1.19.046 Haselbachtal II

Verordnung gilt für die Landschaftsschutzgebiete 1.11.46 und 1.13.40

Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Haselbachtal" auf den Gemarkungen Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, Lorch, Schwäbisch Gmünd und Mutlangen, Ostalbkreis vom 29. Dezember 1975 (GBl. 1976, S. 251).

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (GBl. S. 111), und des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird verordnet:

§ 1

Der in § 2 näher beschriebene Landschaftsteil in den Gemeindegebieten Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, Lorch, Schwäbisch Gmünd, Mutlangen, Ostalbkreis, wird dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Dieser Landschaftsteil wird als Landschaftsschutzgebiet "Haselbachtal" bezeichnet.

§ 2

 (1) Zu dem Schutzgebiet gehört der Landschaftsteil Haselbachtal im Raum Alfdorf, Lorch, Schwäbisch Gmünd und Mutlagen.

 (2) Das Landschaftsschutzgebiet wird durch folgende in ihm liegende Flurstücke und Wasserläufe sowie außerhalb liegende Straßen und Wege begrenzt:

Beginn Blatt NO 3042 der Flurkarte 1 : 2 500 entgegen dem Uhrzeigersinn:

Markung Bruck, Gemeinde Lorch, Ostalbkreis:

·               Vic.W 1/1-L I 1154 nach S, Vic.W 4/1 nach NO, über Vic.W 4/1, Flst. 115, Flst. 146/2, 145, 127 a, 125, 126, 127 a, Vic.W 1/1-L I 1154 nach SO

Markung Kloster Lorch, Gemeinde Lorch, Ostalbkreis:

·               HStr. 2/4 und 2/3-L I 1154 nach S und SW, HStr. 2/2 bis L I 1154 (Kloster Str.) nach NW und SW

Markung Lorch, Gemeinde Lorch, Ostalbkreis:

·               Flst. 1569, HStr. 2 nach SO, HStr. 1/3-B 29 nach O

Markung Kloster Lorch, Gemeinde Lorch, Ostalbkreis:

·               Markungsgrenze Kloster Lorch-Lorch nach O, Flst. 37, 35/4, Markungsgrenze Kloster Lorch-Lorch nach O, Vic.W 1 nach O, Markungsgrenze Kloster Lorch-Lorch nach SO

Markung Lorch, Gemeinde Lorch, Ostalbkreis:

·               Flst. 1535, 1529, über Vic.W 15, Flst 1516, Bach 5/1 (Schweizerbach)  abwärts, über Bach 5/1, Teilflst. 1515, östl. vom Bach 5/1, Flst. 1514

Markung Kloster Lorch, Gemeinde Lorch, Ostalbkreis:

·               Markungsgrenze Kloster Lorch-Lorch nach S und NO

Markung Hangendeinbach, Gemeinde Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis:

·               Mit FW 5 nach O, Flst. 75, 76, 77, 87/1, über FW 6/2, Flst. 84, über FW 90, Flst. 88/1, 89, 88/1, 101, 102, 176, 111, 175, 174, 173/2, über Vic. W 3/2, Flst. 169, 126-128, 131, 132

Markung Großdeinbach, Gemeinde Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis:

·               HStr. 881 nach N, Flst. 918/2 und /1, über FW 13, Flst. 917 a, 978/8, 982/2 a und b, 977,Bach 2/1 (Haselbach)  abwärts, Flst. 1060, 1059, 1057, 1055, 1058, 1077, 1074, 1090, 1089, 1095/2, 1094, 1127, 1096/2, 1128/1 und /2, 1112, 1114, 1117, 1118/1 und /2, 1295/1, 1296/1, 1297, 263, 262, Weg 290 nach O, Flst. 399, über Vic.W 7, Weg 402 nach NO, Flst. 1489, 1418, über Vic.W 12, Flst. 1418, 1440 a, 1438, Markungsgrenze Großdeinbach-Waldau nach NW und NO

Markung Mutlangen, Gemeinde Mutlangen, Ostalbkreis:

