4.051 Rabensteig

Verordnung über das Naturschutzgebiet .”Rabensteig” auf Markung Seißen Kr. Blaubeuren (Reg.-Anz. f. Württ. v. 09.10.1937), VO 31.03.1959 (Erw.; GBl. v. 17.04.1959, S. 46).

Auf Grund der §§ 4, 12 Abs. 2, 13 Abs.2, 15 und 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26.Juni 1935 (RGBl. 1 S. 821), sowie des § 7 Abs. 1 und 5 der Durchführungsverordnung vom 31.Oktober 1935 (RGBl. 1 S. 1275) wird mit Zustimmung der obersten Naturschutzbehörde folgendes verordnet:

 

§ 1

Das Naturschutzgebiet ”Rabensteig” im Kreis Blaubeuren wird mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung in das Reichsnaturschutzbuch eingetragen und damit unter den Schutz den Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.

 

§ 2

 (1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von 10,9 ha und umfaßt im Staatswalddistrikt Langedicke im Forstbezirk Blaubeuren auf Markung Seißen ein Teilstück der Parz. Nr. 804, nämlich den Staatswald III, 613/0, 7c3, c, 11/0.

 (2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte rot eingetragen, die bei der obersten Naturschutzbehörde niedergelegt ist. Weitere Ausfertigungen dieser Karte befinden sich bei der Reichsstelle für Naturschutz, bei der Württ. Landesstelle für Naturschutz in Stuttgart, bei der unteren Naturschutzbehörde in Blaubeuren und dem Forstamt Blaubeuren.

 

§ 3

Im Bereich des Schutzgebiets ist verboten:

·               a) Pflanzen zu beschädigen, auszureißen, auszugraben oder Teile davon abzupflücken, abzuschneiden. und abzureißen;

·               b) freilebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, zu Ihrem Fang geeignete Vorrichtungen anzubringen, sie zu fangen oder zu töten oder Puppen Larven, Eier und Nester und sonstige Brut- und Wohnstätten solcher Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen, unbeschadet der berechtigten Abwehrmaßnahmen gegen, Kulturschädlinge und sonst lästige oder blutsaugende Insekten;

·               c) Pflanzen oder Tiere einzubringen;

·               d) die Wege zu verlassen, zu lärmen, Feuer anzumachen, Abfälle wegzuwerfen oder das Gelände auf andere Weiße zu beeinträchtigen;

·               e) Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen, Schutt oder Bodenbestandteile einzubringen oder die Bodengestalt einschließlich der natürlichen Wasserläufe oder Wasserflächen auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen;

·               f) Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, soweit sie nicht auf den Schutz des Gebiets hinweisen;

·               g) jegliche Holznutzung auch das Entfernen von Scheidholz.

 

§ 4

 (1) Unberührt bleibt die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd.

 (2) In besonderen Fällen können Ausnahmen von den Vorschriften im § 3 von mir genehmigt werden.

 

§ 5

Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und den §§ 15 und 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

 

§ 6