2.25.025 Neckartal III

Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal III)" vom 01.12.1986 (Rhein-Neckar-Zeitung vom 02.11.1986).

Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Mosbach mit den Stadtteilen Reichenbuch, Diedesheim und Neckarelz sowie auf dem Gebiet der Gemeinden Binau, Neckarzimmern, Obrigheim mit dem Ortsteil Mörtelstein, Hüffenhardt mit dem Ortsteil Kälbertshausen und Haßmersheim mit den Ortsteilen Hochhausen und Neckarmühlbach werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal III)".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 4 900 ha.

 (2) Das Schutzgebiet umfaßt den Talabschnitt des Neckars zwischen Binau und Haßmersheim-Neckarmühlbach. Wesentliche Bestandteile des Schutzgebietes sind der Flußlauf des Neckars mit seinen Seitenbächen, die den Fluß begleitenden Auen, die Talflanken, Randhöhen und talnahen Teile der anschließenden Hochflächen. Die im Zusammenhang bebauten Orte einschließlich zugehöriger Flußabschnitte im Elzmündungsraum und bei Haßmersheim/Neckarzimmern, die der zukünftigen baulichen Entwicklung vorbehaltenen ortsnahen Lagen sowie die von der Regionalplanung gesicherten Vorrangbereiche für den oberflächennahen Rohstoffabbau sind nicht in das Landschaftsschutzgebiet einbezogen. Außerdem sind das Gelände des Kernkraftwerkes Obrigheim und das Werksgelände der Heidelberger Zement AG, Werk Haßmersheim, vom Geltungsbereich der Landschaftsschutzverordnung ausgenommen.

 (3) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 01. Februar 1986 auf dem Gebiet der Gemeinde:

·               Binau: die gesamte Gemarkung mit Ausnahme der bebauten Gebiete und der für eine bauliche Nutzung vorgesehenen Gewanne oder Teile der Gewanne Wettum, Schellenäcker, Sauäcker, Bodenfeld, Dännich und Limberg;

·               Mosbach - Stadteil Reichenbuch: den Gemarkungsteil südwestlich der Landesstraße 527 Mosbach-Nüstenbach-Neckargerach mit Feldgewann und Gemeindewald Distrikt Haukrain;

·               Mosbach - Stadtteil Diedesheim: die Gemarkungsteile nordwestlich der Mönchsklinge und nordöstlich des Weges vom Schreckhof. Der Weiler Schreckhof ist in das Schutzgebiet einbezogen. Im Bereich des Hamberges sind auf der Teilgemarkung Diedesheim die Baugebiete der Siedlung Masseldorn und am Geisberg von der Schutzverordnung ausgenommen. Ebenso ist der gesamte südliche, bebaute Gemarkungsteil einschließlich des Neckars nicht in die Schutzverordnung einbezogen, dagegen liegen die Reste der Neckaraue einschließlich Neckar westlich der alten Bundesstraße 37 und nördlich der Neckarbrücke im Schutzgebiet;

·               Mosbach - Stadtteil Neckarelz: die Kuppe des Hamberges mit Teilen des Gewannes Stein, den Gemeindewald Distrikt XI Alter Gemeindewald und die südwestlich anschließenden Feldgewanne Remstal, Fuchsenloch, Vorderer Gaulrain, Hinterer Gaulrain, Remsel, Siedenfuhr, Stutz und Obere Aue, Teile der Gewanne Schulzehäuslein, Untere Au und Obere Lache, einschließlich des Neckars und dessen Auen;

·               Mosbach - Stadtteil Mosbach: den Waldstreifen westlich der Landesstraße 527 bis zu der Teilgemarkungsgrenze Mosbach-Diedesheim und Mosbach-Reichenbuch, den Osthang des Hamberges mit Teilen des Gewannes Stein, den Hardhof mit den umliegenden Feldgewannen Langenberg, Kreuzäcker, Straßenäcker, Wiesenäcker, Bei den zwei Bäumen, Oberer Grund, Unterer Grund, Stockbrunner Fußpfad, Grobfeld, Baumäcker, Heide, Mostbaum, Teich und Seewiesen, die südlich an die Feldlage anschließenden Waldteile bis zur Gemarkungsgrenze Neckarzimmern und den nordwestlich angrenzenden Gemeindewald Distrikt VII Hardwald/Jubelsberg;

