1.17.011 Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge

VO gilt für die LSG 1.17.011 und 1.36.027.

Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg über das Landschaftsschutzgebiet Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge in den Landkreisen Göppingen und Schwäbisch Gmünd vom 4. Oktober 1971 (GBl. 1971, S. 479).

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) i.d.F. des 2. Änderungsgesetzes vom 1. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001), geändert durch das Gesetz zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53), beide zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (GBl. S. 111) sowie des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes i.d.F. der Bekanntmachung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird folgendes verordnet:

§ 1

(1) Der in Abs. 2 näher beschriebene Landschaftsteil "Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge" in den Gemeindegebieten Donzdorf, Eislingen/Fils, Hohenstaufen, Nenningen, Ottenbach, Reichenbach unter Rechberg, Salach, Wäschenbeuren, Winzingen (Landkreis Göppinen), Großdeinbach, Maitis, Rechberg, Straßdorf, Waldstetten, Wißgoldingen (Landkreis Schwäbisch Gmünd), wird als Landschaftsschutzgebiet dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

(2) Das Schutzgebiet wird durch folgende in ihm liegende Parzellen und Wasserläufe sowie folgende außerhalb liegende Straßen, Wege und Bahnlinien begrenzt:

·               Markung Maitis:
Von der Kreisgrenze Schwäbisch Gmünd - Göppingen im W mit der Bahnlinie nach O;

·               Markung Maitis- und Hirschhof/Gemeinde Hohenstaufen:
Mit Bahnlinie nach O;

·               Markung Lenglingen/Gemeinde Maitis:
Mit Bahnlinie nach O;

·               Markung Reitprechts/Gemeinde Straßdorf:
Mit Bahnlinie nach O;

·               Markung Metlangen/Gemeinde Straßdorf:
Mit Bahnlinie nach O bis zum Höllbach, (Bach 1/1) mit diesem aufwärts, Parzelle 130, 128-125, FW 1/1 nach SO, Vic.Weg 4 nach N, Parzelle 68, Felbenbach (Bach 2) abwärts, Parzelle 421/2-/1, 419, Vic.Weg 5 nach NO, bei FW 3 mit Bahnlinie nach NO;

·               Markung Straßdorf:
Mit Bahnlinie nach NO, Parzelle 1152, 1156/2, Landesstraße 1159 (Straßdorf-Donzdorf)  nach S, Markungsgrenze Rechberg/Vorderweiler-Straßdorf nach O, Vic.Weg 5/2 nach O, NO Seite der Parzelle 954 (südl. v. Vic.Weg 5/2), Parzelle 990, 977, Markungsgrenze Straßdorf-Waldstetten nach NO;

·               Markung Waldstetten:
Parzelle371, 410, 411/1 und /2, 406, 404, 408, Rechbachund Bach Nr. 4 aufwärts, Parzelle 460, 465/2 -/1, 465/3, 464, 561 unvermarkter Weg durch Parzelle 562 und mit Vic.Weg 5 nach O, NO und S, FW 36 nach S, Parzelle 588, 589, 594, 757, FW 31 nach NO (über FW 27/2), FW 27/1 nach SO, Weg 809 im Gewand Eigen und FW 29/1 nach NO bis zum Stoffelbach, mit diesem aufwärts;

·               Markung Weilerstoffel/Gemeinde Waldstetten:
Stoffelbach und Tobelbach aufwärts;

·               Markung Tannweiler/Gemeinde Waldstetten:
Stoffelbach aufwärts bis zu dessen Ursprung, Parz. 23, FW 2 nach O, FW 3 nach S, Parzelle 59 und 61, Vic.Weg 1/1 und 3 nach S, Parzelle 57/2, 84 und 96, Schwarzwiesenbach (Bach 4) abwärts, Kreisgrenze Göppingen-Schwäbisch Gmünd nach W, Markungsgrenze Winzingen-Nenningen nach SO;

·               Markung Nenningen:
Von der SO-Ecke der Markungsgrenze Winzingen-Nenningen geradlinig zum Signal Traufberg, hier unter Einbeziehung des südlichen Teilstückes der Parz. 444/1, die Bergnase abwärts nach SO bis FW 2, mit ihm nach S, FW 10 nach W, Parzelle 499/1, 506, 505/1, 450/3-/1, 438/1, 435, 454, 425/1, 423, 424;

