2.222 Kaltenbronn

 

Würdigung

 

 

des Natur- und Waldschutzgebietes „Kaltenbronn“ Landkreis Rastatt Stadt Gernsbach, Gemarkung Reichental Landkreis Calw Stadt und Gemarkung Bad Wildbad

 

1. Gebietsbeschreibung

 

1.1. Geographische Lage, Naturraum, Grobabgrenzung und Größe

Das Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ liegt im Nordschwarzwald größtenteils auf den höchsten Erhebungen der Enzhöhen rund um den Kaltenbronn.

Die ebene bis schwach nach Osten geneigte, exponierte Hochfläche zwischen Wildbad und Gernsbach mit ihren Moorgebieten bildet die Wasserscheide zwischen der Murg im Westen und der Großen Enz im Osten.

Ein kleinerer Teil des Schutzgebietes liegt auf den schwach geneigten bis steilen und geschützten Einhängen des Brotenautales, eines der vier schmalen, in die Enz entwässernden Seitentälern.

Der Übergang von der Hochfläche zu den Hängen wird von einer relativ scharfen Gefällskante markiert.

Das Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ hat eine Größe von insgesamt 1.752 ha.

Es besteht aus zwei Naturschutzgebieten sowie Bann- und Schonwaldbereichen.

Insgesamt entfallen rd. 398 ha auf Naturschutzgebiete, rd. 396 ha auf Bannwälder und 1.356 ha auf Schonwälder.

Die Flächen der Naturschutzgebiete überschneiden sich jeweils mit Teilen eines Bann- bzw. eines Schonwaldes.

Das Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ umfasst:

-die Naturschutzgebiete „Wildseemoor bei Wildbad-Kaltenbronn“ mit rd. 182 ha und „Hohloh-See bei Kaltenbronn“ mit 216 ha, die Bannwälder „Wildseemoor“ mit rd. 290 ha und „Altlochkar-Rotwasser“ mit rd. 105 ha,

-die Schonwälder „Kaltenbronn“ mit rd. 1.342 ha (Umgebung um Kaltenbronn, Teile des Brotenautales, die Hohlohmiß, die Breitlohmiß, die Öllache, die Spältermiß, das Hirschbrunnenkar) und „Blockmeer Oberes Rollwassertal“ mit rd. 14 ha.

Das Schutzgebiet umfasst Flächen auf dem Gebiet der Städte Gernsbach und Bad Wildbad auf Teilen der Gemarkungen Reichental und Bad Wildbad in den Landkreisen Rastatt und Calw.

Es befindet sich ausschließlich in den Staatswäldern der Forstbezirke Gernsbach, Enzklösterle und Bad Wildbad.

 

Naturschutz-gebiet

Distrikt

Abteilung

Fläche

Staatswald Gernsbach

I „Kaltenbronn“

52 und 75 - 78 (je ganz), 67, 73, 74 und 80 (je teilweise)

ca. 275,5 ha

Staatswald Enzklösterle

V „Eiberg“

 

VI „Wanne“

104 und 105 (je teilweise) und

15 (teilweise)

ca. 122,5 ha

 

 

 

ca. 398,0 ha

 

Bannwald

Distrikt

Abteilung

Fläche

Staatswald Gernsbach

I „Kaltenbronn“

48 - 52 (je ganz) und

53 und 60 (je teilweise)

ca. 227,8 ha

Staatswald Enzklösterle

V „Eiberg“

 

VI „Wanne“

104 (teilweise),

105 (ganz)

15 (teilweise)

ca. 122,5 ha

Staatswald

Bad Wildbad

V „Wildbader Eiberg“

61, 62 (je ganz) und

47 (teilweise)

ca.   45,5 ha

 

 

 

ca. 395,8 ha

 

Schonwald

Distrikt

Abteilung

Fläche

Staatswald

Gernsbach

I „Kaltenbronn“

39, 41 - 44, 59, 62 - 65, 67, 71, 73 - 79, 95 - 98 (je ganz) und

35 - 37, 45 - 47, 58, 60, 61, 66, 68, 69, 72, 80, 99 - 102 (je teilweise)

ca. 1.199,2 ha

Staatswald Enzklösterle

V „Eiberg“

VI „Wanne“

89 (ganz), 104 (teilweise)

10 - 13 (ganz), 15 (teilweise)

ca.    156,8 ha

 

 

 

ca. 1.356,0 ha

 

Das Natur- und Waldschutzgebiet liegt in der naturräumlichen Haupteinheit „Enzhöhen und Grindenschwarzwald“.

Nach der regionalen Gliederung der forstlichen Standortskartierung sind die Schutzgebiete dem Wuchsgebiet Schwarzwald und hier dem Einzelwuchsbezirk 3/04 „Enzhöhen“ zugeordnet.

Die Höhenlage liegt zwischen 680 m ü. NN im Brotenautal und 988 m ü. NN am Hohloh.

Das Schutzgebiet liegt im montanen und hochmontanen Bereich.

Es ist Teil der großflächigen Landschaftsschutzgebiete „Mittleres Murgtal“ und „Großes und Kleines Enztal mit Seitentälern“.

Im Norden umschließt das Schutzgebiet den Ausläufer des bestehenden Naturschutzgebietes „Eyach-, Enz- und Rotenbachtal mit Herzogswiesen“ (Verordnung vom 21. Dezember 1995).

 

1.2. Geologie

Das Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ wird von den mesozoischen Deckschichten des Buntsandsteins gebildet.

Die verschiedenen Stufen des Buntsandsteins liegen als Platten über dem Granitsockel und sind leicht nach Nordosten abgedacht.

Prägendes Ausgangsgestein sind die Ablagerungen des Mittleren Buntsandsteins und hier überwiegend des Hauptkonglomerates (smc2).

Das Hauptkonglomerat bildet den Oberhang des Bergrückens zwischen Brotenau- und Dürreichtal und die weiten Hochflächen um Wild- und Hohlohsee.

Durch die starke Verkieselung ist das smc2 sehr verwitterungsresistent, was die Entstehung der Block- und Felsenmeere erklärt.

An den Talflanken und Mittelhängen tritt der Bausandstein (smb) zu Tage, der aus dickbankigen mittelkörnigen Sandsteinen besteht.

Der Obere Buntsandstein (so) tritt nur zwischen Breitloh- und Hohlohsee zu Tage.

Das basenarme Ausgangssubstrat hat einen hohen Quarzanteil und nur wenig verwitterbare Mineralien wie Feldspate und Glimmer.

Die aus dem mineralarmen Buntsandstein entstandenen Böden sind daher nährstoffarm.

Bei guter Drainage entwickelten sich feinsandige, schwach lehmige Braunerden.

In Senken oder bei Podsolierung mit Ortsteinbildung entstanden Gleye, Pseudogleye und anmoorige Sandböden mit Rohhumusauflage.

Die Kare stellen diluviale Verwitterungserscheinungen kleiner Kargletscher dar.

Alluviale Bildungen sind vor allem im Bereich der Hochmoore und den vermoorten Karböden zu finden.

Der Beginn der Moorbildung wird im Spätglazial vor ca. 10.000 Jahren vermutet.

Die Torfschichten der Moore liegen unmittelbar auf dem Buntsandstein und seinen Verwitterungsprodukten auf.

Die Torfmächtigkeit erreicht bis zu 7,5 m.

Die klimatischen und geologischen Voraussetzungen - hohe Niederschläge und abzugsträge Lagen - begünstigen die Missen- und Moorbildung.

Im Natur- und Waldschutzgebiet existieren vier Moore

-Wildseemoor

-Hohlohmoor

-Breitlohmiß

-Öllachen

 

1.3. Standortsverhältnisse auf der Grundlage der forstlichen Standortskartierung

Im Natur- und Waldschutzgebiet, insbesondere im Bannwald, ist das gesamte Spektrum forstlicher Standorte der Hochlagen des nördlichen Schwarzwaldes vorhanden.

Es reicht von den wechselfeuchten basenarmen Sandböden über die Missen und anmoorigen Bereiche bis zu den Hochmooren.

Von der flächigen Bedeutung dominieren die vernässenden Buntsandsteinlagen.

Das Hochmoor und die Moorrandlagen rund um den Wildsee machen über 50 % aus.

Ein Viertel der Fläche entfällt auf die Hanglagen im Bereich des Altlochkares.

Ein Überblick über die Standortsbilanz im Bannwald ergibt sich aus den Kartierungen der Jahre 1956 und 1991 (siehe Anhang).

Das Standortspektrum im Schonwald zeichnet sich durch frische, schwach lehmige, nicht podsolierte Sandböden bis zu trockenen und flachgründigen Geröll- und Blockhalden aus.

Auf Hanglagen entfallen ca. 40 % der Fläche.

Dabei handelt es sich um durchlässige Buntsandsteinhänge im Brotenautal, die Einhänge zum Kegelbachtal östlich von Kaltenbronn und die Hänge am Hirschbrunnenkar im Süden.

