3.15.017 Hochschwarzwald - Bereiche Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter

Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hochschwarzwald - Bereiche Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter" vom 01. Juli 1982.

Auf Grund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutze der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Landeswaldgesetz vom 10. Februar 1976 (GBl. S. 99), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutzbehörde verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf den Gebieten der Gemeinden Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hochschwarzwald - Bereiche Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter".

§ 2 Schutzgegenstand

(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 14 030 ha. (2) Das Schutzgebiet umfaßt die Gemarkungsgebiete der Gemeinden Breitnau, Hinterzarten, St. Märgen, St. Peter und die Gebiete der Gemarkung Buchenbach Kurze Spirzen (Flst.Nr. 236, 237 und 237/1) und Sommerberg (Flst.Nr. 238 und 238/1), die von der Gemarkung St. Märgen in die Gemarkung Buchenbach umgegliedert worden sind. Ausgenommen sind die jeweiligen Ortsetter und ortsnahen Lagen. Die Ortsetter liegen entsprechend der nachfolgenden näheren Beschreibung nicht im Schutzgebiet.

Gemarkung Breitnau - Bereich Ortsetter (Planausschnitt 3)
Nördlich der K 4900 ist beginnend im Osten bei Flst.Nr. 5/1 ein 50 m tiefer Streifen der Flst. Nr. 5/1 (Südwestecke), 4, 15/2 und 17/2 außerhalb des Schutzgebietes. Die Flst.Nr. 18, 24/22, 25 (ohne Hofraite), 25/..* sowie der Südteil von Flst.Nr. 24/1, ausgenommen die nach dem Flächennutzungsplan ausgewiesenen Wohn- und Sonderbauflächen, Nr. 18/1, 18/8 und 18/6 mit dem südwestlich der zum BASF-Heim führenden Straße liegenden Teilfläche, Flst. Nr. 17/1 (ohne dem bebauten Nordteil), Flst.Nr. 15/3, 1/3 (mit dem Südteil), Flst.Nr. 1/2 und 5 bilden die weitere Grenze bis zur K 4900. Vom Flst.Nr. 5 ist ein nach dem Flächennutzungsplan zur Bebauung vorgesehener Teil von etwa 50 x 30 m im Südwesten nicht im Landschaftsschutzgebiet enthalten.

*in der Vorlage nicht leserlich.-

Gemarkung Breitnau - Bereich Baschishof (Planausschnitt 4)
Der bebaute Teil von Flst.Nr. 264/4, die Flst.Nr. 264/1, 264/3, 264/13 sowie Flst.Nr. 264 mit dem Sägewerk, den Lagerplätzen und dem östlich hiervon liegenden freien Teil sind nicht im Landschaftsschutzgebiet enthalten. Die Grenze im Süden bildet das Gewässer Flst.Nr. 66.

Gemarkung Breitnau - Bereich Höllsteig-Birklehofschule (Planausschnitt((W)(5)
Die Abgrenzung beginnt an der Gemarkungsgrenze Breitnau-Hinterzarten beim Grenzstein Nr. 89 und verläuft an der geplanten Erschließungsstraße nach Westen, wobei der unterhalb dieser Erschließungsstraße liegende Teil von Flst.Nr. 289 und die Flst.Nr. 292/33 und 292/4 außerhalb des Schutzgebietes liegen. Die weitere Grenze bilden die südwestlich der B 500 liegenden Flst.Nr. 293, 292/35, 289/10, 289/9, 289/8, 289/6 bis zur B 31, wo die nördlich liegenden Flst.Nr. 289/1, 293, 294/2, 292/35, 295 (teilweise) und 292/1, soweit dieses Flurstück nicht bebaut ist bzw. laut Bebauungsplan "Hirschenhof" zur Bebauung vorgesehen ist und Flst. Nr. 300. Die Grenze verläuft südlich der B 31 an der Oberkante der Böschung auf Flst.Nr. 296 nach Osten bis zur Höhe von Flst.Nr. 292/39, welches mit dem Flurstück Nr. 297, von welchem der zwischen den Flst.Nr. 297/16 und 297/3 liegende Dreispitz ausgenommen ist, bis zum Gemarkungsgrenzstein Nr. 86 der Gemarkungsgrenze Breitnau-Hinterzarten die weitere Grenze bilden.

