2.226 Würm-Heckengäu

 

Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Würm-Heckengäu« (Große Kreisstadt Calw, Gemeinden Althengstett und Gechingen, Landkreis Calw) vom 28. November 2003 (GBl. v. 12.01.2004, S. 20).

Auf Grund der §§ 21 und 58 Abs.2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

 

Allgemeine Vorschriften

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Calw, Gemarkungen Calw und Stammheim, der Gemeinde Althengstett, Gemarkung Althengstett und der Gemeinde Gechingen, Gemarkung Gechingen, Landkreis Calw werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung » Würm-Heckengäu«.

 

§ 2 Schutzgegenstand

(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 885 ha. Davon entfallen ca. 301 ha auf das Naturschutzgebiet (NSG) und rund 584 ha auf das Landschaftsschutzgebiet (LSG).

(2) Das Gebiet besteht aus 18 NSG-Teilgebieten und 3 .LSG- Teilgebieten. Die bei der folgenden Grenzbeschreibung genannten Grundstücke befinden sich -mit Ausnahme von Wegen und wenn nichts anderes bestimmt ist- innerhalb der NSG- Teilgebiete:

NSG- Teilgebiet 1: »Hube« (Gern. Althengstett) liegt nordöstlich der Gemeinde Althengstett und nördlich der Landstraße L 183. Es umfasst einen Teil des Gewanns »Hube« und beinhaltet die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 1588 bis 1592.

NSG- Teilgebiet 2: »Heimberg« (Gern. Althengstett) liegt südöstlich der Gemeinde Althengstett, nordwestlich der Deponie Heimberg und umfasst einen Teil des Gewanns »Heimberg«. Es beinhaltet die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 2361 bis 2363 und das Grundstück mit der Flst.-Nr.2360/1 teilweise.

NSG- Teilgebiet 3: »Schlenkhecke und Ochsenstraße« (Gern. Althengsten) liegt südöstlich der Gemeinde Althengstett, östlich der Deponie Heimberg und nördlich der Kreisstraße K 4308. Es umfasst die folgenden Gewanne ganz oder teilweise: »Schlenkhecke«, »Ochsenstraße« teilweise (tlw.) und »Achgrube« (tlw.).1m Norden bilden das Grundstück mit der Flst.:Nr.1895 und der Feldweg mit der Flst-Nr.1962 die Grenze. Ab dem Grundstück mit der Flst-Nr.1971 verläuft die Grenze des NSG- Teilgebiets entlang von Grundstückgrenzen in östlicher Richtung bis zum Grundstück mit der Flst.-Nr.1996 und von da an weiter nach Süden bis zum Grundstück mit der Flst.-Nr. 2150, wobei die Grundstücke init den Flst-Nm. 2127 bis 2129 als Ausbuchtung enthalten sind.1m Süden bilden die Grundstücke mit den Flst-Nm. 2150; 2277 , 2272 bis 2274 unddie Kreisstraße K 4308 die Grenze. Im Westen wird das NSG- Teilgebiet begrenzt durch die Feldwege mit den Flst-Nm.2315/1, 2310/1 und 1908.

NSG-Teilgebiet 4: »Jägerberg und Leimengrube« (Gern. Althengsten) liegt südöstlich der Gemeinde Althengsten und südlich der Kreisstraße K 4308. Es umfasst die Gewanne »Jägerberg« und »Leimengrube« jeweils teilweise. Im Norden wird es begrenzt durch die Grundstücke mit den Flst.-Nrn.3227/1 und 2, 3229, 3218/1 und 3217. Von der nordöstlichen Ecke des Grundstückes mit der Flst.-Nr. 3217 verläuft die Grenze weiter entlang von Grundstückgrenzen bis zur nordöstlichen Ecke des Grundstückes mit der Flst-Nr.2732, wobei die Grundstücke mit den Flst-Nm. 2695 und 2738 als Ausbuchtung miteinbezogen sind. Im Osten wird es begrenzt durch die Feldwege mit den Flst.-Nm.2738/2 und 2378/2. Das Grundstück mit der Flst-Nr. 3218/1 bildet die südliche und westliche Grenze.

