2.225 Erlich

Würdigung

 

Inhalt

1. Lage, Geologie, Naturraum, Pedologie und Hydrologie

2. Abgrenzung und Größe

3. Schutzwürdigkeit

4. Schutzbedürftigkeit

5. Schutzzweck

6. Besondere Verbote und Erlaubnisvorbehalte

7. Pflege, Entwicklung, Information und Naturschutzbildung

8. Zusammenfassung

Literatur und Quellen

1. Lage, Naturraum, Geologie, Pedologie, Hydrologie

Das Naturschutzgebiet „Erlich“ liegt etwa 20 km nördlich von Karlsruhe im

Landkreis Karlsruhe auf rund 100 m über Normalnull. Es befindet sich in der

nordbadischen Oberrheinniederung mit der naturräumlichen Obereinheit

„Nördliche Oberrhein-Niederung“ mit der Untereinheit „Speyerer Rheinniederung“

(Schmithüsen 1952).

Der geologische Untergrund im Schutzgebiet besteht überwiegend aus Torfen.

Die Torfe, die nach der Verlandung ehemaliger Altarme des Rheines vor etwa

8000 Jahren entstanden, weisen eine Mächtigkeit bis zu vier Metern auf und

wurden im letzten Jahrhundert teilweise auch abgebaut. Der Moorkomplex

beginnt direkt am Hochgestade westlich von Neudorf und erstreckt sich rund drei

Kilometer nach Westen über das gesamte Waldgebiet „Erlich“ bis zu der

Westgrenze der „Plänwiesen“. Auch die kalkreichen alluvialen Sedimente, die in

kleineren Teilen des Gebietes den Oberboden bilden, werden überwiegend von

einer vererdeten Anmoordecke überzogen.

Das gesamte Gebiet liegt nur wenig über dem Grundwasserspiegel, der im Osten

der Grabener Bucht verglichen mit sonstigen Gebieten der Rheinniederung nur

wenig schwankt. In den Gewannen „Oberes Bruch“ und „Unteres Bruch“ gibt es

etliche Quellen, was kennzeichnend für die Bereiche der Randsenke der

Rheinniederung nördlich von Karlsruhe ist.

2. Abgrenzung und Größe

Die Gesamtfläche des Schutzgebietes beträgt 280 ha, es liegt auf den Gemarkungen von drei Gemeinden: Der größte Teil des Schutzgebietes (rund 199 ha) liegt auf Rußheimer Gemarkung (Gemeinde Dettenheim). Die Bereiche nördlich des Landgrabens (10 ha) gehören zur Gemarkung Huttenheim (Stadt Philippsburg). Etwa 71 ha des Naturschutzgebietes befinden sich auf dem Gemeindegebiet Graben-Neudorfs, wobei der überwiegende Teil (69 ha) Neudorfer Gemarkung ist.

Das Naturschutzgebiet wird im Norden begrenzt durch die B 35 (Bruchsal – Germersheim), im Osten durch die Bahnlinie Karlsruhe – Mannheim, im Westen durch den „Verlängerten Pfinzkanal“ und im Süden durch den „Saalbachkanal“.

3.Schutzwürdigkeit

3.1 Natura 2000, Schutzgebiete, Rheinauenschutzkonzeption, Biotop-

kartierung, Regionalplan

Das gesamte Schutzgebiet wurde aufgrund der FFH-Lebenraumtypen und -Arten

unter Nr. 6816-302 als Teil des Natura-2000-Gebiets „Rheinniederung von

Neureut nach Philippsburg“ gemeldet.

Ein Teil des Naturschutzgebietes, das Waldgebiet auf Gemarkung Rußheim,

wurde 1962 als Landschaftsschutzgebiet „Plän Erlich“ (Verordnung vom

15.10.1962, LSG 7.16) ausgewiesen.

Die Rheinauenschutzgebietskonzeption (Dilger & Späth 1988) sieht ein

Schutzgebiet vor, das etwa die Grenzen dieses Gebietes hat. Eine vollständige

Ausweisung in den Grenzen nach Dilger & Späth (1988) ist allerdings nicht mehr

möglich, da inzwischen in dem ehemaligen Wiesengebiet „Unterplän“ eine

Kleingartenanlage auf rund 3 ha Fläche entstanden ist.

Die Biotopkartierung des Landes Baden-Württemberg stuft das Naturschutzgebiet

„Erlich“ als „Gebiet mit hochwertigen Biotopen und zahlreichen gefährdeten

Gefäßpflanzenarten ein“.

Nach der Waldbiotopkartierung kommen im Gebiet fünf gesetzlich geschützte

Biotope vor.

Der aktuell gültige Regionalplan zeichnet diesen Landschaftsausschnitt als

„regionalen Grünzug“ und als „Bereich für Naturschutz und Landschaftspflege“

aus.

3.2 Landeskundliche Besonderheiten

Die Sumpflandschaft der Randsenke konnte im Mittelalter nur extensiv als

Bruchwald oder Weideland genutzt werden. Damals, vor der Einführung der

Stallwirtschaft, trieben die Hirten das Vieh noch durch die ganze, nicht

eingezäunte Flur, d.h. sowohl durch den Wald als auch durch die Sumpfflächen.

Die heute gängige Unterscheidung zwischen Grünland und Wald stammt erst aus

jüngster Zeit. Nach den Karten von Musall (1969) bildete schon gegen 1600 der

Landgraben die Grenze zwischen Knaudenheim und Rußheim. Das Waldgebiet

„Erlich“ (von Erlenwald) südlich des Landgrabens bestand schon damals, das

Gewann „Im Bruch“ nördlich des Landgrabens war unbewaldet.

Etwa ab 1819 begann man in der Grabener Bucht Torfstiche zur

Brenntorfgewinnung anzulegen. Die Zuckerfabrik in Waghäusel, 1837 erbaut,

heizte anfangs viel mit Torf. Nach der topographischen Karte von 1838 zu

schließen, lagen damals auf Huttenheimer Gemarkung, direkt nördlich des

Landgrabens Torfstiche mit einer Ausdehnung von rund 40 ha, im Plän Erlich, auf

Rußheimer Gemarkung, lagen nochmals Torfstiche mit etwa 15 ha Größe. Ende

des 19. Jahrhunderts entstanden dann auch Torfstiche im Oberen Bruch, direkt

am Hochgestadefuß von Neudorf. Um diese Zeit waren die Torfstiche nördlich des

Landgrabens schon wieder aufgegeben worden (vgl. Top. Karte 1887). Die

jüngsten Torfstiche entstanden offenbar im Gewann „Erlenteiler“ (vgl.