Die vernässenden Standorte, von den wechselfeuchten basenarmen Sandböden über die Missen und anmoorigen Bereiche bis zu den Hochmooren, nehmen mit ca. 35 % der Fläche einen breiten Raum ein.

Flache, nicht vernässende Buntsandsteinlagen finden sich verstreut auf etwa 20 % der Fläche.

Eine Auswertung der forstlichen Standortskartierung im Schonwald findet sich im Anhang.

 

1.4. Klima

Die mittlere Jahressumme der Niederschläge betrug in der Messperiode 1951-1970 ca. 1.800 mm.

Die Jahresmitteltemperatur liegt bei ca. 6,0° C.

Das Klima kann daher als kühlhumid charakterisiert werden.

Das Verhältnis von Sommer- zu Winterniederschlägen ist ausgeglichen, etwa 20 % der Niederschläge fallen als Schnee.

Nur der Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte August ist sicher frostfrei.

Im langjährigen Mittel ergaben sich 116 Frosttage im Jahr, wobei jedoch nur an 10 Tagen Temperaturen von unter -10 ° C zu verzeichnen sind (ZOLLHÖFER 1991).

 

2. Schutzwürdigkeit

 

2.1. Vegetation und Flora

Die Wälder, Moore, Kare und Blockschutthalden sind die bestimmenden und landschaftsprägenden Strukturelemente des Natur- und Waldschutzgebietes „Kaltenbronn“.

Die Moorgebiete des Kaltenbronn - Wildseemoor, Hohlohmiß, Breitlohmiß und Öllachen - weisen ein durch Hydrologie und Relief, aber auch durch den Grad menschlicher Einflußnahme geprägtes Mosaik von trockenen Bult- und feuchten Schlenkengesellschaften mit oder ohne Mineralbodenwassereinfluß auf.

Sie können ganz offen oder von lockeren bis dichten Spirkenbeständen bewachsen sein.

Die Spirke (Pinus rotundata sensu, DIERSSEN/DIERSSEN 1984) ist die einzige Baumart, die mit den speziellen Wuchsbedingungen der ombrotrophen Hochmoore zurechtkommt.

Sie befindet sich hier keinesfalls in ihrem physiologischen Optimum und bildet krüppelige Kümmerformen.

Ansonsten dominieren Torfmoose, Sauergräser und Zwergsträucher.

Im Bereich des Kaltenbronn liegen vier der lediglich sieben von DIERSSEN/ DIERSSEN (1984) als ombrotrophes Hochmoor klassifizierten Moore des Nordschwarzwaldes.

Sie stellen noch recht gut erhaltene Reste der mitteleuropäischen Urlandschaft dar.

Pflanzengesellschaften der Moore (Moorgesellschaften)

Die pflanzensoziologische Gliederung der Hochmoorvegetation Südwestdeutschlands ist aus verschiedenen Gründen schwierig:Keine der charakteristischen Arten der Bult- als auch der Schlenkengesellschaften ist auf Hochmoore beschränkt.

Im Gelände ist die Abgrenzung der Vegetationseinheiten durch die oftmals sehr enge standörtliche Verzahnung problematisch.

Da der Schwarzwald nahe der Südgrenze des europäischen Hochmoorareals liegt, sind die Bestände floristisch verarmt und kennartenschwach.

Die hier wiedergegebene Gliederung folgt im Wesentlichen der Arbeit von DIERSSEN/DIERSSEN (1984), die nach umfangreichen Geländestudien wohl mit die beste Gebietskenntnis aufweisen und zudem nach zahlreichen Arbeiten in West- und Nordeuropa in der Lage sind, die lokalen Besonderheiten des Schwarzwaldes in ein überregionales Konzept integrieren zu können.

Die oligotrophen und meist auch ombrotrophen Bultgesellschaften der Hochmoore zählen zum Verband Sphagnion magellanici der Klasse Oxycocco-Sphagnetea.

In allen vier Hochmooren des Kaltenbronn kommen zwei Assoziationen dieses Verbandes vor.

Die baumfreien, offenen Flächen werden vom Sphagnetum magellanici besiedelt.

Auf trockeneren Flächen im zentralen Bereich der Moore, häufiger aber an den Moorrändern und dann zu den Waldgesellschaften vermittelnd, steht das Spirkenfilz (Pino mugo-Sphagnetum magellanici).

Die besonders im Spätsommer intensiv rot gefärbten Torfmoosarten Sphagnum magellanicum und Sph. rubellum sowie das seltenere, aber lokal bestandsbildende braunrote Sphagnum fuscum geben dem Sphagnetum magellanici sein charakteristisches Aussehen.

Diese Physiognomie verhalf der Assoziation gelegentlich zum Namen „Rote Bultgesellschaft“.

Weitere hochstete Kennarten der Gesellschaft sind

Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum), Moosbeere (Vaccinium oxycoccos), Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) und die Wenigblütige Segge (Carex pauciflora).

Alle diese Arten können im Schwarzwald als Ombrobionten, also als echte Hochmoorbewohner gewertet werden.

An trockeneren Stellen treten zusätzlich Besenheide (Calluna vulgaris), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Krähenbeere (Empetrum nigrum) und die beiden Laubmoose Polytrichum strictum und Aulacomnium palustre auf.

Im Wildseemoor besiedelt das Sphagnetum magellanici die aufgelichteten Stellen in den Abteilungen Hornmüß, Wildseemoos und Wilder See und kommt zusätzlich in einer minerotraphenten (d.h. von Mineralienversorgung abhängigen) Ausbildung auf den Schwingdecken des Wild- und des Hornsees vor.

Dort ist als Mineralbodenwasserzeiger (MBWZ) auch das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) vertreten, welches somit als Differentialart gegen die ombrotrophe Variante zu werten ist (DIERSSEN/DIERSSEN 1984).

Dort, wo die ombrotraphente (d.h. die von reiner Regenwasserversorgung geprägte) Ausbildung des Sphagnetum magellanici großflächig ausgebildet ist, befinden sich die noch wüchsigen Flächen des Wildseemoores mit aktiver Torfakkumulation.

Insbesondere nach der Manipulation des Seewasserspiegels und nach den Entwässerungsmaßnahmen durch die Forstverwaltung schrumpfte das Areal des Sphagnetum magellanici zugunsten des Spirkenfilzes beträchtlich zusammen.

Das Erscheinungsbild des Spirkenfilzes (Pino mugo-Sphagnetum magellanici) wird durch die krummholzartige Wuchsform der Moorkiefer (Pinus rotundata) beherrscht, die teilweise undurchdringliche Dickichte bildet.

Über die systematische Einordnung der Schwarzwaldpopulationen der Moorkiefer gibt es unterschiedliche Auffassungen - mit Pinus rotundata folgen wir der Bezeichnung von DIERSSEN/DIERSSEN (1984).

Die lichtbedürftigen Arten, wie Andromeda polifolia, Sphagnum rubellum oder Carex pauciflora, treten im Spirkenfilz bei zunehmender Beschattung stark zurück, ohne jedoch ganz zu verschwinden.

Infolge der erhöhten Stickstoffmineralisation an verrottendem Spirkenholz ist zumindest partiell ein höheres Nährstoffangebot vorhanden als im Sphagnetum magellanici.

Neben den immer noch mit hoher Stetigkeit vertretenen Oxycocco-Sphagnetea-Arten Eriophorum vaginatum, Sphagnum magellanicum und Aulacomnium palustre ist vor allem die Zwergstrauchschicht stark ausgeprägt.

Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) und Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) sind hier häufig.

Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) dringt an die Stellen mit zerfallenden Stümpfen vor, wo das relative Nährstoffangebot am höchsten ist.

Sie wird dort regelmäßig von verschiedenen euryöken Nadelwaldmoosen wie Pleurozium schreberi oder Bazzania trilobata begleitet.

Das Spirkenfilz kann ebenfalls ombrotrophe Standorte besiedeln; die üppigsten Bestände bildet es aber im Kontakt mit Mineralbodenwasser, oder vor allem an teil- bzw. vorentwässerten Flächen mit beginnender oberflächlicher Mineralisierung der Sphagnumtorfe.

So hat seine Verbreitung im Schutzgebiet durch die vorgenommenen Entwässerungsmaßnahmen eine beträchtliche Ausweitung erfahren.

Es säumt auch beiderseits die die Moore durchschneidenden Wege auf den durch Sackung entstandenen „sekundären Randgehängen“.

Das Sphagnetum magellanici tritt dort erst in einiger Entfernung von den Wegen wieder auf.

Rein ombrotraphente Schlenkengesellschaften gibt es im Kaltenbronngebiet nicht.

Zwei minerotraphente Scheuchzerietalia-Assoziationen besiedeln die Schwingrasendecken von Hohlohsee und Wildsee.

Die Schlammseggen-Gesellschaft  (Caricetum limosae) kommt dabei an den nährstoffärmeren Standorten vor als das Schnabelseggenried (Caricetum rostratae).

Beide Gesellschaften sind sehr artenarm.