·               Markung Hagenbuch/Gemeinde Donzdorf:
Parzelle 87, 85 (über FW 7), Parzelle 84 und 87;

·               Markung Winzingen:
Parzelle 275/1, 287-290, FW 26 nach W, FW 16 nach N, Parzelle 529, 431, 430, FW 15 nach NW, FW 2 nach SW, FW 1 nach N, Kreisgrenze Göppingen-Schwäbisch Gmünd nach NO;

·               Markung Wißgoldingen:
Von Kreisgrenze Göppingen-Schwäbisch Gmünd mit FW 37 und 35/3 nach NW, über Krähbach, FW 35/2 und /1, 10/1 nach NW, Krähbach (Bach Nr. 3) und Bach Nr. 13 nach NW und N, Parzelle 772, über FW 47, Parz. 744-746, 749, 736, FW 15/1 nach N, Parz. 722/1 und /2, 713/3, Vic.Weg 5/1 nach NO, über Vic.Weg 5/1, Parz. 526/1, 702, FW 61 nach W, Parz. 644, 634, 631, Vic.Weg 3/1 nach S, Parz. 901, 895, 892, über Landesstraße 1159, FW 19/1 nach S, Parz. 997, 871/1, 872/3, Katzenbach (Bach 2) abwärts, Parz. 1158/2, 1200/1, FW 57 nach FW 59 und O 29/3 nach SW, FW 29/2 und /1 nach SO, FW 54 nach S, Parz. 1366, 1357, 1355, 1353, 1352/2, über FW 1, Parz. 1412 und 1411, Kreisgrenze Schwäbisch Gmünd-Göppingen nach O;

·               Markung Winzingen:
Vic. Weg 6 und 5 nach S, FW 17 nach NW, Krähbach (Bach 1/2) abwärts;

·               Markung Hagenbuch/Gemeinde Donzdorf:
Krähbach, Maibach und Senftelbach (Bach Nr. 1) abwärts;

·               Markung Donzdorf:
Senftelbach (Bach 2) und Lauter (Fluß 1) abwärts, Parz. 2019/2, 2050/2, über FW 6, FW 201 nach NW, Parz. 2048/4, FW 2374/4 nach W, Parz. 2374/2, 2373/3 und /2, Markungsgrenze Donzdorf-
Reichenbach nach W, Vic.Weg 1/3 nach S, Parz. 1922/4, 1924, Reichenbach abwärts (über Reichenbach) , Parz. 1717, 1714, Markungsgrenze Donzdorf-Staufeneck nach N, Markungsgrenze Reichenbach-Staufeneck nach N, SW und ca. 350 m nach N bis auf die Höhe einer Bachschlaufe des Reichenbachs (Bach 1);

·               Markung Staufeneck/Gemeinde Salach:
Geradlinig nach W zur Bachschlaufe durch Parz. 52, Reichenbach nach W und ca. 75 m nach S, geradlinig in genauer Westrichtung durch Parz. 52 zur NO-Ecke von Parzelle 57; Parz. 52 und 50, über FW 1, Ostgrenze von Parz. 4 nach S, in geradliniger Verlängerung durch Parz. 4 nach S, Markungsgrenze Staufeneck-Süssen nach SW, von NW-Ecke der Parz. 97/2 (Markung Süssen) ca. 276 m geradlinig durch Parz. 4 nach NW bis zum FW 2, FW 2 nach N, Parz. 14,9,8 Markungsgrenze Staufeneck-Salach in NO-Richtung;

·               Markung Salach:
Parz. 1549, 1542, FW 19, Vic.Weg 5 und FW 89 nach NW, Vic.Weg 6 nach N;

·               Markung Bärenbach/Gemeinde Salach:
Vic.Weg 3 nach N, Parz. 109-104, 102, 101, über FW 15 Parz. 94/1, Markungsgrenze Bärenbach-Krummwälden und Krummwälden-Salach nach SW;