Verordnungskarten: Blatt 3; Torfstich in Flurkarte eingetragen). Anfang des 20.

Jahrhunderts wurde der Torfabbau nur noch vereinzelt betrieben (vgl. Thürach

1904).

Nach Einführung der Stallhaltung im 19. Jahrhundert stieg das Interesse an

Wiesengelände. Durch die Rheinkorrektur und die vielen Entwässerungssysteme

des Hinterlandes konnten zahlreiche „morastige Weiden“ in Streu-, Futterwiese

oder teilweise auch in Ackerland umgewandelt werden. Im Unterschied zu

anderen Gebieten (z.B. Waghäusler Moor) konnte diese sogenannte

Meliorationswelle, die in den 1930er Jahren ihren Höhepunkt (Reicharbeitsdienst)

erreichte, jedoch große Flächen der Flachmoore nicht „kultivieren“, da keine Grundwasserabsenkung möglich war.

Als nach dem 2. Weltkrieg die Mahd mit dem Traktor anstatt mit der Sense

erfolgte, sank das Interesse an Feucht- und Streuwiesen. Auf den brachge-

fallenen Wiesen folgten großflächige Aufforstungen mit Pappel-Hybriden

oder mit Erlen (vgl. jüngere Aufforstungen im „Unteren“ und „Oberen Bruch“).

Im „Oberen Bruch“ (Südteil des heutigen Pappelwaldes) wurde auch auf den

ehemaligen landwirtschaftliche Flächen Hopfen angebaut (Oberdorfer 1936).

Der Kiesabbau begann in den 1960er Jahren. Die teils über vier Meter

mächtigen, unverwertbaren Deckschichten mussten zunächst abgetragen

werden, um an die mächtigen Kiesschichten zu gelangen. An drei besonders

nassen Stellen entstanden die drei Kiesgruben Pfander (Gemarkung Neudorf,

südlich des Landgrabens), Ruf (Gemarkung Huttenheim, Gewann Meierlin,

nördlich Landgraben) und Philipp (Gemarkung Huttenheim, Gewann Unteres

Bruch). Die beiden letztgenannten Kiesgruben sind zwischenzeitlich zu einem

rund 50 ha großen See zusammengewachsen. Der Kiesabbau hat insgesamt 60

% der ehemaligen Flachmoorflächen zerstört. Noch 1993 wurden Röhrichte mit

Vorkommen der Davalls Segge abgebaggert.

Aufgrund von Straßenbau (Neubau der B 35) durch den Nordteil der Grabener

Bucht wurde in den 1970er Jahren der nördliche Abschnitt des Moorkomplexes

von den im Norden angrenzenden Teilen der Rheinniederung abgeschnitten. In

diesem Teil von Huttenheim waren damals noch artenreiche Wiesen ausgebildet.

3.3. Biotope, Flora und Vegetation

Das Gebiet „Erlich“ weist eine große Anzahl an FFH-Lebenraumtypen (nach der

Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft, 92/43/EWG)

auf.

Ein Großteil der Lebensräume gilt als gefährdet und ist nach § 24a des

Naturschutzgesetzes von Baden-Württemberg geschützt.

Tabelle 1: Lebensraumtypen innerhalb des NSG  “Erlich”

 

Lebensraumtyp

FFH-

Status

§ 24a-Status

RL-Status

 

 

 

 

Grundwasser (oberstes Grundwasserstockwerk)

-

-

2 - 3

Naturnahe Quellen

-

§

2

Entlastungskanal (Saalbachkanal)

-

-

-

Graben mit langsam fließendem - stehendem Wasser

-

-

3

Anthropogene Stillgewässer im Moor

Anhang I

§

3

Tümpel

Anhang I

§

2 - 3

Verlandungsbereich an Stillgewässern

z.T. Anhang I

§

3

Offene Wasserfläche eines Baggersees

Anhang I

§

3

Sandige Abbauflächen bzw. Aufschüttung

-

-

-

Davallsseggenried

Anhang I*

§

1

Pfeifengras-Streuwiese

Anhang I

§

1

Nasswiese basenreicher Standorte

-

§

2

Artenreiche Wiese frischer Standorte

Anhang I

-

1

Artenreiche Magerwiese mittlerer Standorte

Anhang I

-

-

Tauch- und Schwimmblattvegetation der Stillgewässer

Anhang I

§

-

Ufer-/Land-Schilfröhricht

z.T. Anhang I

§

2 - 3

Rohrkolben-Röhricht

z.T. Anhang I

§

-

Teichsimsen-Röhricht

z.T. Anhang I

§

2

Rohrglanzgras-Röhricht

-

§

-

Schneiden-Röhricht

Anhang I*

§

1 - 2

Sumpfseggen-Ried

-

§

3

Steifseggen-Ried

-

§

2

Kammseggen-Ried

-

§

3

Rispenseggen-Ried

-

§

2

Goldruten-Bestand

-

-

-

Brennessel-Bestand

-

-

-

Landreitgras-Bestand

-

-

-

Hochstaudenflur quelliger oder sumpfiger Standorte

-

§

2 - 3

Anuelle und ausdauernde Ruderalvegetation

-

-

-

Acker mit fragmentarischer Unkrautvegetation

-

-

-

Feldhecke mittlerer Standorte

-

§

3

Gebüsch mittlerer Standorte

-

-

3

Gebüsch feuchter Standorte (Silberweiden / Faulbaum)

-

§

3

Grauweiden-Feuchtgebüsch

-

§

3

Robinien-Bestand

-

-

-

Brombeer-Gestrüpp

-

-

-

Rosen-Gestrüpp

-

-

-

Waldreben-Bestand

-

-

-

Gebüsch mit naturraum- oder standortuntyp. Arten

-

-

-

Baumreihe

-

-

3

Baumgruppe

-

-

3

 

Einzelbaum

-

-

3

Schwarzerlen-Bruchwald

-

§

2

Schwarzerlen-Eschenwald

-

§

2 - 3

Hainbuchen-Stieleichen-Wald

Anhang I

-

2 - 3

Sukzessionswald mit Schwarz-Erle und Zitter-Pappel

-

-

-

Hybridpappel-Bestand

-

-

-

Lagerplatz

-

-

-

Nutzgarten

-

-

-

Ziergarten

-

-

-

 

 

 

 

 

Erläuterung: FFH-Status nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie: Anhang I =

Lebensraumtypen von gemeinschaftlichen Interesse, für deren Erhaltung

besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen, Anhang I* = prioritäre

Lebensraumtypen von gemeinschaftlichen Interesse, für deren Erhaltung

besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen; §-24a-Status nach §

 24a NatSchG: § = besonders geschützter Lebensraumtyp nach dem

Naturschutzgesetz (NatSchG) von Baden-Württemberg; RL-Status = Rote Liste-

Status: Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen der Bundesrepublik Deutschland

nach Riecken, Ries & Ssymank (1994): 1 = von vollständiger Vernichtung

bedroht, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, - = derzeit nicht gefährdet.