·               Neckarzimmern: die östlich bis nordöstlich der Bahnlinie Neckarelz-Bad Friedrichshall gelegenen Gemarkungsteile mit Ausnahme der Baugebiete "Am Mosbacher Weg", "Auweinberge", "Luttenbachtal" und den, Bereich "Wiesenäcker" bis zur Kläranlage, den Neckar mit seiner Aue im Bereich der Gewanne Untere Au, Obere Au, Auwiesen und Almendwiesen bis zur Teilgemarkungsgrenze Mosbach-Neckarelz;

·               Haßmersheim - Ortsteil Neckarmühlbach: die gesamte Gemarkung des Ortsteiles Neckarmühlbach mit Ausnahme der bebauten Gebiete und der für eine bauliche Nutzung vorgesehenen Teile der Gewanne Seeacker, Vorderer Berg, Innere Grundhelde und des Frh. v. Gemmingen-Guttenberg'schen Wald-Distrikts Garnberg. Ausgenommen ist außerdem der Neckar mit Uferzone im Bereich der Staustufe;

·               Haßmersheim - Ortsteil Haßmersheim: die gesamte westliche und südwestliche Gemarkung einschließlich des Neckars und der Neckarauen in den Gewannen Oberm Ort und Irsch, der unbebauten, nicht durch Bebauungspläne erfaßten Teile des Hühnerbergs und der Gewanne westlich des Ortes Täubergrund, Täubergrundwiesen, Äußere Krautgärten, Merkelskrautgärten, Mehlgraben, westlicher Teil des Gewannes Vorderer Lerchenberg und das Gewann Hinterer Lerchenberg. Nicht einbezogen in das Schutzgebiet sind die baulichen Entwicklungsflächen am Westrand der bestehenden Baugebiete "Räderweg", "Nord I", "Nord II" und "Am unteren Auweg";

·               Haßmersheim - Ortsteil Hochhausen: die gesamte Gemarkung mit Ausnahme der bebauten Ortsteile und der baulichen Abrundungsfläche im Wingert und im Oberen Höhweg. In das Schutzgebiet eingeschlossen sind die Kirche mit Kirchhof und angrenzenden Gärten sowie das Schloß mit Parkanlage, die Gewanne Belvedere und Kirchhöfle;

·               Hüffenhardt - Ortsteil Hüffenhardt: Teile des Gemeindewaldes Distrikt Der große Wald sowie Teile der westlich bis südlich vorgelagerten Feldgewanne Unschuf und Haßmersheimer Weg;

·               Hüffenhardt - Ortsteil Kälbertshausen: den Gemeindewald Distrikt X Großer Wald östlich der Landesstraße 590 einschließlich des Gewannes Greutwiesen;

·               Obrigheim - Ortsteil Obrigheim: die Gemarkung Obrigheim mit Ausnahme der bebauten Ortslage, des Kernkraftwerkgeländes mit den angrenzenden baulichen Entwicklungsflächen in den Gewannen Gabeläcker, Zwölf Morgen, Frankenäcker sowie der Bereich des Kirstetterhofes mit den westlich und südlich angrenzenden Feldgewannen. Außerdem sind der Landschaftsteil zwischen der ehemaligen Eisenbahnstrecke Neckarelz - Neckarbischofsheim und dem Neckar vom westlichen Widerlager der neuen Neckarbrücke (Obrigheim Süd)  bis zur Unterführung der Kreisstraße von Obrigheim nach Hüffenhardt sowie die für eine bauliche Nutzung vorgesehenen und teilweise bereits bebauten ortsnahen Feldgewanne Valtert, Oberer Weg und Taubenbaum vom Geltungsbereich der Landschaftsschutzverordnung ausgenommen.

