1.16.068 Hochdorf (3 Teilgebiete)

Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hochdorf" vom 20. Oktober 1988 (Reichenbacher Anzeiger vom 11.11.1988).

Aufgrund von §§ 22, 40, 58 Abs. 3 und 4 und 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Hochdorf werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hochdorf".

§ 2 Schutzgegenstand

(1) Das Landschaftsschutzgebiet besteht aus 3 Teilen und hat insgesamt eine Größe von rund 349 ha.

(2) Es umfaßt nach dem Stand vom September 1988 im wesentlichen die Streuobstwiesenbereiche, Wiesen, Bachläufe und Waldflächen auf Gemarkung Hochdorf.

(3)

Teil I:
Teil I des Landschaftsschutzgebietes liegt nordwestlich von Hochdorf, hat eine Größe von rund 79 ha und umfaßt folgende Gewanne bzw. Teile von Gewannen:

·               Talbach, Talbachäcker, Kreuzäcker, Hintere Burg, Talbachwiesen, Am Mühlweg, Rauhwiesen, Frauenäcker, Mühlhalde und Schnait.

Im einzelnen ergibt sich die Abgrenzung des Teiles I durch folgende innerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegende Flurstücke und Bachläufe, durch außerhalb verlaufende Wege und Straßen sowie durch Gemarkungsgrenzen:

·               Beginnend am nördlichsten Punkt des Teiles I im Gewann "Mühlhalde" an der Gemarkungsgrenze Hochdorf gegen Reichenbach die FW Flst. Nrn. 2060/3, 2087, 2085, 1868 - Höhenstraße -, 2128, 2280, das Flst. Nr. 2272, die FW Flst. Nrn. 2324, 2279/1, 2280 - Mühlweg -, die Flst. Nrn. 2228, 2226, 2224/1 (teilweise) , 2224, 2223, den Talbach - Nr. 2349 -, die Flst. Nrn. 2217/1, 2213, 2212, 154/3, 154/2, 154/1, 153/1 (teilweise) , 153 (teilweise) , 154, 144, den Talbach - Nr. 2349, das Flst. Nr. 145, den Talbach - Nr. 2349, das Flst. Nr. 2217/2, die Reichenbacher Straße - Nr. 158 -, die Flst. Nrn. 2593, 2596, 2597, die L 1201 mit Weg (Nr. 7), die Flst. Nrn. 2700, 2701, 2705/1, den FW Flst. Nr. 2586, die Flst. Nrn. 2576, 2575, 2574, 2569, 2354, 2514, 2537 (teilweise) , die FW Flst. Nrn. 2536, 2538, die Flst. Nrn. 2538, 2880 - teilweise als Weg innenliegend -, 2879, 2893, 2892, 2891, 2890/2, 2890/1, die Gemarkungsgrenze Hochdorf gegen Wernau, das Flst. Nr. 2514, die L 1201 und die Gemarkungsgrenze Hochdorf gegen Reichenbach bis zum Ausgangspunkt bei FW Flst. Nr. 2060/3.

Teil II:
Teil II des Landschaftsschutzgebietes liegt nordöstlich von Hochdorf, hat eine Größe von rund 148 ha und umfaßt folgende Gewanne bzw. Teile von Gewannen:

·               Lauerberg, Schlateschle, Schlat, Zieglhof, Braunhölzle, Hofwasen, Mahd, Schäfergrube, Eisenwinkeläcker, Eisenwinkel, Renzäcker, Hagengäßle, Riedäcker, Heiligenbrunnen, Obeshalde, Hoher Rücken, Osterhau, Buchäcker und Kuhnbach.

Teil II wird durch folgende in ihm liegende Flurstücke außerhalb verlaufende Feldwege und Straßen sowie die Kreisgrenze abgegrenzt:

