3.15.024 Gundelfingen-Wildtal-Heuweiler

Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg i.Br., als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Gundelfingen-Wildtal-Heuweiler" vom 26. Juli 1993 (Bad. Zeitung vom 11.08.1993).

Aufgrund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG ‑) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) und durch das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes (Biotopschutzgesetz) vom 19. November 1991 (GBl. S. 701) wird verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Gundelfingen und Heuweiler werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Gundelfingen-Wildtal-Heuweiler".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 1 276 ha.

 (2) Das Schutzgebiet umfaßt die Teile der Gemarkungen Gundelfingen, Wildtal und Heuweiler entsprechend der nachfolgenden näheren Grenzbeschreibung:

Die Abgrenzung beginnt im Osten ab Gemarkungsschnittpunkt Heuweiler/Wildtal/Föhrental entlang der östlichen Wildtäler Gemarkungsgrenze zu Föhrental nach Süden, daran anschließend entlang der Wildtäler Gemarkungsgrenze zu Freiburg nach Westen; ab dem Schnittpunkt Wildtäler und Gundelfinger Gemarkung entlang der Gundelfinger Gemarkungsgrenze zu Freiburg nach Westen, Norden und wieder nach Osten (Reutebachtal) bis zum erneuten Schnittpunkt mit der Wildtäler Gemarkungsgrenze; im Fortlauf entlang der Wildtäler Gemarkungsgrenze zu Freiburg nach Nord‑Westen bis zu Flurst. Nr. 40/1 (Wildtäler Friedhof); entlang der Grundstücksgrenze Flst. Nr.. 40/1 zum süd-östlichen Grenzpunkt; in gerader Linie nach Nord-Osten bis zum Rebhäuschen auf Flst. Nr. 41; von dort weiter in gerader Linie zum süd-östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 60/1; entlang der Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 60/1 nach Norden bis zur südlichen Grenze von Flurst. Nr. 59/15; entlang der südlichen Grenzen von Flurst. Nr. 59/15 und 59/16 nach Osten bis zum süd‑östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 59/16; weiter entlang der östlichen Grenze von Flurst. Nr. 59/16 bis zu dessen nord-östlichem Grenzpunkt; von diesem Punkt in gerader Linie nach Nord-Osten zum südlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 128/7; entlang der Grenze von Flurst. Nr. 128/7 bis zu dessen nord-östlichen Grenzpunkt. Die bisher genannten Flurst. Nrn. liegen alle auf Gemarkung Wildtal.

Vom vorgenannten östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 128/7 zum östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 1499/2, Gemarkung Gundelfingen; dieser Grundstücksgrenze folgend nach Westen zum östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 1499/1; entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nrn. 1499/1 und 1499/2 nach Nord-Westen; weiter entlang der nördlichen Grenze von Flurst. Nrn. 1499/1 und 1499; vom nord-westlichen Grenzpunkt Flurst. Nr. 1499/1 in gerader Linie zum nord‑östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 1502. Die Schutzgebietsgrenze verlängert sich nach Westen entlang der nördlichen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nrn. 1502, 1503, 1506, 1507, 1510, 1511 und 1514. Die Grenze verläuft weiter in Verlängerung der nördlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 1514 nach Westen bis zum Schnittpunkt mit der gemeinsamen Grundstücksgrenze von Flurst. Nrn. 1530 und 1543. Daran anschließend verläuft die Schutzgebietsgrenze auf der gemeinsamen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 1530 und 1543 nach Süden bis zum Schnittpunkt mit der nördlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 21/1 (Straßenfläche "Am Rebberg"). Die Schutzgebietsgrenze verläuft weiter nach Westen entlang der nördlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 21/1 bis zu Flurst. Nr. 1870 und knickt dort im Schnittpunkt der in gerader Linie nach Süden verlängerten Grundstücksgrenze zwischen Flurst. Nrn. 1896 und 1897 nach Norden ab (siehe Planausschnitt M 1 : 2 500).