·               Obrigheim - Ortsteil Mörtelstein: die gesamte Gemarkung mit Ausnahme der bebauten Ortsteile und des am Südrand der Gemarkung liegenden Gewannes Wolfäcker.

 (4) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener grüner Linie flächig grau und in 28 einzelnen Katasterplankarten im Maßstab 1 : 5 000 mit grüner, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

Schutzzweck ist

·               die Erhaltung einer Tallandschaft im Übergangsbereich der naturräumlichen Haupteinheiten des Kraichgaues, Baulandes und Sandstein-Odenwaldes mit ihrem charakteristischen Wechsel von steilen Prall- und flachen Gleithängen, schluchtartigen Klingen und Flußauen,

·               die Erhaltung einer durch traditionelle Landnutzung und Siedlungsformen bestimmten Kulturlandschaft,

·               die Erhaltung und Förderung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes sowie

·               der pflegliche und sparsame Umgang mit raumbeanspruchenden Eingriffen zur Erhaltung von Lebensstätten der heimischen Tier- und Pflanzenarten.

Unter die oben genannten Landschaftsbestandteile fallen im wesentlichen folgende:

1.           die schmalen Bach- und breiteren Flußauen in Grünlandnutzung mit Resten von Röhrichtbeständen und Ufergehölzen des Neckars und der Bäche Mühlbach, Luttenbach, Haßmersheimer und Hochhausener Bach, Heiligenbach und Klingenbächlein;

2.           die steilen, überwiegend bewaldeten Talflanken des Neckars im Anschluß von Pralluferstrecken sowie die schluchtartigen Klingen (wie z.B. Mordklinge/Ludolfsklinge) und tief eingeschnittenen Seitentäler mit ihren feuchten Schluchtwäldern;

3.           die ehemals oder bis zur Gegenwart weinbaulich genutzten steileren süd-, südost- und südwestexponierten, teilweise durch Steinriegel, Mauern, Terrassen und Feldgehölze reich gegliederten Talhänge des Neckars und einiger seiner Seitentäler (wie z.B. Henkert, Reppel, Hamberg, Limberg, Ochsenberg u.a.);

4.           die ausgedehnten sowohl geländemorphologisch als auch durch Feldobstbau und Feldgehölze gegliederten Feldfluren in ebener bis schwach geneigter Lage, insbesondere im Bereich der Mäanderbögen von Neckarmühlbach/Haßmersheim und Obrigheim sowie auf den angrenzenden, waldfreien Hochflächen wie z.B. um den Schreckhof, Finkenhof, Hardhof und am Hornberger Feld (Stockbrunner Hof);

5.           die abwechslungsreiche Feld-Waldgrenzzone insbesondere im Übergang von stärker geneigten Feldlagen zu steilen, überwiegend bewaldeten Hanglagen im Bereich der Hochfläche und am Fuß der Talhänge sowie die geschlossenen Waldungen der Talhänge des Neckars, seiner Seitentäler und der angrenzenden Randhöhen;

6.           die historisch bedeutsamen Bauten an landschaftlich herausragenden Orten wie Burgen und Schlösser (Guttenberg, Hornberg, Hochhausen, Neuburg, Dauchstein), Kirchen und Kapellen (in Mörtelstein und Hochhausen) sowie landschaftlich bedeutsame und noch erkennbare, charakteristische Siedlungsformen (Schreckhof) wie auch noch deutlich dörflich geprägte Siedlungsränder (Neckarmühlbach, Hochhausen, Mörtelstein, Binau).