Etwa ein Drittel des geplanten Naturschutzgebietes ist bewaldet. Die Biotoptypen

Feuchtbrachen (Schilf- und Flachmoorbestände), Wiesen, Ackerland und

Gewässer haben jeweils Flächenanteile zwischen 10 % und 15 %.

Naturnahe Waldbestände wachsen besonders in dem Bereich „Plän-Erlich“. Auf

den feuchten bis nassen Anmoorböden finden sich großflächig Erlen-Eschen-

Wälder und teilweise auch Erlen-Bruchwälder. Kleine Eichen-Hainbuchen-Wälder

gibt es auf den etwas höhergelegenen Standorten. Als forstlich überformte

Waldgesellschaften treten vor allem Pappel-Bestände auf.

Erlen-Bruchwälder benötigen Grundwasserflurabstände unter 60 cm. Da

derartige Nassstandorte als Folge von Entwässerungen und

Grundwassersenkungen selten geworden sind, werden Erlen-Bruchwälder als

landesweit besonders gefährdete Waldbiotope eingestuft. Auch die Erlen-Eschen-

Althölzer, die auf vererdeten Anmoorböden stocken, sind ökologisch besonders

wertvolle Biotope, die in dieser Ausbildung außerhalb der Grabener Bucht kaum

mehr zu finden sind.

Früher war der größte Teil des Neudorfer Moores ein Flachmoor. Aufgrund des

Kiesabbaus, aber auch infolge von Aufforstungen und Aufschüttungen beträgt die

Fläche der Flachmoorstandorte heute nur noch 46 ha, dies bedeutet nur noch ein

Viertel der früheren Fläche.

Der größte Teil der ehemaligen Flachmoor-Streuwiesen ist stark verschilft, weil

die Flächen in den letzten Jahrzehnten nicht mehr gemäht wurden. Es lassen sich

folgende Flachmoor- und Schilfgebiete abgrenzen:

In dem 16 ha großen Gewann „Oberes Bruch“ entspricht der Wasserhaushalt

noch den für Flachmoorbestände typischen Verhältnissen, was sich auch in den

starken Quellaustritten äußert. Die Vegetation besteht großflächig aus stark

verschilften, aufgelassenen Streuwiesen, in denen vereinzelt sogar noch

Torfstiche erkennbar sind. In den Streuwiesen finden sich öfters gut ausgebildete

KnotenBinsen-Flachmoorgesellschaften (Juncetum subnodulosi). An etlichen

Stellen in dem kleinparzellierten Gewann sind jedoch die ehemaligen Streuwiesen

durch illegale Nutzungen entwertet worden: Es fanden Aufschüttungen und

Aufforstungen statt und es wurden Freizeithütten und Fischgewässer angelegt.

Abb. 2: Flachmoor im Gewann „Unteres Bruch“, Gemarkung Neudorf,

Gem. Graben-Neudorf

Östlich des Pfandersees, zwischen dem Landgraben und dem Waldgebiet „Plän-

Erlich“ gibt es große Flachmoorbereiche, die zu den besterhaltenen

Stromtalmooren der Oberrheinebene gehören. In einem Teil dieser Flächen

finden sich Flachmoorgesellschaften, in denen die Steif-Segge (Carex elata)

dominiert und in denen zahlreiche seltene Flachmoorarten zu finden sind. Diese

Flachmoorgesellschaften entwickelten sich nach Abschluss des bäuerlichen

Torfstiches vor über 100 Jahren. Die Flachmoorgesellschaften im „Plän-Erlich“

sind mit Schilf-, Seggen- und kleinen Pfeifengrasbeständen sowie mit größeren

Weiden- und Faulbaumgebüschen verzahnt.

Westlich des Pfandersees liegt ein etwa 9 ha großes Schilfröhricht und

Weidengebüsch, der Rest des durch den Kiesabbau weitgehend zerstörten

Flachmoores „Erlenteiler“. Obwohl seit Beginn des Kiesabbaus im Bereich des

Pfandersees erhebliche Störungen erfolgten, finden sich heute noch interessante

Flachmoor- und Pioniergesellschaften mit gefährdeten Pflanzenarten. Die

Pionierbiotope in Verbindung mit den Flachwasserzonen und Tümpeln sind auch

von äußerst hohem faunistischem Wert, so vermehren sich hier seltene

Amphibien und stark gefährdete Vögel wie z.B. das Blaukehlchen oder der

Flussregenpfeifer. Gerade die letztgenannte Art leidet jedoch erheblich darunter,

dass sich im nördlichen Teil des Gebietes Bade- und Liegeflächen befinden.

Von den ehemals über 40 ha großen Torfstich- und Flachmoorgebieten auf

Huttenheimer Gemarkung existiert nur noch ein sehr kleiner Restbestand am

Nordufer des Philippsees im Gewann „Berstenstücker“, dem Bereich der

ehemaligen Konzessionsgrenze zwischen der Kiesgrube Ruff und der Kiesgrube

Philipp. Aufgrund der Brache tritt großflächig Faulbaum-Sukzession auf.

Flachmoorvegetation findet man noch vereinzelt, besonders am Ufer, wo z.T.

vegetationskundlich interessante Sekundärbesiedlungen der Flachwasserzonen

mit Flachmoorarten zu beobachten sind.

Das Schutzgebiet erstreckt sich im Südteil auch über das Wiesen- und Ackerland

nördlich des Saalbachkanals. Noch 1973 lagen hier nur Wiesen. Ein Großteil der

Flächen, die zwischenzeitlich als Ackerland genutzt wurden, ist heute stillgelegt

oder wieder zu Wiesen umgewandelt worden. Ökologisch wertvoll sind vor allem

die Restbestände an Wiesen, überwiegend Salbei-Glatthaferwiesen und

Kohldistel-Wiesen, z.T. aber auch Seggen-dominierte Feuchtwiesen. Ferner

enthält der Bereich am Waldrand, an den Ent- und ehemaligen

Bewässerungsgräben (früher Wässerwiesen!) und an den Ackerrändern noch

wichtige Biotopelemente wie Feldhecken und Feuchtbrachen.