NSG- Teilgebiet 5: »Reute« (Gern. Althengsten) liegt südlich der Gemeinde Althengstett, nordöstlich des Muckberges und umfasst Teile des Gewanns »Reute«. Im Norden schließen die Gewanne »Eckweg« und »Muckenberger Weg« an. Die Grenze wird hier von den Grundstücken mit den Flst.-Nrn. 3350, 3326, 3324 und 3312 gebildet. Im Osten verläuft die Grenze entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 5210/4 und 3396. Entlang der Feldwege mit den Flst.-Nm. 3380/1, 3376 und 3370/1 verläuft die Grenze des NSG- Teilgebiets zunächst nach Norden, dann nach Westen und schließlich wieder nach Süden bis zum Grundstück mit der Flst-Nr.3408. Im Süden bilden die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 3409,3389 und 3800/1 die Grenze. Die Grundstücke mit den Flst.-Nrn.3733 bis 3735 sind im Südwesten als Ausbuchtung mit in das NSG- Teilgebiet einbezogen. Im Westen verläuft die Grenze entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 3805/1 und 3730, dabei gehört das Grundstück mit der Flst.-Nr.3907 zum NSG- Teilgebiet. Ausgenommen ist das Grundstück mit der Flst.-Nr. 3913.

NSG-Teilgebiet 6: »Täfelberg« (Gern. Althengstett) liegt südwestlich der Gemeinde Althengsten und nördlich des Muckberges. Es umfasst den gesamten Waldbestand Täfelberg und Teile des Gewanns »Täfelberg«. Im Norden wird es begrenzt durch die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 4380/1, 4232 und im Osten durch den Feldweg mit der Flst.-Nr.4084. Die Grenze i Süden bilden das Gewann »Hinter dem Täfelberg«, das Grundstück mit der Flst.-Nr.4211, die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 4084 und 4442. Das Grundstück mit der Flst.-Nr.4442/2 gehört zum NSG- Teilgebiet. Die Grenze verläuft weiter in Richtung Nordosten entlang der Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 4435,439:8, 4394 und 4392. Ausgenommen ist das Grundstück mit der Flst-Nr. 4233.

NSG-Teilgebiet 7:»Heumaden und Zimmermannswiesen« (Gern. Althengsten und Calw) liegt östlich der Gemeinde Heumaden und erstreckt sich entlang der ehemaligen Eisenbahnlinie Calw-Ostelsheim. Es umfasst das Gewann »Heumaden« ganz und das Gewann »Zimmermannswiesen« teilweise. Im Norden wird es begrenzt durch die Kreisstraße K4310. Die Grenze im Osten verläuft entlang des Grundstücks mit der Flst-Nr. 4478 und entlang der Feldwege mit den Flst-Nm.4490 und 890, wobei die Grundstücke 1199 und 1199/1 nicht zum Schutzgebiet gehören. Im Südwesten liegen die Grundstücke 2521 und 1198 nur teilweise im NSG-Teilgebiet Die Grenze verläuft entlang einer gedachten Verlängerung des Feldwegs mit der Flst-Nr. 900 in nordwestlicher Richtung. Im Osten wird das NSG-Teilgebiet durch die Kreisstraße K4310 begrenzt Ausgenommen ist das Grundstück mit der Flst-Nr.1200.

NSG Teilgebiet 8: »Schutz« (Gem. Althengsten) liegt östlich der Gemeinde Heumaden, südwestlich der Gemeinde Althengsten und nordöstlich des Muckberges. Es umfasst einen Teil des Gewanns »Stutz« und beinhaltet die Grundstücke mit den Flst-Nrn. 3861 bis 3863.

NSG Teilgebiet 9: »Ofenäcker und Kirchhalde« (Gem. Althengsten) liegt südöstlich der Gemeinde Althengsten, westlich der Kreisstraße K 4308 und umfasst die Gewanne »Ofenäcker« und »Kirchhalde« jeweils teilweise. Im Norden wird es begrenzt durch den Feldweg mit der Flst-Nr. 2700 und dem Grundstück mit der Flst-Nr. 2808. Von dessen nordöstlicher Ecke verläuft die Grenze entlang von Grundstücksgrenzen nach Süden bis zum Feldweg mit der Flst-Nr.2815. Irn Osten bilden die Grundstücke mit den Flst-Nrn. 2840 und 2839 die Grenze. Diese verläuft anschließend weiter entlang des Grundstücks mit der Flst-Nr. 2841 nach Westen und entlang der Feldwege mit den Flst.-Nm.2847/3 und 2848 nach Südosten. Irn Süden wird das NSG- Teilgebiet begrenzt durch die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 2923 und 2921. Von da an verläuft die Grenze weiter nach Norden entlang von Grundstücksgrenzen bis zum Grundstück mit der Flst.-Nr.2932/3, wobei die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 2935 und 2938 als Ausbuchtung enthalten sind.