Insbesondere im Caricetum limosae kommen neben der floristisch bedeutsamen Reliktart Blasenbinse (Scheuchzeria palustris) nur noch Eriophorum angustifolium und die Schlenkentorfmoose Sphagnum majus und Sph. cuspidatum vor.

Die namensgebende Schlammsegge (Carex limosa) ist auf das Hohlohmoor beschränkt; die Blasenbinse kommt dagegen nur am Wildsee vor.

Im Caricetum rostratae werden die beiden Arten durch die Schnabelsegge (Carex rostrata) ersetzt.

In der Moosschicht können mit Drepanocladus fluitans, Sphagnum angustifolium, Sph. fallax und Sph. flexuosum einige mehr minerotraphente Arten hinzutreten.

Floristisch bedeutend ist das Vorkommen des im Schwarzwald reliktischen Sphagnum riparium in dieser Gesellschaft.

Es kommt am Hohlohsee in einer eigenen Subassoziation vor (Caricetum rostratae sphagnetosum riparii).

Die Schlenkengesellschaften der Scheuchzerietalia palustris sind an hydrologisch intakte, primäre Moorstandorte gebunden und sind gegen Entwässerung und Eutrophierung empfindlich.

An Wild- und Hohlohsee leiden ihre Vorkommen unter der Trittbelastung und dem Nährstoffeintrag durch Stockenten (Anas platyrhynchos).

Am belasteten Seeufer breiten sich ranglose (nicht als Assoziation fassbare) Carex rostrata-Bestände aus, die eine deutlich höhere Vitalität aufweisen als diejenigen, die in weiter abseits liegenden Schlenken wachsen.

Man kann zwar die verbesserten Wuchsbedingungen am Seeufer für die mit einer weiten ökologischen Amplitude versehene Schnabelsegge teilweise mit der durch Wellenschlag verursachte Bewegung des Wassers erklären (Erhöhung des relativen Nährstoffangebots); an stark von Enten besuchten Plätzen ist der Carex-rostrata-Gürtel jedoch wesentlich breiter und höherwüchsig als an von ihnen wenig frequentierten Stellen.

Das Braunseggenried (Caricetum nigrae) hat in der Naturlandschaft als Niedermoorgesellschaft der Caricetalia fuscae seinen Platz im baumfreien Lagg von Hochmooren, an ständig nassen Rüllen (Abflussrinnen im Moor) oder an Kolken mit mineralkräftigerem Wasser.

Diese Standortbedingungen sind im Kaltenbronngebiet jedoch primär nicht gegeben.

Den heutigen Vorkommen des Braunseggenrieds kommt daher Zeigerfunktion für Eutrophierung und Störung zu.

Arten wie Grausegge (Carex canescens), Sternsegge (Carex echinata), Hunds-Straußgras (Agrostis canina) und auch Pfeifengras (Molinia caerulea) kommen im Hochmoor nur an Rotwildwechseln natürlich vor und treten dann immer spärlich und niemals bestandsbildend auf.

Das Caricetum nigrae zeichnet sich durch eine hohe ökologische Elastizität und damit durch die Fähigkeit aus, Sekundärstandorte zu besiedeln.

Man findet es auf dem Kaltenbronn daher an den ehemaligen Torfstichen, entlang von Gräben und als deutlichen Eutrophierungszeiger an den Bohlenwegen im Hohloh- und Wildseemoor.

Dem ungeschulten Betrachter fällt dort kaum ein Unterschied zu den Hochmoorflächen auf, da mit Sphagnum fallax, Sph. flexuosum, Sph. palustre und Sph. auriculatium auch Torfmoose mit recht hohen Deckungsgraden vorhanden sein können.

In Einzelfällen greifen sogar Oxycocco-Sphagnetea-Arten wie Vaccinium oxycoccos oder Drosera rotundifolia auf das Braunseggenried über.

Dabei darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, daß der Sonnentau gerade in den wüchsigsten Hochmoorbereichen ausgesprochen spärlich auftritt und dort als Störungszeiger gilt.

DIERSSEN/DIERSSEN (1984) geben das Caricetum nigrae für Wildseemoor, Hohlohmoor und Breitlohmisse an.

Waldgesellschaften

Von Natur aus wäre das Schutzgebiet gleich dem gesamten Nordschwarzwald mit Ausnahme von Sonderstandorten, wie sie die Moore, aber auch Felsen und Blockschutthalden darstellen, vollständig mit Wald bedeckt.

Wegen der basen- und nährstoffarmen Böden und auch wegen des feucht-kühlen Klimas ist der Nordschwarzwald siedlungsfeindlich und hat daher auch heute einen vergleichsweise hohen Waldanteil.

Siedlungsflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen sind heute nahezu bedeutungslos.

Trotzdem wurde die ursprüngliche Vegetationszusammensetzung durch die menschliche Tätigkeit stark verändert.

Anspruchsvolle Baumarten verschwanden, nachdem die Böden durch jahrhundertlange Streunutzung und Weidbrennen ausgelaugt und degradiert worden waren.

Durch forstliche Eingriffe wurden Baumarten, die von Natur aus nur spärlich vertreten waren, stark gefördert.

Fichte und Waldkiefer breiteten sich auf Kosten von Weißtanne und Buche aus, während forstlich unbedeutende Nebenbaumarten wie Bergahorn und Vogelbeere ebenfalls weiter zurückgedrängt wurden.

Buche und Weißtanne haben auch Schwierigkeiten mit der Verjüngung.

Infolge der überhöhten Schalenwildbestände leiden sie unter starkem Verbissdruck.

Man pflanzte daher versuchsweise fremdländische, verbissresistente Nadelholzarten wie Sitka- und Omorikafichte auf 15 ha (> 1 % der Schutzgebietsfläche) an.

Die Douglasie nimmt auf dem Kaltenbronn etwa 50 ha (= 3 % der Schutzgebietsfläche) ein.

Als Ergebnis dieser forstlichen und ehemals auch landwirtschaftlichen Umgestaltungen finden sich natürliche oder naturnahe Bestockungstypen im Kaltenbronngebiet eher selten.

Weite Flächen werden von monotonen und ökologisch weniger wertvollen Fichtenbeständen eingenommen.

Die naturnahen Bestände mit ihrem Strukturreichtum bieten heute der montanen Waldfauna und der typischen Waldbodenvegetation optimalen Lebensraum.

Forstliche Bestandesverhältnisse

Der Zonalwald, die regionale natürliche Baumartenzusammensetzung innerhalb einer Höhenstufe des Wuchsbezirks, ist oberhalb von ca. 900 m der hochmontane Tannen-Fichten-Kiefern-Wald mit Buche.

Unterhalb von 900 m ist im Schutzgebiet der montane Buchen-Tannen-Wald mit Kiefer der Zonalwald.

Eine Übersicht der Bestandesbilanz im Bannwald:

Der Bannwald „Wildseemoor“ setzt sich hauptsächlich aus Moorkiefernbeständen (mit Pinus mugo) und Fichten-Kiefern-Mischbeständen zusammen.

Im Bannwald „Altlochkar-Rotwasser“ dominieren tannengeprägte Mischbestände und Plenterwald.

Insgesamt besteht der Bannwald nur zu 5 % aus Beständen, die der Zonalgesellschaft entsprechen.

Die vorkommenden Moor-und Moorrandwaldgesellschaften entsprechen jedoch auf großer Fläche dem vom Zonalwald abweichenden Standortswald.

Fremdländische Baumarten wie die Douglasie spielen im Bannwald nur eine untergeordnete Rolle.

Die Bestandesbilanz im Schonwald:

Der Schonwald besteht zu etwa 70 % aus Beständen, in denen die Fichte dominiert.

Alleine 46 % der Fläche entfällt auf Fichtenreinbestände, die als kulturbestimmt eingestuft werden müssen.

Die Bestandesverhältnisse im Schonwald entsprechen größtenteils nicht dem Zonalwald.

Eine Bilanz zeigt, daß nur etwa 25 % der Bestände von Tannen oder Buchen bzw. von Moorrandkiefern geprägt werden und damit als naturnah einzuschätzen sind.

Gebietsfremde oder fremdländische Baumarten wie Douglasie, Omorika- und Sitkafichte und Japanische Lärche spielen mit einem Flächenanteil von ca. 5 % eine gewisse Rolle.

Pflanzensoziologische Beschreibung der Waldgesellschaften

Bestände, in denen die Buche (Fagus sylvatica) noch einen nennenswerten Anteil an der Baumschicht hat, stellen die naturnächsten Bestandestypen des Kaltenbronngebiets dar.

Die Tanne (Abies alba) ist solchen Buchenwäldern von Natur aus beigemischt.

Die Fichte (Picea abies), die in den ursprünglichen Buchen-Tannenwäldern der montanen Stufe allenfalls mit Einzelbäumen vertreten war, dominiert heute zumindest in der Strauchschicht.

