3.046 Schneeglöckchenstandort auf Gemarkung Buch, Landkreis Waldshut

Anordnung des Landeskulturamts Freiburg über das Naturschutzgebiet ”Schneeglöck­chenstandort auf Gemarkung Buch, Landkreis Waldshut” vom 31. März 1953 (GBl. v. 12.05.1953, S. 36).

Auf Grund der §§ 4, 12 Abs. 2, 15, 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung der Gesetze vom 29. September 1935 (RGBl. I S. 1191), vom 1. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001) und vom 20. Januar 1938 (RGBl. I S. 36), des § 7 Abs. 1 und 5 der Durchführungsverordnung zum Reichsnaturschutzgesetz vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) in der Fassung der Ergänzungsverordnung vom 16. September 1938 (RGBl. I S. 1184) sowie auf Grund der §§ 14 und 20 des badischen Landesgesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 3. Oktober 1951 (GVBl. S. 159) wird mit Zustimmung des Kultusministeriums Baden - Württemberg als
oberster Naturschutzbehörde des Landes Baden - Württemberg folgendes angeordnet:

§ 1

Der rund 600 m süd-südwestlich der Gemeinde Buch, bei Hohenfels auf der Gemarkung Buch im Landkreis Waldshut gelegene Standort des kleinen Schneeglöckchens (Galanthus nivalis L.) wird in dem im § 2 Abs. 1 näher bezeichneten Umfang mit dem Tag der Bekanntgabe dieser Anordnung in das Naturschutzbuch eingetragen und damit unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.

§ 2

 (1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von 4,1240 ha und umfasst im Gewann ”Leiterle, unten” der Gemarkung Buch einen Teil des Grundstücks Lgb. Nr. 665/1.

 (2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in eine Katasterkarte 1:1500 rot eingetragen, die bei der Höheren Naturschutzbehörde in Freiburg i. Br. niedergelegt ist. Weitere Ausfertigungen der Karte befinden sich beim Kultministerium Baden - Württemberg als oberster Naturschutzbehörde in Stuttgart, beim Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege in Freiburg i. Br., beim Landratsamt in Waldshut und beim Bürgermeisteramt in Buch.

§ 3

 (1) Im Bereich des Schutzgebietes ist es verboten:

a)      Pflanzen zu beschädigen, auszureißen, auszugraben oder Teile davon abzupflücken, abzuschneiden oder abzureißen,

b)      Pflanzen einzubringen,

c)      Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen oder die Bodengestalt auf andere Weise zu ändern,

d)     Feuer anzuzünden,

e)      Bauten aller Art zu errichten, und zwar auch in Fällen, in denen eine baupolizeiliche Genehmigung nicht erforderlich ist.

 (2) Die bisherige land - und forstwirtschaftliche Nutzung bleibt gestattet.

§ 4

In besonderen Fällen können Ausnahmen von den Vorschriften des § 3 Abs. 1 von der höheren Naturschutzbehörde bewilligt werden.

§ 5

Wer den Bestimmungen dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und den §§ 15 und 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 6

Diese Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Bekanntgabe im Gesetzblatt für Baden - Württemberg in Kraft.

Freiburg i.Br., den 31. März 1953

Landeskulturamt als höhere Naturschutzbehörde

gez. Dr. Asal