2.35.044 Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle (2 Teilgebiete)

VO gilt für die LSG 2.35.044 und 2.36.042

Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Monbach, Maigraben und St. Leonhardquelle" vom 14. Dezember 1988 (GBl. v.20.03.1989, S. 78).

- A u s z u g -

Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979, S. 12) wird verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Bad Liebenzell, Landkreis Calw, und der Gemeinde Neuhausen, Enzkreis, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Schutzgebiet führt die Bezeichnung "Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet umfaßt die gesamte Flur des Talsystems Maisgraben/Monbach oberhalb bzw. östlich der Straße von Unterhaugstett nach Neuhausen sowie die überwiegend bewaldete Schlucht bis zum Talausgang.

 (3) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 228 ha (78 ha Landkreis Enzkreis, 150 ha Landkreis Calw). Es besteht aus drei Teilen.

Teil 1 hat eine Größe von rund 79 ha und umfaßt

-auf dem Gebiet der Stadt Bad Liebenzell,

·               Gemarkung Möttlingen, die Grundstücke Flst.Nrn.: 967, 969 bis 971, 972/1, 972/2, 973 bis 977, 978/1 bis 978/7, 985 bis 988, 989/1, 989/2, 990 bis 999, 1000/1, 1000/2, 1001 bis 1004, 1005/1, 1005/2, 1006/1, 1006/2, 1007 bis 1014, 1015/1, 1015/2, 1016 bis 1032, 1033/1, 1033/4, 1292/3 bis 1292/16, 1292/18, 1292/19, 1293/1 bis 1293/7, 1294/1 bis 1294/4, 1295/1, 1295/2, 1296, 1297, 1305 bis 1311, 1312/1, 1315/4, 1316 bis 1321, 1322 bis 1324 jeweils tw, 1325 bis 1334, 1335/1 bis 1335/4 jeweils tw, 1335/5 bis 1335/14, 1336/1, 1336/2, 1337 bis 1354, 1354/1 tw, 1354/3, 1354/4, 1355 bis 1371, 1374 bis 1377, 1416 bis 1418, 1427 bis 1430, 1431/1, 1431/2, 1432 bis 1441, 1442/1, 1442/2, 1443/1, 1444, 1445, 1445/1, 1446 bis 1472, 1481 bis 1488, 1489 tw, 1701 tw, WGr. 3;

·               Gemarkung Unterhaugstett, die Grundstücke Flst. Nrn.: 279, 280 tw, 280/1, 280/2, 281, 282/1, 282/2, 283/1, 283/2, 326, 327, 329 tw, 330 tw, 331, 333 tw, 340, 341/1, 341/2, 342, 347 bis 354, 355/1, 355/2, 356 bis 359, 360 tw;

·               Gemarkung Monakam, die Grundstücke Flst. Nrn.: 94 tw, 150 tw, 155/1 tw, 155/2, 156/1 tw, 156/2 tw, 157 tw, 159, 160 tw, 161, 161/1, 162 tw, 163, 163/1, 164 bis 167, 168/1, 168/2, 169, 170, 171/1, 172, 174 bis 177, 178/1, 178/2, 179/1, 179/2, 180 bis 182, 183 tw, 232, GV 472 tw;

-auf dem Gebiet der Gemeinde Neuhausen,

·               Gemarkung Neuhausen, die Grundstücke Flst. Nrn.: 1083 tw, 1103 bis 1106, 1108, 1110, 1113 bis 1119, 1121 bis 1123, 1125 bis 1128, 1130 bis 1151, 1153 bis 1158, 1161, 1163 bis 1170, 1173 bis 1175, 1176 tw, 1185 tw, 1187 bis 1189 jeweils tw, 1196, 1198, 1199, 5045 bis 5047, 5073 bis 5076, 5078 bis 5081, 5083, 5084, 5086, 5089, 5090, 5090/1, 5091, 5092, 5094 tw, 5102, 5118, 5119, 5122 bis 5124 jeweils tw, 5125, 5126, 5571 bis 5604.