·               Markungsgrenze Mutlangen-Waldau nach S und O, über FW 65, Flst. 1195/2, 1196, 1193/2, 1197, FW 67 nach O, Flst. 1174, 1178, 1179, 1181, Bach 1/1 (Haselbach)  abwärts, Flst. 1160, 1161 (südl. Teil) , FW 1 nach W, Flst. 1108, 1107, 1105, 1102, 1098, 1097/1, 1095, 1094, 1091, Bach 3 ca. 15 m abwärts, Flst. 1112, Weg 1120 nach S, W und N, Flst. 1141/2

Markung Pfersbach, Gemeinde Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis:

·               Flst. 106, 105

Markung Mutlangen, Gemeinde Mutlangen, Ostalbkreis:

·               Flst. 1144

Markung Pfersbach, Gemeinde Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis:

·               Flst. 103, 102

Markung Mutlangen, Gemeinde Mutlangen, Ostalbkreis:

·               Flst. 1145

Markung Pfersbach, Gemeinde Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis:

·               Flst. 100, 72, 71, 66, 65, 62, 43, 42, 40, 39, 38, 48, über FW 2, Flst. 49, 51, 52

Markung Adelstetten, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 529-527, 524/1, /2 und /3, 526/1, /3 und /2, 532, 533, 534 a, c und b, 546, 547, 548, 576-571, 580, FW 19 nach W, Flst. 590-594, 597, 595, 596, 626, über FW 16, Flst. 627

Markung Haselbach, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 688

Markung Adelstetten, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 641 a und c, 642, 643, über Vic.W 5, Markungsgrenze Adelstetten-Alfdorf nach W

Markung Alfdorf, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 777

Markung Adelstetten, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 651-655/1

Markung Alfdorf, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 741-730, 728, 726/727, 724-719/2, über Vic.W 20, FW 132 und 702 nach S, Markungsgrenze Alfdorf-Maierhof nach SO

Markung Maierhof, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 11, über Vic.W 3, Flst. 13, 14, über Vic.W 2, Flst. 4

Markung Alfdorf, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 393-395, 403/1 und /2 a, 419-422, über FW 84, Flst. 424, FW 68 und 124, nach W, Flst. 450, 451, 467 bis 463, Vic.W 14 nach SW, Flst. FW 66 nach N, FW 119 nach NO, Flst. 3422/1, 3421, 3419 a, 3418 b, 3386, 3149 über FW 113, diesen nach O, FW 112 nach N, Vic.W 15 und OW 6 (Fällestraße)  nach NW, Flst. 3124, 3123, FW 108 und 109 nach W und S, Flst. 3091, Bach 4 abwärts, über Bach 3, Flst. 3171, FW 1 nach S, Flst. 3162, 3364, 3328/3330, 3364, 3331-3334, 3364, 3393/1 und /2

Markung Brech, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:

·               Flst. 109, 110/1-/8, 120, Bach 5 nach W, Vic.W 3-L I 1153 und Vic.W 1/2L I 1154 nach S zum Ausgangspunkt.

 (3) Aus dem Landschaftsschutzgebiet ist folgende Ortslage herausgenommen. Die genannten Flurstücke liegen innerhalb des Landschaftsschutzgebietes:

·               Haselbach, Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis:
Flurkartenblätter Nr. 3145 und 3045

·               Markung Haselbach:
Flst. 22

·               Markung Alfdorf:
Flst. 687/1 und /2

·               Markung Haselbach:
Flst. 31, 29/3, über Vic.W 1/1, Flst. 8, 6, über Vic.W 4, Flst. 9/1

·               Markung Alfdorf:
Mit Markungsgrenze Alfdorf-Haselbach nach W zum Ausgangspunkt.

 (4) Die Grenzen des Schutzgebiets sind in eine Landschaftsschutzkarte grün eingetragen, die beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart aufbewahrt wird. Die Landschaftsschutzkarte besteht aus einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und 30 Einzelblättern im Maßstab 1 : 2 500 (Nr. 1‑30). Ausfertigungen der Karten befinden sich beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis in Waiblingen und Ostalbkreis in Aalen. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.

