1.200 Zaberauen

 

Würdigung

 

 

des Naturschutzgebietes „Zaberauen“ von Meimsheim und Botenheim Stadt Brackenheim, Landkreis Beilbronn

 

1. Landschaft, Geologie, Böden und historische Entwicklung

Das Naturschutzgebiet ist aus landschaftlicher Sicht außerordentlich wertvoll und in besonderem Maße landeskundliches und kulturelles Zeugnis für die Erhaltung eines Wiesentales in einer intensiv bewirtschafteten Umgebung.

Im weiträumigen Charakter der weich modellierten Gipskeuperlandschaft mit teilweiser Überdeckung durch Lößlehme waren vernässte Wiesentäler seit jeher landschaftstypische Ausstattung.

An den meisten Stellen des Zabertales sind sie aber durch Umwandlung in Ackerlagen, Überbauung durch Gewerbe- und Wohnhaussiedlungen, Sportstätten, Straßen und Schrebergärten innerhalb weniger Jahrzehnte verlorengegangen.

Das Naturschutzgebiet liegt an der Pforte in das Zabergäu.

Folgt man aus dem Neckartal um Lauffen der namensgebenden Zaber talaufwärts, wird offenbar, was mit dem Zabergäu, der naturräumlichen Einheit, in der das Naturschutzgebiet liegt, gemeint ist.

Nach dem Verlassen der Ortschaft Meimsheim, heute ein Stadtteil von Brackenheim, erscheint ein eigenartiger, besonders schöner Landschaftsraum.

Weit ausstreichende, zusammenhängende Wiesen, vom Gehölzband der Zaber und kleinen, harmonisch verteilten Gehölzgruppen umsäumt, Röhrichte und Seggenriede umfassend, kennzeichnen den fast ebenen, sanft gestalteten Raum an der Pforte zum Zabergäu, jener fruchtbaren Landschaft zwischen den Höhen des Strom- und Heuchelberges.

Bemerkenswert sind die landschaftlichen Gegensätze, die vom Neckar- ins Zabertal vermitteln.

Erscheint die raumverbindende Zaber unterhalb von Meimsheim in einem engen, windungsreichen Durchbruchstal, fließt sie im Bereich des Naturschutzgebietes mit mäßigem Gefälle in einer weit geöffneten Wiesenaue, heute der größten zusammenhängenden Wiesenaue an der ganzen Zaber.

Weiter Tal aufwärts sind alle größeren, ursprünglichen Wiesenauen entweder in Ackerlagen umgewandelt oder überbaut.

Die letzte großflächige und landschaftstypische Wiesenaue soll daher ungeschmälert erhalten und geschützt werden.

Den Grund für die lebhaften, landschaftlichen Gegensätze an der Pforte zum Zabergäu liefert uns die Landschaftsgeschichte.

Zum Neckartal hin wird das gesamte Gebiet tektonisch beeinflusst.

Die geologisch junge Hebung des aufgewölbten, dem Neckartal parallel laufenden Rückens von Bönnigheim-Meimsheim, dem östlichen Ausläufer des großflächigen Hessigheimer Sattels, bringt den harten, widerstandsfähigen Hauptmuschelkalk an die Oberfläche.

Kleine, ehemalige Steinbrüche im unteren Zabertal bezeugen den Kalkfels.

Mühsam mußte sich die Zaber in der Hebungszone im harten Muschelkalkfels behaupten.

Verlangsamt hat sich die Tiefenerosion talaufwärts durch die Abschnürung der Lauffener Neckarschlinge:

Der ursprüngliche Neckar am Fuß des waldbedeckten Prallhanges auf Markung Lauffen, ebenfalls ein Naturschutzgebiet, hat seinen Schlingenhals vor ca. 3000 Jahren bei der heutigen Insel zwischen Lauffen-Stadt und Lauffen-Land durchbrochen und den Talmäander der Zaber überlassen.

So hat die heutige Zaber östlich von Lauffen ab dem Gewann „Seehaus" plötzlich ein riesiges Tal erhalten, das ursprünglich gar nicht von ihr stammt.

Auf langer Strecke kann der heutige Zaber-Unterlauf seine Gefälleverhältnisse zum Neckar innerhalb des Neckartales ausgleichen (165 m NN auf 161,50 m NN an der Mündung in den Neckar); die Tiefenerosion talaufwärts ist sowohl durch die harten Bänke des Hauptmuschelkalkes wie die größere Entfernung zur Vorflut des Neckars verlangsamt.

Im „Durchbruchstal" von Meimsheim fällt das Tal von 179 m NN an der Grenze des Naturschutzgebietes auf 165 m NN im „Seehaus" ab.

Bei den ersten Häusern von Meimsheim wird die Schwelle des Lettenkeupersandsteines durchquert (kleiner Steinbruch am nördlichen Talrand).