·               Markung Krummwälden/Stadt Eislingen/Fils:
Bärenbach abwärts, Vic.Weg 5/1 nach N, FW 13 nach O, FW 29 nach N, FW 27/2 nach NW, Bach 3 und FW 26 nach NO, FW 143/2 nach N, Parz. 149/3, FW 20 nach W (über Vic.Weg 6), Parz. 195, 196, Vic.Weg 3 nach N, FW 7 und 9/1 nach W, FW 9/2 nach N;

·               Markung Eislingen/Fils:
Parz. 1243/1 und /2, 1244-1246, 1253, Vic.-Straße Eislingen-Hohenstaufen Nr. 26 nach N;

·               Markung Hohenstaufen:
Vic.Weg 3 Eislingen-Hohenstaufen nach N, Landesstraße Hohenstaufen-Göppingen (Vic.Weg Nr. 1) nach SW, Überfahrtsweg durch Parz. 1297/b nach W;

·               Markung Hohrein/Gemeinde Hohenstaufen:
Weiter mit Überfahrtsweg durch Parz. 183/2, 181, 170, FW 3 nach NW, Parz. 162/7, 117/1, 116, FW 2 nach NW (über Vic.Weg 1), Parz. 39/2, 44, 43, 42, (über FW 1), Parz. 69, 6802, Vic.Weg 3 und FW 5 nach SW, Markungsgrenze Hohrein-Lerchenberg/Göppingen, Markungsgrenze Hohrein-Bartenbach/Göppingen und Markungsgrenze Bartenbach/Göppingen-Wäschenbeuren nach NW;

·               Markung Wäschenbeuren:
FW 59/2 und 59/1 nach N, Vic.Weg 5/2 und 5/1 nach O, Vic.Weg 4/3 und 4/2 nach N, Sonderbach (Bach 2/1) aufwärts (über FW 2), Parz. 1124-1122, 1116 (über FW 46), Parz. 932-937, 957, 958, FW 126 nach NO, Bahnlinie nach O bis zur Kreisgrenze Göppingen-Schwäbisch Gmünd.

Aus dem Landschaftsschutzgebiet sind nachstehende Ortschaften ausgenommen. Sie sind wie folgt abgegrenzt:

·               Gemeinde Hohenstaufen:
In N bei der Ziegelhütte Parz. 615, 920, 921, 922/2, 923 bis 925, unbeständiger Weg durch Parz 749 h in Verlängerung des FW 18 und FW 3 nach S, über Vic.Weg 2, Parz. 749 v. 1061, 1060, FW 6/1 nach SO, Parz. 1054/2, 1055, 1056/1 und /2, 1057/1 und /2, 1034, 1150 bis zur NW-Ecke von Grundstück Nr. 8 "Im Starz", durch Parz. 1150 und über FW 32 zum Abzweig von Weg 278/2, Parz. 279/2, 280/2, Göppinger Straße und FW 29 nach W, Parz. 324, 330, 334, 329, 328/2 und /1, 400 a und b (ausgenommen das Teilstück zwischen SW-Ecke von Ailstraße Nr. 39 und Spielburgweg Nr. 5), Parz. 400 e, über Vic.Weg 5/1, in Verlängerung der SO-Seite von Parz. 414/3 durch Parz. 400/1, Parz. 414/3 und /1, 411, 410, 409/3 und /1, 408, 407, über FW 13, Parz. 577, 590, 650, FW 38 nach NO, Parz. 576/5 über FW 13, Parz. 576/7, 633/2, 713, über Vic.Weg 7 zur Ausgangsparzelle 615 zurück.

·               Gemeinde Ottenbach:
Von Vic.Weg 2/2 mit Markungsgrenze Ottenbach-Rechberg nach SO, Vic.Weg 4 und 3 nach SW, Parz. 131, 130, FW 28 nach SO, Parz. 93-91, 89/1, FW 12 nach SO, Markungsgrenze Ottenbach-Kitzen nach SW, Kitzenbach (Bach Nr.((W)(5) abwärts, über Kitzenbach, Parz. 302, über FW 7 zur Trafostation, diese ausschließend, von ihrer SW-Ecke geradlinig durch Parz. 304 und über Vic. Weg 5/2 zur NO-Ecke der Parz. 323 c, Parz. 323 c, Krumm aufwärts, Parz. 331, FW 9 und 8 nach N, 344, 343/2 und /3, 336, 265, 268, 267/2, von NO-Ecke der Parz. 269 geradlinig durch Parz. 274/1 und über FW 5 zur O-Ecke der Parz. 242, Parz. 242, 234/5, 244, 229/2, Teilstück von Parz. 229/1 südlich des Vic.Weg 1, über Vic.Weg 1, Parz. 228/2 und bewaldeter Teil von Parz. 225/1, 213/3 und /1, 190, 185, 172 und über Vic.Weg 2/2 zum Ausgangspunkt zurück.