Als Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) mit Tanne und Fichte wurden von MURMANN-KRISTEN (1987) Bestände klassifiziert, in denen Fagus in der  Baumschicht mit mindestens 5% Deckung vertreten war, und wo Abies und Fagus zusammen mindestens die Hälfte der Baumschicht ausmachten.

Die Krautschicht in diesen Luzulo-Fageten wird von Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica) und Drahtschmiele (Avenella flexuosa) beherrscht.

Weiße Hainsimse (Luzula luzuloides), Breitblättriger und Gewöhnlicher Dornfarn (Dryopteris dilatata, D. carthusiana) und Hasenlattich (Prenanthes purpurea) komplettieren das Bild.

Die Krautschicht unterscheidet sich damit in der floristischen Zusammensetzung kaum von den nadelholzfreien Luzulo-Fageten der unteren montanen Stufe.

Den Nadelwaldeinfluß dokumentiert die Moosschicht besser: Polytrichum formosum, Dicranum scoparium und Dicranodontium denudatum erreichen auf Nadelstreu viel höhere Deckungsgrade als auf Laubstreu.

Ein interessantes Luzulo-Fagetum ist im Buchwäldle südlich des Wildseemoors zu finden.

Schon der Flurname deutet auf das Vorhandensein eines Buchenaltholzbestandes hin.

MURMANN-KRISTEN (1987) verglich die Standortskartierungen von MÜLLER (1924) aus dem Jahre 1919 mit den von SCHÜLLI (1959) für das Jahr 1771 als bestockt angegebenen Flächen und stellte fest, daß der bei MÜLLER als Buchen-Tannenwald kartierte Bestand vom „Buchwäldle“ bereits 1771 bestockt war.

Es handelt sich dabei offensichtlich um eine der wenigen in historischer Zeit nicht beweideten Flächen des Schutzgebiets.

Ein Indiz dafür ist auch der Bodentyp: Während in der Umgebung häufig Podsol-Braunerden vorkommen, ist hier auf gleichem Ausgangssubstrat eine besser nährstoffversorgte (und nicht degradierte) oligotrophe Braunerde ausgebildet.

Zwei weitere Waldgesellschaften des Schutzgebiets werden in der Baumschicht von der Weißtanne beherrscht.

Dem Hainsimsen-Tannenwald (Luzulo-Abietum) fehlt als einziger wesentlicher Unterschied zum Luzulo-Fagetum die Buche.

Die Krautschicht ist ähnlich zusammengesetzt wie die des Tannen-Buchen-Fichtenwaldes.

Der Rippenfarn (Blechnum spicant) gibt der Gesellschaft zusätzlich ein subatlantisches Gepräge.

Weiterhin sind Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella) und Sprossender Bärlapp (Lycopodium annotinum) zu nennen.

Die Moosschicht ist als Folge der nadelhaltigeren Streu reicher als im Luzulo-Fagetum.

Neben den häufigeren Plagiothecium undulatum, Bazzania trilobata, Rhytidiadelphus loreus, Dicranodontium denudatum und Lepidozia reptans kommen noch eine ganze Reihe weiterer typischer Nadelwaldbegleiter vor, die hier aber geringere Stetigkeits- und Deckungswerte aufweisen.

Die Beurteilung des Luzulo-Abietums bezüglich der natürlichen Standortansprüche ist wie auch seine Einordnung in die vegetationskundliche Systematik der Nadelwälder schwierig.

Innerhalb des Buchenareals bildet die Tanne buchenfreie Bestände nur auf nicht buchenfähigen Sonderstandorten wie Naß-Stellen mit Gleyböden, Flächen mit kontinentalem Lokalklima oder auf extrem nährstoffarmem Substrat.

Durch die Forstwirtschaft wurde die Buche jedoch vielfach verdrängt; mit der Zeit veränderten sich durch den verstärkten Einfluß der gerbstoffreichen Nadelstreu auch die Böden, so daß die Buche solche Flächen kaum mehr zurückerobern konnte.

Die ursprüngliche Vegetation vieler Standorte im Schutzgebiet mag also ein Buchen-Tannenwald gewesen sein, die heutige potentielle natürliche Vegetation solcher Flächen ist dann aber eher ein Luzulo-Abietetum.

Eine zweite tannenreiche Waldgesellschaft, der Beerstrauch-Tannenwald (Vaccinio Abietetum), war im Naturwald auf die bereits erwähnten extrem armen Standorte beschränkt.

Als Ersatzgesellschaft nimmt er jedoch weite Flächen auf den vormals beweideten Höhenrücken ein.

Nach Rodung und Weidbrennen fehlte diesen Rücken die „Wasserpumpe“ Wald; es stellten sich Vernässungszeiger wie Sphagnum nemoreum oder Pfeifengras (Molinia caerulea) ein.

Nach den regelmäßigen Bränden hatte der Adlerfarn (Pteridium aquilinum), der normalerweise nur äußerst seltenen Prothallien bildet, gute Keimungsbedingungen für seine Sporen.

Er besiedelt die Brandflächen pionierartig rasch und hielt sich dann hartnäckig in den Folgegesellschaften.

Pteridium aquilinum, Sphagnum nemoreum und Molinia caerulea sind in den nach der Wiederbewaldung entstandenen Vaccinio-Abieten als „Grindenzeiger“ zu finden (MURMANN-KRISTEN 1987).

Auch das Sand-Labkraut (Galium harcynicum) ist hier als charakteristisches Weiderelikt vertreten.

Insgesamt ist der Beerstrauch-Tannenwald deutlich weniger wüchsig als der Hainsimsen-Tannenwald.

In der Baumschicht wird ein großer Flächenanteil von der genügsamen Waldkiefer (Pinus sylvestris) eingenommen.

In Kraut- und Moosschicht kommen vermehrt Charakterarten der Vaccinio-Piceetea vor, die als Differentialarten gegen das Luzulo-Abietum gewertet werden können.

Einige dieser Arten sind recht selten und als Trennarten weniger geeignet: es sind dies der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) und die Moose Pleurozium schreberi, Anastrepta orcadensis und Ptilium crista-castrensis.

Gute und stete Trennarten sind dagegen die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) und das Torfmoos Sphagnum quinquefarium.

Lycopodium annotinum erreicht sein physiologisches Optimum; es kann weite Flächen des Waldbodens teppichartig überziehen.

Insgesamt treten im Beerstauch-Tannenwald die Phanerogamen und Gefäßkryptogamen gegenüber den Moosen noch stärker zurück als im Luzulo-Abietetum.

Ein sehr gut ausgebildeter und reich strukturierter Beerstrauch-Tannenwald befindet sich innerhalb des NSG Wildseemoor im Bannwald der Abteilungen Wilder See und Moorgraben.

Das Vaccinio-Abietum ist dort mit dem Bazzanio-Piceetum verzahnt.

Beide Gesellschaften sind in ihren strukturreichen Beständen sehr wertvolle Biotope für Auerwild (Tetrao urogallus).

Eine standörtlich und strukturell deutlich, floristisch weniger gut differenzierte Waldgesellschaft des Kaltenbronn ist der Peitschenmoos-Fichtenwald (Bazzanio Piceetum).

Er stockt im Gegensatz zu den bisher besprochenen Waldtypen auf Humusböden (Torf-Stagnogley, Bruchwaldtorf) und ist in den Randbereichen der Moore zu finden.

Hier ist die Fichte, die im Nordschwarzwald nicht am Aufbau der zonalen Vegetation beteiligt ist, aufgrund der lokalen Verhältnisse standortstypisch.

Die Tanne kann zwar noch vorkommen; ihre Vitalität ist aber deutlich herabgesetzt.

Eine typische nährstoffreichere Ausbildung steht in Verbindung mit den Mineralbodenstandorten.

Die meist geschlossene Moosschicht enthält dort etwa die gleichen Arten wie im Vaccinio-Abietum.

Die Krautschicht dieser Variante ist gegenüber der des Beerstrauch-Tannenwaldes durch das weitgehende Fehlen von Lycopodium annotinum und Oxalis acetosella negativ charakterisiert.

Eine nährstoffärmere Ausbildung leitet zu den Hochmoorgesellschaften über und enthält mit Eriophorum vaginatum und Sphagnum magellanicum bereits Oxycocco-Sphagnetea-Elemente.

Die oligo-minerotraphenten Arten Vaccinium uliginosum, Sphagnum angustifolium, Sph. russowii und Polytrichum strictum haben hier einen Häufigkeitsschwerpunkt.

Bazzanio-Piceeten waren in den Missen des Kaltenbronngebiets früher sicherlich weiter verbreitet als heute, sind aber in den aktuell bestehenden Schutzgebieten vertreten und dort wenig forstlich beeinflußt.

Waldbiotope

Die Waldbiotopkartierung weist im Bannwald 18 Biotope aus. Davon entfallen auf

Durch die Erweiterung des bestehenden Bannwaldes „Wildseemoor“ nach Norden wurden vor allem ausgedehnte Missenstandorte mit Geißelmoos-Fichtenwald und Moorrand-Kiefernwald einbezogen.

