2.067 Bei der Silberpappel

 

Würdigung

 

 

Das Naturschutzgebiet „Bei der Silberpappel" umfaßt einen typischen und naturnahen Auebereich am Rhein und eine Altrheinschlut, die parallel zum Rhein verläuft.

Vegetation und Geländeform werden unmittelbar vom Wasserstand des Rheins beeinflußt, Überflutungen sind ein natürlicher Vorgang in diesem Auebereich.

Die Altrheinschlut wird stellenweise von einem schmalen Röhrichtsaum mit Schilf, Rohrglanzgras und Gelber Schwertlilie begrenzt.

An trockenfallenden Schlickflächen kommt der Gift-Hahnenfauß vor.

Im überwiegenden Teil der Altrheinschlut reichen jedoch Arten der Weichholzzone, Silberweiden und Korbweiden, bis an das Ufer heran.

Gerade der ausgeprägte Korbweiden-Bestand ist in der vorhandenen Ausbildung besonders schutzwürdig und wissenschaftlich wertvoll.

Er kommt am mittleren Oberrhein nur fragmentarisch und kleinflächig vor.

Mit dem Anstieg des Geländes und den dadurch geringeren Überflutungen geht die Vegetation im Schutzgebiet in die Hartholzzone über.

Hier besteht ein Eichen-Ulmen-Wald, an den höchsten Stellen gibt es Ulmen-Hainbuchen-Gesellschaften.

Das Schutzgebiet liegt in unmittelbarer Erreichbarkeit der Bebauung:

Durch die einzelnen Bestimmungen der Naturschutzverordnung soll der Erholungsdruck aus dem nahegelegenen Ballungsraum Mannheim so aufgefangen werden, daß einerseits wertvolle naturnahe Bereiche geschützt werden, andererseits aber der Bevölkerung ein Raum von hohem Erlebniswert erhalten bleibt.