4.256 Schaichtal

 

Würdigung

 

 

zum Naturschutzgebiet „Schaichtal“

 

1. Landschaftliche Situation

 

1.1. Geographische Lage

Das Naturschutzgebiet Schaichtal ist etwa 484,2 ha groß und liegt in den Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Böblingen und Esslingen.

Der ca. 9 km lange Talbereich erstreckt sich in west-östlicher Richtung zwischen Dettenhausen und Aichtal-Neuenhaus.

Eingegraben in die Keuperschichten des Schönbuchs ist das Schaichtal von großen Waldgebieten umgeben.

Der Bach mäandriert frei in einer schmalen Wiesenaue, die von Straßen oder Straßenquerungen bisher verschont blieb.

 

1.2. Geologie

Die noch zum Schichtstufenland gehörenden, hier entstandenen Keuperschichten sind von Nordwest nach Südost geneigt und geben damit die Fließrichtung der Gewässer vor.

Bunte Mergel, Stubensandstein und Knollenmergel sind im Tal und an den Hängen angeschnitten.

Den größten Anteil nimmt dabei die Stubensandsteinstufe ein, die charakterisiert ist durch regelosen Wechsel von grobkörnigen Sanden, Sandsteinen und Tonmergeln.

Eingelagerte Tonschichten hemmen die Wasserzirkulation im Boden, wodurch wechseltrockene bis wechselfeuchte Standorte bedingt werden.

Wo der Sandstein durch kieselige Bindemittel verfestigt ist, eignet er sich sehr gut als Werk- und Baustein.

Die Hangschultern werden vom Knollenmergel gebildet, dessen charakteristische Eigenschaft, bei Wasserzutritt mit starkem Quellen zu reagieren, zu Hangrutschungen führt.

An der Grenze zum Lias alpha treten über den Sandsteinbänken des Keupers häufig Quellen aus.

Eine geomorphologische Besonderheit stellen die zahlreichen Klingen dar, die sich in die Nord- und Südhänge des Schaichtales eingeschnitten haben.

 

1.3. Hydrologie

Das aus dem Stubensandstein entspringende Quellwasser ist von hoher Qualität und wird in mehreren Brunnen gefaßt.

Die Schaich selbst entwässert zusammen mit der Aich im nordöstlichen Teil des Schönbuchs; beide Bäche fließen dem Neckar zu.

Auch die Wasserqualität der Schaich kann als sehr gut bezeichnet werden, seitdem die Kläranlage Dettenhausen 1975 in Betrieb genommen wurde.

Im Wiesental der Schaich befinden sich 4 künstlich angelegte Teiche.

Das Gefälle der Bachsohle ist nur gering; dies begünstigt die Aufschüttung von Kiesbänken in den ruhigeren Wasserzonen und ein sehr weitläufiges Mäandrieren des Baches in seiner Aue.

 

1.4. Hydrochemie

Die Untersuchung der Wasserchemie in stehenden und fließenden Gewässern im Schaichtal ergab, daß außer dem Sumpfteich, der wohl allein von Regenwasser gespeist wird, eine sehr große Wasserhärte vorliegt.

Die Stickstoffbelastung im ganzen Gebiet ist sehr gering, so daß für alle Gewässer eine Güteklasse I gegeben ist.

Auch vom Chloridgehalt her kann eine Geringbelastung beschieden werden, die Gewässer können als oligotroph bis mesotroph eingestuft werden.

 

1.5. Klima

Im Regenschatten des Schwarzwaldes liegend, sind im Gebiet nur relativ geringe jährliche Niederschlagsmengen zu verzeichnen; durchschnittlich 700 mm/Jahr.

Der hohe Waldanteil bewirkt ein ausgeglichenes Klima, das in den Tallagen jedoch zu Kaltluftansammlung und Nebelbildung neigt.

 

1.6. Potentielle natürliche Vegetation

Im Schönbuch würde sich ohne menschlichen Einfluß unter den derzeitigen Bedingungen ein submontaner Eichen-Buchen-Wald mit dem Bodensäurezeiger Hainsimse auf ärmeren Standorten und mit Waldmeister auf reicheren Standorten ausbilden.