NSG Teilgebiet 10: »Omelesberg und Lehen« (Gem. Althengstett, Gechingen und Calw) liegt nordwestlich der Gemeinde Gechingen, westlich der Kreisstraße K 4308 und nördlich der Kreisstraße K4363. Es umfasst die folgenden Gewanne ganz oder teilweise: »Ringegerten«, »Ofenäcker« (tlw.); »Grund« (tlw.),»Ornelesberg« (tlw.), »Vogelsang« (tlw.), »Ödental« (tlw.), »Hinteres Lehen«, »Überstreichendes Land« {tlw.), »Fuchsenrain« (tlw.), »Vorderes Lehen« (tlw.) und »Vor den Birken« (tlw.). Im Norden wird es begrenztdurch den Feldweg mit der Flst.-Nr. 3166 und die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 3151 und 3126. Irn Osteri bilden die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 3116 bis 3118 und der Feldweg mit der Flst.-Nr. 2958 die Grenze. Vom Grundstück mit der Flst.-Nr. 2962 verläuft die Grenze des NSG- Teilgebiets nach Osten bis zum Grundstück mit der Flst.-Nr.2988. Ab dort verläuft die Schutzgebietsgrenze nach Süden, wobei die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 2993 und 1982/1 innerhalb des NSG- Teilgebiets liegen und im weiteren die Feldwege mit den Flst.-Nm.3017, 3498, 3504, 3517, 3523 und 3318 die Grenze bilden. Dabei gehören die Grundstücke mit den Flst.-Nm.3428, 3426, 3425 und 3410 noch zum NSG- Teilgebiet. lm Süden verläuft die Grenze entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 3544 und 3535 und dem Grundstück mit der Flst-Nr.3558. Weiter wird das NSG- Teilgebiet begrenzt durch die Kreisstraße K 4363, wobei die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 3571, 3570, 3580 und 3581 nicht zum NSG-Teilgebiet gehören. Die Grenze irn Westen verläuft entlang des Grundstückes mit der Flst-Nr. 2276, dem Feldweg mit der Flst.-Nr. 2270, der Ostgrenze des Gewanns »Eichwäldle« und dem Grundstück mit der Flst-Nr. 3527. Die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 3047 bis 3050 liegen dabei außerhalb des NSG- Teilgebiets. Weiter verläuft die Grenze nach Norden entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 3068, 521014, 3090/1, 3670/1, entlang der Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 3580 und 3570 und weiter entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 3551, 3490, 349l und 5210/4.

NSG-Teilgebiet 11: »Weingarthalde« (Gem. Calw-Stammheim) liegt nördlich der Gemeinde Stammheim, südöstlich der Gemeinde Heumaden und umfasst den größten Teil des Gewanns »Weingarthalde«. Im Norden wird es begrenzt durch das Gewann »Galgenberg« (das Grundstück mit der Flst.-Nr.165412 liegt außerhalb des Schutzgebiets) und den Feldweg mit der Flst.-Nr.1485/1. Im Osten verläuft die Grenze entlang der Grundstücke mit den Flst.-Nrn.1524 und 1529. Im Süden bildet die Grenze der Feldweg mit der Flst.-Nr. 1525 und im Westen der Feldweg mit der Flst.-Nr.1152/1 (Galgenbergweg).

NSG- Teilgebiet 12: »Obere Seewiesen« (Gern. Calw-Stammheim) liegt östlich der Gemeinde Stammheim, nordöstlich der Bundesstraße B 296 und umfasst einen Teil des Gewanns »Obere Seewiesen«. Im Nordwesten bildet der Feldweg mit der Flst.-Nr. 2994 und im Osten der Feldweg mit der Flst.-Nr. 2574 die Grenze. Im Süden wird es begrenzt durch den Feldweg mit der Flst.-Nr. 2402 und im Westen durch die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 2408, 2383 und 2373 sowie den Graben mit der Nr. 2485.