·               Kitzen/Gemeinde Ottenbach:
Parz. 78/3 im N, 78/1, FW 1 nach S, Parz. 77/2 über Vic.Weg 3, Parz. 31/1 und 35, Markungsgrenze Kitzen/Peterlingshof nach SW, Kitzenbach abwärts, über FW 16 zum SW-Eck der Ausgangsparzelle 78/3 zurück.

·               Gemeinde Reichenbach u.R.:
Im N (bei Nachbarschaftsweg 520) Parz. 94/1, Reichenbach abwärts, über Reichenbach, Parz. 98/3, 98/4, 100, FW 248/1 und /2 nach NO, Parz. 114, 81, FW 243 nach O, Parz. 62, über FW 244, Parz. 58/2, Kreisstraße 744 nach SW, Parz. 131, 140, Parz. 152, 161/1, Kreisstraße 744 nach S, Parz. 166, 165, über Reichenbach, Parz. 214, 230/2, 229, 589, 588, 326, 585, bewaldete W-Ecke der Parz. 587, Parz. 586, 587, 582, Teilstücke der Parz. 580-577, Parz. 563, über FW 560, Parz. 86/1, Nachbarschaftsweg 520 und über diesen zur Ausgangsparzelle 94/1.

·               Gemeinde Rechberg:
Im N mit Landesstraße 1159 nach S (Nutzungsgrenze von Gebäudegrundstück 56) nach O, Parz. 59/2, SO-Ecke von Parz. 59/2 geradlinig durch Parz. 88 zu SW-Ecke von Parz. 80, Parz. 80, 81 über VW 6, Parz. 67, 66/2 und /1, 66/2 Markungsgrenze Rechberg-Bläsihof nach S, 536, 538, 539, 544, 545/2, Vic.Weg 5/2 und 5/1 nach NW, Parz. 435, 439/1, über FW 10, Parz. 440/1, 441, 442, 458, 455/1, 454, über Vic.Weg 4, Parz. 401, 403, 404, 343, über FW 7, Parz. 344/2, über Vic.Weg 3, FW 9, nach NW, Parz. 200, 188, 189, 174/2 und /1, 173/2 und /1, 170, 311/1, 313, 314, 432/1, 316, 319-321, 323, 324, 326, 328, 331, 330, 329, 334, 336, 338 bis 345, 347, FW 4/2 nach W, Parz. 288/5 und /4, Vic.Weg 12 nach W und N, westliches Ende von Vic.Weg 12 und 2, Parz. 277/2 b, von NW-Ecke der Parz. 277/2 b in NW-Richtung geradlinig durch Parz. 277/3 zum Schnittpunkt der südlichen Verlängerung der Ostseite von Parz. 278 mit der Südseite von Parz. 277/4; nach N durch Parz. 277/4, Parz. 278, 189, 188, 194, 197, 200, 203, 204, 206, 216, über Vic.Weg 6, Parz. 149, 150, 175, FW 1 nach NO, Parz. 69/2 über Ortsweg 10, Parz. 70, 67, von S-Ecke der Parz. 67 durch Parz. 63 zur NW-Ecke der Parz. 58, Parz. 58, OW 4 nach NO, Parz. 46, 72, 74, über Vic.Weg 7/1, Parz. 86, 91, westliches Teilstück der Parz. 139, Parz. 87 und 111 über Landesstraße 1159 und mit ihr nach S zur Ausgangsparzelle 89 zurück.

(3) Das geschützte Gebiet ist mit grüner Farbe in die beim Regierungspräsidium aufliegende Landschaftsschutzkarte, die aus 3 Übersichtskarten im Maßstab 1 : 25 000 (Ziff. I bis III) und 61 Einzelblättern im Maßstab 1 : 2 500 (Ziff. 1 bis 61) besteht, eingetragen. Mehrfertigungen dieser Karten befinden sich bei den Landratsämtern Göppingen und Schwäbisch Gmünd und können dort während der Sprechstunden eingesehen werden.