Teil 2 hat eine Größe von rund 131 ha und umfaßt

-auf dem Gebiet der Stadt Bad Liebenzell,

·               Gemarkung Möttlingen, die Grundstücke Flst. Nrn.: 725 bis 734, 737 bis 741, 743 bis 753, 754/1, 754/2, 755 bis 757, 758 tw, 759, 761, 763 bis 768, 769/1 bis 769/3, 770, 771 tw, 772 bis 777, 778/1 tw, 778/2, 778/3, 778/5, 778/7, 778/9, 778/10, 778/12 bis 778/14, 778/16 bis 778/18, 782 bis 787, 788/2 bis 788/4, 789 bis 796, 796/1, 796/2, 797/1, 797/2, 798/1, 798/2, 799, 800/1 bis 800/11, 800/13 bis 800/16, 801 bis 804, 805/1, 805/2, 806, 807, 808/1, 808/2, 809/1, 809/2, 810/1, 810/2, 811, 812, 813/1, 813/2, 814/1, 814/2, 815/1, 815/2, 816/1, 816/2, 817 bis 824, 825/1, 825/2, 826, 827/1, 827/2, 828/1, 828/2, 829 bis 833, 834/1, 834/2, 835 bis 847, 848/1, 848/2, 849 bis 857, 858/1 bis 858/3, 859, 860/1, 860/2, 861, 862, 863/1, 863/2, 864, 865/1, 865/2, 866, 867, 868/1 bis 868/3, 869 bis 871, 872/1, 872/2, 873, 874, 875/1, 875/2, 876, 878, 880 bis 883, 884/1, 884/2, 885, 886/1, 886/2, 887 bis 893, 894/1, 894/2, 895, 896/1, 896/2, 897, 898, 899/1, 899/2, 900/1, 900/2, 901/1, 901/2, 902 bis 925, 929, 1033/2, 1033/3, 1034/1, 1034/2, 1035 bis 1039, 1312/2 1313, 1314, 1315/1 bis 1315/3, 1392/2, 1393 bis 1414, 1415/1, 1415/2, 1419 bis 1422, 1423/1, 1423/2, 1424, 1701 tw;

·               Gemarkung Unterhaugstett, die Grundstücke Flst. Nrn.: 284/2, 285 bis 287, 290 bis 298, 299/1 bis 299/3, 300, 301/2, 304, 305, 306/1, 306/2, 343 bis 346, 369, 370, Neuhauser Straße tw;

·               Gemarkung Monakam, die Grundstücke Flst. Nrn.: 94 tw, 150 tw, 158, 171/2, 173/1, 173/2, 183/1 bis 183/3, 184, 185, 186, 187 tw, 189, 203 tw, 232/1 bis 232/5, 233 bis 235, 236/1 tw, 236/2, 237/1, 467 tw, 469/1, 469/2, GV 472 tw;

·               Gemarkung Bad Liebenzell, die Grundstücke Flst. Nrn.: 601/1 und 937.

-auf dem Gebiet der Gemeinde Neuhausen,

·               Gemarkung Neuhausen, die Grundstücke Flst. Nrn.: 1066 tw, 1176 tw, 1177 bis 1179, 1181 bis 1184, 5024 tw, 5037 bis 5039, 5041 bis 5044, 5049 bis 5062, 5064 bis 5072, 5094 tw, 5097 bis 5101, 5102 tw, 5103 bis 5106, 5111, 5111/1, 5112, 5112/1, 5113, 5113/1, 5114 bis 5117, 5134 bis 5139 jeweils tw, 5141 bis 5146, 5148, 5149, 5151, 5164 bis 5173, 5176, 5352/2 tw, 5354 tw, 5358 tw, 5358/2 tw, 5362 tw, 5364 tw, 5542 bis 5559, 5561 bis 5570.

Teil 3 hat eine Größe von rund 9 ha und umfaßt

-auf dem Gebiet der Stadt Bad Liebenzell,

·               Gemarkung Monakam, das Grundstück Flst. Nr.: 94/1 tw;

·               Gemarkung Bad Liebenzell, die Grundstücke Flst. Nrn.: 606, 606/1, 606/3, 930, 931 tw, 932 bis 936, 938 bis 941, 5024 tw.

 (4) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet), dunkelgrüner Linie (Landschaftsschutzgebiet Teil 1), hellgrüner Linie (Landschaftsschutzgebiet Teil 2) sowie ockerfarbener Linie (Landschaftsschutzgebiet Teil 3) und in 4 Detailkarten im Maßstab 1 : 2 500 mit durchgezogenen Linien der obengenannten Farben auf grauem Band eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und bei den Landratsämtern Calw in Calw und Enzkreis in Pforzheim auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.

 (5) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 2 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

Schutzzweck ist:

·               für Teil 1 des Landschaftsschutzgebietes
die Erhaltung und Sicherung der feuchten bis nassen Wuchsorte am Maisgraben und dessen Nebentälern als Dauergrünland mit unterschiedlicher Artenzusammensetzung, wie sie für die historische Kulturlandschaft des flachen, teils moorigen, teils anmoorigen Wiesentales typisch ist;

·               für Teil 2 des Landschaftsschutzgebietes
die Erhaltung und Sicherung von Fluren und von Waldstücken als unbebaute Teile eines Talsystems, das als unberührte Gesamtlandschaft in Erscheinung tritt und das wegen seiner Vielfalt, Eigenart und Schönheit geschützt wird;

·               für Teil 3 des Landschaftsschutzgebietes
die Erhaltung und Pflege der parkartig gestalteten, offenen Flächen im derzeitigen Umfang aus Gründen der Erholung.