In dem Schutzgebiet wurden rund 300 Pflanzenarten nachgewiesen, darunter

sechs vom Aussterben bedrohte bzw. stark gefährdete, 19 gefährdete und 16

schonungsbedürftige Arten. Die meisten der floristischen Raritäten sind

Flachmoorarten. Neben diesen Flachmoorarten gibt es etliche bemerkenswerte

Arten extensiv genutzter (Pfeifengras-)Wiesen, einige besondere Wasserpflanzen

und einzelne gefährdete Arten der Sandrasen, die an der Böschung des

Hochgestades wachsen. Die größten floristischen Besonderheiten sind die beiden

Orchideenarten Sumpf- Knabenkraut (Orchis palustris) und Glanzstendel (Liparis

loeselii; bereits 1993 verschollen).

Neben diesen Flachmoorarten sind in der nordbadischen Oberrheinebene

folgende im Gebiet verbreitete Arten vom Aussterben bedroht: Gedrängtährige

Segge (Carex appropinquata), Davalls Segge (Carex davalliana), Schneide

(Cladium mariscus), Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris), Sibirische Schwertlilie

(Iris sibirica), Herzblatt (Parnassia palustris), Schwarzes Kopfriet (Schoenus

nigricans). Die Schneide ist eine große Besonderheit des Schutzgebietes. Sie

besiedelt sehr nasse, nährstoffarme Flachmoorstandorte und kam früher in der

Oberrheinebene häufiger (z.B. Waghäusler Moor) vor. Heute sind in der

badischen Oberrheinebene alle Vorkommen, mit Ausnahme der zwei

Populationen im Schutzgebiet und dem Vorkommen im „Gradnausbruch“,

erloschen.

Im Gebiet haben sich großflächige Schilfbestände (Phragmites australis) meist

auf brachgefallenen Streuwiesen gebildet. Dennoch hat sich ein typisches

Phragmitetum nur kleinflächig z.B. im Uferbereich (Gewann Erlenteiler)

entwickelt. Typische Arten der Röhrichte sind neben dem namensgebenden

Schilfrohr: Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), Gelbe Wiesenraute (Thalictrum

flavum), Seebinse (Schoenoplectus lacustris), Sumpf-Haarstrang (Peucedanum

palustre) und Salz-Teichbinse (Schoenoplectus tabernaemontani). Bestände des

Rohrglanzgrases (Phalaris arundinacea) befinden sich fast ausschließlich entlang

des Saalbachkanals. Im Randbereich von Flachmoorgesellschaften gibt es

vereinzelt kleinere Bestände des schonungsbedürftigen Sumpfreitgrases

(Calamagrostis canescens).

Seggenriede mit Dominanzbeständen der Sumpfsegge (Carex acutiformis)

befinden sich vor allem im „Oberen Bruch“. Die Steifsegge (Carex elata) ist auf

den ehemaligen Torfstichen im „Erlich“ die vorherrschende Art.

Neben den typischen Glatthaferwiesen treten in den Extensivwiesen zwei

Pflanzengesellschaften auf. Auf schluffigen, oberflächlich zeitweise

austrocknenden Böden befinden sich die Salbei-Glatthaferwiese

(Arrhenatheretum salvietosum) mit dominierender Aufrechter Trespe (Bromus

erectus). Neben den namensgebenden Arten Salbei (Salvia pratensis) und

Aufrechter Trespe wachsen in den westlichen Planwiesen und entlang der

Hochwasserdämme des Saalbachkanals noch der Wirbeldost (Clinopodium

vulgare) und das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris). An schütteren Stellen

findet man noch eine kleine Besonderheit: die Sprossende Felsennelke

(Petrorhagia prolifera). Salbei-Glatthaferwiesen unterscheiden sich von den

intensiv bewirtschafteten Glatthaferwiesen vor allem durch ihren enormen Arten-

und Blütenreichtum. Auf ständig durchnässten grundwassernahen Standorten,

wie im „Unterplän“ und den östlichen „Plänwiesen“, findet man die Kohldistel-

Glatthaferwiesen. Kennzeichnende Arten sind hier neben der Kohldistel (Cirsium

oleraceum), Mädesüß (Filipendula ulmaria), Blutweiderich (Lythrum salicaria),

Beinwell (Symphytum officinale), Wiesensilge (Silaum silaus) und als Riedgräser

die Sumpfsegge (Carex acutiformis) und die Schlanksegge (Carex gracilis). Als

floristische Besonderheiten treten vereinzelt die Knollige Kratzdistel (Cirsium

tuberosum), das Nordische Labkraut (Galium boreale) und das Moor-Labkraut

(Galium uliginosum) auf.

Die Entwässerungsgräben im Bereich der Extensivwiesen sind hier von

besonderem floristischem und faunistischem Wert. Da die Mahd und Düngung

hier extensiver erfolgen und Rückzugsräume damit angeboten werden, weisen

diese Standorte viele Analogien zu den Verhältnissen in Streuwiesen auf.

Floristische Kostbarkeiten sind die Pracht-Nelke (Dianthus superbus) und die

Knoten-Binse (Juncus subnodulosus).

In den mannigfachen Still- (Kiesgrube, Tümpel, Gräben) und Fließgewässern sind

unter den Wasserpflanzen folgende Kleinodien vertreten: Tannenwedel

(Hippuris vulgaris), Quirlblütiges Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum) und

Gelbe Teichrose (Nuphar lutea).

Gefährdete und bemerkenswerte Sandrasen-Arten wachsen an der Böschung

des Hochgestades und am Damm des Saalbachkanals. Zu ihnen zählen unter

anderem Zwerg-Schneckenklee (Medicago minima), Saat-Mohn (Papaver

dubium) und Hasen-Klee (Trifolium arvense).

Im Schutzgebiet findet man drei naturnahe Waldgesellschaften und eine

flächenmäßig vorherrschende Forstgesellschaft. Vorwiegend auf nassen

Flachmoor-Standorten mit einem Grundwasserstand zwischen 5 - 25 cm unter

Flur hat sich Erlen-Bruchwald entwickelt. Zu der beherrschenden Schwarz-Erle

(AInus glutinosa) gesellen sich Birken (Betula pendula), Grau-Weiden (Salix

cinerea), Sumpf-Segge (Carex acutiformis), Sumpf-Schwertlilie (Iris

pseudacorus) und Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea). Bei einem

Grundwasserspiegel von 30 bis 60 cm unter Flur tritt neben der Schwarz-Erle die

Esche (Fraxinus excelsior) verstärkt auf und bildet den Erlen-Eschenwald.