Auf besonders trockenwarmen Standorten käme natürlicherweise ein Hainbuchenwald oder Elsbeeren-Eichen-Buchenwald vor, in den Bachniederungen und an den südlichen Quellbächen dagegen Bacherlen-Eschenwälder verzahnt mit Traubenkirschen-Eschenwald.

Sickernasse oft vergleyte Böden sowie Quellfluren sind typische Standorte des Riesenschachtelhalmes; er zeigt kalkhaltiges Wasser an und tritt dort meist mit der Schwarzerle auf.

An den schattigen Hängen tief eingeschnittener Talbereiche mit bewegten Felsblöcken treten Schluchtwälder mit Bergahorn, Bergulme, Winterlinde und Esche auf.

 

1.7. Landnutzung

Einerseits wegen steiler Hanglagen und andererseits wegen schlechter Böden war das Schönbuch mit seinen Tälern für Ansiedlungen und Ackerbau wenig geeignet.

Außerdem verhinderte großer zusammenhängender herrschaftlicher Waldbesitz die vollständige Rodung der Keuperplatten.

Dem stand entgegen, daß zahlreiche gemeindlich vergebene Nutzungsrechte an die „Schönbuchgenossen" und „Schönbuchberechtigten" in den entsprechenden Parzellen starken Raubau bewirkten.

Rinder- und Schweineeintrieb und die Laubstreunutzung hatten in diesen kommunalen Waldteilen nicht nur zur Folge, daß kein natürlicher Jungwuchs aufkam sondern auch daß bei ständiger Entnahme von organischem Material ohne Nachlieferung die Böden stark aushagerten.

Lückige, beweidete Waldflächen durchsetzt mit Ödflächen und Weichholzbeständen dominierten das Landschaftsbild.

Die planvolle Waldwirtschaft nach Auflösung der „Gerechtigkeiten" (= Nut-zungsrechte) brachte verstärkt Nadelgehölze in die Waldbestände ein, von denen die Kiefer Anfang des 17. Jahrhunderts zum ersten Mal erwähnt wird.

Eine Karte von 1683 zeigt, daß das Schaichtal zu dieser Zeit als Weide und Wiese genutzt wurde.

Heute wird die Talaue in Form von Dauerwiesenbewirtschaftung vorwiegend zur Heugewinnung genutzt, wobei dieses Pachtland vorwiegend im Besitz der Forstverwaltung ist.

Alljährliche Überflutung im Frühjahr, wechselfeuchte Bodenverhältnisse und die schattige Lage erschweren die Wiesennutzung stark.

Auf stark vernässten Wiesen mit hohem Seggenanteil wurde bis in die jüngste Vergangenheit Streu gewonnen, wofür heute kein Bedarf mehr besteht; - Sie liegen daher brach. -

Gedüngte 2 bis 3-fach gemähte Fettwiesen von der mäßig trockenen Ausbildung mit Salbei bis zur mäßig feuchten Ausbildung mit Fuchsschwanz wechseln sich mit einschürigen Wiesen ohne Düngergaben und mit Magerkeitszeigern wie Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) ab.

Manche Wiesen werden in einzelnen Jahren nicht gemäht, andere liegen seit längerem brach und sind bereits von Hochstaudengesellschaften vereinnahmt.

Teilweise sind derartige Bestände bereits mit Fichten aufgeforstet worden.

Wenige Parzellen werden noch als Äcker benutzt, einige als Gemüsegärten.

1979 sind an einigen Stellen künstliche Teiche angelegt worden, die fischereilich nicht genutzt werden.

 

2. Schutzwürdigkeit

 

2.1. Lage im Naturraum

Im Keupergebiet des Neckarraumes, als Teil der Schwäbischen Schichtstufenlandschaft, liegt das Schaichtal eingebettet in die Waldflächen des Schönbuchs.

Das Schönbuch ist als grüne Oase umgeben von den Siedlungszentren des Neckartales im Süden und Osten und dem Stuttgarter Ballungsraum im Norden und nimmt damit eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet wahr.

Gerade die drei größten Täler: Aichtal, Schaichtal und Goldersbachtal sind zugleich prägend und das geschlossene Waldgebiet auflockernd dem Strom der Erholungssuchenden am stärksten ausgesetzt.