Weiter talaufwärts wird der nahezu ganz überlagerte und kaum aufgeschlossene Lettenkeuper von den mächtigen Schichten des Gipskeupers abgelöst.

Es ist jene weich modellierte, weitläufige Wiesenlandschaft des Naturschutzgebietes, die in so großartiger Weise noch heute erhalten und über Generationen überliefert ist.

Die ganze Wiesenaue ist als großflächige Mulde fast ohne Talgefälle erhalten (182 m NN bis 180 m NN); die Zaber kann auf ihrer Spiegellage von 181 m NN bis 179 m NN an der Mündung des Herrenwiesenbachs kaum eine Taleintiefung oder die Ausräumung einer tief eingefurchten Rinne wie im Tal zwischen Meimsheim und der Lauffener Gemarkung verursachen.

Die Niederungen und Mulden innerhalb der „Fast-Ebene" sind bei dem geringen Talgefälle im Naturschutzgebiet abflußträge, d.h. staunaß und für Feuchtbiotope besonders gut geeignet.

Eine große Überraschung erbrachte der Einblick in die Urkatasterkarte aus dem Jahr 1832, der ersten genauen Landvermessung auf Flurkartenbasis und daher noch mit den heutigen Verhältnissen vergleichbar.

Etwa ein Dutzend Schicht und Sickerquellen, von den Höhenverhältnissen im Unteren Gipskeuper ausgehend, sicher schon zum großen Teil im darunter liegenden Lettenkeuper angesiedelt, der als bedeutsamer Quellenhorizont allgemein bekannt ist, fließen heute durch ein Drainagenetz zum Herrenwiesenbach und zur Zaber ab.

Der künstlich im Trapezprofil ausgebaute Herrenwiesenbach (zuletzt 1936-38) wurde in langer Streckenführung parallel zur Zaber angelegt, um die Entwässerungswirkung sicherzustellen.

Nachdem das Drainagenetz über 50 Jahre alt ist, kommt es zu immer mehr zunehmenden, unkontrollierbaren Wasseraustritten an Schadstellen im Untergrund.

An Starkregentagen können flächenhafte Überschwemmungen auf den Wiesenoberflächen, hauptsächlich in den Gewannen „Biegel, Bodenloses Loch, Gräbenwiesen und Langwiesen" vorkommen.

Böden und Vegetation sind in Umwandlung begriffen.

Während die Landwirtschaft in früherer Zeit auf den höher gelegenen Auestandorten mit hochproduktiven Braunerdeböden aus Löß- und Mischlehmen zusammengeschwemmter Lehmdecken aus der angrenzenden Umgebung rechnen konnte und die Niederungen mit schweren Tonböden von anstehenden Gipskeupermergeln und Auelehmen dem fruchtbaren Wiesenbau überlassen hat, dominieren heute im gesamten Gebiet die zunehmenden Vernässungen und die damit verbundene, allmähliche Umwandlung der Böden in Pseudogley und Gleyböden, sowie in den nassesten Senken in Sumpfton.

Streng genommen wandeln sich die Böden wieder in ihren Naturzustand zurück, denn die entwässernden Drainagen sind nichts anderes als frühere, massive Eingriffe in den Naturhaushalt.

Von Natur aus ist das Gebiet, wie die Urkatasterkarte aus dem Jahr 1832 beweist, mit vielfältigen Feuchtbiotopen ausgestattet.

Es ist von besonderem Interesse, die natürliche Rückumwandlung des schützenswerten Naturgutes Boden zu beobachten und als landschaftsgeschichtliche Urkunde nachzuvollziehen, wie sich die Verhältnisse in Zukunft entwickeln, wenn mit Abschluß des Flurbereinigungsverfahrens Meimsheim die Ackernutzungen vollends abgelöst und damit auch die Stoffeinträge und jahreszeitlichen Störungen im Bodenprofil beendet sind.

Sichtbarer Ausdruck der Veränderungen im Boden ist schon heute die Zunahme der Feuchtvegetation, die in den Jahrzehnten vor 1970 bis auf schmale Säume entlang der Fließgewässer weitgehend unbekannt war.

 

2. Die Gewässer als prägende und vernetzende Landschaftselemente im Naturschutzgebiet

Zwischen dem Herrenwiesenbach und der Zaber befindet sich das heute (noch) verdolte, labyrinthische Fließgewässernetz von den lokal dort vorkommenden zwölf Quellen; jeder Abflußast bildete früher ein Fließgewässer.

Unterhalb des „Bodenlosen Lochs" mündeten die Abflußgräben gesammelt durch einen Bach in die Zaber (Urkatasterkarte, 1832).

Der Herrenwiesenbach floß nach der Brücke in der Teichstraße einst in einem nach Nordwesten gerichteten, leicht ausholenden Bogen um den alten Ortskern von Botenheim (östliche Ortsgrenze), etwa im Bereich der Biegelstraße.

