1.36.034 Römerkastell Halheim

Sammelverordnung für die LSG Nr. 1.36.034 - 1.36.039

Zweite Landschaftsschutzverordnung Aalen (Amtsbl. des Ostalbkreises vom 19.10.1973).

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (GBl. S. 111), und des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höherer Naturschutzbehörde verordnet:

§ 1

 (1) Die in der Anlage (A13034) zu dieser Verordnung aufgeführten Landschaftsteile werden in dem dort beschriebenen Umfang als Landschaftsschutzgebiete dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Die Grenzen des Schutzgebiets sind in einer Landschaftsschutzkarte, die aus neun Einzelblättern im Maßstab 1 : 25 000 besteht, grün eingetragen. Die Karte wird beim Landratsamt aufbewahrt. Eine Mehrfertigung dieser Karte befindet sich beim Regierungspräsidium Stuttgart. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.

(2) In das jeweilige Landschaftsschutzgebiet fallen auch solche Grundstücke, Grundstücksteile, Wege und Gewässer, die in der Anlage zu dieser Verordnung nicht aufgezählt sind, von den dort beschriebenen Grundstücken aber eingeschlossen werden.

§ 2

Im geschützten Gebiet ist es verboten, Veränderungen vorzunehmen, die die Landschaft verunstalten oder die Natur schädigen oder den Naturgenuß beeinträchtigen.

§ 3

 (1) Der Erlaubnis des Landratsamts Ostalbkreis bedarf, wer Maßnahmen durchführen will, die geeignet sind, eine der in § 2 genannten Wirkungen hervorzurufen.

 (2) Insbesondere folgende Maßnahmen sind nur nach vorheriger Erlaubnis durch das Landratsamt zulässig:

·               a) die Errichtung von Anlagen, die nach der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung bauliche Anlagen sind oder als solche gelten, auch wenn sie keiner baurechtlichen Entscheidung bedürfen; das gleiche gilt für die der Errichtung gleichgestellten Maßnahmen;

·               b) die Errichtung oder Änderung von Mauern, Zäunen oder anderen Einfriedigungen sowie Drahtleitungen, jedoch mit Ausnahme von Weidezäunen;

·               c) der Abbau von Steinen, Lehm, Sand, Kies oder anderen Erdbestandteilen und die Veränderung der bisherigen Bodengestaltung in irgendeiner Weise, ferner die Erweiterung bestehender Abbaustätten;

·               d) die Anlage von Wegen, Parkplätzen, Zeltplätzen, Badeplätzen und Lagerplätzen;

·               e) das Lagern und Zelten und das Aufstellen von Wohnwagen;

·               f) das Ablagern von Erdaushub, Müll, Schrottmaterial, Autowracks, Schutt und die Anlage von Abraumhalden;

·               g)  das Aufstellen von Schildern, Tafeln und Inschriften, die sich nicht auf den Landschaftsschutz oder den Verkehr beziehen;

·               h) die Beseitigung oder Beschädigung von Hecken, Einzelbäumen (mit Ausnahme von Obstbäumen), Sträuchern und Gehölzen außerhalb des geschlossenen Waldes, von Ödlandresten, Bruchwäldern und Bruchwaldresten und das Anlegen von standortfremden Gehölzpflanzungen;

·               i) das Anlegen, Verändern, Verunreinigen und Beseitigen von Gewässern aller Art (Tümpel, Teiche, Quellen, Fließgewässer);

·               k) sonstige Veränderungen der Nutungsart mit Ausnahme der Umwandlung von Ackerland in Wiese oder Weide; als Nutzungsart gilt die Nutzung eines Grundstücks als Ackerland, Wiese, Obstwiese, Weide und Wald;

·               l) alle sonstigen in der Anlage zu dieser Verordnung für erlaubnispflichtig erklärten Maßnahmen.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die beabsichtigte Maßnahme nicht gegen das Verbot des § 2 verstößt. Sie ist mit entsprechenden Auflagen und Bedingungen zu erteilen, wenn durch diese ein Verstoß der Maßnahme gegen das Verbot des § 2 abgewendet werden kann. In den übrigen Fällen ist sie zu versagen.

§ 4

 (1) Die §§ 2 und 3 finden keine Anwendung auf Maßnahmen, die einer bereits bestehenden forstwirtschaftlichen Nutzung dienen und das Landschaftsbild möglichst schonen.

 (2) In besonderen Fällen kann das Landratsamt Ostalbkreis mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde Ausnahmen von § 2 zulassen.

 (3) Die Ausnahme kann an Bedingungen und Auflagen gebunden werden.

§ 5

Beim Inkrafttreten dieser Verordnung bereits vorhandene Verunstaltungen der Landschaft sind auf Verlangen des Landratsamts ganz oder teilweise zu beseitigen, wenn dies den Betroffenen zuzumuten und ohne größere Aufwendungen möglich ist. Behördlich genehmigte Anlagen werden hierdurch nicht berührt.