Vereinzelt wachsen hier die Flatter-Ulme (Ulmus laevis) und die Stiel-Eiche

(Quercus robur). Eine sehr üppige Strauchschicht bildet sich mit Traubenkirsche

(Prunus padus), Blutrotem Hartriegel (Comus sanguinea) und Schwarzem

Holunder (Sambucus nigra) in Lichtungen. Kennzeichnende Geophyten sind der

Aronstab (Arum maculatum) und das Scharbockskraut (Ficaria verna). Nur an

den höchstgelegenen Stellen im Schutzgebiet wachsen über einem mittleren

Grundwasserspiegel von 75 bis 100 cm frische Eichen-Hainbuchen-Wälder. Hier

dominiert meist die Esche mit der Stiel-Eiche (Quercus robur) während die

Hainbuche (Carpinus betulus) am Rande ihrer Existenzmöglichkeit lebt und nur

geringe Anteile erreicht. Die Krautschicht besteht aus Bärlauch (Allium ursinum),

Hohlem Lerchensporn (Corydalis cava), Breitblättriger Stendelwurz (Epipactis

helleborine) und Wald-Gelbstern (Gagea lutea). Auf etwa einem Drittel der

Holzbodenfläche stehen nicht standortheimische Pappelbestände. Kleinflächige

Edellaubholz-Bestände“ mit Esche, Kirsche, Linde und Ahorn zählen ebenfalls zu

den überformten Forstgesellschaften.

3.4 Fauna

Intensive Erhebungen von Vögeln fanden bisher nicht statt. Durch Gelegenheits-

funde und ehrenamtliche Beobachter konnten dennoch insgesamt 29 Vogelarten

erfasst werden. Davon sind 21 Arten auf der Roten Liste enthalten und fünf Arten

des Anhangs 1 der Vogelschutzrichtlinie – Richtlinie 79/409/EWG vom

02.04.1979 – wurden nachgewiesen (Blaukehlchen - Luscinina svecica, Eisvogel -

Alcedo atthis, Neuntöter - Lanius collurio, Schwarzspecht - Dryocopus martius,

Zwergdommel - Ixobrychus minutus). Besonders hochwertig ist der Uferbereich

am Westteil des Pfandersees. Im gewässernahen Schilf brüten zahlreiche

Röhricht-Arten, darunter hoch bedrohte Raritäten wie das Blaukehlchen, der

Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus), die Wasserralle (Rallus

aquaticus) oder die Zwergdommel. Auf den sandig-kiesigen Rohböden brütet der

Flussregenpfeifer (Charadrius dubius). Bemerkenswerte Arten der Gebüschränder

und Feldhecken sind die Dorngrasmücke (Sylvia communis) und der Neuntöter.

Altholzbestände im Waldgebiet „Erlich“ werden von einem Höhlenbrüter, dem

Schwarzspecht, besiedelt.

Insgesamt konnten zwölf Amphibien- und vier Reptilien-Arten erhoben

werden.

Im Frühjahr kann man in den Gräben im Wald und in den Wiesen die Laichballen

von Gras- und Springfrosch (Rana temporaria, R. dalmatina) finden.

Bemerkenswerte Pionierarten sind die gefährdeten Wechsel- (Bufo viridis) und

Kreuzkröten (Bufo calamita), die ihre Laichschnüre in den flachen,

vegetationsfreien, temporären Tümpeln ablegen. Wenn einige Jahre später

bereits höhere Stauden und Seggen am Teichufer wachsen, besiedelt der

Laubfrosch (Hyla arborea) die kleinen Tümpel. Schwanzlurche schwimmen sehr

zahlreich im Pfandersee. Zu ihnen zählen der Kamm- (Triturus cristatus) und der

Teichmolch (Triturus vulgaris).

Abb. 5: Ringelnatter (Natrix natrix)

 

Während die Schlingnatter (Coronella austriaca) am Damm des Saalbachkanals

nach Echsen und kleinen Mäusen jagt, schlängelt sich die Ringelnatter (Natrix

natrix) durch den schilfbewachsenen Uferbereich des Pfandersees und lauert hier

auf kleine Frösche. Zauneidechsen (Lacerta agilis) und Blindschleichen (Anguis

fragilis) nutzen die Deckung der Gebüschränder.

An Libellen konnten insgesamt 32 Arten, davon neun vom Aussterben bedrohte

oder stark gefährdete und vier gefährdete Arten erfasst werden. Bemerkenswert

sind vier Arten, die von bundesweiter Bedeutung sind: Pokal-Azurjungfer

(Cercion lindeni), Kleines Granatauge (Erythromma viridulum), Kleine

Königslibelle (Anax parthenope) und Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Die

beiden Granataugen (Erythromma najas, E. viridulum) halten sich gern auf den

großflächigen Schwimmblättern der Gelben Teichrose auf, während die Große

und Kleine Königslibelle (Anax imperator, A. parthenope), die Braune

Mosaikjungfer (Aeshna grandis) und die Westliche Keiljungfer (Gomphus

pulchellus) die offenen Wasserflächen der Kiesgruben Pfander und Philipp als

Jagdrevier einnehmen.

Abb. 6: Die Schwimmblattzonen mit Gelber Teichrose im Saalbachkanal sind

wertvolle Lebensräume für das Kleine und Große Granatauge.

An den Binsen- und Seggenbeständen der Uferzone sitzen viele Kleinlibellen in

Tandemstellung und als Paarungsrad wie die Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion

puella), die Becher-Azurjungfer (Enallagma cyathigerum), die Frühe Adonislibelle

(Pyrrhosoma nymphuIa), die Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa) oder die

Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes). Die Gefleckte Smaragdlibelle

(Somatochlora flavomaculata) patrouilliert über meist dicht verwachsenen,

handtellergroßen bis wenige Quadratmeter großen Flachwasserbereichen in den

Flachmooren und Streuwiesen im Gewann „Unteres und Oberes Bruch“. An den

Gräben im südlichen Teil des Schutzgebietes findet man die stark gefährdeten

Großlibellen Spitzenfleck (Libellula fulva), Kleiner Blaupfeil (Orthetrum

coerulescens) und eine ebenfalls stark gefährdete Kleinlibelle: die Fledermaus-

Azurjungfer (Coenagrion pulchellum).