Sein Weiterverlauf ging durch das Gewann „Schleicher" zur Zaber.

Der Mündungsbereich lag auf Flst. Nr. 742 über einen Kilometer oberhalb der heutigen Mündung.

Als „Überbleibsel" des einstigen Herrenwiesenbaches existiert an der Zaber noch ein verbreitertes Ufergebüsch; im Landschaftsbild fällt aber viel mehr die frühere, heute noch gegenüber der Umgebung höher liegende Schwemmterrasse im Gewann „Schleicher" auf.

Auch der Weiterverlauf des aufgefüllten Baches läßt sich an der überhöhten Auffülllinie, die quer durch das Tal zieht, heute noch erkennen.

Die erste Ausbaumaßnahme, die den Herrenwiesenbach bereits vor der Jahrhundertwende erfaßt hat, führte den Bach in einem künstlichen Bett vom Durchlaß an der Teichstraße auf die heutige Trasse im neu erschlossenen Gewerbegebiet bis zum Bachbogen im Biegel.

Von dort floß er durch das weidenbestockte Feuchtgebiet, das noch auf Gemarkung Botenheim liegt, direkt zum Mutterbett der Zaber bei der Burgermühle (Topographische Karte von 1902).

Eine an natürliche Verhältnisse angepasste Renaturierungsplanung (Planungsvorgabe durch die Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege) soll dem Herrenwiesenbach in nächster Zeit wieder einen natürlich wirkenden Verlauf geben und naturnahe Verhältnisse im und am Bachbett wiederherstellen.

Die neue Mündung in die Zaber soll um stark 300 m talaufwärts in der Höhenlage von 179,80 m NN an die dortige Bodenschwelle aus Grünland (180,60 m NN) verlegt werden.

Die neue, mäandrierende Linienführung paßt sich an die natürlichen Höhenverhältnisse besser an und vermeidet dadurch die ökologisch nachteilige, entwässernde Tiefenerosion innerhalb des Naturschutzgebietes.

Das Bodenlose Loch ist die einzige Schichtquelle, die im Zuge der früheren Drainierung nicht verdolt wurde.

Ihr künstlicher Entwässerungsgraben wird bei den Renaturierungsmaßnahmen abgedichtet und natürliche Abflußverhältnisse auf zugeteilten Grundstücken des Landes Baden-Württemberg wiederhergestellt.

Jenseits der Zaber im Wiesengelände der Meimsheimer Aue befanden sich in früherer Zeit Wässerwiesen, die durch den Ziegelbach versorgt wurden.

Seine ursprünglichen Quellbereiche südlich des Gewanns „Sieh dich für" sind teilweise für die Wasserversorgung gefaßt; die Wasserspende in die Wiesenaue ist Vergangenheit.

Der heutige Wassergraben in der Wiesenaue des Naturschutzgebietes nahe dem ursprünglichen Ziegelbach ist ein bescheidenes „Fragment" lokaler Wasseransammlungen bei Starkregen, neugeschaffen durch das Flurbereinigungsverfahren Meimsheim.

Der größere, in den 60er Jahren geschaffene Durchstich - unter der damals neu ausgebauten Straße Meimsheim-Brackenheim - führt heute den Forstbach auf kürzestem Weg im Gewann „Steppach" zur Zaber.

Ausgefallen ist auch der Mühlbach, der einst zusätzliches Wasser des Ziegel- und Forstbaches zur Burgermühle (früher: Bürgermühle) leitete.

Der heutige „Mühlbach" besteht nur noch aus der Abzweigung von der Zaber.

Die Fließgewässer waren einst über Jahrzehnte stark belastete Kloaken und dienten rücksichtslos als Abwassersammler.

Die Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Stuttgart beauftragte im Jahr 1993 die Gesellschaft für angewandte Fischereiwissenschaften mbH -pro aqua- in Stuttgart, gewässerökologische Untersuchungen über den zur Renaturierung anstehenden Herrenwiesenbach durchzuführen.

Die Ergebnisse des Büros konnten mit den vorliegenden Berichten der früheren Landesstelle für Gewässerkunde aus den Jahren 1958 und 1973 (Archiv der Bezirksstelle) verglichen werden.

Die Untersuchungen erbrachten in Kurzform zusammenfassend folgende Ergebnisse:

1958 und 1973 waren die Fließgewässer stark verschmutzt und in die Güteklasse III eingeordnet (Saprobien-Index 3,2-2,7, ausgeprägte Alpha-Mesosaprobie).

Durch den mikrobiellen Abbau der eingetragenen Stoffe im Gewässer erreichte die fünfteilige Skala der Sauerstoff-Versorgungsstufe mit der Ziffer V die schlechteste Stufe, die es gibt.

Der Sauerstoffgehalt sank im Minimum unter 2 mg/pro 1 Wasser ab. Nur noch Schlammröhrenwürmer sowie höchstens zwei abwasserbewohnende Insektenlarven (Chironomus thummi, Eristalis) waren als Indikator-Organismen anzutreffen.