Offene, reich gegliederte, herkömmlich genutzte und verkehrsmäßig beruhigte Landschaft wird von diesen Fußgängern und Radfahrern gesucht.

 

2.2. Pflanzenwelt

Salbei- und Fuchsschwanzglatthaferwiesen, Kohldistelwiesen, Pfeifengraswiesen, Großseggenrieder, feuchte Hochstaudenfluren, Halbtrockenrasen, Brennesselfluren, Schlehen- und Brombeergebüsche zeigen das breite Spektrum der in diesem Lebensraum vorkommenden Vegetationsformen auf.

Unterschiedliche, sich räumlich und zeitlich ablösende Blühaspekte bieten auf engem Raum Lebensmöglichkeit für eine entsprechend hohe Zahl verschiedener Tierarten.

Zahlreiche verbuschte Flächen und der Erlen-Eschen-Galeriewald entlang des natürlich mäandrierenden Baches reichern die Krautvegetation mit kleindimensionierten Auwaldbeständen an und vervollständigen das Mosaik eines extensiv genutzten Waldtales.

Besondere, erwähnenswerte Pflanzenarten meist magerer Standorte werden im Folgenden aufgezählt:

Gemeiner Teufelsabbiß (Succisa pratensis Moench), Prachtnelke (Dianthus superbus L.), Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis), Helm-Knabenkraut (Orchis militaris L.), Echte Kugelblume (Globularia elongata Hegetschw.), Fransenenzian (Gentianella ciliata), Kleines Knabenkraut (Orchis morio L.), Brandköpfiges Knabenkraut (Orchis ustulata L.), Ästige Graslilie (Anthericum ramosum L.) und Büschelnelke (Dianthus armeria L.).

Besonders schützenswert sind auch die Klingen, d.h. die tief eingeschnittenen Quellbäche an den Hängen nördlich und südlich der Schaich.

Teilweise sind sie bereits mit hohem Laubholzanteil bestockt, teilweise sind sie so tief eingeschnitten, daß an ihren Hängen keine Bäume wachsen.

Wo sie aber flache Ufer besitzen, tritt häufig der Fichtennutzwald so nah heran, daß der Bach zu sehr beschattet ist, die Strauch- und Krautvegetation fehlt und Rohhumus und Fichtenäste die Gewässeroberfläche bedecken.

Natürlicherweise gehören gemischte Laubwälder mit Bergahorn, Esche, Bergulme und Linde hierher, unter der sich eine entsprechende Schluchtwaldflora einfinden kann.

 

2.3. Tierwelt

Einige sehr seltene Vogelarten wie

Eisvogel, Wasseramsel und Grünfüßiges Teichhuhn und die Durchzieher Bekassine, Sumpfrohrsänger, Wasserläufer und Tafelente bestätigen die hohe Wertigkeit des Baches Schaich.

Große und kleine stehende und fließende Gewässer bieten hier Lebensraum für

Fadenmolch, Teichmolch, Bergmolch, Feuersalamander, Grasfrosch, Wasserfrosch, Gelbbauchunke, Erdkröte und Ringelnatter.

Besonders die klingenartig eingekerbten seitlichen Bachtäler im Laub- oder im lichten Nadelwald werden von den anspruchsvollen Feuersalamanderlarven bevorzugt.

Sie sind auf kaltstenotherme, fischfreie und quellnahe Bäche angewiesen und leben dort in Gumpen mit relativ stillem Wasser und beruhigten Bachmäandern, wo sie vor Abschwemmung und Austrocknen sicher sind.

Dicht mit reinen Fichtenkulturen bestandene Bäche mit wenig Krautstruktur und wenig Bodenlaub meiden sie.

Ebenso störend wirken sich die oft in großen Haufen abgelagerten alten Äste und sonstiges durch die Forstwirtschaft anfallendes nicht nutzbares Altholz aus, das in diese Klingen geworfen wird.

Auf vergleichbare Lebensansprüche ist auch die Larve der Gestreiften Quelljungfer (Libelle) angewiesen.

Beide sind aufgrund ihrer ökologischen Ansprüche an diese Waldhabitate inzwischen recht seltene Tierarten geworden.

