3.15.009 Heubronner Eck

VO gilt für die LSG 30209 und 3.36.013.

Anordnung zum Schutz von Landschaftsteilen am Heubronner Eck auf Gemarkung Untermünstertal, Landkreis Müllheim und auf Gemarkung Neuenweg, Landkreis Lörrach (Ministerialblatt d. Landesregierung Baden vom 15.02.1951).

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung der Gesetze vom 27. September 1935 (RGBl. I S. 1191), vom 01. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001) und vom 20. Januar 1938 (RGBl. I S. 36) sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) in der Fassung der Ergänzungsverordnung vom 16. September 1938 (RGBl. I S. 1184) wird folgendes angeordnet:

§ 1

Die in der Landschaftsschutzkarte beim Landeskulturamt als höhere Naturschutzbehörde in Freiburg grün umrandeten Landschaftsteile - Umgebung der Dekan-Strohmeyer-Gedächtniskapelle am Heubronner Eck - auf den Gemarkungen Neuenweg, Landkreis Lörrach und Untermünstertal, Landkreis Müllheim, werden mit dem Tag der Bekanntmachung dieser Anordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

(1) Innerhalb des in der Landschaftsschutzkarte durch grüne Umrandung kenntlich gemachten Gebietes dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden, die geeignet sind, das Landschaftsbild oder die Natur zu beeinträchtigen.

(2) Ausgeschlossen ist danach insbesondere:

Bauwerke aller Art zu errichten, und zwar solche, die keiner baupolizeilichen Genehmigung bedürfen,

Abfälle, Müll oder Schutt abzulagern, oder wegzuwerfen oder Feuer anzuzünden,

Tafeln, Werbezeichen, Inschriften und dergleichen anzubringen, soweit sie sich nicht auf den Landschaftsschutz, den Verkehr oder amtliche Bekanntmachungen beziehen,

Drahtleitungen über das Schutzgebiet führen,

Steinbrüche, Kies-, Sand- oder Lehmgruben anzulegen oder zu erweitern,

Hecken, Bäume oder Gehölz außerhalb des geschlossenen Waldes zu beseitigen oder zu beschädigen,

größere Kahlhiebe im Walde vorzunehmen.

§ 3

Unbeschadet der Vorschriften des § 2 bleiben die wirtschaftliche Nutzung und pflegliche Maßnahmen, sofern sie dem Zweck dieser Anordnung nicht widersprechen, zugelassen.

§ 4

Ausnahmen von den Vorschriften in § 2 können von der höheren Naturschutzbehörde in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 5

Wer den Bestimmungen dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 6

Diese Anordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Ministerialblatt der Landesregierung von Baden in Kraft.