NSG-Teilgebiet 13: »Hohe Nille« (Gem. Calw-Stammheim) liegt östlich der Gemeinde Stammheim und südöstlich der Kreisstraße K4363. Es umfasst die folgenden Gewanne ganz oder teilweise: »Hohe Nille«, »Birkach« (tw.) und »Wendeplatte« (tw.). Im Norden wird es begrenzt durch die Kreisstraße K 4363, das Grundstück mit der Flst.-Nr. 2607 und den Feldweg mit der Flst.-Nr. 3156. Im Osten verläuft die Grenze entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 3069 und 3155, sowie entlang des Grundstücks mit der Flst.-Nr. 3092. Die südliche Grenze bildet der Feldweg mit der Flst.-Nr. 2504 und die östliche Grenze der Feldweg mit der Flst.-Nr. 3177.

NSG-Teilgebiet 14: »Kehlen und Geißhalde« (Gem. Calw-Stammheim) liegt südwestlich der Gemeinde Stammheim und westlich der Bundesstraße B 296. Es umfasst die Gewanne »Kehlen«, »Geißhalde« und »Stichle« jeweils teilweise. Im Norden wird es begrenzt durch die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 4316/1, 4418, 4417 und 4327/1, von wo aus die Grenze entlang von Grundstücksgrenzen nach Osten bis zum Grundstück mit der Flst.-Nr. 4115/2 verläuft. Die Grenze im Osten bildet die Kreisstraße K 4303 und im Süden die ehemalige Kreisstraße K 4302 (Grundstück mit Flst.-Nr.4052). Im Südosten verläuft die Grenze von der westlichen Ecke des Grundstückes mit der Flst.-Nr. 4359/2 entlang von Grundstücksgrenzen zum Grundstück mit der Flst.-Nr. 4464 (dabei liegt das Grundstück mit der Flst.-Nr. 4468 außerhalb des NSG- Teilgebiets). Im Westen wird das NSG-Teilgebiet begrenzt durch das Waldgebiet Doma mit der Flst.-Nr.4711 und den Feldweg mit der Flst.-Nr. 4260.

NSG- Teilgebiet 15: »Masenwald« (Gem. Gechingen) liegt südwestlich der Gemeinde Gechingen, östlich der

Kreisstraße K 4300 und umfasst einen Teil des Gewanns »Masenwald«. Es wird im Norden begrenzt durch den Forstweg mit der Flst.-Nr. 7057, im Osten durch den Forstweg mit der Flst.-Nr. 5359, im Süden durch den Forstweg mit der Flst.-Nr. 7058 und im Westen durch den Forstweg mit der Flst.-Nr. 5210.

NSG-Teilgebiet 16: »Billingshalde« (Gem. Gechingen) liegt südwestlich der Gemeinde Gechingen und östlich der Kreisstraße K 4300. Es umfasst die Gewanne »Billingshalde« »Kohlhäupt« und »Ebene« jeweils teilweise. Im Norden wird es begrenzt durch die Grundstücke mit den Flst.-Nrn. 5349, 5296 und 5294. Im Osten bilden die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 5359, 5357, 5353, 5530 und das Grundstück mit der Flst.-Nr. 5358 die Grenze. Die südliche Grenze verläuft entlang der Feldwege mit den Flst.-Nrn. 5375 und 5382 und entlang der Grundstücke mit den Flst.-Nrn.5354, 5385 und 5389/2. Im Westen wird das NSG- Teilgebiet begrenzt durch die Feldwege mit den Flst.-Nr. 5389 und 5322 und das Grundstück mit der Flst.-Nr. 5352. Der Sportplatz ist vom NSG-Teilgebiet ausgenommen.

NSG-Teilgebiet 17: »Riederles Halde« (Gem. Gechingen) liegt südlich der Gemeinde Gechingen und umfasst die Gewanne »Steig« und »Riederies Halde« jeweils teilweise. Es wird im Norden begrenzt durch die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 5514 und 5512, im Osten durch die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 5481, 5492, 5611 und 5466/1. Im Süden bilden die Grenze das Grundstück mit der Flst.-Nr. 5470, der Feldweg mit der Flst.-Nr. 5530 und im Westen die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 5370 und 5530.