Die Untersuchung von 1993 erbrachte ein ganz anderes Bild.

Die Anstrengungen zur Abwasserreinigung haben sich bewährt.

Der Herrenwiesenbach ist jetzt nur noch mäßig belastet in die Güteklasse II eingeordnet (Saprobien-Index 2,09-1,97, ausgeglichene Beta-Mesosaprobie).

Der Sauerstoffgehalt sinkt im Minimum nicht unter 6 mg/pro 1 Wasser ab.

Es konnten bis zu 30 Insektenarten einschließlich ihren Entwicklungsformen gefunden werden.

Von den Fischen, die bei den Untersuchungen 1958 und 1973 restlos ausgestorben waren, wurden 6 eingewanderte Arten ermittelt.

Eine besondere, aus Naturschutzsicht außerordentlich wertvolle Situation ist die natürliche Besiedlung durch landesweit gefährdete Kleinfischarten: Bachschmerle und Ellritze, letztere ist in der Roten Liste gefährdeter Fischarten in Deutschland sogar als „stark gefährdet" eingestuft, leben in ausgeglichenen, mit natürlicher Fortpflanzung gekennzeichneten Bestandsdichten im Herrenwiesenbach.

Interessante Abweichungen verzeichnete der Bachabschnitt beim Eintritt in die Wiesenaue bzw. der Unterlauf des Herrenwiesenbaches unterhalb der Mündung des Fischergrabens bis zum Erreichen der Zaber, der zukünftig nicht mehr in das Naturschutzgebiet einbezogen ist.

Beim Eintreffen in die Wiesenaue war bei vertiefter Untersuchung der Parameter ein Übergang in die Gewässergüte II-I festzustellen (Saprobien-Index nach Kopplungsanalyse 1,94).

Für den Unterlauf stellte sich eine stärkere Belastung heraus (Güteklasse II-III, Saprobien-Index nach Kopplungsanalyse 2,25).

Der Einfluß von Drainageleitungen aus landwirtschaftlich intensiv genutzten Ackerlagen ist hier unverkennbar.

Als Lebensraum ist dieser Bachabschnitt stark verarmt.

In der Abwägung mit anderen öffentlichen Belangen ist der Unterlauf des Herrenwiesenbaches auch zukünftig gezwungenermaßen belastet.

Neue Infrastruktureinrichtungen - ein Klärbecken der Straßenbauverwaltung und der Überlauf eines unterirdisch angelegten Rückhaltebeckens aus Siedlungsflächen der Stadt Brackenheim - werden zukünftig an den Unterlauf angeschlossen.

Um den Herrenwiesenbach als besonders schützenswerten Biotop zu sichern, wird der Unterlauf von der zukünftigen Renaturierungsstrecke abgekoppelt.

Der neue, verbesserte Bachlauf wird ohne Belastungen durch angrenzende landwirtschaftliche Nutzflächen oder sonstige Einleitungen quer über die Wiesenaue zur Zaber geführt.

Verbesserungen durch die Renaturierung der verdolten Kleingewässer in der Wiesenaue sind erst möglich, wenn das Land zusammenhängender Eigentümer der noch drainierten Flächen ist.

 

3. Landschaftsstrukturen und Biotope im Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet zeichnet sich durch seinen Wechsel zwischen extensiv genutzten und nicht genutzten Grundstücken aus.

Nach den Landschaftspflege- und EG-Stillegungsrichtlinien ruht die intensive Landwirtschaft weitgehend.

Mit den Landbewirtschaftern wurden über 20 Extensivierungs- und Pflegeverträge abgeschlossen.

In der übergeordneten Landschaftsausstattung dominiert die Wiesenaue.

Das Dauergrünland bildet die beherrschende Landschaftsstruktur.

Das Naturschutzgebiet erfüllt damit auch die Funktionen der anderen Rechtsverordnungen, die in Teilen des Gebietes bestehen, der Wasserschutzgebiets- und der Überschwemmungsverordnung des Landratsamtes Heilbronn.

Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege wird der umweltverträglichen Landbewirtschaftung als Wiesenaue zukünftig hohe Priorität zugewiesen.

Der Landkreis Heilbronn hat neben dem Main-Tauber-Kreis im Regierungsbezirk Stuttgart die meisten Grünlandstandorte verloren; von der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind nur noch 15 % Dauergrünland; die prozentualen Verluste sind im Zaber- und Kraichgau am höchsten.

Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, die letzten großflächigen Grünlandgebiete wie in den Zaberauen von Meimsheim und Botenheim zu erhalten und zu sichern.

Umgebrochene und in einzelne Ackerlagen überführte Grundstücke werden durch die seit längerer Zeit in Ausführung begriffene Flurneuordnung von Meimsheim wieder in Dauergrünland zurückgeführt, indem das Land Baden-Württemberg die Flächen übernimmt.

