

 

(2) In dem Wildschutzgebiet ist insbesondere verboten:

1.            die Rast-, Nahrungs- und Überwinterungsplätze der Wildgänse zu verändern, zu beschädigen oder zu zerstören;

2.            Wildgänse mutwillig zu beunruhigen;

3.            die Jagd auf Wildgänse auszuüben;

4.            vom 1. Dezember bis 1. März in den beiden in den Übersichtskarten und den Detailkarten mit einer Punktreihe gekennzeichneten Bereichen Gesellschafts- oder Treibjagden auf anderes Wild durchzuführen; in diesen Bereichen darf vom 1. bis 19. Dezember in jedem Jagdbezirk eine Gesellschafts- oder Treibjagd durchgeführt werden, wobei auf größere Wildganstrupps besondere Rücksicht zu nehmen ist;

5.            die Wege in den beiden Übersichtskarten und den Detailkarten mit einer Punktreihe gekennzeichneten Bereichen in der Zeit vom 1. Dezember bis 1. März zu verlassen; ausgenommen sind zulässige Gesellschafts- und Treibjagden, das Erreichen der jagdlichen Einrichtungen sowie das Nachsuchen und Bergen von Wild.

 

§ 16 Zulässige Handlungen im Wildschutzgebiet

 

Für die zulässigen Handlungen im Wildschutzgebiet gelten § 13 Nr. 1, 2 und 4 entsprechend.

 

 

E: Schlußteil (§§ 17 bis 20)

§ 17 Schutz- und Pflegemaßnahmen

 

Schutz- und Pflegemaßnahmen werden in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt. Soweit Wald betroffen ist, werden die Pflegepläne im Einvernehmen mit der Forstdirektion erstellt. Die Forstverwaltung bewirtschaftet die Waldgrundstücke auf Grund eines im Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde zu erstellenden Forsteinrichtungswerkes; soweit kein Forsteinrichtungswerk besteht, werden Einzelmaßnahmen im Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde durchgeführt.

 

§ 18 Befreiungen

 

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG oder nach jagdrechtlichen Bestimmungen Befreiung erteilt werden.

 

§ 19 Ordnungswidrigkeiten

 

(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1.            in den Naturschutzgebieten eine der nach § 8 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt,

2.            in dem Landschaftsschutzgebiet
a) entgegen § 22 Abs.3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 11 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
b) entgegen § 12 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

 

(2) Ordnung widrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in den Naturschutzgebieten, soweit die Gemeinschaftsjagdbezirke Ketsch, Altlußheim, Hockenheim und der Eigenjagdbezirk der Evangelischen Pflege Schönau betroffen sind, vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 in Verbindung mit § 9 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt oder gegen § 15 in Verbindung mit § 16 dieser Verordnung verstößt.

 

§ 20 Inkrafttreten

 

(1) Diese Verordnung tritt am 30. Oktober 1990 in Kraft. Die Bewirtschaftungsregelungen nach § 9 Ziff. 3 f treten auf folgenden Flächen am 1. Januar 2000 in Kraft:

·               Naturschutzgebiet »Karl-Ludwig-See« auf den Grundstücken Flst. Nr.2479 der Gemarkung Ketsch und Flst. Nrn.6483 bis 6488 und 6487/1 der Gemarkung Hockenheirn,

·               Naturschutzgebiet »Mathäuswiesen« auf den Grundstücken Flst. Nrn. 6732 und 6734 der Gemarkung Hockenheim,

·               Naturschutzgebiet »Bachwiesen und Leopoldswiesen« auf den Grundstücken Flst. Nrn. 6074 und 6098 der Gemarkung Hockenheim.

 

(2) Gleichzeitig treten außer Kraft:

1.            die Verordnung des Badischen Ministers des Kultus und Unterrichts über das Naturschutzgebiet »Torfloch im Mörsch« in der Gemarkung Hockenheim, Landkreis Mannheim, vom 19. April 1939 (Amtsblatt des Badischen Ministers des Kultus und Unterrichts vom 19. Mai 1939);

2.            die Nachtragsverordnung des Bezirksamts Mannheim zur Sicherung von Naturdenkmalen im Amtsbezirk Mannheim-Land vom 26. September 1938 (Hakenkreuzbanner Mannheim vom 5. Oktober 1938) - betreffend die Naturdenkmale »Schanzenbuckel« und »Feldgehölz«;

3.            für den Geltungsbereich dieser Verordnung die Verordnung des Bezirksamts Mannheim zum Schutze von Landschaftsbestandteilen im Amtsbezirk Mannheim vom 18. Oktober 1938 (Hakenkreuzbanner Mannheim vom 23. Oktober 1938), zuletzt geändert durch Nachtragsverordnung des Landratsamts Mannheim vom 24. Januar 1957 (Amtsanzeiger für den Landkreis Mannheim Nr. 2/1957 - betreffend das Landschaftsschutzgebiet »Schanzenreste beim Bahnhof Talhaus«;

4.            die Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 17.August 1987 über das Wildschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen« (GBl. S.389).