§ 3

Im Schutzgebiet sind Änderungen verboten, welche die Landschaft verunstalten oder die Natur schädigen oder den Naturgenuß beeinträchtigen.

§ 4

 (1) Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 3 genannten Wirkungen hervorzurufen, bedürfen der vorherigen schriftlichen Erlaubnis des Landratsamtes in dessen Bezirk das von der Maßnahme betroffenen Grundstück liegt.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere:

1.       Errichtung von Anlagen, die nach der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung bauliche Anlagen sind oder als solche gelten, auch wenn sie keiner baurechtlichen Entscheidung bedürfen; das gleiche gilt für die der Errichtung gleichgestellten Maßnahmen;

1.       Errichtung oder Änderung von Mauern, Zäunen oder anderen Einfriedigungen, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;

2.       Verlegen von ober- und unterirdischen Leitungen aller Art sowie Aufstellen von Masten und Unterstützungen, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;

3.       Abgrabung von Steinen, Lehm, Sand, Kies oder anderen Erdbestandteilen einschließlich der Erweiterung bereits bestehender Abbaustätten, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;

4.       Änderung der bisherigen Bodengestalt vor allem durch Abgrabung, Auffüllung und Aufschüttung, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;

5.       Anlage oder Änderung von Straßen und Wegen, mit Ausnahme von forstlichen Wirtschaftswegen innerhalb Waldes und von Unterhaltungsmaßnahmen, auch soweit sie keiner straßen- oder wegerechtlichen Entscheidung bedürfen;

6.       Anlage oder Änderung von Plätzen (Zelt-, Abstell- oder Lagerplätze u.ä.), soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;

7.       außerhalb der zugelassenen Plätze das nicht nur vorübergehende Aufstellen von Zelten, Wohn- oder Verkaufswagen, auch wenn die Wagen nicht überwiegend ortsfest benutzt werden;

8.       Schaffung, Beseitigung oder Änderung fließender oder stehender Gewässer, sowie die Einleitung von Abwässer in solche, mit Ausnahme von Unterhaltungsmaßnahmen, auch wenn sie keiner wasserrechtlichen Entscheidung bedürfen;

9.       Ablagerung oder auch kurzfristige Lagerung von Abfällen, Müll, Erd- und Gesteinsaushub, Schutt, Unrat, Autowracks oder ähnlichen Gegenständen, soweit nicht bereits Nr. 1, das Abfallgesetz (Ges.Bl. 1972 S. 1) oder das Abfallbeseitigungsgesetz (BGBl. I 1972 S. 873) Anwendung finden;

10.    Anbringen von Plakaten, Schildern und Schrifttafeln, soweit nicht bereits § 7 Abs. 1 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes in der jeweils geltenden Fassung oder Nr. 1 zutrifft;

11.    Änderung der Bodennutzung, insbesondere Neuaufforstungen und Ausstockungen;

12.    Beseitigung oder Änderung wesentlicher Landschaftsbestandteile, insbesondere von Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen, Felsen sowie ähnlichen Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, soweit nicht bereits § 14 Abs. 1 der Naturschutzverordnung in der jeweils geltenden Fassung zutrifft;

13.    Betrieb von Maschinen, Geräten und Einrichtungen aller Art, soweit sie lästigen Lärm verursachen;

14.    Kahlschläge über 4 ha.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die beabsichtigte Maßnahme Wirkungen der in § 3 genannten Art nicht zur Folge hat. Sie ist mit Auflagen oder Bedingungen zu erteilen, wenn dadurch solche Wirkungen abgewendet werden können; zur Sicherstellung der Erfüllung der Auflagen kann Sicherheitsleistung verlangt werden. In den übrigen Fällen ist die Erlaubnis zu versagen. Will das Landratsamt entgegen der Stellungnahme des Kreisbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege eine Erlaubnis erteilen, so ist zuvor die Weisung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde einzuholen.