§ 2

Im geschützten Gebiet ist es verboten, Veränderungen vorzunehmen, die die Landschaft verunstalten oder die Natur schädigen oder den Naturgenuß beeinträchtigen.

§ 3

(1) Der Genehmigung bedarf, wer im geschützten Gebiet Maßnahmen durchführt, die geeignet sind, eine der in § 2 genannten Wirkungen hervorzurufen. Über die Erteilung der Genehmigung entscheidet das Landratsamt, in dessen Bezirk das von der Maßnahme betroffene Grundstück liegt.

(2) Der Genehmigung bedarf insbesondere, wer im geschützten Gebiet:

1.           bauliche Anlagen im Sinne von § 2 Abs. 1 der Landesbauordnung für Baden-Württemberg vom 6. April 1964 (GBl. S. 151) errichtet oder ändert, auch soweit hierfür eine Baugenehmigung oder eine Bauanzeige nicht erforderlich ist;

1.           Einfriedigungen errichtet, vornimmt oder ändert, auch soweit diese keine baulichen Anlagen sind;

2.           Drahtleitungen verlegt oder ändert;

3.           Wohn- oder Verkaufswagen aufstellt oder den Aufstellplatz hierfür ändert, auch wenn die Wagen nicht überwiegend ortsfest benutzt werden;

4.           Wege, Parkplätze, Zeltplätze oder Badeplätze anlegt;

5.           Abfälle, Müll, Erdaushub, Schutt, Autowracks oder ähnliches ablagert oder Erdauffüllungen vornimmt;

6.           Gewässer aller Art anlegt, ändert, zuschüttet oder auf andere Weise beseitigt;

7.           Felsen oder sonstige Naturerscheinungen verändert oder beseitigt;

8.           die bisherigen Bodengestaltungen sonst in irgendeiner Weise ändert;

9.           vorhandene Ödlandreste beseitigt;

10.      Feld- oder Bachgehölze ausstockt.

(3) Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die beabsichtigte Maßnahme nicht gegen das Verbot des § 2 verstößt. Sie ist mit entsprechenden Auflagen und Bedingungen zu erteilen, wenn durch diese ein Verstoß der Maßnahme gegen das Verbot des § 2 abgewendet werden kann. In den übrigen Fällen ist sie zu versagen.

§ 4

(1) Die §§ 2 und 3 finden keine Anwendung auf Maßnahmen, die der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung dienen und das Landschaftsbild möglichst schonen.

(2) Folgende Veränderungen der Nutzungsart sind dem Landratsamt, in dessen Bezirk sie vorgenommen werden sollen, schriftlich anzuzeigen und dürfen erst vorgenommen werden, wenn das Landratsamt die Veränderung nicht binnen 6 Wochen seit der Anzeige untersagt hat:

·               a) die Umwandlung von (Obst-)Wiesen und Ackerland in Wald oder in Intensivkulturen, mit denen bauliche Anlagen, Einfriedigungen oder Drahtanlagen verbunden sind;

·               b) die Umwandlung von Wald in landwirtschaftlich genutztes Gelände. Das Landratsamt ist befugt, die Veränderungen zu untersagen, wenn sie eine der in § 2 genannten Wirkungen hätte. Die Untersagung ist aufzuheben, wenn nachgewiesen wird, daß die Veränderung für die Fortführung des Betriebs unerläßlich ist.

(3) § 3 findet keine Anwendung auf

·               a) das Aufstellen transportabler Weidezäune und

·               b) die Errichtung feststehender Weidezäune aus Holzpfosten mit einer Höhe bis zu 1,30 m und 3 Längsdrähten bzw. ungehobelten Querlatten oder Knotengitter.

 (4) Die Absätze 1 und 2 finden keine Anwendung auf bauliche Anlagen.

§ 5

Die §§ 2 und 3 finden keine Anwendung auf

·               a) das Aufstellen von Schildern, die auf den Landschaftsschutz hinweisen, Verbotstafeln und Verkehrszeichen,

·               b) die rechtmäßige Ausübung der Jagd und der Fischerei ohne Errichtung von Jagdhütten.