Die Hochmoore am Kaltenbronn werden geprägt von dem flächenmäßig dominierenden Moorkiefernwald (mit Moor-Kiefern-Pinus mugo) sowie den von Torfmoosen und Wollgräsern gebildeten Moorweiten mit Bulten, Schlenken und Kolken.

Die großen Moorkolke sind teilweise in Verlandung begriffen.

Über die Wasserflächen wachsen vom Rande her die schwimmenden Schwingrasen.

Insgesamt bestehen 73 % der Bannwaldfläche aus besonderen Waldbiotopen.

Dabei kommt den verschiedenen seltenen naturnahen Waldgesellschaften mit fast 70 % der Biotope ein besonderes Gewicht zu.

Im Schonwald weist die Waldbiotopkartierung 60 Biotope aus.

Insgesamt bestehen somit 50 % der Schonwaldfläche aus besonderen Waldbiotopen.

An Einzelstrukturen sind vertreten: Hochmoor, Übergangsmoor, Großseggenried, Karwände, Blockhalden, Felsenmeere, Blockschuttwald, Missen und Bergbäche.

Flora

Bisher konnten für das Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ ungefähr 400 Farn- und Blütenpflanzen (ohne Moose) nachgewiesen werden.

In der engeren Umgebung der bestehenden Naturschutzgebiete wurden 113 Arten kartiert (EBEL 1989).

In den Mooren und Missen wurden 17 Blütenpflanzen, 37 Moosarten und 9 Torfmoosarten erfaßt, darunter eine Vielzahl von Rote-Liste-Arten.

Typische Vertreter dieser Artengruppe sind:

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Blumenbinse (Scheuchzeria palustris), Horstige Rasenbinse (Trichophorum cespitosum), Deutsche Rasenbinse (T. germanicum), Wenigblütige Segge (Carex pauciflora), Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum), Schmalblättriges Wollgras (E. angustifolium), Kleines Wintergrün (Pyrola minor), Moosbeere (Vaccinium oxycoccus), Rauschbeere (V. uliginosum), Preiselbeere (V. vitis-idaea) und Krähenbeere (Empetrum nigrum).

An den Moorseen (wie Wildsee, Hornsee, Großer Hohlohsee) finden sich ausgedehnte, torfmoosreiche Schlenkenkomplexe (Schwingrasen) mit dem Schmalblättrigen Wollgras (Eriophorum angustifolium).

Aber auch außerhalb der Moore wurden im Gebiet bisher nicht bekannte Rote-Liste-Arten festgestellt wie die Echte Mondraute (Botrychium lunaria) und die Kugel-Teufelskralle (Phyteuma orbiculare), eine präalpine Art.

Die Karpaten-Birke (Betula carpatica) zählt zu den botanischen Besonderheiten im Kaltenbronngebiet.

Im Blockmeer Oberes Rollwassertal ist die Karpaten-Birke auf kantigen Buntsandsteinblöcken zu finden.

Sie entstand durch Einkreuzung von Merkmalen der Hänge-Birke (Betula pendula) in Moor-Birken-Populationen (B. pubescens) (SEBALD et al. 1990).

 

2.2. Lebensraumtypen gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH)

Die Hochmoore (Code FFH 7110) und die Moorwälder (Code FFH 91 D0) dieses Natur- und Waldschutzgebietes zählen zu den prioritären Lebensräumen entsprechend der Klassifikation der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie im Rahmen des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000.

Der Erhaltung dieses natürlichen Lebensraumes kommt im Gebiet der Europäischen Union eine besondere Bedeutung zu.

Bei drei weiteren FFH-Lebensraumtypen handelt es sich um dystrophe Seen (Code FFH 3160), um Bodensaure Nadelwälder (Vaccinio-Piceetea, Code FFH 9410) und um einen Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum, Code FFH 9110).

 

2.3. Fauna

Die Aufzählung der seltenen und bedrohten Arten der Fauna ist unvollständig und enthält nur die wichtigsten Arten.

Die Alpine Gebirgsschrecke (Miramella alpina) wurde im Wildseemoor nachgewiesen (ZIMMERMANN mündl. Mitt.).

Sie kommt in Deutschland nur im Schwarzwald und den Alpen vor.

Die Ameisenfauna liegt in einer wissenschaftlichen Arbeit von RAQUÉ (1987) für das Wildseemoor vor.

Erwähnenswert ist das Vorkommen der stenöken Schwarzglänzende Moorameise (Formica transkaukasica), die als Charakterart für Moorbiotope angesehen wird.

Außerhalb des Moores finden sich vereinzelt Hügel der Roten Waldameise (F. rufa).

Die Ameisenvorkommen sind eine wichtige Voraussetzung für den Bruterfolg von Auer- und Haselhuhn, da deren Junge während der ersten Lebenswochen auf Ameisen als Eiweißquelle angewiesen sind.

Im Gebiet sind 18 Libellenarten heimisch, von denen die Hälfte als Hochmoor-Charakterarten bezeichnet werden kann.

Sie sind in oligothrophen Mooren sowie Flachmooren mit Sphagnum-Schwingrasen mit hoher Stetigkeit und Abundanz bodenständig:

z.B. Blaugrüne Mosaikjungfer(Aeshna cyanea), Hochmoor-Mosaikjungfer (A. subarctica), Torf-Mosaikjungfer (A. juncea), Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica), Alpen-Smaragdlibelle (S. alpestris), Smaragdlibelle (Cordulia aenea), Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae), Kleine Mosaikjungfer (Leucorrhinia dubia) und Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum).

Bei den Schmetterlingen wurden folgende gefährdete Moorspezialisten nachgewiesen:

Rauschbeeren-Silbereule (Syngrapha interrogationis), Graue Heidelbeereule (Eurois occulta), Moorheiden-Bunteule (Anarta myrtilli), Moor-Bunteule (A. cordigera) und Haworth´s Wieseneule (Celaena haworthii).

Die Arten sind durch ihre Spezialisierung auf ganz bestimmte Raupen-Nahrungspflanzen an die Lebensräume Moor, Misse und Heide gebunden.

In den Schlenken kommen typische (Wasser-) Käferarten vor:

Agabus conogener, A. subtilis, Ilybius anescens, Hydroporus tristis, H. obscurus und H. melanarius (ZOLLHÖFER, 1991).

Bei den Amphibien kommen

Grasfrosch (Rana temporaria), Erdkröte (Bufo bufo), Bergmolch (Triturus alpestris), Fadenmolch (T. helveticus) und Feuersalamander (Salamandra salamandra) vor (ZIMMERMANN, 1993).

Die im Gebiet nachgewiesenen Reptilien sind Bergeidechse (Lacerta vivipara), Blindschleiche (Anguis fragilis) und Kreuzotter (Vipera berus), die in ihrer schwarzen Variante auch „Höllenotter“ genannt wird.

Hierbei ist die Bergeidechse das Hauptbeutetier der Kreuzottern.

Die Liegeplätze der Kreuzottern sind in Bereichen von offenen, sonnigen Flächen.

Die Tiere konzentrieren sich im Randbereich der Moore in lichteren Moorwäldern.

Das Schutzgebiet ist aus avifaunistischer Sicht von überregionaler Bedeutung.

Es wurden 55 Brutvogelarten festgestellt (DORKA, 1989).

Die Populationsgrößen der Rote-Liste-Arten sind erfreulich groß.

Auerhuhn (Tetrao urogallus), Haselhuhn (Tetrastes bonasia), Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), Rauhfußkauz (Aegolius funereus), Waldschnepfe (Scolopax rusticola), Neuntöter (Lanius collurio), Wasseramsel (Cinclus cinclus), Dorngrasmücke (Sylvia communis), Ringdrossel (Turdus torquatus), Zitronengirlitz (Serinus citrinella), Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes), Schwarzspecht (Dryocopus martius), Dreizehenspecht (Picoides tridactylus), Hohltaube (Columba oenas), Sperber (Accipiter nisus) und Habicht (A. gentilis).

In höhlenreichen Altbeständen haben Sperlingskauz und Rauhfußkauz ihr Hauptvorkommen.

Das ideale Habitat für das Auerhuhn sind naturnahe, reich gegliederte Nadel- und Mischwälder mit stufigem Aufbau und vielfältigem Requisitenangebot wie Beersträucher, Ameisen, Grit (Magensteine), Wechsel zwischen Althölzern und Verjüngungen, sowie zwischen kleinflächigen Dickungen und Lichtungen (Deckung, Balz, Brut, Nahrungssuche und Überwinterung).

Die lichten Kiefernwälder im Randbereich der Moore sind die bevorzugten Aufenthaltsbereiche des Auerhuhns.

 

2.4. Waldfunktionen

Der Kaltenbronn ist zu allen Jahreszeiten ein beliebtes und stark frequentiertes Erholungsgebiet.

Sein Einzugsgebiet reicht, besonders bei winterlichen Inversionslagen, bis in die Verdichtungsräume Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Rastatt und Offenburg.

