1.16.078 Gebiete um Bissingen und Ochsenwang

Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Gebiete um Bissingen und Ochsenwang" vom 01. Juni 1988 (Mitteilungsblatt Bissingen a.d.T. vom 08.07.1988).

Aufgrund von §§ 22, 40, 58 Abs. 3 und 4 und 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Bissingen an der Teck werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Gebiete um Bissingen und Ochsenwang".

§ 2 Schutzgegenstand

(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 1 095 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom März 1988 im wesentlichen die freie Albhochfläche, den Albtrauf und noch vorhandene Wiesen und Streuobstwiesen auf dem Gebiet der Gemeinde Bissingen.

(2) Im Landschaftsschutzgebiet befinden sich zum Teil oder ganz die Gewanne:

·               Gemarkung Bissingen:
Klingler, Hinterbol, Haldenäcker, Brühl, Häldele, Hutäcker, Reusch, Täle, Dachsbühl, Ungerhalde, Froschlache, Gaußelen, Liebewiesen, Pflutterer, Brand, Stuber, Roßwasen, Roßweide, Bitzen, Neuberg, Teckhalde, Gemeindeäcker, Eschwiesen, Eiserner Hof, Rain, Schuläcker, Hinter der Mühle, Seelen, Nabel, Buchert, Laubwiesen, Hahnenkamm, Lößnere, Bei den drei Linden, Sörbach, Gern, Lichse, Hundsrucken, Reute, Trauf, Lindenspitz, Bühl, Steinriegel, Hinterburg, Aspach, Ilgenrain, Rimlere, Braunfirst, Grubich, Teckberg, Eiselen, Stock, Pommernen, Melkersteich, Kreuz, Hau, Kennbaumgart, Viehweide, Zähnblecker, Enzenwiesen, Birkle, Breitenstein, Rohrwiesen, Schaftrieb, Lichsenhau, Hinterberg, Weide, Rauberschlößle, Kennwald, Kennberg, Untersteig, Obersteig, Eichhalde und Zwerchberg.

·               Gemarkung Ochsenwang:
Breitenstein, Ränkäcker, Stellhecke, Wachtfelsen, Grubenäcker, Pferchländer, Grund, Auchtert, Pfähling, Hülbe, Eichhalde, Steigäcker, Bühl, Vorderer Bühl, Hinterer Bühl, Afterleder, Frauenhau, Jauchert, Mausäcker, Taläcker, Schmalzgrube, Innere Kürze, Äußere Kürze, Gutäcker, Reisäcker, Geißkopf, Klingeläcker, Masselteräcker, Schelmengründle, Im Auchtert, Krumme Äcker, Randeck, Steigfeldle, Schafbuckel, Stellbuchenfeld, Burz, Hintere Hofwiesen, Hätzenkopf, Obere Hätzenkopfäcker, Frauenäcker, Mehlbaumäcker, Hinter dem Hätzenkopf, Lange Egert, Hänslesrain, Schützenhäusle, Heidäcker, Roggenäcker, Obermahd, Hinter dem Frauenhau, Hinter dem Ried, Höhe, Krimmen, Riedäcker, Buchäcker, Gereut, Ehninger, Gereutmähder, Teich, Klettenhalden, Hülbenhau, Ziegelhütte, Kiesling, Mönchberg, Vordere Hofwiesen, Christophteich, Ob den Teichwiesen, Teichwiesen, Untere Hätzenkopfäcker, Tiroläcker, Tirol und Tirolwiesen.

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Im einzelnen ergibt sich die Abgrenzung durch folgende innerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegende Flurstücke und Bachläufe, soweit nicht anders aufgeführt durch außerhalb liegende Straßen und Wege und durch Gemarkungsgrenzen.