Sie verläuft dann entlang der westlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 1897 nach Norden bis zum mittleren Grenzpunkt dieses Flurstücks, knickt dann nach Osten ab und stößt in gerader Linie auf den mittleren Grenzpunkt der westlichen Grenzlinie von Flurst. Nr. 1905. Die Schutzgebietsgrenze verläuft von hier aus weiter nach Norden entlang der westlichen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nrn. 1905, 1907, 1908, 1908/1, 1908/2 und 2570 bis zum nord-östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 1913/6; von hier aus in gerader Linie nach Osten bis zum Grenzpunkt Nr. 30/4 von Flurst. Nr. 2570; von dort weiter in gerader Linie nach Süd-Osten zum Grenzpunkt Nr. 31 von Flurst. Nr. 2570 und nun nach Nord-Osten bzw. Nord-Westen der westlichen Grundstücksgrenze folgend von Flurst. Nr. 2570 bis zum süd-östlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 2030/8 (Straßenfläche "Sonnenhalde", siehe Planausschnitt M 1 : 2 500).

Weiter dann nach Osten entlang des südlichen Fahrbahnrandes des Zufahrtsweges bis zum Schützenhaus, um das Schützengelände herum (vorhandene Zaunanlage) und wieder nach Westen entlang des nördlichen Fahrbahnrandes des Zufahrtsweges zum Schützenhaus bis zur westlichen Grenze von Flurst. Nr. 2570 im Bereich der Straße Sonnenhalde, Flurst. Nr. 3289; anschließend weiter nach Norden entlang der westlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 2570, unterbrochen durch die westlichen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nrn. 2078 und 2080. Daran schließt sich wieder die westliche Grenze von Flurst. Nr. 2570 an. Ab dem Grenzpunkt Nr. 53 von Flurst. Nr. 2570 verläuft die Schutzgebietsgrenze nach Westen entlang der südlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 2548, weiter entlang der westlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 2548, bis zum ersten Grenzpunkt nach Norden; von dort aus wieder nach Westen entlang der südlichen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nrn. 2542 und 2543 bis zur östlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 2347 (landwirtschaftlicher Weg). Anschließend daran verläuft die Grenze mit der östlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 2437 nach Norden und direkt anschließend weiter entlang der östlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 2348/1 bis zur Gemarkungsgrenze der Gemeinde Gundelfingen zu Denzlingen am Taubenbach. Nach Osten zu bildet dann die Gemarkungsgrenze Gundelfingen zu Denzlingen die Schutzgebietsgrenze bis zum Schnittpunkt mit der Heuweiler Gemarkung.

Von dort fortlaufend entlang der Gemarkungsgrenze Heuweiler/Denzlingen bis zum südlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 5516, Gemarkung Denzlingen; von dort weiter in gerader Linie auf Gemarkung Heuweiler nach Süden und weiter entlang der östlichen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nr. 95 und Flurst. Nr. 106 und fortlaufend entlang der östlichen Grenze von Flurst. Nr. 101/1 (Taubenbach) bis zur Gundelfinger Straße, Flurst. Nr. 1; von dort weiter entlang der östlichen Grenze von Flurst. Nr. 101/2 (Taubenbach) bis zur Flurst. Nr. 203; weiter entlang der nördlichen Grenze von Flurst. Nr. .203 bis zum Flurst. Nr. 180; von dort entlang der östlichen Grenze von Flurst. Nr. 180 bis zum Grenzpunkt mit Flurst. Nr. 201.

Von dort nach Süden entlang der östlichen Bachseite über das Flurst. Nr. 201 bis zum Eckgrenzpunkt von Flurst. Nr. 193/1; von dort fortlaufend nach Süden bzw. Westen entlang der Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 193/1 bis zum 5. Grenzpunkt; weiter in gerader Linie nach Süden bis zum nordöstlichen Eckgrenzpunkt von Flurst. Nr. 189.

Von dort bis zum nordwestlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 190, entlang der nördlichen Grundstücksgrenzen von Flurst. Nr. 190 und 191 bis zum nordöstlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 191; von dort in gerader Linie (entsprechend beigefügtem Planausschnitt M 1 : 2 500) bis zum Schnittpunkt (Grenzpunkt) von Flurst. Nr. 209/1 (6. Grenzpunkt von Norden).