NSG- Teilgebiet 18: »Vorderer Berg« (Gem. Gechingen) liegt nordöstlich der Gemeinde Gechingen, östlich der Kreisstraße K4374 und nördlich der Kreisstraße K 4363. Es umfasst die Gewanne »Erdreich«, »Vorderer Berg« und »Grabental« jeweils teilweise. Im Norden wird es begrenzt durch den Feldweg mit der Flst.-Nr. 807, im Osten durch die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 779, 794, 790, 768 und 776 und das Grundstück mit der Flst.-Nr.787. Die Grenze im Süden bilden die Feldwege mit den Flst.-Nrn. 647 und 639 und im Westen der Feldweg mit der Flst.-Nr.831. Vom NSG-Teilgebiet ausgenommen sind der Tennisplatz und die Grillstelle.

LSG- Teilgebiet Nord (Gem. Althengstett, Calw, Stammheim) liegt östlich und südlich der Gemeinde Althengstett, südlich des großen Waldkomplexes Hönig, östlich der Bundesstraße B295 und nördlich der Kreisstraße K 4363. Es umfasst die folgenden Gewanne ganz oder teilweise: »Hube« (tlw.), »Stockhau«, »Kleine Hube«, »Am Weilerner Weg« (tlw.), »Grübenäcker«, »Forst« (tlw.), »Esslesberg« (tlw.), »Schlüsseläcker« (ilw.), »Himmellreich« (tlw.), »Stängle« (tlw.), »Schweichingen«, »Ochsenstraße« (tlw.), »Achgrube« (tlw.), »Dachtgruben«, »Geißsteige«, »Ofenäcker« (tlw.), »Kirchhalde« (tlw.), »Ölberg« (tlw.), »Heimberg« (tlw.), »Steinlesberg« (tlw.), »Hinter dem Heimberg« (tlw.), »Leimengrube« (tlw.), »Hinter dem Jägerberg«, »Blauhut«, »Jägerberg« (tlw.), »Käppele«, »Reute« (tlw.), »Muckberger Weg« (tlw.), »Eckweg« (tlw.), »Tatzenäcker« (tlw.), »Gaibengrund«, »Stutz« (tlw.), »Teufelsäcker« (tlw.), »Hinter dem Täfelberg«, »Täfelberg« (tlw.), »Zimmermannswiesen« (tlw.), »Hagelweg«, »Kleines Feldle«, »Muckberg«, »Grund« (tlw.), »Omelesberg« (tlw.), »Ob dem Eichwäldle«, »Brand« (tlw.), »Oberer Grund« (tlw.) und »Eichwäldle«.

LSG- Teil Mitte (Gem. Calw-Stammheim) liegt östlich der Gemeinde Stammheim und der Bundesstraße B 296. Es umfasst die folgenden Gewanne ganz oder teilweise: »Weingarthalde« (tlw.), »Weingarten« (tlw.), »Hengstetter Steige« (tlw.), »Hintere Wegländer«, »Mittlere Weg länder«, »Burgäcker«, »Oberstwiesen« (tlw.), »Holder«, »Mauswiesen« (tlw.), »Mausäcker« (tlw.), »Steige«, »Gechinger Steige«, »Obere Büchach« (tlw.), »Untere Büchach« (tlw.), »Wendeplatte« (tlw.), »Birkach« (tlw.), »Bettler«, »Lange Äcker«, »Steig«, »Fronrot« (tlw.), »Arbeit«, »Halde« und »Nille« (tlw.).

LSG-Teil Süd (Calw-Stammheim) liegt südwestlich der Gemeinde Stammheim und westlich der Bundesstraße B 296. Es umfasst die folgenden Gewanne ganz oder teilweise: »Kreuzweg« (tlw.), »Nächstwiesen« (tlw.), »Dorna«, »Vordere Lindach« (tlw.), »Winkeltal« (tlw.), »Riegeläcker« (tlw.), »Kehlen« (tlw.), »Nille (tlw.), »Stichle« (tlw.) und »Geißhalde« (tlw.).