·               Beginnend im Gewann Klingler auf Gemarkung Bissingen beim Flst. Nr. 2184 - innenliegender Weg - an der Gemarkungsgrenze Bissingen gegen Dettingen durch die Flst. Nrn. 2184 (innenliegender Weg)  , 2086 (Weg)  , 2080 (Weg)  , 1892 (Weg)  , 2187 (Weg)  , 2224, 2225, 2227, 2228, 1831, 1668-1664, 1834, 1663, 1661-1659, 1837-1841, 1845, 1846/1, 1846/2, 1847, 1848-1850, 2187 (Weg überquerend) , 1851, 1852, 1854, 1856, 1630, 1629, 1627-1624, 1623/2, 1621-1617, 1614-1611, 1609-1606, 1602, 1589, die Bohlstraße Nr. 1875, das Flst. Nr. 1892 (Weg)  , die Flst. Nrn. 1005 (Weg)  , 1043 (Weg)  , 995 - Teckhaldenweg -, 994, 952, 937 (Weg überquerend) , 930 (Weg)  , 904 (Weg überquerend) , 894, 888 (Weg überquerend) , 879, 859-Stockweg-, 799 (Weg)  , 798 (Weg)  , den Linsenbach (Nr. 788 überquerend)  die Flst. Nrn. 765 (Weg)  , 712 (Weg)  , 4135-4137, 4138 (Weg)  , 4110 (Weg)  , 4023 (Weg)  , 4015 (Weg überquerend) , 4001 (Weg)  , 3786 (Weg überquerend) , 3837 (Weg)  , 3866, 3865, 3860, den Seelesgraben - Nr. 3855 -, die Untere Straße die K 1250 überquerend, das Flst. Nr. 3451 (Weg überquerend) , die Alte Weilheimer Straße - GV 3302 - überquerend, die Flst. Nrn. 3099 - dieser Weg verläuft parallel zur K 1250, 3123 (Weg)  , 3107, 3109, 3110, die Alte Weilheimer Straße überquerend, die Flst. Nrn. 3444, 3462, 3463 (Weg)  , 3476 (Weg)  , die K 1250 überquerend, den parallel zur K 1250 verlaufenden Weg Nr. 3767, die K 1250 (überquerend) , den Lichsenweg (Flst. Nr. 3709), die Flst. Nrn. 3640 (Weg)  , 3650 (Weg)  , 3658, den Hepsisauer Fußweg - Nr. 3476 -, die Flst. Nrn. 3614, 3613, 3603 (Weg überquerend) , das Flst. Nr. 3492, den Reuteweg (überquerend) , die Flst. Nrn. 3361 (innenliegender Weg)  , 3336 (Weg)  , den Ehnisbach Nr. 3315 überquerend, den Aspenweg Nr. 3372, die Flst. Nrn. 3383 (Weg)  , 3417 (Weg)  , 3390 (teilweise) , die Gemarkungsgrenzen Bissingen gegen Weilheim, Bissingen gegen Hepsisau, weiter auf Gemarkung Ochsenwang die Flst. Nrn. 223, 221, 220, 218, 217, 215 (innenliegender Weg)  , die K 1254 überquerend, die Flst. Nrn. 518 (Weg)  , 520, 526 (Weg überquerend) , 528, 529, 531 (Weg innenliegend) , 888 (Weg innenliegend) , 889/1, das Baugrundstück der Ziegelhütte, 889/2, die Flst. Nrn. 889, 890/2, 890/1, die L 1212, die Flst. Nrn. 931 (innenliegender Weg)  , 930, die Gemarkungsgrenzen Ochsenwang gegen Neidlingen, Ochsenwang gegen Schopfloch - mit Ausnahme der Flst. Nrn. 835, 845, 846, 841 (Weg teilweise) , 848 (Weg teilweise) , und 847 (Weg)   Ochsenwang gegen Unterlenningen, Bissingen gegen Unterlenningen, Bissingen gegen Brucken, Bissingen gegen Owen und Bissingen gegen Dettingen.

·               Im Bereich des Dachsbühls liegen folgende Flurstücke und Wege im Landschaftsschutzgebiet: Flst. Nrn. 3140-3146, 3152-3154, 3180/1, 3170-3174, 3175/1, 3176-3195, 3197-3222, 3231, 3139 (Weg teilweise) , 3155 (Weg teilweise) , 3147 (Weg teilweise) , 3230 (Weg teilweise)  und 3175 (Weg)  .

·               Außerdem liegen der Linsenbach und folgende Flurstücke und Wege nordöstlich des Ortsbereichs von Bissingen im Landschaftsschutzgebiet: Flst. Nrn. 2886-2892, 2893 (Weg)  , 2894-2899, 2901-2911 und 2912 (Weg teilweise) .

Das Naturschutzgebiet "Eichhalde" - Verordnung vom 22.09.1069 - liegt nicht im Landschaftsschutzgebiet.

Der Ortsbereich von Ochsenwang grenzt sich durch folgende innerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegende Flurstücke und außerhalb liegende Wege und Straßen vom Landschaftsschutzgebiet ab:

·               Ausgehend von der Bissinger Straße bei Flst. Nr. 314 im Gewann "Steigäcker", die Flst. Nrn. 301 (Weg)  , 283 (Weg)  , die Eduard-Mörike-Straße, die Flst. Nrn. 223, 215 (Weg überquerend) , 207 mit Ausnahme der Schule und des Sportplatzbereichs "Im Auchtert", 169 (teilweise) , 170 (teilweise) , 171/3 (teilweise) , 171/1 (teilweise) , 171/2 (teilweise) , 154 (teilweise) , 152 (teilweise) , 148/1, die K 1254 überquerend, die Flst. Nrn. 509 (Weg)  , 517, 518 (Weg)  , die Schopflocher Straße überquerend, die Flst. Nrn. 533 (Weg überquerend) , 551-555 (alle teilweise) , 564 (Weg überquerend) , 569 (Weg)  , das Hausgrundstück Bühlweg 13 - Flst. Nr. 568, den Bühlweg überquerend - Nr. 583 -, die Flst. Nrn. 585 (teilweise) , 588 (teilweise) , 593 (Weg)  , die Bissinger Straße - überquerend - bis zum Ausgangspunkt.

Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 19 Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Vorordnung. Die Verordnung mit Karten wird im Rathaus in Bissingen, 7311 Bissingen an der Teck, Vordere Straße 48, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

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§ 3 Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der Wiesen und Obstbaumbestände, der Schafweiden, Trockenrasen, Heckenlandschaften und naturnahen Hangwälder. Diese Flächen bestimmen den landschaftlichen Charakter und sind als natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere besonders wertvoll.

Die geologischen und landschaftstypischen Besonderheiten wie z.B. Dolinen, Abrißspalten, Steinbrüche sowie die wertvollen Heideflächen am Albtrauf und auf der Albhochfläche bedürfen im Hinblick auf ihre vielfältigen Bedrohungen des besonderen Schutzes. Darüber hinaus ist die Erhaltung als ökologisches Ausgleichs- und als Erholungsgebiet am Rande des Verdichtungsraumes von besonderer Bedeutung.

§ 4 Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.           der Naturhaushalt geschädigt,

1.           die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

2.           eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

3.           das Landschaftsbild nachteilig verändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

4.           der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.           Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung (LBO) in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.           Errichtung von Einfriedigungen;

3.           Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.           Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen, Vornahme von Bohrungen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

5.           Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.           Lagern von Abfällen;

7.           Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrsanlagen;

8.           Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen, sowie Betrieb von Motorsport und motorgetriebenen Schlitten;

9.           Anlage von Flugplätzen;

10.      Inbetriebnahme von Ultraleichtflugzeugen, Hängegleitern und Modellflugzeugen;

11.      Grasskifahren;

12.      Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufständen außerhalb der zugelassenen Plätze, Zelten oder mehrtägiges Abstellen von Kraftfahrzeugen außerhalb von Parkplätzen;

13.      Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern und Entwässern natürlicher Feuchtbereiche;

14.      Anlage offener Feuerstellen auf den Halbtrocken- und Trockenrasen und den Felsflächen;

15.      Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

16.      Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

17.      Neuaufforstung, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten oder wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

18.      Beseitigung oder Veränderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie z.B. Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen sowie Dolinen, kleine Steinbrüche und Abrißspalten;

19.      Errichtung von intensiv bewirtschafteten Obstanlagen (z.B. Nieder- und Halbstammanlagen, Obsthecken) sowie von Baumschulen;

20.      Beseitigung von Obstbäumen und Umbruch von Wiesen zu Äckern; 21. Reiten, mit Ausnahme auf Wegen, auf denen das Reiten erlaubt ist.

(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

(6) Eine nach Abs. 3 erteilte Erlaubnis erlischt, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren nach Bekanntgabe ihrer Erteilung mit dem Vorhaben begonnen oder die Durchführung länger als 2 Jahre unterbrochen wird. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.           für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- oder forstwirtschaftlicher Grundstücke mit Ausnahme der Handlungen nach § 5 Abs. 2 Nrn. 6, 18, 19 und 20;

2.           für die Beseitigung von einzelnen absterbenden Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;

3.           für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei;

4.           für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 18;

5.           für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

§ 7 Befreiungen

(1) Liegen die Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis nicht vor, so kann die untere Naturschutzbehörde von den Vorschriften dieser Verordnung nach § 63 NatSchG Befreiung erteilen.

(2) Die Befreiung bedarf bei folgenden Handlungen der Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde:

1.           Genehmigung von Flächennutzungs- oder Bebauungsplänen, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen;

2.           Anlage oder Veränderung von Vorhaben im Sinne von § 63 Abs. 2 Nr. 2 NatSchG, die zu Eingriffen von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerung führen können;

3.           Errichtung von Freizeitanlagen, die in besonders gelagerten Einzelfällen die landschaftliche Eigenart beeinträchtigen können, so z.B. Skilifte oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.           entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG i.V. m. § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.           entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig treten die Verordnung des Landratsamtes Nürtingen zum Schutze der Landschaftsbestandteile und Landschaftsteile im Landkreis Nürtingen vom 22.10.1942 auf dem Gebiet der Gemeinde Bissingen und die Verordnung des Landratsamtes Nürtingen zum Schutze des Landschaftsteiles "Bissinger Weide" auf Markung Bissingen vom 15.07.1970 außer Kraft.

Esslingen am Neckar, den 01. Juni 1988

Landratsamt:

Dr. Braun

Landrat

Änderungen:

Durch VO vom 09.11.1999 (NSG 1.237 “Teck“) Fläche um 153 ha auf 942 ha verkleinert.

Durch VO vom 13.10.07 (NSG 1.013) Fläche verringert.