 

KARLSRUHE, den 29. Januar 1990

DR. MILTNER

 

Verordnung der Forstdirektion Karlsruhe über die Regelung der Jagd

 

Verordnung der Forstdirektion Karlsruhe über die Regelung der Jagd in den Naturschutzgebieten des »Hockenheimer Rheinbogen« sowie über das Wildschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen II« vom 30. März 1992 (GBl. v. 05.06.1992, S 276).

 

Auf Grund von §§ 20a, 22 Abs. 2, 32 und 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:

 

§ 1 Erklärung zum Wildschutzgebiet

 

Die in § 3 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Hockenheim sowie der Gemeinden Ketsch und Altlußheim, Rhein-Neckar-Kreis, werden zum Wildschutzgebiet erklärt. Das Wildschutzgebiet führt die Bezeichnung »Hockenheimer Rheinbogen II«.

 

§ 2 Jagdliches Regelungsgebiet

 

In den in § 3 näher bezeichneten Flächen wird, sowei die Naturschutzgebiete der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen« betroffen sind, die Jagd geregelt.

 

§ 3 Schutzgegenstand

 

(1) Das Wildschutzgebiet hat eine Größe von ca 1065 ha. Das Wildschutzgebiet sowie das jagdliche Regelungsgebiet liegen innerhalb des Natur- und Landschaftsschutzgebietes »Hockenheimer Rheinbogen und teilweise im Bereich der Staatlichen Eigenjagdbezirke »Insultheimer Hof«, »Schacher« und »Speyere Grün«. Es wird ergänzt durch die Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Wildschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen l«.

 

(2) Das Wildschutzgebiet sowie das jagdliche Regelungsgebiet sind in der Übersichtskarte Il mit einer schraffierten Fläche eingetragen. Die jagdlichen Regelungsgebiete sind durch die schraffierten Flächen innerhalb der Naturschutzgebiete des »Hockenheimer Rheinbogen« gekennzeichnet.

 

(3) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in der Übersichtskarte 1 im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiete) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftschutzgebiete) sowie in 39 Detailkarten im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiete) und mit durchgezogen, grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung.

 

(4) Die Verordnung mit Karten wird bei der Forstdirektion Karlsruhe, beim Staatlichen Forstamt Schwetzingen, beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg und beim Bürgermeisteramt Hockenheim auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag na Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht für jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt. Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den oben bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

 

§ 4 Schutzzweck des Wildschutzgebietes

 

Schutzzweck des Wildschutzgebietes ist die Erhaltung der im Winterhalbjahr vorkommenden Wildgänse und die Sicherung- und Pflege des international bedeutenden Überwinterungsplatzes der Wildgänse als Rast- und Nahrungsstätte.

 

§ 5 Verbote im Wildschutzgebiet

 

(1) In dem Wildschutzgebiet einschließlich der Teile, die in den Naturschutzgebieten des »Hockenheimer Rheinbogen« liegen, sind alle Handlungen untersagt, die zu einer Zerstörung oder Veränderung des Schutzgebietes oder seiner Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung der Wildgänse oder zu einer Beeinträchtigung ihres Überwinterungsplatzes führen können.

 

(2) In dem Wildschutzgebiet ist insbesondere verboten:

1.            die Rast-, Nahrungs- und Überwinterungsplätze der  Wildgänse zu verändern, zu beschädigen oder zu zerstören;

2.            Wildgänse mutwillig zu beunruhigen;

3.            die Jagd auf Wildgänse auszuüben;

4.            vom 1. Dezember bis 1. März in den beiden in den Übersichtskarten und den Detailkarten mit einer Punktreihe innerhalb der schraffierten Flächen gekennzeichneten Bereichen Gesellschafts- oder Treibjagden auf anderes Wild durchzuführen; in diesen Bereichen darf vom 1. bis 19. Dezember in jedem Jagdbezirk eine Gesellschafts- oder Treibjagd durchgeführt werden, wobei auf größere Wildganstrupps besonders Rücksicht zu nehmen ist;

5.            die Wege in den beiden in den Übersichtskarten und den Detailkarten mit einer Punktreihe gekennzeichneten Bereichen innerhalb der schraffierten Flächen in der Zeit vom 1. Dezember bis 1. März zu verlassen; ausgenommen sind zulässige Treib- und Gesellschaftsjagden, das Erreichen der jagdlichen Einrichtungen sowie das Nachsuchen und Bergen von Wild.