Gemarkung Breitnau - Bereich Tiefen (Planausschnitt 8)
Im Gewann "Tiefen" sind die im Bebauungsplan "Tiefen" enthaltenen Flst.Nr. 75/1-75/6, 75/9, 234/4-234/8, 234/11-234/14 aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgenommen.

Gemarkung Buchenbach
Die Gebiete "Kurze Spirzen" und "Sommerberg" (St. Barbara) mit den Flst.Nr. 236, 237, 237/1, 238 und 238/1 liegen im Schutzgebiet.

Gemarkung Hinterzarten - Bereich Ortsetter (Planausschnitt 6)
Die Grenze beginnt an der Südspitze von Flst.Nr. 50/142 an der Freiburger Straße Flst.Nr. 6 und verläuft nach Westen durch das Flst.Nr. 50/2 bis zum Ende des Wege-Flst.Nr. 50/92. Von hier bilden die Flst.Nr. 50/2 und 4/5 bis zum westlichen Grenzstein des ausgenommenen Flst. Nr. 50/93 die Grenze. Die Flst.Nr. 4/5, 56, 60 und 59 werden nach Südwesten bis zum südlichen Grenzstein des ausgenommenen Flst.Nr. 59/5 gekreuzt. Der nördliche Teil der Flst.Nr. 59 und 70, sowie Flst.Nr. 73/7, von dem ein 40 m breiter Streifen nördlich der Straße Flst. Nr. 73/12 ausgenommen ist, bilden die weitere Grenze nach Norden und Westen bis zur Alpersbacher Straße. Das Straßen-Flst.Nr. 62 und die Flst.Nr. 73 und 72, von diesem ist ein Dreispitz westlich anschließend an das Wege-Flst.Nr. 65/73 ausgenommen, die Flst.Nr. 65, 65/48, 65/57, 61/2, 7/16 (westl. Teilstück), 7/6, 7/17 sowie 9, 10 und 11 mit jeweils den westlichen Teilstücken, 24/1, der Zartenbach Flst.Nr. 21, die Flst.Nr. 15/7, 15 ohne den bebauten Ostteil, 16, 17 ohne den bebauten Ostteil, 20 ohne den bebauten Südteil, 126/82, 126/131, 126/84, 22 und 126/64 bilden die Grenze bis zum Kirchwald Distr. I Grenzstein Nr. 65. Der Waldgrenze wird nach Süden gefolgt bis zum Waldgrenzstein Nr. 53. Das Flst.Nr. 127/2 ohne den bebauten Ostteil, der Zartenbach Flst.Nr. 21, das Flst.Nr. 126 ohne den bebauten Teil des Hugenhofes und die Flst.Nr. 126 und 126/3 ohne die nördlichen Teile der Mühlematte sowie Flst.Nr. 127 bilden die weitere Grenze nach Süden. Die Grenze verläuft dann am westlichen Rand des Gemeindewaldes Distr. I Bruderstiegwald vom Waldgrenzstein Nr. 14 bis zur Südecke des Flst.Nr. 126/81, welches mit den Flst.Nr. 28/2, 126/114, 27 ohne den bebauten Westteil die weitere Grenze bilden. Hier werden das Straßen-Flst.Nr. 4/7 und das Bahn-Flst.Nr. 4 nach Norden gekreuzt. Die Flst.Nr. 27/8, 42/11, 47, 27/5 ohne Sportplatz und Gewerbegebiet im Ostteil, 53, 50/76 und 50 bilden die Grenze nach Osten und Norden. Hier wird die Freiburger Straße Flst.Nr. 6 wieder erreicht.
Der Bereich um den Windeckweg ist ausgenommen. Die Flst.Nr. 65/48, 65, 65/47, 26 mit dem Südteil, 23 und 24 bilden die Grenze.
Im Bereich Zarten bildet das diesen Bereich umfassende Flst.Nr. 27 die Abgrenzung, lediglich 2 Teilstücke dieses Flurstücks und zwar eine Fläche von 40 x 40 m südlich des ausgenommenen Flst.Nr. 27/17 und die Zwischenfläche zwischen den ausgenommenen Flst.Nr. 27/4 und 27/52, sowie die Wegeflächen liegen nicht im Schutzgebiet.
Im Bereich Winterhalde bildet das Flst.Nr. 27 die Grenze im Westen. Die Flst.Nr. 145, 149 und 151 bilden die Grenze nach Süden, wobei die im Flächennutzungsplan in den nördlichen Teilen ausgewiesenen Bauflächen ausgenommen sind.
Im Norden bildet der Winterhaldenweg die Grenze, die dann von der Höhe der Westgrenze des ausgenommen Flst.Nr. 149/14 in geradem Verlauf nach Westen bis zum nördlichen mittleren Grenzstein des ebenfalls ausgenommenen Flst.Nr. 146/2 verläuft.

