1.16.026 Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel (mit Hörnle und Jusi)

Verordnung zum Schutze des Landschaftsteils "Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel (mit Hörnle und Jusi)".

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935(RGBl. I S. 821) in der Fassung des Zweiten Ergänzungsgesetzes vom 1. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001) sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird für den Landschaftsteil "Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel (mit Hörnle und Jusi)" auf den Markungen Erkenbrechtsweiler, Neuffen, Kohlberg und Kappishäusern im Kreis Nürtingen; Dettingen, Hülben und Grabenstetten im Kreis Reutlingen folgendes verordnet:

§ 1

Der in der Landschaftsschutzkarte bei der höheren Naturschutzbehörde in Stuttgart mit roter Farbe eingetragene Landschaftsteil "Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel (mit Hörnle und Jusi)" im Bereich der Kreise Nürtingen und Reutlingen (ohne die mit roter Linie umgrenzten Dorfbezirke Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler, sowie der Ruine Hohenneuffen) wird in dem Umfange, der sich aus der Eintragung in die Landschaftsschutzkarte ergibt, mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

(1) Es ist verboten, innerhalb des in der Landschaftsschutzkarte durch besondere rote Umrahmung kenntlich gemachten Landschaftsteiles Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Unter das Verbot fallen die Anlage von Bauwerken aller Art, von Verkaufsbuden, Müll- und Schuttplätzen, sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen, soweit letztere nicht auf die Landschaftsschutzmaßnahmen oder auf Wege hinweisen.

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 (2) Im besonderen ist untersagt:

·               a) die innerhalb des Landschaftsteiles liegenden mit roten Zeichen kenntlich gemachten Landschaftsbestandteile wie Hecken, Feldgehölze, Erdfälle u.a., zu verändern, zu beschädigen, zu beseitigen oder zuzuschütten;

·               b) im Wald Kahlschläge mit geraden Grenzen auszuführen;

·               c) Steinbrüche anzulegen oder vorhandene ohne Rücksicht auf die Bestimmungen dieser Verordnung fortzuführen;

·               d) an den geschichtlichen und vorgeschichtlichen Schanzen und Gräben (Heidengraben, Abschnittswällen) irgendwelche Veränderungen vorzunehmen.

§ 3

Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

§ 4

Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Regierungsanzeiger für Württemberg in Kraft.

Stuttgart, den 25. Oktober 1939

Der Kultusminister

als höhere Naturschutzbehörde

i.V. Meyding

Änderungen:

Durch VO vom 28.12.1992 (NSG 1.192 "Jusi - Auf dem Berg") Fläche um 34 ha verringert.

Durch VO vom 01.07.1993 (NSG 1.152 "Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern") Fläche um 109 ha verringert.

Durch VO vom 10.08.1993 (LSG 1.16.086 " Neuffen, auf Gemarkungen Neuffen und Kappishäusern") Fläche um 531 ha verringert.