Der größte Teil des Schutzgebiets (132 ha NSG und 388 ha LSG) liegt auf Althengstetter Gemarkung (Gemeinde AIthengstett). Etwa 98 ha des Naturschutzgebiets befinden sich auf dem Gemeindegebiet Gechingens. Rund 70 ha NSG-Fläche rund 196 ha LSG-Fläche befinden sich auf dem Gelände der Großen Kreisstadt Calw, wobei der überwiegende Teil (ca. 60 ha NSG- und 196 ha LSG-Fläche) zur Stammheimer Gemarkung gehören.

(3) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) sowie in 26 Detailkarten im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die am 7 .Mai 2002 erstellten Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe, beim Landratsamt Calw und bei der Großen Kreisstadt Calw auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung irn Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann wählend der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.

(4) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 3 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

 

Naturschutzgebiet

§ 3 Schutzzweck

Schutzzweck des Naturschutzgebietes ist die Erhaltung, Entwicklung und Pflege der kleinräumig gegliederten Landschaft des Naturraumes »Würm-Heckengäu« und »Oberes Gäu«, mit ihren typischen Landschaftselementen auf Muschelkalk wie Wacholderheiden, Halbtrockenrasen, Kalk- Magerwiesen, Streuobstwiesen, Steinriegeln, kleinen Steinbrüchen, flachgründigen Kalkscherbenäckern, Hecken und Staudensäumen, Kalk-Kiefern- und Laubmischwäldern (z. B. für Landkreis Calw einzigartige Nieder- und Weidewälder), Quellhängen und Fließgewässern als Lebensraum typischer, spezialisierter Tier- und Pflanzenarten.

Unter den gefährdeten und bedrohten Arten befinden sich insbesondere Fledermäuse (z.B. Braunes Langohr, Abendsegler), Vögel (z.B. Wendehals, Neuntöter), Reptilien (z.B. Schlingnatter), Amphibien (z.B. Feuersalamander, Gelbbauchunke), Insekten (z.B. Bergzikade, Laubholz-Säbelschrecke, Goldwespen, Solitärbienen) und Gefäßpflanzen (z.B. Orchideen, Breitblättriges Laserkraut, Einblütiges und Nickendes Wintergrün).

 

§ 4 Verbote im Naturschutzgebiet

(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Veränderung oder nachhaltigen Störungen im Schutzgebiet oder seines Naturhaushalts oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen oder führen können, insbesondere die in den Absätzen 2 bis 6 genannten Handlungen.

(2) Zum Schutz von Tieren und Pflanzen ist es verboten,

     1.            Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;

     2.            Tiere einzubringen, wild lebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten dieser Tiere zu entfernen; zu beschädigen oder zu zerstören;

     3.            Hundefreilaufen zu lassen.

(3) Verboten ist es, bauliche Maßnahmen durchzuführen oder vergleichbare Eingriffe vorzunehmen, wie

     1.            bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen;

     2.            Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen, Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern; die Festsetzungen des Fernstraßenausbaugesetzes bleiben unberührt;

     3.            fließende oder stehende Gewässer anzulegen, zu beseitigen oder zu verändern sowie Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt verändern;

     4.            Plakate, Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen, mit Ausnahme behördlich zugelassener Beschilderungen.

(4) Bei der Nutzung der Grundstücke ist es verboten,

     1.            die Bodengestalt zu verändern, insbesondere durch Abgrabungen oder Auffüllungen;

     2.            die Art der bisherigen Grundstücksnutzung entgegen dem Schutzzweck zu ändern;

     3.            neu aufzuforsten oder Christbaum- und Schmuckreisigkulturen und Vorratspflanzungen von Sträuchern und Bäumen anzulegen;

     4.            Dauergrünland oder Dauerbrache umzubrechen;

     5.            Pflanzenschutzmittel oder Düngemittel zu verwenden.

(5) Insbesondere bei Erholung, Freizeit und Sport ist es verboten,

     1.            die Wege zu verlassen;

     2.            die Wege zu befahren; zulässig sind Fahrräder auf Wegen über zwei Meter Breite und Krankenfahrstühle;

     3.            zu reiten, außer auf besonders ausgewiesenen Wegen;

     4.            zuzelten, zu lagern, Wohnwagen oder Verkaufsstände aufzustellen oder Kraftfahrzeuge abzustellen;

     5.            Luftfahrzeuge, insbesondere Luftsportgeräte und Flugmodelle zu betreiben.

(6) Weiter ist es verboten,

     1.            Abfalle oder sonstige Gegenstände zu hinterlassen oder zu lagern;

     2.            Feuer anzumachen oder zu unterhalten;

     3.            Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschütterungen zu verursachen.