§ 6

(1) In besonderen Fällen kann das Landratsamt, in dessen Bezirk das von der Maßnahme betroffene Grundstück liegt, mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Ausnahmen von § 2 zulassen.

(2) Die Ausnahme kann an Bedingungen und Auflagen gebunden werden.

§ 7

Beim Inkrafttreten dieser Verordnung bereits vorhandene Verunstaltungen der Landschaft sind auf Verlangen des Landratsamts, in dessen Bezirk das betroffene Grundstück liegt, ganz oder teilweise zu beseitigen, wenn dies den Betroffenen zuzumuten und ohne größere Aufwendungen möglich ist. Behördlich genehmigte Anlagen werden hierdurch nicht berührt.

§ 8

Wer in dem geschützten Gebiet

·               1.entgegen § 2 Veränderungen vornimmt, die die Landschaft verunstalten oder die Natur schädigen oder den Naturgenuß beeinträchtigen,

·               2.entgegen § 3 Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 2 genannten Wirkungen hervorzurufen, ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Landratsamts, in dessen Bezirk das von der Maßnahme betroffene Grundstück liegt, vornimmt,

·               3.gegen § 4 Abs. 2 verstößt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes.

§ 9

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung im Gesetzblatt für Baden-Württemberg in Kraft.

Stuttgart, den 4. Oktober 1971

Roemer

Änderungen:

Durch VO vom 29.12.1993 (NSG 1.198 "Heldenberg") Fläche um 198 ha verringert.

Durch VO vom 20.06.1994 (Änderung) Fläche um 32 ha verringert (VO s. u.).

Durch VO vom 23.09.1994 (NSG 1.204 "Spielburg") Fläche um 31 ha verringert.

Durch VO vom 08.12.1997 Fläche um 10 ha verkleinert (VO s. u.).

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Göppingen als untere Naturschutzbehörde zur Änderung der Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg über das Landschaftsschutzgebiet "Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge" vom 04. Oktober 1971 (GBl. vom 30.11.1971, S.479). (vom 20.06.1994, Esslinger Zeitung vom 24.06.1994).*)

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBl. S. 701) und das Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung vom 12. Dezember 1991 (GBl. S. 848), wird verordnet:

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die vorgenannte Schutzverordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg vom 04. Oktober 1971 wird hinsichtlich ihres Geltungsbereichs für die Stadt Eislingen, Teilort Eischenbäche, aufgehoben.

(2) Der aufzuhebende Bereich wird begrenzt:

im Nordosten durch die in das Landschaftsschutzgebiet eingeschlossenen Grundstücke mit den Nummern 1210/10, 1210/9 (teilweise), 1205/12 (teilweise), alle Gemarkung Eislingen Flur 3, durch den das Landschaftsschutzgebiet einbezogenen Grundstücke mit den Nummern 1205/3 und 1207/5 (teilweise), im Südwesten durch die einbezogenen Grundstücke mit den Nummern 1207/1 sowie 1210, alle Gemarkung Eislingen Flur 3, im Süden durch das teilweise innerhalb liegende Grundstück Nr. 1210/1 sowie durch das teilweise innerhalb liegende Grundstück Flst. Nr. 1212/4, beide Gemarkung Eislingen Flur 3.

Er hat eine Fläche von ca. 32 ha.

(3) Bestandteil dieser Änderungsverordnung ist die Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500; die geänderte Abgrenzung ist hier schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen.

(4) Die Änderungsverordnung mit Karten wird beim Landratsamt Göppingen als untere Naturschutzbehörde zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 2 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Göppingen, den 20. Juni 1994

Landratsamt

Majocco

Erster Landesbeamter

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Göppingen zur Änderung der Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg über das Landschaftsschutzgebiet Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge in den Landkreisen Göppingen und Schwäbisch Gmünd" (Mitteilungsblatt Ottenbach vom 15.01.1998).

Aufgrund der §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29.03.1995 (GBI. S. 385) wird verordnet:

§ 1 Geltungsbereich

 (1)Die Rechtsverordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg vom 04. Oktober 1971 (GBI. vom 30.11.1971, S. 479) wird hinsichtlich ihres Geltungsbereiches für die Gemarkung Ottenbach geändert.

