2.15.008 Vorbergzone zwischen Ettlingenweier und Malsch, Mohrenwiesen und Langwiesen

Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich der Vorbergzone zwischen Ettlingenweier und Malsch sowie der südlich davon gelegenen Mohrenwiesen und Langwiesen auf Gemarkung Malsch (Amtsverkündigungsblatt "Der Führer" vom 22. April 1941).

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung des Dritten Änderungsgesetzes vom 20. Januar 1938 (RGBl. I S. 36) sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275), wird mit Ermächtigung des Ministers des Kultus und Unterrichts als höhere Naturschutzbehörde in Karlsruhe für den Bereich der Gemarkungen Ettlingenweier, Oberweier, Sulzbach und Malsch, Landkreis Karlsruhe, folgendes verordnet:

§ 1

Die in der Landschaftsschutzkarte bei dem Minister des Kultus und Unterrichts als höhere Naturschutzbehörde in Karlsruhe mit roter Farbe eingetragenen Landschaftsteile im Bereich der Vorbergzone zwischen Ettlingenweier und Malsch sowie der südlich davon gelegenen Mohrenwiesen und Langwiesen auf Gemarkung Malsch werden in dem Umfange, der sich aus der Eintragung in der Landschaftsschutzkarte ergibt, mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

Es ist verboten, innerhalb der in der Landschaftsschutzkarte durch besondere rote Umrahmung kenntlich gemachten Landschaftsteile Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Unter das Verbot fallen die Beeinträchtigung des Waldtraufs durch größere Kahlhiebe oder der Anbau standortsfremder Nadelholzbestände, die Anlage von Bauwerken aller Art, von Verkaufsbuden, Zelt- und Lagerplätzen, Müll- und Schuttplätzen, Einzäunungen, Drahtleitungen, Steinbrüchen sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen, soweit letztere nicht auf die Landschaftsschutzmaßnahmen hinweisen oder notwendige Verkehrszeichen enthalten. Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

§ 3

Ausnahmen von den Vorschriften im § 2 können von mir in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 4

Wer den Bestimmungen des § 2 zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Amtsverkündiger für den Landkreis Karlsruhe in Kraft.

Karlsruhe, den 18. April 1941.

Der Landrat als untere Naturschutzbehörde.

Änderung:

Durch VO vom 25.07.1988 (NSG 2.112 "Glasbächle, Krebsbächle und Farlickwiesen") Fläche um 16 ha verringert.