§ 6 Verbote im Landschaftsschutzgebiet

 (1) Im Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

Verboten sind die Anlage von Flugplätzen, der Betrieb von Flugobjekten aller Art, Motorsport, motorgetriebene Schlitten, das Reiten und Massenveranstaltungen aller Art.

 (2) Im Teilgebiet 1 ist außerdem der Umbruch von Wiesen (Dauergrünland) in Ackerland verboten.

§ 7 Erlaubnisvorbehalt für das Landschaftsschutzgebiet

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der höheren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.             Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.             Errichtung von Einfriedigungen;

3.             Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.             Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

5.             Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.             Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

7.             Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel;

8.             Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;

9.             Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

10.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

11.        Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

12.        Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Christbaum- und Schmuckreisigkulturen und von Vorratspflanzungen von Bäumen oder Sträuchern außerhalb des Waldes;

13.        Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

14.        Beseitigung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände und Änderung von Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen;

15.        die Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln außerhalb von Ackerland;

16.        Veranstaltungen aller Art in den Teilgebieten 1 und 2;

17.        das Verlassen der Wege in den Teilgebieten 1 und 2;

18.        das Befahren der Wege in den Teilgebieten 1 und 2 mit Fahrzeugen aller Art, ausgenommen Krankenfahrstühle und Kinderwagen.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 6 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

§ 8 Zulässige Handlungen im Landschaftsschutzgebiet

 (1) Die §§ 6 und 7 gelten nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen § 6 Abs. 2 und § 7 Abs. 2 Nrn. 1, 4, 6, 9, 12 bis 14;

2.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen § 7 Abs. 2 Nrn. 6, 11, 12, 16;

3.            für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und Fischerei mit der Maßgabe, daß Hochsitze und Jagdkanzeln nur in herkömmlicher Bauweise errichtet werden dürfen;

4.            für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Gewässer und Einrichtungen, ausgenommen Maßnahmen nach § 7 Abs. 2 Nr 14;

5.            für Schutzzäune an Verkehrswegen;

6.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

 (2) Die Anlage und der Betrieb eines Golfplatzes werden unter den folgenden Bedingungen zugelassen:

1.            Einhaltung der Festsetzungen des Bebauungsplanes "Golfplatz" und des Grünordnungsplanes, beide vom 23. August 1988;

2.            Bestellung eines Landschaftsarchitekten als Bauleiter für den ökologisch bedeutsamen Teil der Bau- und Gestaltungsmaßnahmen;

3.            Erstellung eines Pflege- und Düngeplanes im Einvernehmen mit der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe;

4.            Einsetzen einer Pflegekommission zur Überwachung dieses Planes;

5.            Führen eines Pflegebuchs, das jederzeit durch die Naturschutzverwaltung überprüft werden kann;

6.            Nach Einstellung des Golfbetriebes für die Dauer von mehr als fünf Jahren ist das ursprüngliche Geländeprofil wiederherzustellen und sind die der Entwässerung dienenden Vorkehrungen rückgängig zu machen. Der Betreiber hat dafür Sicherheit in Höhe der für diese Veränderungen aufgewandten Kosten zu leisten. Diese Leistung ist der Kostenentwicklung anzupassen. Auf die Sicherheitsleistung kann verzichtet werden, wenn sich die Stadt Bad Liebenzell zur Durchführung der Maßnahmen auf ihre Kosten schriftlich bereit erklärt.

§ 9 Schutz- und Pflegemaßnahmen

Schutz- und Pflegemaßnahmen werden - soweit sie Wald betreffen, im Einvernehmen mit der Forstverwaltung - in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt.

§ 10 Befreiungen

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG oder nach jagdrechtlichen Bestimmungen Befreiung erteilt werden.

§ 11 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt,

-wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt,

-wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.            entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 6 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.            entgegen § 7 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Natur- und Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen den §§ 4 und 6 in Verbindung mit den §§ 5 Nr. 1 und 8 Nr. 2 dieser Verordnung die Jagd ausübt.

§ 12 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist in Kraft.

§ 13 Außerkrafttreten

Die Verordnung des Landratsamtes Enzkreis über das Landschaftsschutzgebiet "Neuhausen-Biet" vom 15. September 1988 (Amtsblatt der Gemeinde Neuhausen vom 3. November 1988) und die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen und Landschaftsbestandteilen gegen Verunstaltung (Amtsblatt für den Kreis Calw vom 4. September 1953) tritt für den Geltungsbereich dieser Verordnung außer Kraft.

Karlsruhe, den 14. Dezember 1988

Dr. Miltner