Gemarkung Hinterzarten - Bereich Rösslehof (Planausschnitt 5)
Südlich der B 31 und der K 4961 bildet das Flst.Nr. 50/2 die Grenze, soweit es außerhalb des geplanten Straßenknotens B 31/B 500 liegt. Östlich der K 4961 bilden die Flst.Nr. 50/142, 50/143 und 50 die weitere Grenze. Auf der Höhe der Gemarkungsgrenze Breitnau-Titisee-Neustadt wird die B 31 nach Norden gekreuzt, die Grenze läuft hier der Gemarkungsgrenze entlang bis 20 m nördlich von Grenzstein Nr. 99. Von hier geht die Grenze nach Westen durch das Flurstück Nr. 50/20, dessen nördlicher unbebauter und nicht durch den Bebauungsplan "Östliche Rössleberg" zur Bebauung vorgesehener Teil im Schutzgebiet liegt. Bei Grenzstein Nr. 89 wird die Gemarkungsgrenze Breitnau-Hinterzarten erreicht.

Gemarkung Hinterzarten - Bereich Bühlhof (Planausschnitt 7)
Die Flurstücke Nr. 162/1, 162/4, 162/14 bis /18, 162/19 bis /26, 162/28 und 162 mit den Erschließungsflächen, soweit sie im Bebauungsplan "Bühlhof" enthalten sind, liegen nicht im Schutzgebiet.

Gemarkung St. Märgen (Planausschnitt 2)
Im Norden beginnt die Grenze an der Westseite der L 127 bei Flst.Nr. 134, verläuft nach Süden bis zu dem das Flst.Nr. 132/2 durchfließenden Wassergraben und folgt diesem Graben bis zur Ostgrenze von Flst.Nr. 64, Flst.Nr. 62 mit Ausnahme der Hofreite im Ostteil, die Flst. Nr. 80/1, 90 und 91, von welchem die im Flächennutzungsplan ausgewiesene Sonderbaufläche ausgenommen wird, die Flst.Nr. 115 und 115/1 bilden die weitere Grenze im Westen, Süden und Osten. Vom nördlichsten Grenzstein von Flst.Nr. 115/1 werden Flst.Nr. 120, das Wege-Flst. Nr. 119 und die L 127 nach Norden durchquert. Die Flst.Nr. 124, 126/1, 126, das nördliche Teilstück von Flst.Nr. 123, die Flst.Nr. 123/8 und 132, ausgenommen die Hofreite des Rankenhofs und Flst.Nr. 134 bilden die weitere Grenze nach Norden.
Im Gewann "Beim Klausen" sind die im Bebauungsplan "Beim Klausen" enthaltenen Flst.Nr. 92/1, 92/2, 92/3, 93, 93/1, 93/2, 93/3, 93/4, 93/5, 93/6, 93/8 und 104 aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgenommen.