Im Gebiet konnten insgesamt 24 Arten an Heuschrecken erfasst werden,

darunter vier stark gefährdete, drei gefährdete und drei stark zurückgehende

Arten. Die in ganz Deutschland vom Aussterben bedrohte Grüne Strandschrecke

(Aiolopus thalas­sinus) kommt bundesweit nur noch am Oberrheintal vor. Damit

hat Baden-Württemberg eine große Verantwortung für den Erhalt dieser Art als

Faunenbestandteil der Bundesrepublik. Im Naturschutzgebiet kommt sie in zwei

kleinen Populationen am nordöstlichen und nordwestlichen Ufer des Pfandersees

vor. Ebenso von bundesweiter Bedeutung sind die Populationen der stark

gefährdeten Lauchschrecke (Parapleurus alliaceus), deren Vorkommen sich auf

die südlichen Bundesländer beschränken. In Baden-Württemberg kommt sie

ausschließlich im Bereich des Hoch- und Oberrheins und im Bodenseeraum vor

Die Lauchschrecke bildet im Naturschutzgebiet individuenreiche Populationen im

Bereich der westlichen und südlichen „Plänwiesen“ sowie dem „Unterplän“ und ist

dort oft mit der ebenfalls stark gefährdeten Sumpfschrecke (Stethophyma

grossum) vergesellschaftet. Die trockeneren und mageren Wiesen auf dem

Damm des Saalbachkanals und der westexponierten Gestadekante werden von

der gefährdeten Blauflügeligen Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), dem

gefährdeten Verkannten Grashüpfer (Chorthippus mollis) und der gefährdeten

Westlichen Beißschrecke (Platycleis albopunctata) besiedelt.

3.5 Vielfalt, Einzigartigkeit, Repräsentanz

Die hohe Vielfalt an unterschiedlichen, z.T. sehr seltenen Biotopen (FFH- und §-

24a-Lebensraumtypen) bedingt auch eine sehr artenreiche Pflanzen- und

Tierwelt. So findet man in den 50 verschiedenen Lebensraumtypen über 300

Arten an Farn- und Blütenpflanzen, 12 Amphibien-, 4 Reptilien-, 32 Libellen- und

24 Heuschrecken-Arten. Der Grund für diese hohe Vielfalt an Tier- und

Pflanzenarten liegt u.a. auch an dem milden Rheinniederungsklima. So konnten

bereits einige mediterrane Arten einwandern. Hinzu kommen die besonderen

geologischen, pedologischen und nicht zuletzt nutzungsbedingten Einflüsse, die

eine hohe Strukturvielfalt des Schutzgebietes bewirken.

Von besonderer Einzigartigkeit des Schutzgebietes sind die diversen

Flachmoorgesellschaften, die die bedeutendsten Nordbadens sind. Eine ähnliche

Bedeutung kommt dem Schneidenried auf den kaIkreichen und nährstoffarmen

Feuchtstandorten zu. Diese Pflanze ist im Land sogar an seinen

Hauptverbreitungsstandorten stark zurückgegangen und vor allem im nördlichen

Oberrheingebiet vom Aussterben bedroht.

Das Naturschutzgebiet „Erlich“ repräsentiert eines der wenigen Stromtalmoore

Mitteleuropas, das im Wasserhaushalt noch weitgehend ungestört ist. In diesen

Flachmoorkomplexen finden sich zahlreiche Pflanzen und Tiere, die in der

nordbadischen Oberrheinebene vom Aussterben bedroht sind.

4. Schutzbedürftigkeit

Das Naturschutzgebiet wird zur Zeit forstwirtschaftlich, landwirtschaftlich,

fischereilich, jagdlich und zu Erholungszwecken genutzt. Der Kiesabbau spielt

sich mittlerweile nur noch außerhalb des Naturschutzgebietes ab. Lediglich

Spülsand aus der Kiesgrube Philipp wird in die ehemalige Kiesgrube Pfander

eingeleitet. Erholung und Ausflugverkehr spielen vor allem an Sonn- und

Feiertagen sowie am Spätnachmittag bis in die Abendstunden im Sommer eine

große Rolle. Die Schutzbedürftigkeit des Gebietes bezieht sich insbesondere auf

die einzelnen, nachfolgend erläuterten Nutzungen:

Tabelle 3: Nutzungen und durch sie verursachte, mögliche Beeinträchtigungen im NSG „Erlich“

Nutzungsart

B e e i n t r ä c h t i g u n g s -

 

Art

Grad

 

 

 

1. Kiesabbau

ð Zerstörung von Flachmooren durch Abbau

+++

 

ð Grundwasserabsenkung

+

 

ð Einleitung von Spülsand

+

 

 

 

2. Erholung und Freizeit

ð Störungen der Röhrichtzone durch Badebetrieb

+++

 

ð Beunruhigung der Brutvögel durch Verlärmung

+++

 

ð Trittbelastung in der Uferregion

++

 

ð Bau von Hütten (Wochenendgrundstücke)

+++

 

 

 

3. Landwirtschaft

ð Umbruch von Wiesen

+++

 

ð Eutrophierung durch Düngung

++

 

ð Einstellung der Nutzung à Brache

++

 

 

 

4. Forstwirtschaft

ð Pflanzung von Hybridpappeln (Holzartenwahl)

+++

 

ð Entfernung von Alt- und Totholz

+++

 

ð Wegebau und Entwässerung in sensiblen Zonen

+++

 

 

 

5. Jagd

ð Bau von Hochsitzen in Flachmooren

+++

 

ð Eutrophierung durch Kirrung und Fütterung

++

 

 

 

6. Fischerei

ð Bau von Stegen in der Röhrichtzone

++

 

ð Pkw-Verkehr bis zur Uferzone (Verlärmung)

++

 

ð Mahd von Schneisen im Schilf

+++

 

 

 

7. Sonstiges

ð Auffüllungen in Flachmooren

+++

 

ð Organische und anorganische Ablagerungen

+++

 

 

 

Erläuterung: Beeinträchtigungsgrad + = mittlerer Gefährdungsgrad, ++ = hoher Gefährdungsgrad, +++ = sehr hoher Gefährdungsgrad.

5. Schutzzweck

Die besondere Schutzwürdigkeit der Landschaft mit ihrem Naturhaushalt sowie

die aus den verschiedenen Gefährdungen resultierende Schutzbedürftigkeit

rechtfertigen in hohem Maße die Unterschutzstellung. Schutzzweck und Ziel der

Unterschutzstellung des Naturschutzgebietes „Erlich“ ist die Erhaltung und die

Sicherung

         ●  der spezifischen geologischen, edaphischen und mikroklimatischen

             Gegebenheiten,

         ●  der hydrologischen Verhältnisse (insbesondere der speziellen

             Grundwasserstände),

         ●  eines auetypischen, gut strukturierten Landschaftsraumes der

             nordbadischen Oberrheinniederung mit artenreichen Flachmooren,

             mageren Feucht- und Wirtschaftswiesen, Schilfflächen, feuchten

Brachflächen, Feldhecken, Weidengebüschen, Erlen-Bruchwäldern,

Erlen-Eschenwäldern und Eichenhainbuchenwäldern,

         ● der an feuchte Standorte angepassten, seltenen und zum Teil auch

            gefährdeten Vegetation, insbesondere der Pflanzenarten der Flach-

             moore: Davalls Segge, Gelbe Segge, Schneide, Knoten-Binse, Sumpf-

             Knabenkraut,

         ● der Vielfalt an typischen, seltenen und meist auf bestimmte

            Wasserflächen, Moorstandorte, Röhrichte, magere Wiesen spezialisier-

            ten Tierarten wie z.B. Blaukehlchen, Moorfrosch, Kammmolch, Grüne

            Strandschrecke, Sumpfschrecke, Fledermaus-Azurjungfer und

             Kleine Königslibelle,

         ● des Natura-2000-Gebietes mit seinen FFH-Lebensräumen und -Arten.

