2.115 Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle (2 Teilgebiete)

 

Würdigung

 

 

Das kombinierte Schutzgebiet umfaßt die gesamte offene Flur des Talsystems Maisgraben und Monbach östlich der Straße Unterhaugstett-Neuhausen sowie die überwiegend bewaldete Schlucht bis zur Mündung in die Nagold.

Die Landschaft läßt sich hier in zwei ganz unterschiedliche Typen gliedern:

Das Teilgebiet um die „St. Leonhardquelle" ist eine erdgeschichtlich einzigartige Quellformation im Unteren Muschelkalk.

Innerhalb eines quelligen Wiesengrundes hat sich ein Quellflachmoor mit Kalktuff gebildet.

Uhrglasförmig wölbt sich der Quellsumpf mehr als einen Meter über seine Umgebung auf.

Neben seiner geologischen Bedeutung besitzt das Gebiet Lebensräume für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Auf der Quellterrasse selbst und seiner südlichen Fortsetzung wächst ein Schilfröhricht, während sich nördlich davon binsen- und seggenreiche Streuwiesenreste anschließen.

Das Teilgebiet „Monbachschlucht" ist durch seine malerischen, steilen, steinschuttreichen Felsmeer-Hänge im Talgrund und den Wasserkaskaden der Buntsandsteinschlucht gekennzeichnet.

Als Krautschicht hat sich eine überaus artenreiche Moos- und Farnflora ausgebildet.

In der Schlucht selbst dominieren typische schlucht- und hochstaudenreiche Wälder, und an den oberen Hängen bzw. auf den Verebnungen sind farnreiche Tannen-Buchen-Wälder anzutreffen.

Die beiden Naturschutzgebiete werden durch drei Landschaftsschutzgebiete ergänzt bzw. untereinander verbunden.

Sie liegen teils auf der Hochfläche, teils am Schluchtrand bzw. am Schluchtausgang.

Es ist die Absicht, die feuchten bis nassen Wiesen entlang des Maisgrabens und seiner Nebentälchen als historische Kulturlandschaft mit ihren flachen, anmoorigen Standorten zu erhalten.

Das gesamte Talsystem mit seinen offenen Fluren und seinen reich strukturierten Waldsäumen, deren Vielfalt, Schönheit und Eigenart ein einzigartiges Landschaftsbild ergeben, und die parkartig gestaltete, offene Talaue am Talausgang mit ihrer historischen Bebauung sollen als ungestörtes Naturerlebnis dem Betrachter erhalten bleiben.

Den Naturschutzgebieten dient es insbesondere als Puffer.