Wichtig ist bei der Sicherung der verschiedenartigen Grünlandstandorte in den Zaberauen von Meimsheim und Botenheim die Gesamtheit des abgegrenzten Naturschutzgebietes, denn sie umfaßt alle vorkommenden Grünlandtypen.

Die natürlichen Lebensgemeinschaften des Grünlandes sind keineswegs nur auf feuchte Flächen beschränkt.

Wichtig ist die Erhaltung des Grünlandes auf den verschiedenen Standorten: naß, feucht, wechselfeucht, wechseltrocken und trocken.

Jeder einzelne Standort ist ein Biotop mit eigenständiger Ausprägung, Gräser, Blütenpflanzen und Insekten benötigen mit ihrem jeweiligen Arteninventar die ganz unterschiedlichen Ausgangsbedingungen.

Hinzu kommen die Aspekte aus der landeskulturellen Nutzung.

Die charakteristischen, herkömmlichen Streuobstwiesen mit ihren alten Baumbeständen sind nur in zwei ortsnahen Lagen - im Gewann „Wägerung" auf Markung Meimsheim, und im Gewann „Schleicher" auf Markung Botenheim, überliefert.

Die kulturgeschichtlichen Zeugnisse dieser zwanglosen, lockeren Ortsrandgestaltung, die früher das Landschaftsbild um fast jeden Ort prägten, sind im Zabergäu weitgehend verlorengegangen.

Wie ein Krebsgeschwür breiten sich die Gewerbehallen, Gebäude, Lagerflächen und andere, ortsbildbelastende Nutzungen über die historisch gewahrten Siedlungsgrenzen hinaus und löschen die über Jahrhunderte gewachsenen, harmonischen Strukturen der Dorfbilder.

In der Zaberaue von Meimsheim verhinderte die Zabergäubahn die uferlose Ausdehnung der Ortschaft in den grünlandgeprägten Freiraum.

Für den Stadtteil Botenheim gab es leider keine gleichartige „Bremse", und so ist die ästhetisch angenehme Ortsrandgestaltung in den „Gräbenwiesen" mit einem angrenzenden Hochbau etwas „aus den Fugen" geraten.

Um die Belastungen im allernotwendigsten Umfang zu verringern, ist vorgesehen, beim Erwerb von angrenzenden Nachbargrundstücken durch die öffentliche Hand Schutzpflanzungen vorzunehmen, um die landschaftliche Einbindung besonders störender Bauten zu verbessern.

Abwegig ist eine Wiederholung von Fehlern im benachbarten Gewann „Schleicher".

Die ohnehin schmälere Wiesenaue kann nicht durch weitere Überbauungen eingeengt werden.

Das dortige Grünland, stellenweise durchsetzt mit alten Streuobstbäumen, ist für die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege unbedingt zu erhalten und durch Neupflanzungen von Streuobst-Hochstämmen zu verjüngen.

Neben der wichtigen Einbindung des Ortsrandes ist vor allem sein biologischer Wert als trockene Biotop-Variante des Grünlandes hervorzuheben.

Im Gegensatz zu den nassen und feuchten Grünlandstandorten ist die Lebewelt von trockenen Grünländern auf die Flächen im Gewann „Schleicher" angewiesen; alle anderen trockeneren Grünlandflächen sind durch die Siedlung in Anspruch genommen, „Ausweichräume" sind nicht mehr vorhanden.

Das Gewann „Schleicher" ist außerdem kulturgeschichtliches Zeugnis für den Verlauf des historischen Herrenwiesenbaches.

Es handelt sich um den letzten, erhalten gebliebenen, geologisch und bodenkundlich, möglicherweise auch archäologisch interessanten Schwemmfächer des einstigen Herrenwiesenbaches beim Eintritt in die Zaberaue.

Das geringe Talgefälle verleiht dem gesamten Landschaftsraum mit seinen weit ausstreichenden Wiesen eine hervorragende landschaftliche Qualität.

Die „Talebene" liegt überwiegend um 180 m NN.

Tiefer liegende Senken, Mulden und flache, kaum erkennbare „Wannen" (wie z.B. im Bodenlosen Loch) sind staunaß.

Umfangreiche Röhrichte, neben dem Neckaraltarm von Lauffen und einigen flächenhaften Naturdenkmalen mit den größten Röhrichtbeständen im Landkreis Heilbronn, kennzeichnen das Gebiet.

Dazwischen liegen vernässte Seggenriede und Staudenfluren.

Es gibt im Landkreis Heilbronn keine weitere Talaue, in der so mosaikreiche Strukturen nebeneinander auf einer so großen Fläche vorkommen und z.T. auch extensiv gepflegt werden (Pflegeverträge mit Landwirten).