·               Beginnend am nördlichsten Punkt von Teil II im Gewann "Hofwasen" durch die Kreisgrenze gegen den Landkreis Göppingen, das Flst. Nr. 1194, die FW Flst. Nrn. 1198, 1202, 1206, das Flst. Nr. 1382, den FW Nr. 1381, das Flst. Nr. 1380, die FW Flst. Nrn. 1377/1, 1370/1, die Flste. Nrn. 1375, 1371, den FW Flst. Nr. 1366, die Flst. Nrn. 1364, 1360, den FW Flst. Nr. 1431, die Flst. Nrn. 1430-1428 (alle teilweise) , 1426-1423 (alle teilweise) , den FW Flst. Nr. 1432, das Flst. Nr. 1615, den FW Flst. Nr. 1715, die Flst. Nrn. 1710, 1711, den FW Flst. Nr. 1718, die Flst. Nrn. 1719, 1720/1 (beide teilweise) , 17211734 (alle teilweise) , 1736-1739 (alle teilweise) , 1740, 1544/53, 1724/1, 1743/1, 1744/1, 1745/1, 1746-1749, 1818, 1814/2, 1809/2, 1810, die Ziegelhofstrße - Nr. 1867, den Lerchenweg- Nr. 2100, das Braunhölzle - Nr. 1912, die Flst. Nr. 1962, 1961, 2020/1, den FW Nr. 1950, das Flst. Nr. 1952, den Wassergraben Nr. 2027, die FW Flst. Nrn. 1963, 1922, das Flst. Nr. 2034 (teilweise) , der FW Nr. 1945, das Flst. Nr. 1948, einen Wassergraben ohne Nummer, das Flst. Nr. 1672 (teilweise) , die FW Flst. Nrn. 1673, 1670, das Flst. Nr. 1669 (teilweise)  bis zum Ausgangspunkt an der Kreisgrenze.

Teil III:
Teil III des Landschaftsschutzgebietes liegt südlich von Hochdorf, hat eine Größe von rund 122 ha und umfaßt folgende Gewanne bzw. Teile von Gewannen:

·               Stock, Dammbach, Werte, Haslachländer, Bachwiesen, Alenwiesen, Gänsbiegel, Blankenwald, Hängenloh, Reutewiesen, Krämer, Kürze, Rinnenhalde, Lindenbrühl, Tobel, Bühl, Geigenwiesen und Alter Winkel.

Teil III wird durch folgende in ihm liegende Flurstücke und Bachläufe, durch außerhalb liegende Feldwege und Straßen sowie durch die Gemarkungs- und Kreisgrenze abgegrenzt.

·               Die Flst. Nrn. 633 (Ausgangspunkt im westlichen Bereich im Gewann "Tobel"), 633/2 (teilweise) , den Tobelbach - Nr. 704, 631, den FW Flst. Nr. 631/1, die Flst. Nrn. 620, 619, 616, den Tobelbach, das Flst. Nr. 581, den FW Flst. Nr. 582 - innenliegend, die Flst Nrn. 554-550, 549 (teilweise) , den FW Flst. Nr. 571, die Flst. Nrn. 562, 561, 559 (teilweise) , 558, die Wellinger Straße - Nr. 252, die Flst. Nrn. 778, 779 (teilweise) , 780 (teilweise) , die FW Flst. Nrn. 836, 851, das Flst. Nr. 876, den Talbach, die Flst. Nrn. 872-869, 492, den Talbach, das Flst. Nr. 431 (teilweise) , den FW Flst. Nr. 426, das Flst. Nr. 418, den FW Flst. Nr. 416, das Flst. Nr. 415, den FW Flst. Nr. 410, die Flst. Nrn. 411 (teilweise) , 408 (teilweise) , 405 (teilweise) , den FW Flst. Nr. 356/2, die K 1207, die FW Flst. Nrn. 1247, 1189, 1206, die Flst. Nrn. 1204 (teilweise) , 1203 (teilweise) , den FW Flst. Nr. 1198, das Flst. Nr. 1190 (teilweise) , die Kreisgrenze gegen den Landkreis Göppingen, die K 1207, die Flst. Nrn. 918, 917, 916, den FW Flst. Nr. 909 (Weg)  , das Flst. Nr. 903, den FW Flst. Nr. 897, das Flst. Nr. 1118, die Gemarkungsgrenze Hochdorf gegen Notzingen mit Ausnahme des Flst. Nr. 842 und der FW Flst. Nrn. 844 und 843 im Gewann "Alter Winkel", die Flst. Nrn. 705, 704/1, 703/2, den FW Flst. Nr. 3144 bis zum Ausgangspunkt bei Flst. Nr. 633.