§ 4 Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.           der Naturhaushalt geschädigt,

2.           die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.             eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.           das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.           der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Errichtung von Einfriedigungen;

3.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstückes erforderlich sind;

6.            Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

7.            Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen;

8.            Anlage oder Veränderung von Flugplätzen;

9.            Betrieb von Motorsport sowie von motorgetriebenen Schlitten;

10.      Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;

11.      Verankern von Wohnbooten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen;

12.      Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

13.      Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

14.      Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

15.      Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

16.      Beseitigung oder Änderung der unter § 3 Nr. 1 bis 6 aufgeführten wesentlichen Landschaftsbestandteile.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.           für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke;

2.           für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und Fischerei;

3.           für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16;

4.           für Schutzzäune an Verkehrswegen;

5.           für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen;

6.           für die ordnungsmäßige Unterhaltung und Instandsetzung der im Schutzgebiet rechtmäßig bestehenden
a) Fernmeldeleitungen und Richtfunkanlagen der Deutschen Bundespost,
b) Energieversorgungsanlagen,
c) dem öffentlichen Schienenverkehr dienenden Einrichtungen;

7.           für die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung
a) verbindlichen Zielsetzungen der Raumordnung, Landes- und Regionalplanung sowie durch bestandkräftige Planfeststellungen, Erlaubnisse, Genehmigungen gestattete Vorhaben,
b) vorhandenen Flächen und Anlagen im Sinne von §  38 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz in der Fassung vom 20.12.1976.

§ 7 Schutz- und Pflegemaßnahmen

Schutz und Pflegemaßnahmen werden durch Einzelanordnungen im Rahmen des § 18 Abs. 2 NatSchG geregelt.

§ 8 Befreiungen

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG durch die untere Naturschutzbehörde Befreiung erteilt werden.

§ 9 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.           entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.           entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 10 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Gleichzeitig tritt die Verordnung des Präsidenten des Landesbezirks Baden zum Schutz von Landschaftsteilen im Landkreis Mosbach (Neckartal II) vom 20. März 1954 insoweit außer Kraft, als ihre Schutzgebietsfläche von dieser Verordnung betroffen ist.

Mosbach, den 01. Dezember 1986

Neckar-Odenwald-Kreis

Landratsamt

- Untere Naturschutzbehörde -

gez.

Dr. Pfreundschuh, Landrat

Änderungen:

·               Durch VO vom 19.12.1990 (NSG 2.139 "Hamberg") - Fläche um 13 ha verringert.

·               Durch VO vom 28.12.1992 (NSG 2.158 "Hochhausener Weinberge") Fläche um 23 ha verringert.

Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal Ill)" vom 08. Januar 1996 (Rhein-Neckar-Ztg. vom 13.01.1996)

Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

Artikel 1

Die Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschäftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal III)" vom 01. Dezember 1986 wird wie folgt geändert:

1.           1 .Die unter § 2 Abs. 3 aufgeführte Abgrenzungsbeschreibung für Obrigheim - Ortsteil Mörtelstein erhält folgende Fassung:
"Obrigheim - Ortstell Mörtelstein: die gesamte Gemarkung mit Ausnahme der bebauten Ortsteile und der südlich gelegenen Gewanne Maßholder, Wüstenäcker und Wolfäcker."

2.           Von den in § 2 Abs. 4 bezeichneten Karten werden die Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 sowie die Katasterplankarten Blatt Nr. 6620.14 (Mörtelstein; Nr. 5 in der Schutzgebietsmappe) und Blatt Nr. 6620.20 (Asbach Ost; Nr. 9 in der Schutzgebietsmappe) im Maßstab 1 : 5 000 durch die dieser Änderungsverordnung beiliegenden Karten ersetzt.

Artikel 2

 (1)Dieser Verordnung liegen neugefaßte Katasterplankarten Blatt Nr. 6620.14 (Mörtelstein; mit der Bezeichnung Nr. 5) und Blatt Nr. 6620.20 (Asbach Ost; mit der Bezeichnung Nr. 9) im Maßstab 1 : 5 000 - sowie eine Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 bei. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.