Die zwanglose, harmonische Auflockerung und Bereicherung mit Gehölzgruppen und Einzelgehölzen ist eine weitere, hervorragende Note der landschaftlichen Grundausstattung des Naturschutzgebietes.

In den mosaikreichen Strukturen, den extensiv genutzten Grünlandparzellen im Wechsel mit Grünlandbrachen, Röhrichten, Seggenrieden und überschwemmten Mulden, vor allem nach Starkregen, bildeten sich bedeutsame Lebensräume für die freilebenden Pflanzen- und Tierarten.

Es sind klassische Feuchtbiotope, die in den heutigen Agrarlandschaften weitgehend fehlen und im Zabertal auf größerer, zusammenhängender Auefläche nur noch zwischen Meimsheim und Botenheim in dieser Qualität vorkommen.

Die Röhrichte sind Brut- und Rastplätze von z.T. landesweit gefährdeten Arten wie Teichrohrsänger und Rohrammer (Brutvögel).

Während der Durchzugszeit können jagende Rohrweihen angetroffen werden.

Das Schilf ist als Nahrungs- und Schlafplatz einheimischer Vogelarten besonders bedeutsam.

In den Übergangszonen zwischen Röhrichten, vor allem in locker strukturierten Hochstaudenfluren mit periodischen Überschwemmungen, ergänzt mit perennierenden Tümpeln, brüten Sumpfrohrsänger und Wasserralle.

Eine besondere Aufwertung als Indikatorart wertvoller Feuchtbiotope ist die Wasserralle.

Seit der einstweiligen Sicherstellung des Gebietes (1991) hat der Brutbestand zugenommen.

Heute brütet die Art nicht nur im Feuchtbiotop des Bodenlosen Lochs, sondern auch am früheren Herrenwiesenbach nahe dem Mutterbett der Zaber in einer fast undurchdringlichen „wilden" Auelandschaft.

Eine Steigerung der ökologischen Wertigkeit ist schließlich die Neuansiedlung der Weidenmeise.

Die Zaberauen sind der bisher einzige, brutverdächtige Standort dieser Art im Landkreis Heilbronn.

Die brachgefallenen und teilweise extensiv genutzten Wiesen sind außerdem Brutplätze von Braunkehlchen und Grauammer, zwei im starken Rückgang begriffene Vogelarten im Landkreis Heilbronn, die andernorts wegen Umbruch von Wiesen und intensiver Ackerbewirtschaftung bereits am Rand des Aussterbens in der Agrarlandschaft stehen.

Eine hohe Biotop-Wertigkeit nehmen die flachen Überschwemmungen im extensiv genutzten Grünland ein.

In Verbindung mit seggen- und binsenreichen Deckungsmöglichkeiten rasten Bekassine und Zwergschnepfe regelmäßig im Gebiet.

Schwärme von Wiesenpiepern, Trupps von Bach- und Schafstelzen, sowie gelegentlich Kiebitze und Graureiher, suchen Nahrung und rasten im Gebiet.

Drosseln, Finken und Stare können während den Durchzugszeiten zu Hundertschaften auf den gemähten Flächen zur Nahrungssuche einfallen.

Sie übernachten oft zu einem großen Teil im Röhricht.

Zusammenfassend ist das Naturschutzgebiet eine der wichtigsten Rast- und Durchzugsstationen im Landkreis Heilbronn, da - wie erwähnt - nahezu alle anderen, großflächigen Auenwiesengebiete in der weiteren Umgebung verlorengegangen sind.

Der weitere Ausbau von Feuchtbiotopen wird im Zuge der Bachrenaturierungen vorgenommen, wenn die landwirtschaftlichen Nutzungen zwischen dem Herrenwiesenbach und der Zaber sowie in den Feuchtniederungen am früheren Ziegelbach vollends abgelöst sind.

Diese Zielsetzung ist im Flurneuordnungsverfahren Meimsheim vorgesehen.

Die erforderlichen Werteinheiten zur Zuteilung von Grundstücken hat das Land, aber auch die anderen Träger wie die Stadt Brackenheim und der Naturschutzbund Deutschland, DBV, bereits zum größten Teil erworben.

Die Vegetation des Naturschutzgebietes und seiner Biotope vermittelt einen recht natürlichen Charakter.

Auf den überwiegenden Grünlandflächen wird gegen Leistung einer Ausgleichszahlung nicht mehr gedüngt und nur noch zweimal im Jahr gemäht.

Gegenüber den stark gedüngten Wirtschaftswiesen mit ihren 4–5 Blütenpflanzenarten sind im Naturschutzgebiet wieder Wiesen der klassischen Kulturlandschaft mit rd. 20 Blütenpflanzenarten anzutreffen.

Blumenreiche Säume sind vor allem im Übergang zu nicht genutzten Flurstücken und auf Grünlandbrachen anzutreffen.

Gelb leuchten im Vorfrühling die Blüten des Huflattichs, ein zartes Lila entfaltet Ende April das Wiesenschaumkraut.