6.Besondere Verbote und Erlaubnisvorbehalte

Die extreme Gefährdung der vorhandenen Tier- und Pflanzenarten sowie die

besondere Empfindlichkeit von nährstoffarmen, feuchtigkeitsgeprägten Moor-

und Anmoorlebensräumen gegenüber Bodenverdichtung, Nährstoffeintrag und

Grundwasserabsenkung erfordert besondere Einschränkungen und/oder Verbote

für:

a. Kiesabbau

-   Zur Erhaltung und zur Optimierung der besonders wertvollen Moor-, Schilf-

     und Bruchwaldstandorte sind jegliche Abbaumaßnahmen zu unterlassen.

-   Aufgrund der Abhängigkeit bestimmter Pflanzengesellschaften und –arten

     vom jeweiligen Grundwasserstand sind Maßnahmen, die zur Änderung

     des Grundwasserhaushalts führen, ebenfalls unzulässig.

-   Zum Erhalt der derzeitigen Nährstoffbilanz ist die Einleitung von organischen

     oder anorganischen Stoffen zu unterbinden.

b. Erholung/Freizeit

-    Jegliche Störungen oder Beeinträchtigungen (Betretung des Gebietes

      außerhalb von geschotterten oder asphaltierten Wegen) des Gebietes sind

      zu unterlassen.

-     Der Bau von Hütten, die Veränderung der Bodengestalt, insbesondere

      durch Auffüllungen und Abgrabungen, ist nicht erlaubt, da sich mit

Veränderungen am Profil der Erdoberfläche die Standortbedingungen für

feuchtigkeitsliebende Vegetation entscheidend verschlechtern würden.

c. Wasserwirtschaft

-     Zur Förderung der Libellen-, Amphibien- und Pflanzenpopulationen sollten

      Entschlammungs- und Entkrautungsmaßnahmen am Saalbachkanal

      außerhalb der Laich- und Vegetationszeit und nur abschnittsweise erfolgen.

-     Bei Dammsanierungen am Saalbachkanal müssen die Magerrasen bzw. -

      wiesen geschont werden. Dies kann durch den Verzicht auf Mutterboden-

      auftrag geschehen. Gleichartige und gleichwertige Bestände müssen sich

      entwickeln können.

-     Bei der Dammpflege (Mahd) sind insbesondere die spezifischen

      Lebensraumansprüche der seltenen Insekten- und Pflanzenarten zu

      berücksichtigen. Eine abschnittsweise, zeitlich versetzte, ein- bis

      zweischürige Mahd mit Entfernung des Mähgutes wäre geboten.

-     Maßnahmen, die zur Änderung des Grundwasserhaushalts führen, müssen

      unterbleiben.

-     Zur Erhaltung der derzeitigen Nährstoffbilanz ist die Einleitung von

organischen oder anorganischen Stoffen zu unterbinden.

c. Landwirtschaft

-     Zur Erhaltung bzw. zur Optimierung der besonders wertvollen Nassbereiche

      sind jegliche Entwässerungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet zu unter-

      lassen bzw. zu unterbinden (keine Neuanlage, keine Unterhaltung beste-

      hender Einrichtungen).

-     Dauergrünland und Dauerbrachen dürfen nicht umgebrochen werden. Die

      Grünlandwirtschaft als ökologisch verträglichste Landnutzung in der

      Aulandschaft ist besonders zu sichern und zu fördern, um der

      Bodenzerstörung entgegen zu wirken.

-     Mahdtermine von Grünlandflächen müssen so festgelegt werden, dass die

      Artenvielfalt der Wiesen sowie die Vermehrung schutzwürdiger und gefähr-

      deter Pflanzenarten nicht gefährdet wird. Aus Artenschutzgründen

      müssen auch bestimmte Formen der Landnutzung, die sich besonders

negativ auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken, ausgeschlossen

bleiben. Zu diesen Arten der Bewirtschaftung gehören z.B. eine intensive

Koppelhaltung oder auch die Silagegrasgewinnung, bei der Wiesenkräuter

noch vor der Blüte gemäht werden.

d. Forstwirtschaft

-     Zur Erhaltung bzw. zur Optimierung der besonders wertvollen Nassbereiche

sind jegliche Entwässerungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet zu

unterlassen bzw. zu unterbinden (keine Neuanlage, keine Unterhaltung

bestehender Einrichtungen).

-     Zur Erhaltung und Förderung der zahlreichen gefährdeten Arten sind die

Altholzbestände langfristig zu erhalten und besonders stehendes Tot.

holz sowie Baumstubben sind am Standort zu belassen, um Brutstätten

seltener Hymenopteren, Coleopteren, Diplopoden und Chilopoden zu

sichern.

-     Zur Schonung der Boden- und Vegetationsstruktur und zur Vermeidung

von Bodenverdichtungen sind bei forstlichen Maßnahmen möglichst Seilkräne

bzw. Seilwinden einzusetzen.

-     Um die Moorvegetation nicht zu verändern, sind Düngung, Kalkung oder

andere sogenannte Meliorationsmaßnahmen innerhalb des Schutzgebietes

zu verbieten.

-     Der Forstwegebau durch intakte Flachmoore ist zu unterlassen, um

eine Revierzerstörung insbesondere von Vögeln sowie eine Zerstörung

moortypischer Pflanzengesellschaften zu vermeiden (Materialaufbringung

bzw. Schotterung bestehender Wege nur mit autochthonem Material

aus der Region).

e. Jagd

-     Futter- und Kirrplätze müssen innerhalb und angrenzend von Flachmooren

und anderen Feuchtgebieten unterbleiben, da durch die düngende Wirkung

eines derartigen Futterplatzes zahlreiche bedrohte, konkurrenzschwache

Moorpflanzen durch dominante stickstoffliebende Arten verdrängt

werden.