§ 6

Wer in dem Schutzgebiet

1.            entgegen § 2 die Landschaft verunstaltet oder die Natur schädigt oder den Naturgenuß beeinträchtigt,

1.            entgegen § 3 Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 2 genannten Wirkungen hervorzurufen, ohne vorherige Erlaubnis des Landratsamts vornimmt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53), zuletzt geändert durch das zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 25. Juli 1972 (GBl. S. 400), und kann mit einer Geldbuße belegt werden.

§ 7

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Aalen, den 24. September 1973

Landratsamt Ostalbkreis

Nr. IV/41 - 364.42

Im Auftrag

gez. Dr. Stroh

A13034 Anlage zur zweiten Landschaftsschutzverordnung für den Bereich des früheren Landkreises Aalen

Bezeichnung der Landschaftsschutzgebiete

In den Landschaftsschutzgebieten liegen folgende Grundstücke

Besondere Vorschriften für erlaubnispflichtige Maßnahmen

22.       Römerkastell Halheim

Markung Halheim, Stadt Ellwangen: Flst.Nr. 346

 

 

23.Rinderburg

Markung Ellwangen:

Flst.Nr. 1503, 1519,1783, Schafhof 3 sowie die Teilstücke der Flst. Nr. 1505/1, 1506/2,1509-1518,1782, Schafhof 1 und 2 westlich soweit sie

Im rechtskräftigen Bebauungsplan "Rinderburg" der Stadt Ellwangen vom 14.1.1969/1.7.1969/9.6.1970 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind.

 

24. Weiher im Raum Ellenberg - Wört - Stödtlen - Tannhausen Auweier

Markung Wört:

Flst.Nr.224/1

Das Abbrennen von Grasflächen und Röhricht während des ganzen Jahres

Weiher bei der Häringssägmühle

Markung Wört:

Flst.Nr. 156

 

 

Straßenweiher

Markung Wört:

Flst.Nr. 1276, 1277

 

 

Holzweiher

Markung Wört:

Flst.Nr. 1272

 

 

2 Weiher beim Spitalhof

Markung Wört:

Flst.Nr. 892, 893, 1149

 

 

Kolbenweiher, Großtiefweiher, Kleintiefweiher, Lettenweiher mit umgebendem Wald

Markung Wört:

Flst.Nr. 549-552, Teilfläche von Flst.Nr. 547/2

(begrenzt durch FW bzw.Holzabfuhrwege Nr.

62, 63, 64, 67, 68, 82)

 

 

Weiher bei der Jammermühle

Markung Wört:

Flst.Nr. 327/3, 341/1, 341/4, 909

Markung Dürrenstetten, Gde. Wört:

Flst.Nr. 46

 

 

Fichtenheidle (Oberholzweiher)

Markung Königsroter Mühle, Gde. Wört: Flst.Nr. 29

 

 

Birkenweiher und Unterholzweiher

Markung Königsroter Mühle, Gde. Wört:

Flst.Nr. 25, 26

 

 

Gaugenweiher

Markung Wört

Flst.Nr. 773, 774/1-5

 

 

Lohweiher

 

Markung Grünstädt/Springhof, Gde. Wört             

Flst.Nr. 68

 

 

Frühmeßweiher

Markung Wört: Flst.Nr. 547/1

 

 

Harzweiher

Markung Birnhäusle, Gde. Ellenberg: Flst.Nr. 30

 

 

Molkenweiher

Markung Birnhäusle, Gde. Ellenberg:

Flst.Nr. 80 g, 84

 

 

Unterer Straßenweiher und Stockweiher (Oberer Straßenweiher) mit umgeben-

dem Gelände

 

Markung Dietlesmühle, Gde. Ellenberg:

Flst.Nr. 9-12, 13/1, 15

 

 

Tiefweiher

Markung Hintersteinbach, Gde. Ellenberg: Flst.Nr. 192

 

 

Kehrweiher

Markung Hintersteinbach, Gde. Ellenberg:

Flst.Nr. 111

 

 

Volkmerweiher

Markung Stödtlen: Flst.Nr. 456/1, 597/1

 

 

Farrenweiher

Markung Stödtlen:  Flst.Nr. 479/6, 480

 

 

Breitweiher

Markung Gaxhardt, Gde. Stödtlen:

Flst.Nr. 30

 

 

Hilsenweiher

Markung Gaxhardt, Gde. Stödtlen:

Flst.Nr. 194

 

 

Schafweiher

Markung Gaxhardt, Gde. Stödtlen Flst.Nr. 207

 

 

Spitalweiher

Markung Gaxhardt, Gde. Stödtlen:

Flst.Nr. 209

 

 

Altweiher

Markung Ober- und Unterbronnen,Gde. Stödtlen: Flst.Nr. 298

 

 

Berlachweiher

Markung Ober- und Unterbronnen, Gde. Stödtlen:

Flst.Nr. 61/2, 62/1

 

 

Oberer und Unterer

Baronenweiher

 

Markung Tannhausen:

Flst.Nr. 2010-2018

 

 

25.Tiefes Tal

Markung Oberkochen:

Flst.Nr. 527-560, 561/2-568, 570, 572-592, 2719,

2725, 2727/2, 2728, 2729;