 

§ 6 Zulässige Handlungen

 

§ 5 gilt im Wildschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen II« nicht:

·               für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke;

·               für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstlicher Grundstücke, ausgenommen Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha, sowie Neuaufforstung und Umwandlung von Wald;

·               für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer, Hochwasserdämme, Straßen, Wege und Leitungen sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung.

 

§ 7 Jagdliche Regelung in den Naturschutzgebieten des »Hockenheimer Rheinbogen«

 

(1) In den Naturschutzgebieten des »Hockenheimer Rheinbogen« sind einschließlich der Teile, die im Wildschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen II« liegen, alle jagdlichen Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung der Schutzgebiete oder ihrer Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen können.

 

(2) Die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd wird dahingehend geregelt, daß

·               a) die Jagdausübung möglichst schonend und nur in Übereinstimmung mit dem Schutzzweck der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen« erfolgt,

·               b) Schilf und andere Röhrichte nicht gemäht oder gemulcht werden,

·               c) in den Naturschutzgebieten »Die Oder« (§ 3 Abs. 15 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe), »Tongruben beim Siegelhain« (§ 3 Abs. 16 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe) sowie auf der in der Übersichtskarte schraffiert gekennzeichneten Fläche im Naturschutzgebiet »Marlach« (§ 3 Abs. 19 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe - ehemaliges Naturschutzgebiet »Torfloch im Mörsch«)
- die Jagdausübung vom 1. April bis zum 31. Juli ruht und in dieser Zeit diese Flächen nur betreten werden, um krankgeschossenes oder schwerkrankes Wild zu verfolgen und gegebenenfalls zu erlegen; ausgenommen hiervon ist die Bejagung von Jungfüchsen am Bau im Naturschutzgebiet »Tongruben am Siegelhain« (§ 3 Abs. 16 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe),
- jagdliche Einrichtungen wie Hochsitze und Jagdkanzeln nicht im- Zeitraum- vom l. April bis zum 31.Juli und nur innerhalb eines 5 m breiten Randstreifens errichtet werden,

·               d) auf der in der Übersichtskarte schraffiert gekennzeichneten Fläche im Naturschutzgebiet »Marlach« (§ 3 Abs. 19 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe - ehemaliges Naturschutzgebiet »Torfloch im Mörsch«) bestehende FutterstelIen nicht mehr betrieben und neue Futterstellen nicht errichtet werden; Salzlecken sind zulässig,

·               e) in den Naturschutzgebieten »Tongruben beim Siegelhain« (§ 3 Abs. 16 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe) und »Die Oder« (§ 3 Abs. 15 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe) nur Fütterung von Fasanen in winterlichen Notzeiten zulässig ist,

·               f) in den übrigen Bereichen jagdliche Einrichtungen wie Hochsitze und Jagdkanzeln unter Beachtung des Schutzzweckes, in landschaftsgerechter Bauausführung und unter möglichster Schonung der Vegetation und Brutplätze erstellt werden.

Jagdliche Einrichtungen sind nicht in Flachwasserzonen, Verlandungsgesellschaften, Röhrichten und Rieden zu errichten.

 

(3) Das Aneignungsrecht des Jagdausübungsberechtigten, soweit es sich nicht auf Eier von Federwild bezieht, bleibt unberührt. Die jagdlichen Regelungen in den Naturschutzgebieten des »Hockenheimer Rheinbogen« gehen den Regelungen des Wildschutzgebietes mit der Maßgabe vor, daß die Jagd auf Wildgänse sowie Treib- und Gesellschaftsjagden gemäß § 5 Abs.2 Nr.3 und 4 beschränkt sind.

 

§ 8 Befreiungen

 

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach jagdrechtlichen Bestimmungen Befreiung erteilt werden.

 

§ 9 Ordnungswidrigkeiten

 

Ordnungswidrig im Sinne von § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 in Verbindung mit § 6 dieser Verordnung im Wildschutzgebiet und entgegen von § 7 dieser Verordnung in den Naturschutzgebieten der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Hockenheimer Rheinbogen«, soweit staatliche Eigenjagdbezirke betroffen sind, die Jagd ausübt oder gegen sonstige Maßgaben dieser Verordnung verstößt.

 

§ 10 Inkrafttreten

 

Diese Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft.

 

KARLSRUHE, den 30. März 1992

DR. KÄLBLE