Das Wildseemoor als bedeutende und überregional bekannte landschaftliche Besonderheit des Schutzgebietes ist eine starke touristische Attraktion.

Die Waldfunktionenkartierung weist daher ca. 620 ha der Schutzgebietsfläche als Erholungswald der Stufen I und zusätzlich 125 ha als Erholungswald der Stufe II aus.

Damit sind 43 % des Schutzgebietes Erholungswald.

Dazu kommen noch über 700 ha Wasserschutzwald, 75 ha Wasserschutzgebiet und 140 ha Bodenschutzwald (genaue Auflistung siehe Anlage).

 

2.5. Landeskunde

Die Wälder im oberen Enztal sind seit jeher stark anthropogen überprägt.

Fichte und Kiefer wurden zu Lasten von Buche und Tanne stark gefördert.

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Kaltenbronner Waldungen in großem Umfang verwüstet.

Die wichtigsten Ursachen waren Art und Umfang der Holznutzung, der Holzhandel und die Flößerei.

Dazu kam auf den Hochlagen die Waldweide, verboten wurde sie 1786.

Auf dem Wald südlich der Öllache lastete allerdings bis 1896 ein Weiderecht.

Das Weidbrennen wurde mit der „Feuerschutzordnung“ von 1763 verboten.

Pottaschebrennen, Harz- und Holzkohlegewinnung beschleunigten die Waldzerstörungen.

1763 wird die Waldfläche im Neuenbürger Forstlagerbuch als „ausgebrannte, mit Heide bewachsene Berge mit einzelnen alten Forchen und Tannen“ beschrieben.

Nach dem Visitationsprotokoll des Oberforstmeisters von Hornstein lagen im Jahr 1771 im Staatswald Kaltenbronn viele Abteilungen fast komplett kahl.

Dabei wurde im Extremfall eine Kahlhiebsfläche von 115 ha am Stück erreicht.

Geschlossen bestockt waren lediglich Teilflächen des heutigen Bannwaldes.

Ende des 18. Jahrhunderts war die Kiefer die verbreitetste Baumart.

Sie hat sich auf den großen Kahlhiebsflächen sehr stark natürlich verjüngt, da Altkiefern häufig übergehalten wurden.

Die Hangpartien bestanden überwiegend aus Weißtanne, auf den Hochebenen fanden sich inselartige Fichtenvorkommen zwischen den Moorbereichen.

Zur Verbesserung des Flößereibetriebes im Brotenautal wurde gegen 1780 der Seegraben im Wildseemoor angelegt und eine Verbindung zum Hornsee geschaffen.

Durch die Absenkung des Wasserspiegels besiedelte sich die ursprünglich baumfreie Moorfläche innerhalb einiger Jahrzehnte mit einem dichten Spirkenwald, in dessen Schutz sich auch Fichten ansamen konnten.

Die Verlandung beschleunigte sich durch das Zusammensacken der Torfschichten im Randbereich.

Zwischen 1790 und 1800 ließ Oberforstmeister von Drais eine große flächige Aufforstung durchführen.

Die kahlliegenden Hochflächen wurden so weit wie möglich entwässert und mit Fichte bepflanzt.

Um die vernässten Missenstandorte zu meliorieren, wurden zahlreiche Entwässerungsmaßnahmen durchgeführt, die zum weiteren Absacken und Verdichten der Torfmoosschichten führten.

Insgesamt wurden über 250 km Drainagegräben angelegt.

Die Waldfläche wurde durch groß angelegte Saat- und Pflanzaktionen von Kiefer und Fichte auf den oberflächlich abgetrockneten Moorflächen ausgedehnt.

Um die Wiederausbreitung des Moores zu verhindern, wurde im badischen Teil der Ringgraben angelegt.

Die Torfabbauversuche im Wildseemoor scheiterten an der schlechten Torfqualität und den langen Transportwegen.

Die künstliche Verbindung zwischen Hornsee und Wildsee ist heute wieder verlandet, so daß eine Wasserspiegeldifferenz von ca. 50 cm zwischen den beiden Moorkolken besteht.

Heute wächst der Torfkörper wieder an.

 

2.6. Diversität, Singularität, Repräsentanz

Die Landschaftsgliederung im Schutzgebiet mit seinen langgezogenen Bergrücken und den flachgeneigten Plateaulagen mit Hochmooren ist typisch für das Buntsandsteingebiet des Nordschwarzwaldes.

Im Schutzgebiet liegen 4 der 7 ombrotrophen Hochmoore des Nordschwarzwaldes.

Sie stellen Reste der mitteleuropäischen Urlandschaft dar, die aus faunistischen und floristischen Gesichtspunkten von internationaler Bedeutung sind.

Nach GERKEN (1983) verkörpert die Moorlandschaft am Kaltenbronn „dank ihrer Flora und Fauna, sowie der Naturnähe und Ursprünglichkeit ihrer Struktur unersetzliche wissenschaftliche, biologische und kulturelle Werte“.

Hervorzuheben ist vor allem das Wildseemoor.

Als Plateauhochmoor stellt es nicht nur das größte Hochmoor des Schwarzwaldes dar, der offene Kolk des „Großen Wildsee“ ist sogar der größte Hochmoorkolk in ganz Deutschland.

Das umgebende Bergkiefernmoor mit offenen Moorflächen, mehreren Kolken und einer Pflanzen- und Tierwelt mit zahlreichen nordisch–alpinen Arten zählen zu den einzigartigen Besonderheiten des Gebietes.

Im Bannwald dominieren die vernässenden Buntsandsteinlagen.

Allein das Hochmoor und die Moorrandlagen rund um den Wildsee machen über 50 % der Fläche aus.

Ein Viertel der Fläche entfällt auf die Hanglagen im Bereich des Altlochkares.

Mit insgesamt 18 verschiedenen Standorteinheiten sind im Bannwald die wichtigsten Standortkomplexe repräsentiert.

Die naturnahen Bergkiefern- und Fichten-Kiefern-Mischbestände sind als seltene naturnahe Waldgesellschaften besondere Waldbiotope.

Fast drei Viertel der Bannwaldfläche besteht aus kartierten Waldbiotopen.

Die Bestandes- und Standortverhältnisse im Schonwald sind charakeristisch für die Hochlagen des Nordschwarzwaldes.

Im Schutzgebiet ist das Mosaik der Standorte der Buntsandsteinhänge und der vernässenden und nicht vernässenden Flachlagen vertreten.

Insgesamt befinden sich 20 verschiedene Standorteinheiten im Schonwald.

Damit ist die gesamte Bandbreite des Einzelwuchsbezirks - von Skelettmulden und Hochmooren bis zu wuchskräftigen lehmigen Sanden - abgedeckt.

Standörtlich stellt der Schonwald einen repräsentativen Ausschnitt aus dem Naturraum dar.

Die Baumartenzusammensetzung wird von der Fichte bestimmt.

Sie ist die ein-deutig dominierende Hauptbaumart; etwa die Hälfte der Fläche entfällt auf Fichtenreinbestände.

Im Schonwald zeigt sich eindrucksvoll die Problematik der kulturgeschichtlich bedingten Fichtenreinbestandswirtschaft.

Auf den labilen Standorten bestehen 2 Alternativen:

Entweder versucht man, die Fichte durchstarke Eingriffe zu stabilisieren, oder es wird auf jegliche forstliche Bewirtschaftung verzichtet, soweit es die Waldschutzsituation zuläßt.

Auf den für die Fichte stabilen Standorten werden gezielt die Mischbaumarten Tanne, Buche und Kiefer gefördert.

Als Leitbild für die Waldbewirtschaftung dienen die auf ca. 7% der Fläche (vor allem an den Hängen des Brotenautales) vorhandenen Plenterüberführungswälder.

Trotz der Fichtendominanz besteht der Schonwald zu ca. 50% aus Waldbiotopen.

Flächenmäßig am bedeutendsten sind die seltenen naturnahen Waldgesellschaften (verschiedene Moorrandwaldgesellschaften) und die Wälder mit schützenswerten Auerwildvorkommen.

Eine weitere Besonderheit stellt der in das Regionale Waldschutzgebiet integrierte, bestehende Schonwald „Blockmeer Oberes Rollwassertal“ mit seiner für Blockschutthalden typischen Moos- und Flechtenvegetation dar.

Die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt mit vielen seltenen Arten ist von überregionaler Bedeutung.

 

3. Schutzbedürftigkeit

Moore zählen zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Mitteleuropas.

In der Vergangenheit war vor allem Torfabbau und Trockenlegung für das Verschwinden der Moore verantwortlich.

Heute stehen der Luftschadstoffeintrag und der Tourismus unter den Gefährdungsursachen an erster Stelle.

Moore sind große, wasserdurchtränkte Torfablagerungen, die von speziell angepassten Pflanzen und Tieren besiedelt werden.

Das Ausleseprinzip ist der extreme Mangel an Nährstoffen, vor allem an Phosphor, Calcium und Kalium.