 

ein 50 m breiter Streifen des Waldgrundstücks Flst. Nr. 2732, entlang der südlichen Grundstücksgrenzen der Flst.Nr.574,575,und 576

ein 50 m breiter Streifen des Waldgrundstücks Flst. Nr. 2730, südlich der FW Nr. 41/1 und 42/1;

 

die Teile des Flst.Nr. 2716, die nordöstlich des FW Nr. 42/2 sowie östlich des FW Nr. 36 und des Vic. Wegs Nr. 8/2 liegen;

 

die Teilstücke von Flst.Nr. 2703, die westlich und

südwestlich des Vic. Wegs Nr. 8/2 liegen;

 

ein 50 m breiter Streifen des Waldgrundstücks Flst. Nr. 2703, nordöstlich der Vic. Wege Nr. 8/2 und 8/1,beginnend bei der Gabelung FW Nr.14 -Vic. Weg Nr. 8/2 und enden bei der Grundstücksgrenze Flst.Nr. 2703/2694;

 

die Teile des Flst.Nr. 2694, die südlich und südöstlich des FW Nr. 142 liegen.

 

 

26.Laubachtal

Markung Reichenbach, Stadt Aalen:

Flst.Nr. 17-20, 43/1 + 3, 48, 56, 58-60, 63-65, 71, 74, 77, 79-93/2, 111, 146/3, 147/2, 148-151, 153/1 + 2, 161-167, 176, 190-192/4, 195, 197, 198, 200-203/2, 205-207, 210-212, 214, 216-219, 232/1-3,

233, 237, 312-314, 496-498/4, 505-510, 513-518/2,

546, 548/1 + 2, 552, 556/3 + 4, 557-559, 562, 569/1.

 

 

27.Landschaftsteile im

     Riesrandbereich

Markung Zipplingen: Flst.Nr. 205-217/2, 272-292/2, 328/6-8, 328/10, 329/1-376

 

 

     Kuhberg - Heimischberg

 

Markung Oberwilflingen, Gde. Unterwilflingen Flst.Nr. 585

 

 

Kapellenberg

Markung Unterwilflingen: Flst.Nr. 635-645, 596

 

 

Bonifatiusberg

Markung Jagstheim, Gde. Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 88/2

Markung Wössingen, Gde. Zipplingen: Flst.Nr. 415-426, 466, 467/5, 468-471, 477-482, 562-564

 

 

Bergle

Markung Jagstheim, Gde. Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 26

 

 

Schneckenberg

Markung Dirgenheim, Gde. Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 147-149

Markung Kirchheim/Ries  Flst.Nr. 373-377

 

Adelberg

Markung Dirgenheim, Gde. Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 152-158

 

 

Eulenstein

Markung Dirgenheim, Gde. Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 102

 

 

Vonmuth

Markung Goldburghausen, Gde. Riesbürg: Flst.Nr. 499-509, 512 (westliches Teilstück), 513

 

Markung Benzenzimmern, Gde. Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 329-340

 

 

Goldbachtal

Markung Kirchheim/Ries: Flst.Nr. 623, 633, 676-687, 689-703, 705-708, 710-712

 

Markung Trochtelfingen, Stadt  Bopfingen: Flst.Nr. 596, 635, 636

 

 

 

 

 

 

 

Kuppen zwischen Trochtelfingen und dem Goldbachtal

 

 

a)Leitenbergle

Markung Trochtelfingen, Stadt Bopfingen:

Flst.Nr.406

 

 

b)Schönenbergle

Markung Trochtelfingen, Stadt Bopfingen:. Flst.Nr. 537

 

 

c)Heerstraße -Lohegert -    Wallersteiner Weg

Markung Trochtelfingen, Stadt Bopfingen:

Flst.Nr. 661, 662, 671, 672, 681, 682, 689, 690,

692, 693, 704-706, 716/3

 

 

Röhrbachtal mit Kapf

Markung Härtsfeldhausen, Stadt Bopfingen: Flst.Nr. 39-46, 54-103, 105/2, 106, 107, 109, 111/1-

114/1, 321-323, 330/2, 331/1-340/2, 342-343/3, 346- 434, Geb. Nr. 17 (Jägerhaus)

 

Markung Trochtelfingen, Stadt Bopfingen:

Flst.Nr. 2555-2570, 2573, 2574, 2578-2580, 2582- 2591, 3577, 3578, 3581, 3593, 3602/1 + 2, 3603/1 + 2 + 4 + 6, Geb. Nr. 151 mit a und b (Obere Röhrbachmühle), Geb. Nr. 152 mit a, b, c und d, Geb. Nr. 156 (Untere Röhrbachmühle)

 

Markung Utzmemmingen, Gde. Riesbürg:

Flst.Nr. 398-454, 1438-1494, 1496-1514, 1516, 1523-1528, 1530, 1532-1537, 1540-1549, 1551-1553, 1580-1588, 1590-1592, 1596-1601, 1603, 1604, 1606

 

 

 

Riegelberg

Markung Utzmemmingen, Gde. Riesbürg: Flst.Nr. 777/1-787,  811, 789-805, 811,813-870, 872, 875-

900, 902-910, 912, 914-1043, 1045-1051, 1108, Geb. Nr.128