(4) Die genauen Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 6 Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Hochdorf, 7311 Hochdorf, Kirchheimer Straße 53 zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der landschaftsprägenden Wiesen, Obstbaumbestände, Bachläufe und Waldflächen auf dem in § 2 näher bezeichneten Schutzgebiet. Da in diesem Bereich die Natursubstanz außerordentlich hoch einzuschätzen ist, ist er als natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere besonders wertvoll. Darüber hinaus ist die Erhaltung dieses Landschaftsschutzgebietes als Erholungsraum für die Allgemeinheit und der Schutz vor weiteren Beeinträchtigungen durch Kleinbauten und Einfriedigungen von wesentlicher Bedeutung.

§ 4 Verbote

Im Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig verändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung (LBO) in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Errichtung von Einfriedigungen;

3.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen, Vornahme von Bohrungen oder Veränderungen der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.            Lagern von Abfällen;

7.            Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrsanlagen;

8.            Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen sowie Betrieb von Motorsport und von motorgetriebenen Schlitten;

9.            Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze, Zelten oder mehrtägiges Abstellen von Kraftfahrzeugen;

10.        Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

11.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

12.        Neuaufforstungen, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten, Anpflanzung standortfremder Gehölze oder wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

13.        Beseitigung oder Veränderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie z.B. Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen;

14.        Beseitigung von Obstbäumen und Umbruch von Wiesen zu Äckern;

15.        Errichtung von intensiv bewirtschafteten Obstanlagen (z.B. Nieder- und Halbstammanlagen, Obsthecken);

16.        Reiten, mit Ausnahme auf Wegen, auf denen das Reiten nicht durch Dritte ausgeschlossen ist.

(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlung dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

 (6) Eine nach Abs. 3 erteilte Erlaubnis erlischt, wenn nicht innerhalb von zwei Jahren nach Bekanntgabe ihrer Erteilung mit dem Vorhaben begonnen oder die Durchführung länger als zwei Jahre unterbrochen wird. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke mit Ausnahme der Handlungen nach § 5 Abs. 2 Nrn. 6, 13, 14 und 15;

2.            für die Beseitigung von einzelnen absterbenden Obstbäumen wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;

3.            für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und Fischerei;

4.            für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 13;

5.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

§ 7 Befreiungen

(1) Liegen die Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis nicht vor, so kann die untere Naturschutzbehörde von den Vorschriften dieser Verordnung nach § 63 NatSchG Befreiung erteilen.

(2) Die Befreiung bedarf bei folgenden Handlungen der Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde:

1.            Genehmigung von Flächennutzungs- oder Bebaungsplänen, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen;

2.            Anlage oder Veränderung von Vorhaben im Sinne von § 63 Abs. 2 Nr. 2 NatSchG, die zu Eingriffen von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerung führen können;

3.            Errichtung von Freizeitanlagen, die in besonders gelagerten Einzelfällen die landschaftliche Eigenart beeinträchtigen können, so z.B. Skilifte oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.            entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG i.V.m. § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.            entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Esslingen am Neckar, den 20. Oktober 1988

Landratsamt

Dr. Braun

Landrat

Änderungen:

Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde vom 17. März 1992 (Reichenbacher Anzeiger vom 02.04.1992) zur Änderung der Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hochdorf" vom 20. Oktober 1988.

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 und 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654, ber. 1976 S. 96), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. November 1991 (GBl. S. 701) wird verordnet:

§ 1

(1) Die Abgrenzung des Landschaftsschutzgebiets "Hochdorf" wird auf dem Gebiet der Gemeinde Hochdorf im Bereich des Talbaches westlich von der Kirchheimer Straße sowie im Bereich des Bebauungsplanes "Erweiterung Steigäcker" sowie im Bereich "Frauenäcker" im Dreieck Plochinger, Kirchenheimer und Reichenbacher Straße wie folgt geändert, wobei genannte Flurstücke innerhalb, Straßen und Wege außerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegen:

Die Flst. 2591-2597 im Dreieck Plochinger, Kirchheimer und Reichenbacher Straße werden aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen. Die Grenze verläuft jetzt ab halber Höhe des Flst. 2589 im Gewann "Frauenäcker" entlang der L 1201 und entlang der Reichenbacher Straße bis zum Talbach.