Die große Zahl der Moorbesucher setzt die natürliche Auslese außer Kraft.

Abfälle, Fäkalien der Besucher und der am Schuhwerk mitgebrachte Kalkstaub von den umliegenden Forstwegen brachten biotopfremde Pflanzen wie Löwenzahn, Hahnenfuß, Weißklee, Himbeere und Flatterbinse entlang der Bohlenwege in die Moore am Kaltenbronn.

Sie verdrängten dabei die biotoptypischen Torfmoose und Wollgräser.

Nahrungsreste und die Ausscheidungen der von Touristen durchgefütterten Stockenten ließen die Nährstoffbelastung des „Wildsees“ und „Hohlohsees“ ansteigen (ZOLLHÖFER 1991).

 

4. Schutzzweck

Schutzzweck des Naturschutzgebietes „Wildseemoor bei Wildbad-Kaltenbronn (Staatswald Gernsbach, Distrikt I, Abt. 52 und Staatswald Enzklösterle, Distrikt V, Abt. 104 und 105 (teilweise) und Distr. VI, Abt. 15 (teilweise)) mit einer Fläche von 181,6 ha und des Bannwaldes „Wildseemoor“ (Staatswald Gernsbach, Distrikt I, Abt. 50-52 (ganz), 53, 60 (teilweise) und Staatswald Enzklösterle, Distrikt V, Abt. 104 (teilweise) und 105 (ganz) und Distr. VI, Abt. 15 (teilweise)) mit einer Fläche von 290,4 ha ist:

-die Sicherung und Erhaltung des naturnahen lebenden Hochmoores und der Moorwälder als prioritäre Lebensräume im Sinne der FFH-Richtlinie 92/43 EWG sowie

-die unbeeinflußte Entwicklung der Hochmoor-, Moorrandkiefern- und Moorrandfichtenwald - Ökosysteme mit ihren besonderen Tier- und Pflanzenarten - zu sichern und die Möglichkeit für wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.

Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, insbesondere der Hochmoorflächen und der seltenen naturnahen Waldgesellschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung ändern oder entstehen.

Schutzzweck des Bannwaldes „Altlochkar-Rotwasser“ (Staatswald Gernsbach, Distrikt I, Abt. 48, 49 und Staatswald Wildbad, Distrikt V, Abt. 47 (teilweise), 61, 62) mit einer Fläche von 105,4 ha ist:

-die unbeeinflußte Entwicklung eines Fichten-Tannen-Bergwaldökosystems mit seinen Tier- und Pflanzenarten zu sichern und die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu ermöglichen.

Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und.-gemeinschaften, insbesondere der seltenen naturnahen Waldgesellschaften und der Naturgebilde, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes ändern oder entstehen.

Schutzzweck des Naturschutzgebietes „Hohlohsee bei Kaltenbronn“ (Staatswald Gernsbach, Distrikt I, Abt. 67, 73, 74 und 80 (teilweise) und 75-78 (ganz)) mit einer Fläche von 216 ha ist:

-die Sicherung und Erhaltung des naturnahen lebenden Hochmoores und der Moorwälder als prioritären Lebensräume im Sinne der FFH-Richtlinie 92/43 EWG sowie

-die weitgehend unbeeinflußte Entwicklung der Hochmoor,- Moorrandkiefern und Moorrandfichtenwald - Ökosysteme mit ihren besonderen Tier- und Pflanzenarten zu sichern und die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.

Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, insbesondere der Hochmoorflächen und der seltenen naturnahen Waldgesellschaften, die sich im Gebiet befinden.

Schutzzweck des Schonwaldes „Kaltenbronn“ (Staatswald Gernsbach, Distrikt I, Abt. 39, 41-44, 59, 62-65, 67, 71, 73-79, 95-98 (ganz) und Abt. 35-37, 45-47, 58, 60, 61, 66, 68, 69, 72, 80, 99-102 (teilweise); Staatswald Enzklösterle, Distrikt V, Abt. 89, Distrikt VI, Abt. 10-13 (ganz) und 15 (teilweise)) mit einer Fläche von 1.341,9 ha ist

-die Erhaltung, Pflege und Entwicklung der für die Hoch- und Kammlagen des Nordschwarzwaldes typischen Waldgesellschaften als repräsentativer, großflächiger Landschaftsausschnitt; dazu zählt insbesondere:

-die Erhaltung und Pflege bestehender naturnaher, strukturreicher Bergmischwälder;

-die Überführung naturferner in möglichst naturnahe Wälder aus einheimischen Baumarten;

-die Extensivierung der Bewirtschaftung auf Sonderstandorten.

-die Sicherung der floristisch und faunistisch höchst wertvollen Moorflächen gegen schädigende Randeinflüsse;

-der Schutz des Auerwildes als Leitart für die strukturreiche Hochlagenwaldlandschaft.

Schutzzweck des Schonwaldes „Blockmeer Oberes Rollwassertal“ (Staatswald Enzklösterle, Distrikt V, Abt. 104 (teilweise) mit einer Fläche von 14,1 ha ist:

-die Erhaltung und Sicherung des Blockmeeres im Oberen Rollwassertal mit seiner typischen Moos- und Flechtenvegetation.

 

5. Vorschläge zur Pflege und Entwicklung

Bannwälder

Das Wildseemoor ist ein bedeutsamer touristischer Anziehungspunkt.

Der Kaltenbronn wird täglich von bis zu 3.600 Personen frequentiert.

Besonders der durch das Moor führende Bohlenweg zwischen Leonhardtshütte und Weißensteinhütte wird von Besuchern sehr stark angenommen, bis zu 1.000 Besuchern pro Tag.

Die empfindliche Hochmoorvegetation wird durch Trittschäden der Erholungssuchenden sehr stark verändert und in ihrer Qualität durch die Zunahme an Eutrophierungszeigern wesentlich beeinträchtigt.

Zusätzlich stellen die Luftschadstoffeinträge Gefährdungen für die an extreme Nährstoffarmut angepassten Moorökosysteme dar.

Abfälle, Fäkalien und der über das Schuhwerk eingetragene Kalkstaub trugen biotopfremde, ubiquitäre Pflanzen (wie z.B. Löwenzahn, Hahnenfuß, Himbeere, Flatterbinse) entlang der Bohlenwege in die Moore ein.

Große Teile des Waldschutzgebietes sind Erholungswald der Stufen 1 und 2.

Ein Besucherlenkungskonzept (Umlegung des Zugangs zum Wildsee, Verkürzung der Trasse durch Hohloh und Breitloh) mit entsprechender Information wurde bereits verwirklicht.

Die Besucherinformation durch Beschilderung hat dazu geführt, daß die zwischenzeitlich angestiegene Nährstoffbelastung der Moorkolke durch Nahrungsreste und die Ausscheidungen der von Touristen durchgefütterten Stockenten (ZOLLHÖFER, 1991) wieder abgenommen hat (ILN und BNL, 1992).

Zur Bewirtschaftung der angrenzenden Wälder ist die weitere Unterhaltung des Oberen Hornweges und des Schwarzen Rainweges sowie des Mohrweges, des Rotwasserweges, des Sechsbatzenweges und des Hinteren Eyachtalsträßchens erforderlich.

Im Einzugsbereich der Hochmoore darf dazu nur kalkfreies Schottermaterial verwendet werden.

Die Bannwaldgrenze durchschneidet die Abt. 47 des Staatswaldes Wildbad.

Im Zuge der Forsteinrichtung sollte der Bannwaldteil der Abt. 47 der Abt. 62 zugeschlagen und die Abteilungsgrenze entsprechend verändert werden.

Die Bannwaldteile der Abt. 53 und 60 des Staatswaldes Kaltenbronn sollten bei der nächsten Forsteinrichtung der Abt. 52 und die Bannwaldteile der Abt. V/104 und VI/15 des Staatswaldes Enzklösterle sollten der Abt. V/105 zugeschlagen werden.

Schonwälder

Die Schonwälder sollen nach folgenden Grundsätzen, die im Zuge der Forsteinrichtung für den Einzelbestand zu konkretisieren sind, bewirtschaftet werden.