Himmelblau unterbricht das Sumpfvergißmeinnicht das einheitliche Grün entlang der Wassergräben im aufziehenden Frühjahr; ab Mai erscheint die Blütenpracht in allen Farben.

Im hellen Grün entfalten sich als eine der ersten Gehölze nach dem Winter die Weiden.

Bruch- und Silberweiden sind am häufigsten, erfreulicherweise sind auch Korb- und Mandelweiden als einzelne Büsche vertreten, unregelmäßig und harmonisch verteilt innerhalb der röhrichtbestandenen Feuchtbiotope.

Von den Pappelarten sind bis auf die Reinform der Schwarzpappel die einheimischen Arten und einige Zuchtformen (Kanad. Pappel, Pyramidenpappel) vertreten.

Besonders auffallend ist die einzelne, mächtige Silberpappel östlich der Burgermühle.

Das Gehölzband entlang der Zaber und des Forstbaches beherbergt in geradezu mustergültiger Weise das einheimische Gehölzsortiment in allen Altersklassen; das Gehölz verjüngt sich von selbst.

Freiflächen und der stellenweise modernde Altholzbestand bilden abwechslungsreiche Strukturen, die aus ökologischer Sicht besonders wertvoll sind.

Festgestellte Gehölzarten an den Bächen

Esche, Schwarzerle und Bruchweide: Dominierende Baumschicht nach der potentiellen, natürlichen Vegetation im Naturraum.

Begleitarten

Silberweide, Grauerle, Kanad. Pappel, Stieleiche, Hainbuche, Bergahorn, Wildkirsche, Flatterulme, Traubenkirsche, Korbweide, Salweide, Robinie, Dotterweide, Rotbuche, Roter Hartriegel, Wasserschneeball, Pfaffenhütchen, Schwarzer Holunder, Kreuzdorn, Schlehe, Liguster, Hundsrose und Brombeere.

An Kletter- und Schlingpflanzen wurden Efeu, Wilder Wein und Hopfen festgestellt.

Die Vegetation an den Bächen, insbesondere an der Zaber, zeigt noch erfreulicherweise die ursprüngliche Auegesellschaft und ist nicht übermäßig mit eingebürgerten „Fremdlingen" überprägt.

 

4. Rücksichtnahmen von Jagd und Fischerei auf das Naturschutzgebiet

Naturschutzverordnungen legen der Allgemeinheit weitreichende Pflichten zur Erhaltung und Sicherung der natürlichen Lebensgemeinschaften im Schutzgebiet vor.

Das Schutzgebiet darf von Spaziergängern nur auf gekennzeichneten Wegen begangen, wildlebende Tierarten dürfen nicht mutwillig beunruhigt, Pflanzen dürfen nicht beschädigt werden.

Mitgeführte Hunde müssen angeleint sein.

Die Funktionsfähigkeit eines Naturschutzgebietes hängt also in erheblichem Umfang vom Verhalten der Besucher ab.

Jäger und Angler können sich den Pflichten, die der Allgemeinheit auferlegt sind, nicht ganz entziehen.

Maßgebender Schutzzweck, der Belange der Jagd und der Fischerei tangiert, ist die Sicherung von Lebensräumen gefährdeter Pflanzen- und Tierarten einschließlich der Funktionssicherung von Fortpflanzungs-, Nahrungs- und Rastrevieren wildlebender Tierarten.

Unter Funktionssicherung ist zu verstehen, daß die verschiedenartigen Biotoptypen im Naturschutzgebiet jederzeit von wildlebenden Tierarten aufgesucht, ungestört Nahrung aufgenommen und als Rastplätze genutzt werden können.

Die Sicherung von Lebensräumen beinhaltet eine nachhaltige, d.h. dauerhafte Entwicklung von Biotopen ohne Störung durch Trittschäden der Vegetation, Veränderung der natürlichen Feuchtflora durch künstliches Einbringen von Futtermitteln (Eutrophierung), Besatzmaßnahmen nach Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen an Still- und Fließgewässern, die eine natürliche Wiederbesiedlung Standort angepasster Fischarten durch das Gewässernetz und durch Wasservögel (Fischeier können durch das Vogelgefieder verbreitet werden) stören und in künstlich erzeugte Konkurrenz stellen.

a.) Besondere Vorschriften für die Jagd

Den Jagdberechtigten sind neben den genannten allgemeinen Einschränkungen (vor allem Vorbildfunktionen gegenüber Besuchern wie eingangs erwähnt) besondere Rücksichtnahmen für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd auferlegt.

Man könnte die Einschränkungen der Jagdausübung als Beschränkung auf extensive Handlungen bezeichnen; ähnlich ist im Vergleich zur ordnungsmäßigen landwirtschaftlichen Nutzung das „Zurückfahren" der intensiven Nutzung des Landwirts; dem Landwirt ist eine Produktionssteigerung in höherwertige Kulturen (z.B. Ackerbau, Sonderkulturen) durch die Naturschutzverordnung verwehrt.