 

§ 5 Zulässige Handlungen im Naturschutzgebiet

(1) Die Verbote des § 4 gelten nicht für

     1.            die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, dass

a)    die Bodengestalt nicht verändert wird;

b)    durch Entwässerungs- oder andere Maßnahmen der Wasserhaushalt nicht verändert wird;

c)     Dauergrünland oder Dauerbrache nicht umgebrochen wird;

d)    pflanzenschutzmittel nur auf Ackerflächen unter Beachtung der Pflanzenschutzanwendungsverordnung verwendet werden;

e)    Bäume, Hecken, Gebüsche sowie Böschungen nicht beseitigt oder zerstört werden (abgängige Bäume können durch entsprechende Neupflanzungen ersetzt werden);

f)      keine Koppeln auf § 24a-Biotopen, Salbeiglatthafer- und Streuobstwiesen errichtet werden (mit Ausnahme von Rinder- und Schafweiden);

das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung wieder aufzunehmen, die auf Grund vertraglicher Bewirtschaftungsbeschränkungen oder der Teilnahme an einem Extensivierungs- oder Stillegungsprogramm zeitweise eingeschränkt oder aufgegeben war, bleibt unberührt;

     2.            die ordnungsgemäße Ausübung der forstwirtschaftlichen Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, dass

a)    die Altholzbestände möglichst langfristig erhalten sowie lichte. ungleichaltrige und strukturreiche Bestände standortheimischer Laubgehölze und Kiefern gefördert werden und möglichst natürlich verjüngt wird;

b)    der lichte Charakter des Weidewaldes in den Naturschutzgebieten Masenwald und Hube erhalten bleibt;

c)     keine Düngung. oder sonstige Meliorationsmaßnahmen durchgeführt werden;

d)    einzelne tote Bäume und die Baumstubben am Standort belassen werden;

     3.            die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, dass

a)    Wildäcker oder andere Wildäsungsflächen nur auf aktuellen Ackerflächen eingerichtet werden;

b)    Futter-. Kirrplätze und Hochsitze nicht innerhalb oder direkt angrenzend an § 24a-Biotope errichtet werden. Kirrungen sind nur mit Kleinstmengen von Trester einzurichten und Hochsitze dürfen nur in einfacher Holzbauweise erstellt werden;

c)     Jagdgebrauchshunde außer bei Treib- und Drückjagden und im Rahmen von Nachsuchen an der Leine zu führen sind;

     4.            denkmalpflegerische Maßnahmen. die von der zuständigen Denkmalschutzbehörde gestattet werden. Die Verbote gelten ferner nicht flir Maßnahmen gemäß § 7 Abs.4 Satz 2 Denkmalschutzgesetz (Gefahr irn Verzug);

     5.            die Wiederinbetriebnahme der Babnstrecke Weil der Stadt-Calw;

     6.            den Bau einer Umgehungsstraße des Stadtteils Calw-Heumaden im Zuge der B 295 soweit er durch Planfeststellungsbeschluss festgestellt wird.

(2) Unberührt bleibt auch die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke und Gewässer sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung.

 

Landschaftsschutzgebiet

§ 6 Schutzzweck

Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist die Sicherung eines Landschaftsausschnittes des Heckengäus als notwendige Ergänzung. Verbindungselement und Puffer für die 18 Naturschutzgebietsflächen und das Landschaftsschutzgebiet »Hecken- und Schlehengäu, Gemarkung Gechingen« (Verordnung vom 6. Februar 1985).