-     Wildäcker und andere Wildäsungsflächen dürfen auf §-24a-Biotopen und

Anmoor- und Moorböden nicht eingerichtet werden, da von ihnen eine

großflächige Eutrophierung und eine Veränderung der Boden- und

Vegetationsstruktur ausgehen würde.

-     Hochsitze dürfen nur außerhalb von §-24a-Biotopen, Waldbiotopen und

Moorböden in einfacher Holzbauweise (vgl. Merkblatt der Landesforst-

verwaltung (1980): Bau von Hochsitzen) erstellt werden.

-     Jagdgebrauchshunde sind außer bei Treib- und Drückjagden an der Leine

  zu führen.

f. Fischerei

-     Die Anzahl von Stegen und Angelplätzen ist auf den aktuellen Bestand

      festzuschreiben.

-     Die Mahd von Schneisen im Schilf und der Bau von Stegen in der

      Röhrichtzone ist zu unterlassen.

-    Gebietsfremde Fischarten und andere aquatisch lebende Tiere (z.B.

      Krebse) dürfen nicht eingesetzt werden.

-     Zur Erhaltung der Wasserqualität ist eine Fütterung der Fische zu

  unterlassen.

7. Pflege, Entwicklung, Information und Naturschutzbildung

Um den aktuellen Zustand des Schutzgebietes mitsamt seinen seltenen,

störempfindlichen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, sind folgende Pflege- und

Entwicklungsmaßnahmen – die in einem später von der Bezirksstelle für

Naturschutz und Landschaftspflege zu erstellenden Pflege- und Entwicklungsplan

konkretisiert werden – notwendig:

Tabelle 4: Gepl. Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im NSG „Erlich“

Nutzungstyp

Pflege-/Entwicklungsmaßnahme bzw. -ziel

 

 

1. Gewässer

ð Erhaltung und Wiederherstellung des standorttypisch hohen Grundwasserspiegels.

 

ð Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität; Schaffung von Flach­wasserzonen für Amphibienlaichplätze.

 

ð Beibehaltung des Quellwasserzuflusses in den Pfandersee über den Fuchsgraben zur Erhaltung des hohen Seespiegels.

 

ð Verhinderung einer kompletten Räumung des Saalbachkanals und der Wiesengräben und Sicherung einer abschnittsweisen Grabenpflege.

 

 

2. Ackerflächen

ð Rückführung vernässter, grundwassernaher oder an Oberflächengewässer angrenzender Ackerflächen in Wiesen.

 

ð Förderung von Extensivierung (Ackerextensivierung zum Schutz von Ackerwildkräutern, Umwandlung Acker in Wiese) mit reduzierter Düngung und ohne Einsatz von Pestiziden.

 

 

3. Wirtschaftswiesen

ð Förderung von Extensivierung (2malige Mahd/Jahr, reduzierte Düngung, Verzicht auf Herbizide).

 

 

4. Nasswiesen /

                 Flachmoore

ð Förderung der Pflege von Streuwiesen, Feuchtwiesen und Flachmooren über Landschaftspflegerichtlinie unter Einbindung von ortsansässigen Landwirten.

 

ð Einmal jährliche, späte Pflegemahd von Flachmooren, Streuwiesen und Nasswiesen.

 

ð Entfernung von Sträuchern auf Flachmoorböden mit Moorarten wie Davalls Segge, Knotenbinse und Gelber Segge.

 

 

5. Sandflächen mit lückigen Ruderalfluren

ð Erhaltung wechselfeuchter, niedrigwüchsiger, z.T. vegetationsfreier Uferbereiche (z.B. Sandstrand am westlichen Pfandersee) für seltene Heuschrecken, Amphibien, Vögel und Pionierpflanzen.

 

 

6. Wald

ð Förderung standort-natürlicher Waldgesellschaften (z.B. Erlen-Bruch-wald, Erlen-Eschen-Auenwald, Eichen-Hainbuchen-Wald) und Umwand­lung der Hybridpappel-Bestände.

 

ð Hohe Umtriebszeiten und langfristige Verjüngungszeiträume sind bei der Forsteinrichtung anzustreben.

 

ð Vermoorte, vernässte oder sickerfeuchte Waldteile sind nicht gewinnbringend und sollten daher als arB-Flächen ausgewiesen werden.

 

ð Totholz und Baumstubben sind am Standort zu belassen

 

ð Höhlen- und Horstbäume sind zu erhalten.

 

ð Verzicht auf Meliorationsmaßnahmen (z.B. Entwässerungen, Düngung, Kalkung) und die Anwendung von Pestiziden.

 

ð Einsatz von Seilwinden oder Seilkränen zur Schonung der Boden- und Vegetationstruktur (Bodenverdichtungen durch Befahren).

 

 

 

Ein wie hier direkt an die Bebauung angrenzendes Naturschutzgebiet ist

auf Verständnis und Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Beides kann

durch Informationstafeln und regelmäßige Führungen gefördert werden. Weiter

hilfreich wäre die Gründung einer Patenschaftsgruppe, die zur Übernahme von

Pflegeaufgaben, z. B. im Rahmen des Agenda 21-Prozesses bereit ist. Örtliche

Schulen sowie die Kommunalverwaltung sollten an der Realisierung dieser und

weiterer Ideen aktiv teilnehmen.

8. Zusammenfassung

Das Naturschutzgebiet „Erlich“ umfasst 277 ha meist grundwassernaher Flächen

innerhalb der ehemaligen Mäanderzone des Rheins westlich von Graben-Neudorf

und südlich von Huttenheim. Die besondere Vielfalt nebeneinander liegender und

verzahnter, von Wassereinfluss geprägter Biotopstrukuren und Pflanzengesell-

schaften machen das Gebiet für überregional bedeutsame Vorkommen selten

gewordener, an feuchte und z.T. auch nährstoffarme Standorte angepasste

Tier- und Pflanzenarten unentbehrlich. Schutzwürdig sind darüber hinaus

die besonderen Flachmoorstandorte, die wie alle Bereiche des Gebietes von

der weiteren Zerstörung durch Grundwasserabsenkung, zunehmende

Nutzungsintensivierung und Ausbreitung standortfremder Pflanzen bedroht sind.

Ziel der Unterschutzstellung ist daher der Schutz, die Pflege und die Entwicklung

dieser ökologisch wertvollen Standorte und ihrer Lebensräume.

Abb. 8: Teilgebiet der Kiesgrube Pfander am „Erlenteiler“.

Karlsruhe, den 13.11.2001

 

Peter Zimmermann

Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe

Kriegsstr. 5a

76137 Karlsruhe

 

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