2.26.048 Bergstraße -Süd

Verordnung des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis über das

Landschaftsschutzgebiet "Bergstraße -Süd" vom 16.05.2005

 

Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der

Fassung vom 29. März 1995 (GBL. S. 385) zuletzt geändert durch Gesetz zur

Änderung des Naturschutzgesetzes vom 19. November 2002 (GBL. S. 424)

und Art. 4 des Gesetzes zur Änderung von Vorschriften über die Umweltverträglich-

keitsprüfung und anderer Gesetze vom 19. November 2002 (GBL. S. 428) wird

verordnet:

Allgemeine Vorschriften

§ 1

Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Bammental,

Gaiberg, Leimen, Mauer, Nußloch und Wiesloch werden zum Landschaftsschutzgebiet

erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Bergstraße-Süd".

§ 2

Schutzgegenstand

(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 2716 ha.

Folgende Gewanne und Waldflächen sind vollständig oder teilweise vom Schutzgebiet

umfasst und nach Gemeinden und Ortsteilen aufgeführt:

Gemeinde Bammental

Gemarkung Bammental

Gemeindewald Distrikt I Großer Wald, Kirchweg, Hardter Schlägle, Meisenbusch.

Gemeinde Gaiberg

Gemarkung Gaiberg

Gemeindewald Distrikt I Der große Wald, Oberes Eichwäldchen, Rohrbacher Weg, An

der zusammengewachsenen Buche, Im Weyer, Pfaffenrödel, Mittelwiesen,

Finkenwiesen, Brunnenwiesen, Kästenbuckel, Hohwiesen, Kirchwald, Hölzerwiesen,

Lochwiesen, Götzenbuckel, Ochsenpferch, Dickbuchenschlag, Vogelwiese,

Schafwiesen, Hintere Köllischklinge, Lange Köllischklinge, Aspenwald, Steiniger Dübel,

Langer Dübel, Kurzer Dübel, Kommissionsschlag, Hinterer Pfriemenschlag, Vorderer

Pfriemenschlag, Weiherwiesen, Kleiner Löchelstein, Lingentaler Zaun, Leimener Weg,

Rambas, Fuchsloch, Buchwäldel, Ober dem Pfarracker, Distrikt III Im Dreieck, Blotte

Platte, Vorderes Neufeld, Mittleres Neufeld, Unteres Neufeld, Obere Neufeldschläge,

Untere Neufeldschläge, Gemeindewald Distrikt II Neufeldschlag, Großer Löchelstein,

Löchelstein, Herrschaftsacker, Vogelherd.

Gemeinde Leimen

Gemarkung Leimen

Ober Klam, Soermen, Fischer, Steinberg, Vogelgesang, Mannebusch, Lange Wingert,

Helten, Erpfel, Gemeindewald Distr.I Hirschgrund, Neurott, Lingental, Untere Wiesen,

Rosenacker, Zwischen Wiesen und Lächelstein, Löchelstein, Erlenteich, Breite Gewann,

Lange Gewann, Hofgewann, Am Nußlocher Weg, Amtmann, Oberer Emmersrain, Unter

Katschert, Engelsbrunnen, Rübenland, Ober Engelsbrunnen, Knollen, Unter

Weisenberger, Ober Weisenberger, Ober Katschert, Röhrgrund.

Gemarkung Gauangelloch

Gemeindewald Distrikt II Teich, Frhr. V. Bettendorfscher Wald, Säumagen,

Dornschlag, Bannholz, Eisenkeutel, Gemeindewald Distrikt V Zimmerplatz,

Gemeindewald Distrikt IV Eichelklinge, Heiligenwald Distrikt III Ober Gründel,

Heiligenwald Distrikt III Mittel Gründel, Heiligenwald Distrikt III Unter Gründel,

Gemeindewald Distr. III Säumagen,

älberg, Mittlerer Buckel, Vogelherd, Frhr. V. Gölerscher Wald, Distrikt II Am Leimener,

Weg und mittlerer Buckel, Gemeindewald Distrikt I Hirschgrund, Alter Neurod, Lange,

Waldäcker, Gründel, Gründelsloch, Hoher Kirschbaum, Breitäcker I Waldacker,

Ungentaler Berg, Leimener Höhe, Zubersklinge, Pfannenstiel, Hofäcker, Hintere

Brennofenklinge, Vordere Brennofenklinge, Spitzäcker, Stockäcker, Kreuzweg, Am

Kreuzweg, Bannholz, Wüster Acker, Wolfsheule, Läusäcker, Rechts am

Daisbachbuckel, Links am Daisbachbuckel, Brunnenberg, Blinder Rain, Angellocher

Pfad, Wieslocher Berg, Ochsenbacher Teich" Rödelberg, G ai, Mittlerer Gewann,

Pferchäcker, Daisbach, Baiertaler Weg, Saalhämmerle, Eck, Lange Gewann,

Riegelsbach, Rohrwiese, Bucklige Äcker, Am siebten Seil" Grampenacker, Gießgraben,

Kornrain, Eulenberg, Leimbruchweg, Viehtrieb, Hoher Stein, Bernzgrund,

Steinrutsche, Lehenbaum" Schatthäuser Weg, Meckesheimer Weg, Rohräcker,

Diebsloch, Bei der Großwiese, Äußere Gewann, Dörnichen, Ebene, Kohlwald,

Holleracker, Hollerwiese, Goldberg.