Gemarkung St. Peter (Planausschnitt 1)
Im Norden bildet die L 127 von der östlichen Einmündung der K 4908 bis zum Flst.Nr. 118/3 die Grenze. Dieses Flurstück, der unbebaute nördliche Teil von Flst.Nr. 123, die Flst. Nr. 118/2, 66, 74, 88, 87, 84 mit seinem westlichen Teil und 85/1 bilden die weitere Grenze bis zur hier verlaufenden L 127. Südlich der L 127 bildet Flst.Nr. 237, soweit es nicht in die Bebauungspläne "Spittelhof III" und "Spittelhof IV" einbezogen ist, die Grenze. Die Abgrenzung verläuft dann über Flst.Nr. 238 an den Südgrenzen der nicht einbezogenen Flst. Nr. 461 bis 463 bis zum Feldweg, der in Verlängerung der Straße Flst.Nr. 468 nach Süden geht und folgt diesem Weg ca. 100 m nach Süden. Im Süden bilden die Flst.Nr. 256/1, 256, 225 und 224 die Grenze. Auf dem letztgenannten Flurstück verläuft die Grenze längs dem Feldweg, der nördlich von Flst.Nr. 224/2 zum Schweighof führt und das Grundstück teilt. Hier wird die grenzbildende K 4908 erreicht.
Die Grenze bildenden Straßen und Wege sind nicht Bestandteil des Schutzgebiets, wogegen die Grenze bildenden Gewässer mit beiden Ufern zum Schutzgebiet gehören. Genannte Flurstücke liegen innerhalb des Schutzgebietes, soweit sie nicht als ausgenommen bezeichnet werden

(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in drei Karten (Maßstab 1 : 25 000) und für die Ortsbereiche in fünf Karten (Maßstab 1 : 3 000, 1 Karte Maßstab 1 : 5 000 und 2 Karten Maßstab 1 : 1 000) mit durchgezogener grüner Linie eingetragen. Der äußere Rand der grünen Linie bildet die Grenze des Schutzgebietes. Die Verordnung mit Karten wird bei der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Freiburg i.Br. verwahrt. Die Verordnung mit Karten kann während der üblichen Dienststunden eingesehen werden.

(4) Mehrfertigungen der Karten und der Verordnung liegen ferner bei den Bürgermeisterämtern Breitnau, Buchenbach. Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter zur Einsichtnahme aus.

§ 3 Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der typischen, streubesiedelten Schwarzwaldlandschaft, die mit ihren großflächigen Waldgebieten und Wiesen einen zusammenhängenden ökologischen Raum von besonderer Eigenart, Vielfalt und Schönheit darstellt, der bedeutende Erholungsfunktionen für die Allgemeinheit erfüllt.

§ 4 Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

4.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt werden.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes in der in § 4 beschriebenen Weise verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Errichtung von Einfriedigungen;

3.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art außerhalb öffentlicher Verkehrsanlagen;

4.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind und das Lagern von Booten außerhalb der dafür zugelassenen Plätze;

6.            Neuherstellung oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen, oder anderen Verkehrsanlagen;

7.            Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen;

8.            Anlage oder Veränderung von Flugplätzen;

9.            Betrieb von Motorsport, Modellflugzeugen sowie von motorgetriebenen Schlitten;

10.        Aufstellen von Wohnwagen, Zelten oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze oder Abstellen von Kraftfahrzeugen außerhalb öffentlicher Verkehrsanlagen;

11.        Verankern von Wohnbooten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen;

12.        Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

13.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

14.        Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

15.        Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

16.        Beseitigung oder Veränderung wesentlicher Landschaftsbestandteile, wie Bäume, Hecken, Gebüsche oder der Ufervegetation von Seen, Bächen und Gräben.

(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können.

(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke;
Zur ordnungsmäßigen Nutzung im vorgenannten Sinne gehören u.a.
a) die Errichtung transportabler Weidezäune,
b) die Errichtung fester Weidezäune ohne Fundamente und Sockel bis zu einer Höhe von 1,50 m, ausgenommen ist die Verwendung von Betonpfosten,
c) die Errichtung forstlicher Kulturzäune aus Knotengitter oder Sechseck-Maschendraht an Holzpfosten ohne Fundamente und Sockel im oder am Wald,
d) der Bau forstlicher Wirtschaftswege im Wald;

2.            für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und Fischerei;

3.            für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Bahnanlagen, Ver- und Entsorgungsleitungen und Gewässer;

4.            für Schutzzäune an Verkehrswegen;

5.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen;

6.            für die Bewirtschaftung des Plattensees und des Titisees im Rahmen der den Betreibern erteilten Verleihungen.