Die Verordnung gestattet dem Jäger ebenfalls nur eine extensive Nutzung.

Die Jagdstrecken sind begrenzt.

Treibjagden dürfen nur an maximal drei Tagen zwischen 15.11. und 15.01. in der Jagdsaison durchgeführt werden.

Nur wenn übermäßige Wildschäden in den landwirtschaftlichen Flächen auftreten, kann das Regierungspräsidium ausnahmsweise mehr Treibjagden zulassen.

Die Jagd auf Stockenten ist nur in dem zwischen 15.11. und 15.01. liegenden „Störrahmen" durch die Treibjagden zulässig.

Anderes Wasserwild als die Stockente darf nicht bejagt werden.

Durch diese Bestimmung wird sichergestellt, daß auch bei einer möglichen Lockerung bisheriger jagdgesetzlicher Regelungen nur die Stockente, deren Bestände landesweit auch zukünftig nicht gefährdet sind, bejagt wird.

b.) Besondere Vorschriften für die Fischerei

Die dargestellten Beschränkungen zur Nutzung führen auch bei der Fischerei zur Konsequenz von Einschränkungen.

Der Fischfang erfolgt gegenüber der Treibjagd, die in einer kurzen Zeitspanne das Gesamtgebiet erfaßt, wesentlicher gezielter und konzentrierter auf die Gewässerufer und Wasserwechselzonen.

Durch die Ausübung der Fischerei, die in der Regel als Angelsport betrieben wird, ist die Vegetation der Feuchtbiotope durch Tritt und Bodenverdichtung an den Standplätzen stark belastet.

Es ist vorrangiges Ziel der Naturschutzverordnung, die wiederhergestellten Feuchtbiotope und den zukünftig renaturierten Herrenwiesenbach, soweit er im Naturschutzgebiet liegt, einer eigenständigen und ungestörten Entwicklung zu überlassen.

Das Betreten der Gewässer führt zu Schäden in der empfindlichen Vegetation, insbesondere in den wasserwechsel- und landseitigen Übergangszonen, die in angrenzende Sümpfe und Seggenriede übergehen.

Bei den Renaturierungsmaßnahmen ist eine Integration der Fließgewässer in angrenzende, sumpfartige Feuchtbiotope vorgesehen, d.h. es wird zukünftig kein begehbarer Damm entlang der neuen Fließgewässerbiotope und des neuen Herrenwiesenbachs geführt.

Fließ- und Stillgewässer sollen sich ohne jegliche künstliche Einflußnahme - vollkommen frei von Trittbelastung - entwickeln.

Der gut entwickelte, in allen Altersklassen vorkommende Bestand von Bachschmerlen und Ellritzen - die natürliche Fischfauna im Herrenwiesenbach - ist eine Besonderheit des Naturschutzgebietes.

Weitere Aussetzungen oder das Einbringen anderer, konkurrierender Arten sind zum Schutz der jetzigen Verhältnisse nicht gestattet.

Notwendige Pflege- und Schutzmaßnahmen können vom Regierungspräsidium im Rahmen von Pflegemaßnahmen festgesetzt werden, wenn die Fischereibehörde des Regierungspräsidiums den entsprechenden Bedarf feststellt.

Die großflächigen, besonders naturschutzwichtigen Ried- und Hochstaudenfluren rechts der Zaber (in Fließrichtung) werden im Zuge des neuen Herrenwiesenbach-Verlaufs beträchtlich erweitert.

Das Land hat im Flurbereinigungsverfahren soviel Werteinheiten erworben, daß die gesamte Aue zwischen Herrenwiesenbach und Zaber aus der Landbewirtschaftung herausgenommen werden kann.

Zukünftig sollen sich dort vollkommen ungestörte Naturvorrangflächen entwickeln.

Die Ausübung der Fischerei wird auf das weitgehend gut begehbare, in Fließrichtung linke Zaberufer, beschränkt.

Um die notwendige Extensivierung in der Fischereiausübung sicherzustellen, werden die zulässigen Handlungen auf unabdingbare, fischereiliche Hegemaßnahmen vom linken Zaberufer aus, beschränkt.

Die Festsetzung auf unabdingbare Hegemaßnahmen verlangt, daß nur sachkundige Fischereiberechtigte, die mit den Verhältnissen in der Artenzusammensetzung der Fischfauna und evt. notwendigen Hegemaßnahmen im Gebiet vertraut sind, im Naturschutzgebiet die Berechtigung zu Hegemaßnahmen besitzen und nicht etwa unkundige Benutzer von Tageskarten.

Das Wettbewerbs- und Preisfischen ist nicht zulässig, da solche Handlungen keine Hegemaßnahmen sind.

 

 

 

Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Stuttgart

 

 

gez. Buchmann