Gemeinde Mauer

Gemarkung Mauer

Diebsloch, Schmierhütte, Taglöhnerflur, Schatthäuser Brüchel, Eichwald, Kreuzstein.

Gemeinde Nußloch

Gemarkung Nußloch

Zwei Bäch, Schlauchwiesen, Froschäcker, Steinäcker, Schreinersbrünnel, Im

Weingarten, Beim Seidenweg, Gemeindewald Distr.I Hirschgrund, Zimmerplatz,

Leimener Klinge, Faules Bauholz II, Faules Bauholz I, Große Hütte ,Forlenbuckel,

Zeilet, Untere Zeilet, Ochsenbacher Weg, Hintere Gewann, Krumme Acker,

Saugrund, Mittelgewann, Hälde, Lehen, Wolfsberg, Herrenweg, Waldäcker,

Ludwigsberg, Leopoldsberg, Gemeindewald Distr.I Hirschberg, Gemeindewald

Distr.II Buchwald, Köpfel, Bäckersgrund, Links am Baiertaler Weg, Stupfelberg,

Im Schlangengrund, Rote Äcker, Spitzäcker, Kreuzsteinbuckel, Daisbach, Spannagel,

Hintere Wiesen, Friedhofgewann, Sauklinge, Hoher Berg, Lochäcker, Untere

Lochäcker, Heiratsbuckel, Holderstockwiesen, Maisbachwiesen, Wasserlings-

baumacker, Oben am Hopfenrain, Untere Daisbach, Am Schatthauser Weg,

Am Poleneck, Heiligenberg, Unterer Heiligenberg, Erlenwiesen, Bohleneck,

Holzapfelbaum, Gangacker, Litterers Teich, Schulzenäcker, Seltnersbuckel,

Bräunlingsbuckel, Im abgebrannten Dorf, Im Röder, Kleine Klinge, An der Baiertaler

Grenze, Ameisenbuckel, Schäferäcker, Fünf Morgen, Erzwäsche, Hagen, Schelmen-

äcker, Hessel, Wilhelmsberg, Beim Pfeffers Teich, Schabeiskling

Gemeinde Wiesloch

Gemarkung Wiesloch

Hagen, Stockäcker, Psychatrisches Landeskrankenhaus, Sechszehnmorgen,

Achtmorgen, Steinlochschanz, Teich, Schlangengrund, Schimmelesrain, Kreuzstein.

Gemarkung Baiertal

Hardt, Hintere Maisbach, Reilinger Teich, Dippelsgrund, Sandgrund, Maisbach,

Freiberg, Bergers Klinge, Klame, Kuttenhammel, Rappenacker, Eichteich, Kobelsberg,

Heiligenteich, Keitelberg, Stupfelberg, Schlangengrund, Zwiegabelsgrund, ,Wüste

Äcker, Schindplatte, Kalksgrund, Wanne, Eisbuckel, Rohräcker, Winterhälde,

Uberzwercher Grund, Blumenberg, Bei der Ziegelhütte, Ziegelhüttenteich, Adelsgrund,

Hesseläcker, Steinteich, Hügel, Saugrund, Sauberg.

Gemarkung Schatthausen

Äußere Eck, Daisbach, Rauwiesenbuckel, Rauhwiesen, In der Ochsenbach,

Attichsbuckel, Rotengrund, Am Lingentaler Weg, Hirtenbuckel, Schindklinge, Acht

Morgen, In der Schmierklinge, In der Maisbach, Kalksgrund, Eck, Roßschinder,

Vordere Eck, Pförchwiesen, Steiniger Rain, Sechzehn Morgen, Im Rauchwäldle,

In der Lohmühle, In der tiefen Gasse, Wingerte, Langäcker, Leimbruch,

Holderstock, Goldbuckel, Hintere Steig, Schaftrieb, Schulerwiese, Forlenwald, Hinterm

Forlenwald, Rohmst, Überzwercher Rain, Ebing, Tiefe Gasse, Gänsäcker, Wanne,

Mühlwiese, Schießrain, Rosenäcker, Mezgeräcker, Lettengrube, Vordere Steig,

Ob den dreißig Morgen, Dreißig Morgen, Vor dem Forlenwald, Ameisenäcker,

Krummbach, Neun Morgen" Hirtenwiesen, Vier Morgen, Sieben Morgen, Im

krummen Acker, Maurer Feld, Maurer Bruch.