Nördlich des Talbachs verläuft die Grenze des Landschaftsschutzgebietes "Hochdorf" entlang der Flste. 144 und 154 sowie im anschließenden Bereich der Flurstücke 154/1, 154/2, 154/3 entlang eines 10 m breiten Schutzstreifens am Talbach. Anschließend verläuft die Grenze entlang den ‑ außerhalb liegenden - Flurstücken 2218/1 und 2218/2 und über das Flurstück 2217/1 wieder in einem 10‑m‑Abstand vom Talbach. Bei den Flurstücken 2218, 2222 und 2223 bildet die Böschungsoberkante die Grenze des Schutzgebietes. Anschließend verläuft die Grenze in nordöstlicher Richtung entlang den Flurstücken 2222, 2223 und 2218/1. Im weiteren Verlauf folgt das Landschaftsschutzgebiet vom südwestlichen Grenzpunkt des Bebauungsplanes "Erweiterung Steigäcker" bei Flst. 2241/1 in direkter Linie über die Flste. 12225 und 2226 zum mittleren Grenzpunkt des Flst. 2226 am FW 2280 (Mühlweg). Im übrigen verbleibt es bei den in der Landschaftsschutzverordnung "Hochdorf" vom 20. Oktober 1988 dargestellten Grenzen.

(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat nunmehr eine Größe von rd. 324 ha.

(3) Die genauen Grenzen des geänderten Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im M 1 : 25 000 und in 6 Flurkarten im M 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen.

An die Stelle der bisherigen Übersichtskarte und der bisherigen Flurkarte Nr. 2 treten neue Karten, in denen die geänderte Abgrenzung berücksichtigt ist.

Diese Karten sowie die von der Änderung unberührten Karten sind Bestandteil der durch die vorliegende Verordnung geänderten Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Hochdorf" vom 20. Oktober 1988.

Beide Verordnungen mit Karten werden bei der Gemeinde Hochdorf, Rathaus, in 7311 Hochdorf zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 2

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündigung in Kraft.

Esslingen am Neckar, den 17. März 1992

Landratsamt

Dr. Braun, Landrat

 

Änderung:

Verordnung des Landratsamts Esslingen als untere Naturschutzbehörde vom 24. April 2001 (Amtsbl. Hochdorf) zur Änderung der Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet „Hochdorf" vom 20.10.1988, zuletzt geändert durch Verordnung vom 17.03.1992 (Änd.; Reichenbacher Anz. v. 02.04.1992).

Auf Grund von § 22 und § 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385 ff.) wird verordnet:

§ 1

(1) Die Abgrenzung des Landschaftsschutzgebiets „Hochdorf durch Verordnung vom 20.10.1988, zuletzt geändert durch Verordnung vom 17.03.1992 wird auf dem Gebiet der Gemeinde Hochdorf wie folgt geändert:

Die Flurstücke 1604, 1605, 1606, 1607, 1608, 1609, 1610, 1611, 1612, 1613, 1614, 1432, 1423, 1424, 1425, 1426, 1428, 1429, 1430 in den Gewannen „Renzäcker" und „Hagengäßle" werden ganz oder teilweise neu in das Landschaftsschutzgebiet aufgenommen.

Die Erweiterungsfläche beträgt rund 2 ha.

(2) Die geänderte Abgrenzung ist auf einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und in einem Flurkartenausschnitt im Maßstab 1:2500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert dargestellt.

Die Karten sind Bestandteil dieser Änderungsverordnung.

(3) Die Änderungsverordnung mit Karten wird beim Landratsamt Esslingen, Pulverwiesen 11, 73726 Esslingen am Neckar während der Sprechzeiten und beim Bürgermeisteramt Hochdorf, Kirchheimer Straße 52, 73269 Hochdorf während der Dienststunden zur kostenlosen Einsicht durch jedermann niedergelegt.

(4) Abgesehen von der unter Absatz 1 genannten Änderung bleibt das Landschaftsschutzgebiet „Hochdorf" vom 20.10.1988, zuletzt geändert durch Verordnung vom 17.03.1992 nach Umfang und Wortlaut unverändert. Insbesondere gilt der in der Verordnung vom 20.10.1988 angegebene Schutzzweck uneingeschränkt auch für die neuausgewiesene Erweiterungsfläche.

Das Landschaftsschutzgebiet hat nunmehr eine Größe von rund 326 ha.

§ 2

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Esslingen am Neckar, 24.04.2001

landratsamt esslingen

 

(gez.)

Heinz Eininger

Landrat