2.25.015 Fischbachtal

Verordnung zum Schutz von Landschaftsteilen im Fischbachtal, Gemarkung Sennfeld, Landkreis Buchen i.O. (Amtsblatt für den Landkreis Buchen Nr. 12 vom 20. Juni 1956)

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung des zweiten Ergänzungsgesetzes vom 1. Dezember 1956 (RGBl. I S. 1001), sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Ermächtigung des Regierungspräsidiums Nordbaden, Abteilung I, Allgemeine und Innere Verwaltung als höhere Naturschutzbehörde in Karlsruhe für den Bereich des Fischbachtales, Gemarkung Sennfeld, Landkreis Buchen, folgendes verordnet:

§ 1

Die in der Landschaftsschutzkarte beim Regierungspräsidium Nordbaden als höhere Naturschutzbehörde in Karlsruhe mit grüner Farbe eingetragenen Landschaftsteile im Bereich des Fischbachtals, Gemarkung Sennfeld, Landkreis Buchen werden in dem Umfange, der sich aus der Eintragung in die Landschaftsschutzkarte ergibt, mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

Es ist verboten, innerhalb der in der Landschaftsschutzkarte durch besondere, grüne Umrandung kenntlich gemachten Landschaftsteile Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Unter das Verbot fallen die Anlagen von Bauwerken aller Art, Verkaufsbuden, Zelt- und Lagerplätze, Müll- und Schuttplätze sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen, soweit letztere nicht auf die Landschaftsschutzmaßnahmen hinweisen. Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

Dies bedeutet im einzelnen:

1.            Von dem Gehölz am Ufer und in der freien Wiesenfläche dürfen nicht mehr als 20 v.H. gleichzeitig geschlagen werden.

2.            Die landwirtschaftlich genutzten Flächen dürfen nur in der bisherigen Kulturart und im bisherigen Umfang genutzt werden, unbeschadet der Vornahme etwaiger Wiesenverbesserungen.

§ 3

Ausnahmen von den Vorschriften des § 2 können in besonderen Fällen vom Regierungspräsidium Nordbaden als höhere Naturschutzbehörde zugelassen werden.

§ 4

Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt für den Landkreis Buchen vom 20. Juni 1956 Nr. 12, in Kraft.

Buchen, den 12. Juni 1956

Landratsamt Buchen

- als untere Naturschutzbehörde -