 (2)    Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im

         Maßstab 1: 25 000 sowie in 18 Detailkarten im Maßstab 1: 5 000 jeweils mit

         durchgezogener, flächig schwarz punktierter Linie eingetragen. Die Karten sind

         Bestandteil dieser Verordnung.

         Die Verordnung mit Karten sind beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis und bei

         den Bürgermeisterämtern Bammental, Gaiberg, Leimen, Mauer, Nußloch, und

         Wiesloch zur Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

§ 3

Schutzzweck

Schutzzweck ist:

die historisch gewachsene Kulturlandschaft sowie die rekultivierte und renaturierte

Steinabbau- und Bergbaufolgelandschaft mit wertvollen Sekundärlebensräumen

an der landschaftlich prägnanten Schnittstelle der Naturräume Hardtebenen,

Bergstraße, Sandstein-Odenwald und Kraichgau

-    in ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Natur und Landschaft,

-    in ihrem besonderen Erholungswert für die Allgemeinheit im Umfeld eines

     Ballungsraumes,

-    in ihrer Funktion als Lebensraum für eine Vielfalt gebietstypischer Tier- und

     Pflanzenarten und                            

-    in ihrer Nutzungsfähigkeit der Naturgüter zu erhalten und zu fördern.

Charakteristische und wesentliche Merkmale der Natur und Landschaft im

Landschaftsschutzgebiet sind:

-   die ebene Niederungslandschaft der Hardtebenen am Fuß der Bergstraße mit

     Entwässerungsgräben, Feuchte liebenden Krautsäumen, Flurgehölzen,

     Wiesenresten und Ackernutzung,

-   die markant herausgehobene Gebirgsrandstufe der Bergstraße mit steilem, wenig

    gegliedertem, bewaldetem Oberhang und flachem Unterhang mit vielgestaltigen

    Geländeformen wie Terrassen, Böschungen, Hohlwegen, einem kleinteiligen

    Nutzungsmosaik aus Weinbau, Streuobstbau, Obstgärten, Wiesen, Äckern,

    eingestreuten Brachen, Flurgehölzen und einzelnen Fließgewässern,

-  die weithin sichtbare Mittelgebirgslandschaft des Sandstein-Odenwaldes, deren

    Oberfläche von Kuppen, Hängen, Geländesenken und komplexen Klingensystemen

    gegliedert ist sowie weitläufige, standortgerechte Laubwälder, verzahnt mit

    Grünland- und Ackerflächen, einzelnen Streuobstwiesen, Flurgehölzen und

    naturnahen Berglandbächen,

-  die hügelige, von ausgeprägten Bach- und Trockentälern durchzogene fruchtbare,

    weitläufige Ackerlandschaft des Kraichgaus mit einzelnen Flurgehölzen,

    Krautsäumen und Grünland, die zahlreichen Geländekleinformen wie Terrassen,

    Böschungen,

    Hohlwege und Klingen sowie auf Bergbau und Gesteinsabbau beruhende

    Sonderstandorte wie Felsbänder, Felsköpfe, Gesteinshalden, Abraumhalden und

    Rohböden, mit einzelnen Stillgewässern und Sukzessionsflächen.

§ 4

Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter

des Gebietes verändern oder dem .Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere,

wenn dadurch

1.      der Naturhaushalt geschädigt wird;

2.      die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört wird;

3.      eine im Sinne des § 3 geschützten Flächennutzung auf Dauer geändert wird;

4.      das Landschaftsbild nachhaltig geändert oder die natürliche Eigenart der

         Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt wird;

5.      der Naturgenuss oder der besondere Erholungswert der Landschaft beein-

         trächtigt wird.

§ 5

Erlaubnisvorbehalte

(1)     Handlungen, die den Charakter des Landschaftsschutzgebietes verändern oder

         dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der Erlaubnis der unteren

         Naturschutzbehörde.

