1.27.018 Storchenweiher mit umgebendem Gelände sowie dem nördlich gelegenen Damm

VO vom 22.09.1959 - siehe unter Nr. 1.27.17.

Sammelverordnung für die Landschaftsschutzgebiete 1.27.18 (Erweiterung), 1.27.24 (Erweiterung), 1.27.25 - 1.27.27

Verordnung zum Schutz von Landschaftsteilen und -bestandteilen im Kreis Crailsheim vom 10. November 1967 (Hohenloher Tagblatt vom 15. November 1967).

Aufgrund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung des 2. Änderungsgesetzes vom 1. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001) sowie des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg als höherer Naturschutzbehörde folgendes verordnet:

§ 1

 (1) Die nachstehenden Gebiete werden dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt:

1.Beißerweiher, Wegweiher, Moosweiher, Gießrechenweiher, Weiher bei der Felsenmühle, Hammerweiher mit umgebendem Gelände

·               Markung Neustädtlein/Rötlein, Gemeinde Lautenbach:
Parzellen 277, 273/6, 272, Teilstück von Feldweg 19, Parzellen 291 (südwestlich von Sumpfwiese bedecktes und südöstlich von Bruchwald bedecktes Teilstück) , 288/3 (südlich von Bruchwald bedecktes Teilstück) , 293/1 (nördlich von Sumpfwiese bedecktes Teilstück) , 292, Teilstück von Vic.Weg 6.

·               Markung Bernhardsweiler, Gemeinde Lautenbach:
Parzellen 265/1 und /2, 267-271, 273-275/2, 279-283, 292, 293, Gebäudegrundstücke bei der Felsenmühle, Bach Nr. 1 - 3, Teilstück von Feldweg Nr. 4.

·               Markung Lautenbach:
Parzelle 173, Bach Nr. 3

2.Storchenweiher mit umgebendem Gelände sowie dem nördlich gelegenen Damm

·               Markung Lautenbach:
Parzellen 118, 150, 149/2 (östlich von Sumpfwiese bedecktes Teilstück) , 151-155 (östlich von Sumpfwiese und Gehölzen bedeckte Teilstücke) , 156, die von einem Damm bedeckten Teilstücke der Parzellen 171 und 360

3.Ölweiher mit umgebendem Gelände

·               Markung Lautenbach:
Parzelle 313

4.Brettenweiher mit umgebendem Gelände

·               Markung Bernhardsweiler, Gemeinde Lautenbach:
Parzelle 112

5.Rohrweiher mit umgebendem Gelände

·               Markung Wäldershub, Gemeinde Wildenstein:
Parzelle 226.

 (2) Die Grenzen der geschützten Landschafsteile und -bestandteile sind mit grüner Farbe in die Landschaftsschutzkarte beim Regierungspräsidium Nordwürttemberg eingetragen. Mehrfertigungen der Karte befinden sich beim Landratsamt und bei den Bürgermeisterämtern der Gemeinden, in deren Gebiet die geschützten Landschaftsteile und -bestandteile liegen, sie können dort während der Dienststunden eingesehen werden.

§ 2

 (1) In den geschützten Gebieten (§ 1) sind Änderungen, welche die Landschaft verunstalten, die Natur schädigen oder den Naturgenuß beeinträchtigen, verboten.

 (2) Die bisherige wirtschaftliche Nutzung bleibt erlaubt.

 (3) In den geschützten Gebieten (§ 1) bedürfen der Genehmigung des Landratsamtes Crailsheim:

·               a) das Errichten, Erneuern und Verändern von Bauwerken aller Art; hierzu gehören auch Feldscheuern, Gartenhäuschen, Geschirrhütten, Lagerschuppen, Verkaufsstände und dergleichen, auch wenn diese Bauten nur unbedeutende Abmessungen besitzen oder wenn sie beweglich sind;

·               b) das Errichten von Stützmauern und Einfriedigungen;

·               c) das Anbringen von Werbetafeln, Plakaten, Spruchbändern, Inschriften, Schildern und dergleichen, soweit sie nicht ausschließlich der Verkehrsregelung, der amtlichen Wegbeschilderung, der Kennzeichnung von Wanderwegen oder von Waldorten oder dem Hinweis auf den Landschaftsschutz dienen;

·               d) das Ablagern von Abfällen, Müll, Schutt, Aushub und dergleichen;

·               e) das Anlegen von Lehm-, Sand- oder Kiesgruben, von Steinbrüchen, Abschutthalden, das Erweitern bestehender und das Wiedereröffnen stillgelegter derartiger Anlagen;

·               f) sonstige Veränderungen der natürlichen Geländeform durch Sprengungen, Grabungen oder Aufschüttungen und dergleichen, insbesondere der Bau von Wegen und Parkplätzen;

·               g)  das Abbrennen von Grasflächen und Röhricht während des ganzen Jahres;

·               h) Erstaufforstungen sowie Waldausstockungen (Rodungen);

·               i) das Beseitigen vorhandener Ödlandreste und Bruchwaldreste;

·               k) das Lagern, Zelten und Aufstellen von Wohnwagen;

·               l) der Bau von Drahtleitungen;

·               m) das Anlegen, Verunreinigen und Verändern von Gewässern, Gräben und Kanälen;

·               n) das Beseitigen oder wesentliche Verändern von Bäumen, Gebüschen und Gehölzen außerhalb des geschlossenen Waldes sowie von Hecken und Rainen;

·               o) das Beseitigen oder Verändern von Felsen oder sonstigen Naturerscheinungen;

·               p) sonstige wesentliche Veränderungen innerhalb der geschützten Gebiete.

 (4) Die Genehmigung (Abs. 3) wird erteilt, wenn die Änderungen weder die Landschaft verunstalten, noch die Natur schädigen, noch den Naturgenuß beeinträchtigen.

 (5) Kann die Genehmigung nach Abs. 4 nicht erteilt werden, so kann in besonderen Fällen das Landratsamt Crailsheim mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg eine Ausnahme bewilligen.

§ 3

 (1) Beim Inkrafttreten dieser Verordnung bereits vorhandene Verunstaltungen der Landschaft sind auf Verlangen des Landratsamtes Crailsheim ganz oder teilweise zu beseitigen. Das Verlangen muß dem Betroffenen zumutbar sein; es darf keine größeren Aufwendungen erfordern.

 (2) Abs. 1 ist auf behördlich genehmigte Anlagen nicht anzuwenden.

§ 4

Verstöße gegen die Vorschriften in § 2 werden nach §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes bestraft oder nach § 13 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53) als Ordnungswidrigkeiten mit Geldbuße geahndet.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung im Hohenloher Tagblatt in Kraft.

Crailsheim, den 10. November 1967

Landratsamt

als untere Naturschutzbehörde