 (4) Soweit für Bauvorhaben die Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Verwaltungsbehörde nach § 36 Abs. 1 Satz 2 des Bundesbaugesetzes in der jeweils geltenden Fassung erforderlich ist, muß auch die Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde eingeholt werden. Eine allgemeine Festlegung nach § 36 Abs. 2 des Bundesbaugesetzes kann mit einer entsprechenden Regelung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde verbunden werden.

 (5) Genehmigungs-, Erlaubnis- und Anzeigepflichten nach anderen gesetzlichen Vorschriften bleiben unberührt.

§ 5

 (1) Die §§ 3 und 4 finden keine Anwendung auf das Landschaftsbild schonende Änderungen,

1.       durch die Acker in Grünland oder Grünland in Acker umgewandelt wird, oder

2.       die nach den Regeln einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung zur land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung erforderlich sind, soweit es sich nicht um Kahlschläge über 4 ha, Ausstockungen, Neuaufforstungen, die Anlage von Obstkulturen oder die in § 4 Abs. 2 Nr. 1, 5, 6 und 9 genannten Änderungen handelt.

 (2) Die nach Abs. 1 Nr. 2 erforderliche Erlaubnis ist auch dann zu erteilen, wenn nachgewiesen wird, daß die Änderung für die Fortführung des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs unerläßlich ist.

§ 6

Die §§ 3 und 4 finden keine Anwendung auf

1.       das Aufstellen von Schildern, die auf den Schutz des Gebietes hinweisen, Verbotstafeln, Verkehrszeichen sowie Schilder für die Forst- und Waldeinteilung;

2.       die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und der Fischerei mit Ausnahme der Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne des § 4 Abs. 2 Nr. 1.

§ 7

 (1) In besonderen Fällen, namentlich wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit vorliegen, kann das Landratsamt mit Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde Ausnahmen von § 3 zulassen.

 (2) Die Ausnahme kann mit Auflagen oder Bedingungen versehen sowie widerruflich oder befristet zugelassen werden. § 4 Abs. 3 Satz 2 zweiter Halbsatz gilt entsprechend.

§ 8

Bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits vorhandene Verunstaltungen sind auf Verlangen des Landratsamts ganz oder teilweise zu beseitigen, wenn dies den Betroffenen zuzumuten und ohne größere Aufwendungen möglich ist. Behördlich genehmigte Anlagen werden hierdurch nicht berührt.

§ 9

Wer in dem Schutzgebiet

1.       entgegen § 3 die Landschaft verunstaltet oder die Natur schädigt oder den Naturgenuß beeinträchtigt,

2.       entgegen § 4 Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 3 genannten Wirkungen hervorzurufen, ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Landratsamts vornimmt,

handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 25. Juli 1972 (GBl. S. 400) und kann mit einer Geldbuße belegt werden.

§ 10

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Stuttgart, den 29. Dezember 1975

Roemer

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis zur Änderung der Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Landschaftsschutzgebiet "Haselbachtal" auf den Gemarkungen Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, Lorch, Schwäbisch Gmünd und Mutlangen, Ostalbkreis vom 29. Dezember 1975, vom 20. September 1993 (Amtsblatt der Gemeinde Alfdorf vom 15.10.1993).

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Landesgesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (LUVPG) vom 12. Dezember 1991 (GBl. S. 848), wird verordnet.

§ 1

 (1) Der räumliche Geltungsbereich der Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Landschaftsschutzgebiet "Haselbachtal" vom 29. Dezember 1975 wird geändert.

 (2) Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, wird mit Inkrafttreten dieser Verordnung aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen.

§ 2

 (1) Die Aufhebung berührt das Gewann "Halde" am südlichen Ortsrand von Alfdorf. Die von der Aufhebung berührte Fläche hat eine Größe von rund 0,4 ha.

 (2) Auf dem Gebiet der Gemeinde Alfdorf, Gemarkung Alfdorf, wird eine Teilfläche von Flurstück Nr. 3103 aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen.