(2)     Der Erlaubnis bedarf es insbesondere,

         1.      wesentliche Landschaftsbestandteile, Vorwälder, Bäume, Feldgehölze,

                   Feldhecken, Gebüsche, Streuobstbestände, wie Hohlwege, Klingen,

                   Terrassen, Böschungen und ähnliche Naturerscheinungen zu beseitigen

                   oder auf andere Weise zu zerstören;

         2.      bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung zu errichten oder der

                   Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen;

         3.      Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen,

                   Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;

         4.      Stätten für Sport und Spiel anzulegen oder zu verändern;

5.      Flugplätze und Gelände, für das Starten und Landen von Luftsportgeräten

         (z. B. Hängegleiter, Gleitsegel, Ultraleichtflugzeuge, Sprungfallschirme,

         Fallschirme) und Freiballonen sowie von Gelände für den Aufstieg von

         Flugmodellen, die der luftverkehrsrechtlichen Erlaubnis bedürfen;

         anzulegen oder zu verändern;

6.      fließende oder stehende Gewässer anzulegen, zu beseitigen oder zu

         verändern sowie Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen,

         die den Wasserhaushalt verändern;

7.      Plakate, Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen, mit

         Ausnahme behördlich zugelassener Beschilderungen;

8.      die Bodengestalt zu verändern, insbesondere durch Auffüllungen oder

         Abgrabungen;

9.      neu aufzuforsten oder Christbaum- oder Schmuckreisigkulturen und

         Vorratspflanzungen von Sträuchern und Bäumen anzulegen;

10.    Art und Umfang der bisherigen Grundstücksnutzung entgegen dem

         Schutzzweck zu ändern;

11.    Dauergrünland oder Dauerbrache umzubrechen;

12.    Pflanzenschutzmittel außerhalb land- und forstwirtschaftlich genutzter

         Grundstücke zu verwenden;

13.    Motorsport zu betreiben;

14.    mehrtägig zu zelten, zu lagern, Wohnwagen, Kraftfahrzeuge oder

         Verkaufsstände auf- bzw. abzustellen;

15.    Gegenstände zu lagern, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des

         Grundstückes erforderlich sind.

(3)     Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 ge-

         nannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder

         Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen oder

         Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht

         werden kann, dass die Wirkungen der Handlung dem Schutzzweck nur un-

         wesentlich zuwiderlaufen.

(4)     Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung

         ersetzt, wenn diese im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde

         erteilt wird.

§ 6

Zulässige Handlungen

(1)     Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 4 und 5 gelten nicht für die im

         Sinne des Naturschutzgesetzes

         1.      ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung, einschließlich

                   die des Gartenbaues, des Weinbaus sowie des Erwerbsobstbaus,

                   die die sonstigen Anforderungen der Rechtsordnung bei der

                   täglichen Wirtschaftsweise einhält und die Sicherung der nachhaltigen

                   wirtschaftlichen Ertragskraft des Bodens, insbesondere durch Erhaltung

                   und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, zum Ziel hat, ausgenommen

                   Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 1.

         2.      ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung.

         3.      ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei.

(2)     Das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung wieder aufzunehmen, die aufgrund

         vertraglicher Bewirtschaftungsbeschränkungen oder Teilnahme an einem

         Extensivierungs- oder Stillegungsprogramm eingeschränkt oder aufgegeben

         war, bleibt unberührt.

         Zulässig bleiben auch die Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßigerweise

         bestehender Einrichtungen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 1.

         Die bisher rechtmäßig ausgeübte Nutzung von Grundstücken wird weiterhin

         gewährleistet.

§ 7

Schutz- und Pflegemaßnahmen

Schutz- und Pflegemaßnahmen werden, sofern erforderlich, durch die untere

Naturschutzbehörde in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt,

soweit sie nicht für Waldflächen im Forsteinrichtungswerk integriert sind.

Die §§ 4 und 5 dieser Verordnung sind insoweit nicht anzuwenden.

Schlussvorschriften

§ 8

Befreiungen

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG durch die untere

Naturschutzbehörde Befreiung erteilt werden.

§ 9

Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer vorsätzlich oder

fahrlässig

1.       im Landschaftsschutzgebiet nach § 4 dieser Verordnung verbotene Handlungen

         vornimmt,

2.      im Landschaftsschutzgebiet entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige

         Erlaubnis Handlungen vornimmt.

§ 10

Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündigung in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt außer Kraft:

Die Verordnung des Regierungspräsidiums Nordbaden zum Schutz Von

Landschaftsteilen im Stadt- und Landkreis Heidelberg und im Landkreis Mannheim

Vom 12. Dezember 1953 (GABL. 1954, S. 36), soweit sie für die in den §§ 1 und 2

näher bezeichneten Gemarkungen der Gemeinden Leimen und Nußloch gilt.

Heidelberg, den 16.05.2005

Dr. Jürgen Schütz

Verkündigungshinweis:

Nach § 60 a des NatSchG ist eine Verletzung der in § 59 NatSchG genannten

Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres

nach Erlass der Verordnung schriftlich beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

geltend gemacht wird, - der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll,

ist darzulegen.

Landratsamt

Rhein-Neckar-Kreis