 

§ 7 Verbote im Landschaftsschutzgebiet

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere, wenn dadurch

     1.            der Naturhaushalt geschädigt wird;

     2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört wird;

     3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert wird;

     4.            das Landschaftsbild nachhaltig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt wird oder

     5.            der Naturgenuss oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

 

§ 8 Erlaubnisvorbehalte im Landschaftsschutzgebiet

(1) Handlungen, die den Charakter des Landschaftsschutzgebiets verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

(2) Der Erlaubnis bedarf es insbesondere,

     1.            landschaftsbestimmende Bäume, Hecken, Gebüsche sowie Böschungen zu beseitigen oder zu zerstören;

     2.            baliliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen;

     3.            Straßen, Wege, Plätze odersonstige Verkehrsanlagen anzulegen, Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;

     4.            Stätten für Sport und Spiel anzulegen oder zu verändern;

     5.            fließende oder stehende Gewässer anzulegen, zu beseitigen oder zu verändern;

     6.            Plakate, Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen, mit Ausnahme behördlich zugelassener Beschilderungen;

     7.            die Bodengestalt zu verändern, insbesondere durch Abgrabungen oder Auffüllungen;

     8.            Christbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie Vorratspflanzungen von Bäumen und Sträuchern anzulegen;

     9.            die Art der bisherigen Grundstücksnutzung wesentlich zu ändern;

10.            Dauergrünland oder Dauerbrache umzubrechen;

11.            Pflanzenschutzmittel oder Düngemittel außerhalb von land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken zu verwenden;

12.            Motorsport zu betreiben;

13.            zu zelten, zu lagern, Wohnwagen oder Verkaufsstände aufzustellen;

14.            Gegenstände zu lagern, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind.

(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 7 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, dass die Wirkungen der Handlung dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde erteilt wird.

 

§ 9 Zulässige Handlungen im Landschaftsschutzgebiet

(1) Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 7 und 8 gelten nicht für

     1.            die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung, mit der Maßgabe, dass

a)    die Bodengestalt nicht verändert wird;

b)    Dauergrünland oder Dauerbrache nicht umgebrochen wird;

c)     landschaftsbestimmende Bäume, Hecken, Gebüsche sowie Böschungen nicht beseitigt oder zerstört werden;

d)    Christbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie Vorratspflanzungen nicht angelegt werden;

das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung wieder aufzunehmen, die auf Grund vertraglicher Bewirtschaftungsbeschränkungen oder der Teilnahme an einem Extensivierungs- oder Stilllegungsprogramm zeitweise eingeschränkt oder aufgegeben war, bleibt unberührt;

     2.            die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung;

     3.            die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd;

     4.            die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei;

     5.            betrieblich erforderliche Erweiterungs- und Erneuerungsbauten im Rahmen eines landwirtschaftlichen Betriebs, die in landschaftsbezogener Bauweise errichtet werden und nach dem Baugesetzbuch (§ 35 Abs. 1 Nr.1-3 BauGB) zulässig sind;

     6.            denkmalpflegerische Maßnahmen, die von der zuständigen Denkmalschutzbehörde gestattet werden. Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte gelten ferner nicht für Maßnahmen gemäß § 7 Abs.4 Satz 2 Denkmalschutzgesetz (Gefahr in Verzug);

     7.            die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Weil der Stadt-Calw.

(2) Unberührt bleibt auch die Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßigerweise bestehender Einrichtungen.

 

Schlussvorschriften

§ 10 Schutz- und Pflegemaßnahmen

Schutz- und Pflegemaßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt. §§ 4, 7 und 8 dieser Verordnung sind insoweit nicht anzuwenden

 

§ 11 Befreiungen

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG im Naturschutzgebiet von der höheren Naturschutzbehörde, im Landschaftsschutzgebiet von der unteren Naturschutzbehörde Befreiung erteilt werden.

 

§ 12 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1Nr. NatSchG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

     1.            1 im Naturschutzgebiet nach § 4 dieser Verordnung verbotene Handlungen vornimmt,

     2.            im Landschaftsschutzgebiet nach § 7 dieser Verordnung verbotene Handlungen vornimmt,

     3.            im Landschaftsschutzgebiet entgegen § 8 .dieser Verordnung ohne vorherige Erlaubnis Handlungen vornimmt.

 

§ 13 Inkrafttreten

(1) Diese Verordnurig tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Landschaftsschutzgebietsverordnung »Täfelberg« des Landratsamtes Calw vom 4. September 1953 außer Kraft. Soweit sie dieser Verordnung widerspricht, tritt auch die Landschaftsschutzgebietsverordnung »Hecken- und Schlehengäu, Gemarkung Gechingen« vom 6. Februar 1985 außer Kraft.

 

KARLSRUHE, den 28. November 2003

HÄMMERLE