Weiter in gerader Linie bis zum westlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 223/1; dann entlang der nördlichen Grundstücksgrenze bis zum nordöstlichen Grenzpunkt von Flurst. Nr. 223/1; von dort entlang der östlichen Seite des landwirtschaftlichen Weges auf Flurst. Nr. 223 bis zum Flurst. Nr. 224.

Weiter entlang der südlichen Grenze von Flurst. Nr. 224 nach Osten bis zum nächsten Grenzpunkt; von dort nach Nordosten bis zum landwirtschaftlichen Weg in Flurst. Nr. 224; von dort entlang der nordöstlichen Seite des landwirtschaftlichen Weges nach Norden bzw. dann nach Westen bis zum nördlichsten Grenzpunkt von Flurst. Nr. 229.

Anschließend in gerader Linie nach Osten bis zur Weggabelung des landwirtschaftlichen Weges in Flurst. Nr. 15; von dort nach Norden bis zum Grenzpunkt 7 des Flurst. Nr. 254 (vorgenannter Verlauf siehe Planausschnitt M 1 : 2 500); weiter entlang der Grundstücksgrenze von Flurstück Nr. 294 bis zur Gemarkungsgrenze Heuweiler/Denzlingen.

Von dort nach Süden bzw. nach Südosten entlang der Gemarkungsgrenze Heuweiler/Denzlingen über den Schnittpunkt der Gemarkungen Heuweiler/Föhrental weiter entlang der Gemarkungsgrenze bis zum Schnittpunkt der Gemarkungen Heuweiler/Wildtal/Föhrental.

 (3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Schutzgebietskarte (M 1 : 10 000) mit durchgezogener grüner Linie eingetragen. Der äußere Rand der grünen Linie bildet die Grenze des Schutzgebietes. Zur genaueren Darstellung der Schutzgebietsgrenze in Wildtal und in Heuweiler sind drei zusätzliche Kartenausschnitte, M 1 : 2 500, beigefügt. Die Karten sind Bestandteile der Verordnung.

Die Verordnung mit Karten ist nach ihrer Verkündung beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Freiburg im Breisgau und in den Rathäusern der Gemeinden Gundelfingen und Heuweiler zur kostenlosen Einsicht für jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der typischen streubesiedelten Vorgebirgslandschaft, der großflächigen Waldgebiete und Wiesen, die einen zusammenhängenden ökologischen Raum von besonderer Eigenart, Vielfalt und Schönheit darstellen, der bedeutende Erholungsfunktionen mit regionalem und überregionalem Einzugsbereich erfüllt.

§ 4 Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes in der in § 4 beschriebenen Weise verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Errichtung von Einfriedigungen;

3.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art außerhalb öffentlicher Verkehrsanlagen;

4.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderungen der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.            Neuherstellung oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrsanlagen;

7.            Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen;

8.            Anlage oder Veränderung von Flugplätzen;

9.            Betrieb von Motorsport, Modellflugzeugen sowie von motorbetriebenen Schlitten;

10.        Aufstellung von Wohnwagen, Wohnmobilen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;

11.        Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

12.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

13.        Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

14.        Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

15.        Beseitigung oder Veränderung wesentlicher Landschaftsbestandteile wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feuchtgebiete oder der Ufervegetation von Seen, Bächen und Gräben.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.            Für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke;
Zur ordnungsgemäßen Nutzung im vorgenannten Sinne gehören u.a.:
a) die Errichtung transportabler Weidezäune;
b) die Errichtung fester Weidezäune ohne Fundamente und Sockel bis zu einer Höhe von 1,75 m, ausgenommen ist die Verwendung von Betonpfosten und Maschendraht;
c) die Errichtung forstlicher Kulturzäune im oder am Wald, die Einzäunung von geschlossenen Obstanlagen (Spalier, Buschbaum und Halbstamm) und sonstiger Sonderkulturen und die Einzäunung von genehmigten Weinbaukulturen an der Grenze zu Waldflächen jeweils an Holzpfosten ohne Fundamente und Sockel. Die Weinbaugebiete sind nachrichtlich in der Schutzgebietskarte enthalten (rot gestrichelt);
d) der Bau forstlicher Wirtschaftswege im Wald;

2.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei;

3.            für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Ver- und Entsorgungsleitungen und Gewässer;

4.            für Schutzzäune an Verkehrswegen;

5.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

Diese Vorhaben sind jedoch so auszuführen, daß der Schutzzweck der Verordnung möglichst wenig beeinträchtigt wird.

