2.078 Backofen-Riedwiesen

 

Würdigung

 

 

Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Schwetzinger Wiesen-Riedwiesen"

 

Städte Mannheim und Schwetzingen Gemeinden Brühl, Edingen-Neckarhausen und Ketsch Rhein-Neckar-Kreis und Stadtkreis Mannheim Größe ca. 650 ha

Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Schwetzinger Wiesen-Riedwiesen" war bereits seit dem 12. Juli 1982 einstweilig sichergestellt.

Mit der jetzt in Kraft getretenen Verordnung wird einer der ökologisch bedeutendsten Landschaftsräume der Rheinaue im Regierungsbezirk großflächig geschützt.

Eine Vielzahl z. T. sehr seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten hat hier ihren Lebensraum.

 

Das Schutzgebiet umfaßt folgende Teilbereiche

1. das Naturschutzgebiet „Schwetziner Wiesen-Edinger Ried"

(ca. 147,6 ha), das als Kern einen Komplex aufgelassener Ziegeleigruben enthält, der sich nach Beendigung des Abbaus unbeeinflußt vom Menschen zu einem ökologisch besonders wertvollen, sehr vielfältig strukturierten Feuchtlebensraum mit einer Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten entwickelt hat;

2. das Naturschutzgebiet „Backofen-Riedwiesen"

(ca. 149,3 ha), das in erster Linie folgende Besonderheiten aufweist:

-das zweitgrößte zusammenhängende Niederungswiesengebiet im Regierungsbezirk,

-einen naturnahen, zeitweise noch durchflossenen Altrhein mit Auwaldbeständen,

-den rekultivierten Westuferbereich einer Kiesgrube,

-einen Rheinuferbereich, der durch die dort angelagerten Kiesbänke noch einen Eindruck der früheren Dynamik des damals unverbauten Stromes vermittelt;

3. das Landschaftsschutzgebiet „Schwetzinger Wiesen"

(ca. 354 ha), das vor allem die intensiv landwirtschaftlich genutzte, durch Reste von Wiesen und vor allem durch Gehölze vielfältig gegliederte Flur umfaßt.

Die Unterschutzstellung war dringend geboten, um die noch erhaltenen naturnahen Bereiche auf Dauer vor anderen Nutzungsansprüchen zu sichern.