Die übrigen angeführten Amphibienarten sind größtenteils auf stehende, zumindest am Ufer vegetationsreiche Gewässer möglichst ohne Fischbesatz angewiesen und leben in den Schaichtalweihern daher in recht großen Populationen.

Folgende Libellenarten kommen vor:

Gestreifte Quelljungfer (Cordulegaster bidentatus), Blauflügel-Prachtlibelle, Gebänderte Prachtlibelle, Plattbauch, Blaupfeil, Blaugrüne Mosaikjungfer, Blutrote Heidelibelle, Gemeine Pechlibelle, Becher-Azurjungfer, Hufeisen-Azurjungfer.

47 Schneckenarten, darunter 9 aus der Roten Liste, sowie 16 Heuschreckenarten wurden beobachtet.

Aus der Gruppe der Laufkäfer wurden bisher 61 Arten nachgewiesen, darunter zahlreiche waldbewohnende Arten; 8 von ihnen werden in der Roten Liste geführt.

Außerdem kommen das Bachneunauge und die Flußmuschel vor.

Der Flußkrebs konnte sich nach starker Dezimierung wohl aus den Seitenklingen des Bachsystemes ausbreiten und kommt heute wieder in der Schaich vor.

Fledermäuse wie die Großen Abendsegler, die Wasserfledermaus und die Zwergfledermaus finden hier ihren Sommerlebensraum.

In der Schaich sind folgende Fischarten heimisch:

Bachforelle, Stichling, Rotfeder, Moderlieschen und Bachneunauge (Rote Liste) neben sonstigen Weißfischen.

Sie, die Libellen und der Flußkrebs bestätigt noch einmal die hohe Wasserqualität der Schaich.

 

3. Schutzzweck

Das tief angeschnittene Tal wird beidseitig von großen Waldgebieten umgeben und ist bis heute von baulichen Maßnahmen größtenteils verschont geblieben.

Die offene aber reich strukturierte Tallandschaft, die kleinräumig wechselnde Wiesenvegetation und die Fließgewässer sind Lebensraum für zahlreiche, heute hoch bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Zum Ökosystem Waldbach gehören die Wälder an Süd- und Nordhang dazu.

Besonders die Quellbäche mit ihren Klingen und der teilweise gut ausgebildeten Schluchtwaldflora sind als wertvoller und sehr seltener Teillebensraum hervorzuheben.

Gerade die Kombination: sauberes, kaltes Gewässer mit naturnahem Wald, feuchten, extensiv genutzten Wiesen und Hochstaudengesellschaften ist für zahlreiche Tierarten und -gruppen lebenswichtig.

Diesen Lebensraum mit extensiver Nutzung zu erhalten, ist Ziel der Unterschutzstellung.

 

4. Gefährdung

Gefährdet sind im Talraum vor allem die Wiesen durch Nutzungsintensivierung, d.h. Düngung und häufigere Mahd.

Sie ergeben eine Artenverschiebung zu ungunsten der seltenen blühenden Kräuter und damit zum Schaden aller blütenbesuchenden Insekten.

Folge der Nutzungsintensivierung ist auch das Befahren mit schweren landwirtschaftlichen Maschinen, das Entwässern seggenreicher Naßwiesen und das Ausmähen der Wiesenbestände bis an die Gewässerränder.

Die nicht intensivierten Grünlandparzellen, speziell die sehr nassen oder sehr trocken ausgebildeten Typen werden zunehmend brach liegengelassen oder gar mit Fichten aufgeforstet.

Trittschäden an den Teichen und Abfälle an den Wegrändern und Grillplätzen bringen die zahlreichen Besucher mit sich.

Neben allgemeiner Beunruhigung durch Anwesenheit von Menschen und Hunden sind auch Verlärmung und sonstige Beunruhigung der Tierwelt nicht zu vernachlässigende Schäden für diesen Lebensraum.

Im Waldbereich dominiert zum Teil auf großen Parzellen der Wirtschaftswald.

Wo er in guter Artenmischung mit hohem Laubholzanteil und reichlich Jungwuchs aufgebaut ist, stört dies das Ökosystem nur wenig.

Entlang der Klingenbäche aber können ein dichter dunkler Fichtenbewuchs und das mit ihm verbundene Anfallen von Rohhumus die Wasserader nahezu wertlos machen.