§ 7 Befreiung

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann die untere Naturschutzbehörde nach § 63 des Naturschutzgesetzes Befreiung erteilen.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.            entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen;

2.            entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

79104 Freiburg i.Br., den 26. Juli 1993

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald

- untere Naturschutzbehörde -

gez.

In Vertretung des Landrats

Heute-Bluhm, Erste Landesbeamtin

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg im Breisgau, als untere Naturschutzbehörde zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Gundelfingen-Wildtal-Heuweiler" vom 02.09.1998 (Gundelfinger Nachrichten v. 15.10.1998).

Aufgrund der §§ 22 und 58 Abs. 3 und 4 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S 385) wird verordnet:

Die Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg im Breisgau, über das Landschaftsschutzgebiet "Gundelfingen-Wildtal-Heuweiler" vom 26. Juli 1993, wird wie folgt geändert:

I.

(1) Die an der nördlichen Grundstücksgrenze des Flst. 21/1 westwärts verlaufende Grenze wird ab dem südwestlichen Grenzpunkt des Flst. 1866 bis zum südöstlichen Grenzpunkt des Flurst. 1919 aufgehoben.

 (2) Die geänderte Grenze verläuft wie folgt:

 Die Schutzgebietsgrenze verläuft nach Westen entlang der nördlichen Grundstücksgrenze von Flurst. Nr. 21/1 bis zum südwestlichen Grenzpunkt des Flurstücks 1866. Hier quert die Grenze die Straße "Am Rebberg" und geht entlang der westlichen Grenze von Flurst. Nr. 1451 + 1452/3 nach Süden bis zum Flurst. Nr. 1461/1; dann nach Westen bis zum Flurst. Nr. 1459 und an dessen östliche Grenze bis zur Kreisstraße K 4915. Hier verläuft die Grenze weiter am südlichen Fahrbahnrand Richtung Wildtal zum Ortseingang bis zum östlichster Punkt des Flurst. Nr. 1463/1.

Von hier aus bildet die südliche Ufergrenze des Schobbach einschließlich des Uferbewuchses die natürliche Grenze Richtung Westen bis zum Flurst. Nr. 1441. An dessen westlicher Grenze verläuft die Schutzgebietsgrenze weiter nach Norden bis zum nordwestlichsten Punkt dieses Grundstückes. Hier überquert die Grenze den Zufahrtsweg "Im Zollgarten'' (Flurst. Nr. 1444) in Richtung Nordwesten bis zum Flurst. Nr. 1879. Ab hier verläuft die Grenze im 10-m-Abstand parallel westlich zur östlichen Grenze des Flurst. 1394 (Bahngelände) in Richtung Norden bis in Höhe des südwestlichen Grenzpunktes von Flurst. Nr. 1938/2. Von hier verläuft die Grenze aus ostwärts bis zum südöstlichsten Punkt des Flurst. Nr. 1920/4, entlang seiner östlichen Flurstücksgrenze bis zum südwestlichsten Punkt des Flurst. Nr. 1919 und weiter entlang seiner südlichen Flurstücksgrenze bis zum südöstlichsten Grenzpunkt des Flurst. 1919. Ab hier gilt der alte Verlauf der Schutzgebietsgrenze.

 (3) Das geänderte Landschaftsschutzgebiet hat insgesamt eine Größe von rund 1 288 ha.

 (4) Die durch diese Änderung sich ergebenden Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte Maßstab 1 : 25 000 und in einer Detailkarte Maßstab 1 : 2 500, mit durchgezogener grüner Linie eingetragen. Diese Kartenunterlagen sind Bestandteile dieser Änderungsverordnung.

II.

Die Änderungsverordnung mit Karten ist nach ihrer Verkündung beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Freiburg im Breisgau und im Rathaus der Gemeinde Gundelfingen zur kostenlosen Einsicht für jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

III.

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Freiburg im Breisgau, den 02 Sep. 1998

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald

Untere Naturschutzbehörde

Glaeser

Landrat.