2.054 Battertfelsen beim Schloß Hohenbaden

 

Würdigung

 

 

Östlich des Schloßes Hohenbaden steigen die Battertfelsen bergan.

Die Felsgruppe in 490 bis 565 Meter ü. NN besteht aus Porphyr-Konglomeraten des Oberrotliegenden und ist durch Erosion zu einem eindrucksvollen Labyrinth zerklüftet worden.

Die Gesteinsschichten liegen nahezu horizontal.

Am Fuße der Felsen fallen ausgedehnte, teilweise vom Wald überwachsene Blockschutthalden zu Tal.

Ein Altholzbestand aus Bergahorn, Buche, Tanne, Eiche, Hainbuche, Bergulme und Linde umgürtet die Felsgruppe.

In der Krautschicht fällt die Stechpalme auf.

Außer der Felsenbirne treten zwar keine Besonderheiten hervor, aber als standorttypische und naturnahe Einheit gewinnt die Waldgesellschaft als Teil des Schutzzweckes

 

Bedeutung

Vor allem das Alter des Bestandes und einzelner Exemplare stellt Qualität als Lebensraum dar.

Auf alte, teilweise brüchige Eichen sind gefährdete Arten wie Hirsch- und Rosenkäfer angewiesen.

Auch der selten gewordene Sägebock findet hier seinen Lebensraum.

An Reptilien beherbergt der ökologische, von Wald und Felsenwänden geprägte Komplex zwei nach der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland als stark gefährdet bzw. gefährdet eingestufte Arten, wie Mauereidechse und Schlingnatter.

Noch immer lebt der Ruhm des Battertfelsen als Brutbiotop des vom Aussterben bedrohten Wanderfalken fort.

Erst im letzten Jahrzehnt hat das Bergsteigen die Vogelart vertrieben.

Der Konflikt zwischen Naturschutz und der Erholungssuche allgemein bleibt bestehen, solange das landschaftlich in der Tat besonders schöne Berggebiet mit seinem weiten Ausblick der Kurstadt als beliebtes Ausflugsziel dient.