Diese Vorhaben sind jedoch so auszuführen, daß der Schutzzweck der Verordnung möglichst wenig beeinträchtigt wird.

§ 7 Befreiungen

(1) Von den Vorschriften dieser Verordnung kann die untere Naturschutzbehörde nach § 63 Naturschutzgesetz Befreiung erteilen.

(2) Die Befreiung bedarf bei folgenden Handlungen der Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde:

1.            Der Abbau von Bodenbestandteilen;

2.            die Errichtung oder wesentliche Änderung von Gebäuden;

3.            die Verlegung oder wesentliche Änderung von oberirdischen Leitungen;

4.            die Anlage oder wesentliche Änderung von Verkehrsanlagen.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.            entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.            entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig treten die nachstehenden Verordnungen außer Kraft:

die Verordnung vom 17.08.1942 zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Simonsälder Tales, soweit die Gemarkungen St. Peter und St. Märgen berührt sind;

die Verordnung vom 10.07.1968 zum Schutze von Landschaftsteilen im Hochschwarzwald, soweit die Gemarkungen Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten und St. Märgen berührt sind;

die Verordnung vom 06.10.1975 über das Landschaftsschutzgebiet "Wagensteigtal-Höllental" für die Bereiche "Freyel" und "Nessellachen", die mit Wirkung vom 01.01.1977 von der Gemarkung Buchenbach in die Gemarkung Breitnau umgegliedert worden sind.

(3) die Verordnungen über die bestehenden Naturschutzgebiete bleiben unberührt.

Freiburg i.Br., den 01. Juli 1982

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald

Dr. Schill, Landrat

Änderungen:

Durch VO vom 04.12.1984 (NSG 3.140 "Eschengrundmoos") Fläche um 42 ha verringert.

Durch VO vom 27.09.1991 (NSG 3.1 "Feldberg") Fläche um 10 ha verringert.

Durch VO vom 20.06.1994 (LSG 3.15.026 "Breitnau-Hinterzarten") Fläche um 6 780 ha verringert.

Durch VO vom 26.07.2000 (Änd.) verkleinert (Ohne Flächenangabe).

Durch VO vom 20.07.2001 (LSG 3.2.31 „St. Peter, St. Märgen“) Fläche auf 11 ha verringert.

 

Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg im Breisgau, als untere Naturschutzbehörde zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Hochschwarzwald - Bereiche Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter vom 26.07.2000.

 

Aufgrund der §§ 22 und 58 Abs. 3 und 4 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

 

Die Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg im Breisgau, über das Landschaftsschutzgebiet “Hochschwarzwald Bereiche Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter” vom 01. Juli 1982, wird im Bereich St. Peter wie folgt geändert:

 

 (1) Die an der Grundstücksgrenze Flst. Nr. 71 (Straße Wolfweg) sowie entlang der Grundstücke Flst. Nr. 67/2 und Flst.Nr. 83 verlaufende Grenze wird aufgehoben.

 

(2) Die geänderte Grenze verläuft wie folgt:

Ab Grenzpunkt mit Grundstück Flst. Nr. 71 verläuft die Grenze an der östlichen Grundstücksgrenze des künftigen Grundstücks Flst. Nr. 74, entsprechend des Bebauungsplanentwurfs “Scheuerhof West I” vom 24.04.1999, bis zum südwestlichsten Grenzpunkt des Grundstücks Flst. Nr. 83. Ab hier gilt der alte Verlauf der Schutzgebietsgrenze.

 

(3) Die durch diese Änderung sich ergebenden Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte Maßstab 1:25000 und in einer Detailkarte Maßstab 1:1500 mit durchgezogener grüner Linie eingetragen. Diese Kartenunterlagen sind Bestandteil dieser Änderungsverordnung.

 

II.

Die Änderungsverordnung mit Karten ist nach ihrer Verkündung beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Freiburg im Breisgau und im Rathaus der Gemeinde St. Peter zur kostenlosen Einsicht für jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

 

III.

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

 

Freiburg im Breisgau, den 26.07.2000

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald

- Untere Naturschutzbehörde -

gez. Gläser