1. Im Schonwald „Kaltenbronn

-Die plenterartigen Althölzer werden erhalten und gefördert, diese Bestände haben in Bezug auf Struktur und Stufigkeit Leitbildfunktion für die Waldbewirtschaftung auf stabilen Standorten;

-Diese Bestände werden möglichst langfristig erhalten;

-Die kleinflächige natürliche Verjüngung ist der Regelfall;

-In den Fichten- und Douglasienreinbeständen auf stabilen Standorten ist der An- und Vorbau von Buche und Tanne, die Pflanzung von Laubbäumen und die Saat von Birke möglich;

-In den Nadelbaumreinbeständen auf sehr labilen (Moorrand-)Standorten im Naturschutzgebiet wird auf Eingriffe verzichtet, soweit es die Waldschutzsituation zuläßt;

-Die sich auf Sturmwurf- und Borkenkäferschadflächen einstellende Sukzessionsvegetation ist zu übernehmen;

-Naturnahe, strukturreiche Bergmischwälder werden angestrebt;

-Bei der Bestandespflege ist die Baumartenvielfalt zu fördern; in Mischbeständen sind die Anteile von Fichten und nicht heimischen Baumarten sukzessive zu verringern;

-Markante und landschaftsprägende Einzelbäume sind möglichst zu erhalten;

-Die Alt- und Totholzanteile werden erhöht; stehendes Totholz wird angereichert, wo es die Verkehrssicherungspflicht und die Waldhygiene erlauben; die spärlich vorkommenden Altbuchen sind möglichst zu erhalten;

-Die besonders geschützten Waldbiotope werden erhalten und gepflegt; in den Moorbereichen werden forstwirtschaftliche Eingriffe soweit wie möglich extensiviert;

-Der lichte Charakter der spirkendominierten Moorrandwälder im Naturschutzgebiet soll durch die Entnahme von Fichten erhalten werden;

-Die Vorkommen besonders geschützter Arten, vor allem des Auerwildes, werden bei der Waldbewirtschaftung berücksichtigt; zur Erhaltung günstiger Auerwildhabitate wird die Kiefer sehr langfristig bewirtschaftet, Kiefernnatur-verjüngung und Heidelbeere werden gefördert;

-Auf der gesamten Fläche gelten die Grundsätze der naturnahen Waldbewirtschaftung der Landforstverwaltung.

2. Im Schonwald „Blockmeer Oberes Rollwassertal

a) im zentralen Blockmeerbereich:

-forstwirtschaftliche Maßnahmen werden nicht durchgeführt.

-Wegebau findet nicht statt.

-anfallendes Totholz verbleibt im Bestand.

b) in den angrenzenden Altbeständen:

-die Struktur der Althölzer soll erhalten werden;

-auf regelmäßige Eingriffe ins Altholz wird verzichtet, soweit es aus Gründen des Forstschutzes möglich ist;

-die Verjüngung erfolgt kleinflächig und natürlich;

-die Bestände werden möglichst langfristig bewirtschaftet; die Nutzung erfolgt einzelstammweise;

-im Übergangsbereich zu den Blockmeeren wird ein lockerer Bestandesaufbau angestrebt;

-die auflaufende Fichtennaturverjüngung wird zur Erhaltung der Bestandesstruktur periodisch zurückgenommen;

-die typische Moos- und Flechtenvegetation wird bei der Bewirtschaftung besonders berücksichtigt;

-stehendes Totholz wird angereichert.

Das gesamte Schutzgebiet „Kaltenbronn“ liegt im Rotwildgebiet „Nördlicher Schwarzwald“.

Neben dem Verbiss der Naturverjüngung und den Fege- und Schälschäden in Dickungen stellen auch die zeitweise durch Rot- und Schwarzwild verursachten Schäden an der empfindlichen Bulten- und Schlenkenvegetation ein Problem dar.

Die Bejagung des Schalenwildes ist eine wesentliche Voraussetzung für die naturnahe Waldwirtschaft und die ungestörte Entwicklung der Moorflächen.

Die Schalenwildbestände müssen an die Biotopkapazität angepasst werden, um die natürliche Verjüngung der Bestände ohne Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.

Tragbare Wilddichten sind herzustellen, um die ungestörte Entwicklung des Natur- und Waldschutzgebietes mit seiner Verjüngungsdynamik zu gewährleisten.

Hierfür ist mittelfristig die Unterstützung durch natürliche Räuber-Beute-Beziehungen denkbar.

Die Staatliche Naturschutzverwaltung und die Staatlichen Forstämter Gernsbach, Enzklösterle und Bad Wildbad informieren die Bevölkerung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit über die Ziele der Natur- und Waldschutzgebietsausweisung und die Gründe, warum eine weitere Waldpflege im Bannwald unterbleibt.

Die wissenschaftliche Betreuung des Schutzgebietes obliegt gemeinsam der Landesanstalt für Umweltschutz und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.

 

6. Zusammenfassung

Das Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ umfaßt eine Waldfläche von insgesamt 1.752 ha in den Staatswäldern der Forstbezirke Gernsbach, Enzklösterle und Bad Wildbad.

Durch den Verbund der verschiedenen Schutzgebiete wird ein großflächiger, für den Naturraum Nordschwarzwald repräsentativer Landschaftsausschnitt unter Schutz gestellt.

Mit dem Wildseemoor beinhaltet es das größte Hochmoor des Schwarzwaldes.

Dieses Bergkiefernmoor mit offenen Moorflächen, mehreren Kolken und einer Pflanzen- und Tierwelt mit zahlreichen nordischen-alpinen Arten zählt zu den einzigartigen Besonderheiten des Gebietes.

Schutzzweck des Naturschutzgebietes „Wildseemoor bei Wildbad-Kaltenbronn“ und des Bannwaldes „Wildseemoor“ mit einer Fläche von insgesamt rd. 290 ha ist:

-die Sicherung und Erhaltung des naturnahen lebenden Hochmoores und der Moorwälder als prioritärer Lebensraum im Sinne der FFH-Richtlinie 92/43 EWG sowie

-die unbeeinflußte Entwicklung der Hochmoor-, Moorrandkiefern- und Moorrandfichtenwald - Ökosysteme mit ihren besonderen Tier- und Pflanzenarten - zu sichern und die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.

Schutzzweck des Bannwaldes „Altlochkar-Rotwasser“ mit einer Fläche von rd. 105 ha ist:

-die unbeeinflußte Entwicklung eines Fichten-Tannen-Bergwaldökosystems mit seinen Tier- und Pflanzenarten zu sichern und die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.

Schutzzweck des Naturschutzgebietes „Hohlohsee bei Kaltenbronn“ mit einer Fläche von 216 ha ist:

-die Sicherung und Erhaltung des naturnahen lebenden Hochmoores und der Moorwälder als prioritärer Lebensraum im Sinne der FFH-Richtlinie 92/43 EWG sowie

-die weitgehend unbeeinflusste Entwicklung der Hochmoor-, Moorrandkiefern- und Moorrandfichtenwald - Ökosysteme mit ihren besonderen Tier- und Pflanzenarten - zu sichern und die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.

Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, insbesondere der Hochmoorflächen und der seltenen naturnahen Waldgesellschaften, die sich im Gebiet befinden.

Schutzzweck des Schonwaldes „Kaltenbronn“ mit einer Fläche von 1.342 ha ist:

-die für die Hoch- und Kammlagen des Nordschwarzwaldes typischen großflächigen Waldgesellschaften mit ihren naturnahen,strukturreichen Bergmischwäldern zu erhalten und zu pflegen sowie die verbreiteten Fichtenreinbestände in möglichst naturnahe Wälder aus einheimischen Baumarten zu überführen.

-Die besonderen Waldbiotope mit ihren teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten sind zu erhalten und erforderlichenfalls zu pflegen.

Die Moorflächen sind gegen schädigende Randeinflüsse zu sichern und die Auerhuhnvorkommen zu fördern.

Schutzzweck des Schonwaldes „Blockmeer Oberes Rollwassertal“ mit einer Fläche von 14 ha ist:

-die Erhaltung und Sicherung des Blockmeeres im Oberen Rollwassertal mit seiner typischen Moos- und Flechtenvegetation.

Im Zuge der Bestandespflege sollen die Besonderheiten der Gebiete bewahrt werden und die Gesamtfläche mit dem Ziel einer größtmöglichen Naturnähe bewirtschaftet werden.

 

 

 

Karlsruhe, den 13. Dezember 1999

 

 

Hermann Kupferer  Bezirksstelle für Naturschutz Landschaftspflege Karlsruhe

 

Robens  Forstdirektion Karlsruhe

 

 

Stand 13.12.1999

 

 

 

7. Literaturverzeichnis

BAUMANN, K.; Erläuterungen zu den Standortskarten der Forstbezirke Enzklösterle und Bad Wildbad.

GROSS, G (1956) Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.

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ZIMMERMANN, P. (1993): Missen im Landkreis Calw (2). Beiheft Veröffentlichungen Naturschutz und Landschaftspflege Ba-Wü.

 

8. Anhang

 

8.1. Waldfunktionenkartierung

Bannwald

-Bodenschutzwald auf rd. 50 ha Fläche

-Erholungswald Stufe Iauf rd. 26 ha Fläche

-Erholungswald Stufe II auf rd. 25 ha Fläche

-sonstiger Wasserschutzwald auf rd. 250 ha Fläche

Schonwald

-Bodenschutzwald auf rd. 90 ha Fläche

-Erholungswald Stufe I auf rd. 600 ha Fläche

-Erholungswald Stufe II auf rd. 100 ha Fläche

-Wasserschutzgebiet auf rd. 75 ha Fläche

-sonstiger Wasserschutzwald auf rd. 460 ha Fläche

 

8.2. Standortkartierung

Die Standortsbilanzen aus den Kartierungen der Jahre 1956 und 1991:

Bannwald

Schonwald