 (3) Die berührte Fläche ist in einer Übersichtskarte vom 08. Juli 1993 im Maßstab 1 : 25 000 (Anlage 1) und in einer Flurkarte vom 08. Juli 1993 im Maßstab 1 : 2 500 (Anlage 2) schwarz umgrenzt und flächig rot eingetragen. Die geänderte Grenze des Landschaftsschutzgebietes ist in der Flurkarte schwarz punktiert und grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird bei der Gemeindeverwaltung Alfdorf in Alfdorf, Obere Schloßstraße 28, sowie beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis in Waiblingen, Alter Postplatz 10, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Waiblingen, den 20. September 1993

Horst Lässing

Landrat des Rems-Murr-Kreises

Verkündungshinweis

 

Gemäß § 60 a NatSchG ist eine etwaige Verletzung der in § 59 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Erlass der Verordnung gegenüber dem Landratsamt Rems-Murr-Kreis schriftlich geltend gemacht worden ist; der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.

 

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis zur Änderung der Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet „Haselbachtal“ auf den Gemarkungen Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, Lorch, Schwäbisch Gmünd und Mutlangen, Ostalbkreis vom 29. Dezember 1975.

Vom 25. Juli 2011

 

Aufgrund der §§ 26, 22 und 3 Abs. 1 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542) in Verbindung mit den §§ 29 Abs. 1 S. 1 und 73 Abs. 4 und 5 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 13. Dezember 2005 (GBl. S. 745), zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 17. Dezember 2009 (GBl. S. 809), wird verordnet:

 

 

 

§ 1

 

(1)   Der räumliche Geltungsbereich der Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet „Haselbachtal“ auf den Gemarkungen Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, Lorch, Schwäbisch Gmünd und Mutlangen, Ostalbkreis vom 29. Dezember 1975 wird geändert.

 

(2)   Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde/Gemarkung Alfdorf, Rems-Murr-Kreis, werden mit Inkrafttreten dieser Verordnung aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen.

 

 

§ 2

(1)   Die Änderung berührt im Teilort Alfdorf-Haselbach

 

-      den nordöstlichen Ortsrand von Haselbach (Nr. 1) mit einer Größe von
rund 0,07 ha,

-      einen Bereich südlich der Pfersbacher Straße (Nr. 2) mit einer Größe von
rund 0,16 ha,

-      den südlichen Bereich von Haselbach (Nr. 3) mit einer Größe von rund 2,14 ha.

 

Die von der Änderung berührten Flächen haben eine Gesamtgröße von rund 2,4 ha.

 

(2)   Die berührten Flächen sind in einer Übersichtskarte vom 25. Juli 2011 im

        Maßstab 1 : 25 000 (Anlage 1) sowie in einer Flurkarte vom 29. Oktober 2010 im
Maßstab 1 : 2 500 (Anlage 2) eingetragen. Die rot eingefärbten Flächen stellen die aus dem bisherigen Schutzgebiet herausfallenden Flächen dar. Das bestehende Schutzgebiet ist in der Übersichtskarte grün schraffiert und umrandet und in der Flurkarte flächig grün dargestellt. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.

 

(3)   Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis, Außenstelle Technisches Landratsamt in 71332 Waiblingen, Stuttgarter Straße 110, sowie bei der Gemeindeverwaltung Alfdorf, Obere Schlossstrasse 28, 73553 Alfdorf, zur kostenlosen Einsicht für jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt:

 

 


 

§ 3 Inkrafttreten

 

Diese Änderungsverordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

 

Waiblingen, 25. Juli 2011

 

 

 

 

Johannes Fuchs

Landrat des Rems-Murr-Kreises

 

 

 

Verkündungshinweis

 

Nach § 76 NatSchG ist eine Verletzung der in § 74 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Verkündung der Verordnung schriftlich beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis in 71332 Waiblingen,

Alter Postplatz 10, bzw. Postfach 1413, 71328 Waiblingen geltend gemacht wird. Der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.