 (2)Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach - untere Naturschutzbehörde zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

Artikel 3

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Mosbach, den 08. Januar 1996

Neckar-Odenwald-Kreis

Landratsamt

-untere Naturschutzbehörde-

gez.

Schlüter

Erster Landesbeamter

 

Zweite Verordnung des Landratsamtes Neckar‑Odenwald‑Kreis zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal III)" vom 18. April 2000 (Mitteilungsbl. Neckarzimmern, Hüffenhardt, Obrigheim, v. 27.04.2000; Haßmersheim v. 28.04.2000).

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 59 des Naturschutzgesetzes in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

Artikel 1

Die Verordnung des Landratsamtes Neckar‑Odenwald‑Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal III)" vom 01. Dezember 1986, zuletzt geändert durch Verordnung vom 08. Januar 1996, wird wie folgt geändert:

1. Die unter § 2 Abs. 3 aufgeführte Abgrenzungsbeschreibung für Mosbach ‑ Stadtteil Diedesheim wird durch folgenden Halbsatz ergänzt:

"östlich der B 37 ist der Bereich der Sportanlagen und der Kläranlage sowie eine Fläche zur gewerblichen Nutzung im Bereich Unterer Herrenweg ausgenommen;"

2. Die unter § 2 Abs. 3 aufgeführte Abgrenzungsbeschreibung für Neckarzimmern wird durch folgenden Halbsatz ergänzt:

"sowie einer Mischgebietsfläche im Gewann Steinbach;"

3. Die unter § 2 Abs. 3 aufgeführte Abgrenzungsbeschreibung für Obrigheim ‑ Ortsteil Obrigheim erhält folgende Fassung:

"die Gemarkung Obrigheim mit Ausnahme der bebauten Ortslage, des Kernkraftwerkgeländes mit den angrenzenden baulichen Entwicklungsflächen in den Gewannen Gabeläcker, Zwölf Morgen, Unterer Hohberg und Untere Hälde sowie der Bereich des Kirstetterhofes mit den westlich und südlich angrenzenden Feldgewannen. Als weitere Entwicklungsflächen bleiben Flächen in den Gewannen Schelberg, Münchberg und Kolben ebenfalls ausgenommen. Außerdem sind der Landschaftsteil zwischen der ehemaligen Eisenbahnstrecke Neckarelz-Neckarbischofsheim und dem Neckar vom westlichen Widerlager der neuen Neckarbrücke (Obrigheim Süd) bis zur Höhe der Unterführung der Kreisstraße von Obrigheim nach Hüffenhardt sowie die für eine bauliche Nutzung vorgesehenen und teilweise bereits bebauten ortsnahen Feldgewanne Valtert, Oberer Weg und Taubenbaum vom Geltungsbereich der Landschaftsschutzgebietsverordnung ausgenommen.«

 

4. Von den in § 2 Abs. 4 bezeichneten Karten werden die Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 sowie die Katasterplankarten der Deutschen Grundkarte Blatt-Nr. 6620.15 (Binau; Nr. 6 in der Schutzgebietsmappe), Blatt‑Nr. 6620.16 (Obrigheim; Nr. 7 in der Schutzgebietsmappe), Blatt-Nr. 6620.22 (Neckarelz; Nr. 11 in der Schutzgebietsmappe), und Blatt Nr. 6620.36 (Haßmersheim; Nr. 22 in der Schutzgebietsmappe) im Maßstab 1:5000 durch die dieser Änderungsverordnung beiliegenden Karten ersetzt.

Artikel 2

(1) Dieser Verordnung liegen neugefaßte Katasterplankarten Blatt Nr. 6620.15 (Binau; mit der Bezeichnung Nr. 6), Blatt Nr. 6620.16 (Obrigheim; mit der Bezeichnung Nr. 7), Blatt Nr. 6620.22 (Neckarelz; mit der Bezeichnung Nr. 11) und Blatt Nr. 6620.36 (Haßmersheim; mit der Bezeichnung Nr. 22) im Maßstab 1:5000 sowie eine Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 bei. In den Karten im Maßstab 1:5000 kann bei der Darstellung der Grenzen des Schutzgebiets die graue Anschummerung durch eine Rasterbandierung ersetzt werden. Die durchgezogene grüne Linie stellt in jedem Fall die Außengrenze des Schutzgebiets dar. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.