Um die für den Salamander, den Krebs und die Quelljungfer, die beispielsweise auf diesen Biotop angewiesen sind, lebenswichtige Strukturen zu gewährleisten, muß ein standortsheimischer und naturnah ausgebildeter Schluchtwald auf einem 20 m breiten Streifen links und rechts des Gewässers aufgebaut bzw. erhalten werden.

Auch zwischen den Klingenbächen und an den Nord- und Südhängen der Schaich sollten naturnahe Waldbestände mit hohem Laubholzanteil eingerichtet bzw. erhalten werden.

 

5. Schutzmaßnahmen, Pflege und Entwicklung

Gemäß dem Schutzzweck muß ein Pflegeplan erstellt werden, der die Bewirtschaftung von Wiesen und Gewässern im Einzelnen festlegt.

Was Waldbereiche angeht, kann dies über die Einrichtung von Gitterbeständen und Schonwäldern geregelt werden.

Die empfindlich störenden Fichtenbestände in der Talaue, meist in Privatbesitz, sind umgehend zu entfernen oder durch standortheimischen Auwald zu ersetzen.

Häufigkeit, Ausdehnung und Zeitpunkt der Mahd auf den Wiesen mit unterschiedlichem Feuchtigkeitsgrad muß ebenfalls in einem Pflegeplan festgelegt werden.

Im Zusammenhang mit der Pflege ist auch die Flora und Fauna der angelegten Tümpel noch einmal kritisch zu untersuchen.

Eventuell sind gestalterische Nachbesserungen, z.B. zum Schutz vor Betreten, notwendig.

Einer Nutzungsintensivierung der Wiesen ist auf jeden Fall entgegenzutreten:

Düngen und häufigeres Mähen entsprächen nicht dem Schutzzweck.

Der frei mäandrierende Bach Schaich ist das Kernstück des Schutzgebietes.

Jeder Uferverbau oder jedes sonstige künstliche Verhindern von Abbruch an Prallwänden und Auflandung an Gleithängen verbietet sich von selbst.

 

6. Zusammenfassung

Mit dem Schaichtal wird eines der 3 größten Täler des Schönbuchs unter Schutz gestellt.

Ziel ist dabei die offene Talaue mit dem frei mäandrierenden Bach, seinem Galeriewald und seinen Wiesen mit unterschiedlichster Ausprägung zu erhalten und zu pflegen.

Zum Tal selbst gehören auch die unteren Teile der Hänge, die nahezu vollständig bewaldet sind.

Eine naturnahe laubholzreiche Bestockung insbesondere in Nähe der höchst wertvollen Klingen- Quellbäche soll Gegenstand einer forstlichen Unterschutzstellung (Gitterbestände, Schonwalderklärung) sein.

Es ist für die aufgeführten und zahlreiche weitere Pflanzen- und Tierarten notwendig, diese halboffene Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen.

 

7. Literatur

ADE, Manfred, Ökologie aktuell 2 Schaichtal Lebensraum Bachaue Verlag Josef Margraf Stuttgart 1985 BNL Tübingen, Q 61

BEISEL, Gert, Stuttgart Waldverhältnisse und Waldbauplanung im Naturpark Schönbuch ebenda, 1989

BÜRR, Ottmar, Wald, Jagd und Besitzgeschichte des Schönbuchs AFZ 51-52, 1989

HEINZE, Irmhild, 1992, Soziologisch-ökologische Untersuchungen an Coenosen terrestrischer Gastropoden der wichtigsten Waldtypen des Goldersbachtales (LSG Schönbuch, Baden-Württemberg) Diplomarbeit, Uni Tübingen

KOTZ, Christiane (1984/85, Deplomarbeit FH Nürtingen), Abgrenzung und Bewertung des geplanten NSG „Schaichtal" und Pflegeplan BNL Tübingen, Sep. VI K 20

OSTERMANN, Alexander (1983, Diplomarbeit FH Nürtingen), Das Schaichtal zwischen Neuenhaus und Dettenhausen BNL Tübingen, Sep. VII O 3

 

 

 

Tübingen, den 22.8.1990

 

 

Venth