(2)Die zu ändernden Bereiche erstrecken sich auf folgende Flächen:

1.           Flurstück Nr. 131 im Gewann Strutäcker

2.           Geltungsbereich des am 16.01.1975 genehmigten, rechtsverbindlichen Bebauungsplans "Sportgelände nördlich Mühleisenbach" sowie zusätzlich Flurstück 683, 685 und 686 samt östlich angrenzendem Feldweg und Teilflächen von Flurstück 688 und 689;

3.           Flurstück 1074/1 und 273/2 im Bereich Geyrenwald (ehemalige Ziegelei Gairing);

4.           Flurstück Nr. 911/3 ‑ 5 und Flurstück 920 (Teilfläche) am östlichen Ortsrand des Weilars Kitzen sowie Flst. 882 (Teilfläche) am nördlichen Rand.

Die vorgenannten Flächen werden aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgeklammert.

(3)Bestandteil dieser Änderungsverordnung sind der Übersichtsplan im Maßstab 1 : 25 000 vom 31.10.1996 sowie 3 Flurkarten‑Ausschnitte im Maßstab 1 : 2 500 mit zeichnerischer Darstellung der bisher gültigen und der künftig geltenden Schutzgebietsgrenzen vom 31.10.1996. Die aufzuhebenden Grenzen sind gelb, die neuen Grenzen grün angeschummert.

§ 2 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

Göppingen, den 08.12.1997

Landratsamt

gez. Majocco

Erster Landesbeamter

Änderung:

Verordnung des Landratsamts Göppingen zur Änderung der ”Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg über das Landschaftsschutzgebiet Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge in den Landkreisen Göppingen und Schwäbisch Gmünd” (Mitteilungsbl. Donzdorf vom 04.08.2000).

Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29.03.1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die vorgenannte Schutzverordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg vom 04.10.1971, veröffentlicht im Gesetzblatt für Baden-Württemberg vom 30. November 1971 Nr. 26, S. 479, wird hinsichtlich ihres Geltungsbereichs für die Gemarkung Reichenbach u. R. der Stadt Donzdorf teilweise aufgehoben.

(2) Der aufzuhebende Bereich umfasst die Grundstücke Flst. Nr. 149/1, 150 und 150/1, die Wege 142 und 257 sowie Teilbereiche von Flst. Nr. 146 und des Wegs 139. Er hat eine Fläche von ca. 7,0 ha.

(3) Bestandteil dieser Änderungsverordnung ist die Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 mit zeichnerischer Darstellung der künftig geltenden Schutzgebietsgrenzen vom 19. November 1999. Die neuen Grenzen sind grün angeschummert.

(4) Die Verordnung mit Karte wird beim Landratsamt Göppingen und beim Bürgermeisteramt Donzdorf zur Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

§ 2 In-Kraft-Treten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Göppingen, den 20. Juli 2000

gez.: Majocco

Erster Landesbeamter

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Göppingen zur Änderung der Verordnung des (früheren) Regierungspräsidiums Nordwürttemberg über das Landschaftsschutzgebiet "Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge in den Landkreisen Göppingen und Schwäbisch Gmünd".

Aufgrund der §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 19.November 2002 (GBl. S. 424, 428) wird verordnet:

§ 1 Geltungsbereich

1) Die Rechtsverordnung des (früheren) Regierungspräsidiums Nordwürttemberg vom 4. Oktober 1971 (GBI. vom 30.11.1971, S. 479) wird hinsichtlich ihres Geltungsbereiches für die Gemarkung Ottenbach geändert.

2) Der zu ändernde Bereich erstreckt sich auf folgende Flächen: Flurstücke Nrn. 849 und 850

3) Bestandteil dieser Änderungsverordnung sind der Übersichtsplan im Maßstab 1:25000 vom 23.04.03 sowie der Flurkarten-Ausschnitt im Maßstab 1:2500 mit zeichnerischer Darstellung der bisher gültigen und der künftig geltenden Schutzgebietsgrenze. Die aufzuhebende Grenze ist gelb, die neue Grenze grün angeschummert.

§ 2 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

Göppingen, den 12.11.2003

 

Landratsamt Göppingen

(gez.) Majocco

Erster Landesbeamter