(2) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar‑Odenwald‑Kreis in Mosbach ‑ untere Naturschutzbehörde ‑ zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt. Die Verordnung mit Karten kann auch bei den Bürgermeisterämtern der Großen Kreisstadt Mosbach, der Gemeinden Obrigheim, Binau, Haßmersheim, Hüffenhardt und Neckarzimmern eingesehen werden.

Artikel 3

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Mosbach, den 18. April 2000

Neckar‑Odenwald‑Kreis

Landratsamt

Untere Naturschutzbehörde

gez. Detlef Piepenburg

Landrat

3. Verordnung des Landratsamtes Neckar‑Odenwald‑Kreis zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal lll)" vom 19. Mai 2003 Rhein-Neckar-Ztg. o. Datum).

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 59 des Naturschutzgesetzes in der Fassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385), zuletzt geändert durch Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes vom 19. November 2002 (GBI. S. 424), wird verordnet:

Artikel 1

Die Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Haßmersheim und Binau mit seinen Seitentälern und angrenzenden Hochflächen (Neckartal III)" vom 01. Dezember 1986, zuletzt geändert durch Verordnung vom 18. April 2000, wird wie folgt geändert:

1. In den unter § 2 Abs. 3 aufgeführten Abgrenzungsbeschreibungen werden bei den nachfolgend genannten Gemarkungen die jeweiligen Halbsätze hinzugefügt:

a) bei Binau:

"sowie Teile der Gewanne Hoher Baum und Heldenäcker;"

b) bei Haßmersheim -Ortsteil Haßmersheim

"sowie Teile der zur bauleitplanerischen Ordnung vorgesehenen Gewanne Innere Krautgärten und Äußere Krautgärten;"

2. a) Von den in § 2 Abs. 4 bezeichneten Karten werden die Katasterplankarten der Deutschen Grundkarte Blatt-Nr. 6620.9 (Binau Österling; Nr. 2 in der Schutzgebietsmappe) sowie Blatt-Nr. 6620.36 (Haßmersheim; Nr. 22 in der Schutzgebietsmappe) im Maßstab 1:5000 durch die dieser Änderungsverordnung beiliegenden Karten geändert. Die jeweils entfallende Schutzgebietsgrenze ist durch rot hervorgehobene Kreuze gekennzeichnet, die neue Abgrenzung wird durch eine 1 cm breite Rasterbandierung mit grün markierter Linie dargestellt.

b) Die Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 wird durch den dieser Verordnung beiliegenden Kartenausschnitt bezüglich des farblich markierten Änderungsbereichs ersetzt.

Artikel 2

(1) Die dieser Verordnung beiliegenden Katasterplankartenausschnitte zu Blatt Nr. 6620.9 (Binau Österling; mit der Bezeichnung Nr. 2) und zu Blatt Nr. 6620.36 (Haßmersheim; mit der Bezeichnung Nr. 22) im Maßstab 1:5000 sowie die Kartenausschnitte der betreffenden Umgebung als Übersichtskarten im Maßstab 1:25000 sind Bestandteile dieser Verordnung.

(2) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach -untere Naturschutzbehörde -zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt. Die Verordnung mit Karten kann auch bei den Bürgermeisterämtern der Großen Kreisstadt Mosbach, der Gemeinden Binau, Obrigheim, Haßmersheirn, Hüffenhardt und Neckarzimmern eingesehen werden.

Artikel 3

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Mosbach, den 19. Mai 2003

Neckar-Odenwald-Kreis

Landratsamt

-untere Naturschutzbehörde-

Piepenburg

Landrat