3.15.026 Breitnau-Hinterzarten

Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg im Breisgau als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Breitnau-Hinterzarten" vom 20.06.1994 (Badische Zeitung vom 08.07.1994).

Auf Grund von §§ 22 und 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechtes vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) und durch das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes (Biotopschutzgesetz) vom 19. November 1991 (GBl. S. 701), wird verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Breitnau und Hinterzarten werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Breitnau-Hinterzarten".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 6 780 ha.

 (2) Das Schutzgebiet umfaßt die Gemarkungsgebiete der Gemeinden Breitnau und Hinterzarten. Ausgenommen sind die jeweiligen Ortsetter und ortsnahen Lagen sowie weilerartige Siedlungsbereiche mit größerem Zusammenhang, die entsprechend der nachfolgenden näheren Beschreibung nicht im Schutzgebiet liegen:

Gemarkung Breitnau

Bereich Ortsetter (Planausschnitt 1)
Die Grenzlinie beginnt nördlich der K 4900 im Osten bei Flst.-Nr. 5/1 beim dort abzweigenden Wirtschaftsweg und folgt diesem nach Nordwesten und Norden, wobei das Flst.-Nr. 5/1 nach Westen bis in eine Tiefe von ca. 100 m bis zum zweiten Grenzstein zwischen den Flst.-Nrn. 5/1 und 4 durchschnitten wird. Die Grenze verläuft dann in einer geraden Linie bis zum nordwestlichen Grenzstein von Flst.-Nr. 24/2. Dieses Grundstück und die Grundstücke Flst.-Nrn. 24/14, 24/6, 24/5, 26, 27 und der von hier nach Nordwesten verlaufende Schanzweg bilden die weitere Grenze bis ca. 30 m vor der Westgrenze von Flst.-Nr. 25, von wo die Grenze das Flurstück nach Südwesten schneidet und dann der Grundstücksgrenze bis zur Straße Flst.-Nr. 2 folgt und diese nach Süden kreuzt. Der westlichen Flurstücksgrenze von Flst.-Nr. 25/1 wird bis zum ersten Grenzstein gefolgt, die Grenze verläuft dann in gerader Linie nach Osten an den Südgrenzen der Flurstücke Lgb.-Nr. 25/4, 25/5 und 27/1 entlang. Die Grenze bilden weiter die nicht im Schutzgebiet liegenden Flst.-Nrn. 26/1, 370 bis 361, 372, 383, 18/33 und 18/32. In Höhe dieses Grundstückes folgt die Grenze dem Weg nach Westen und schwenkt nach ca. 35 m nach Südwesten ab, dem dortigen Weg rund 210 m folgend von wo ab sie dann in einer geraden Linie nach Osten zur südlichen Grundstücksgrenze von Flst.-Nr. 18/7 verläuft. Hier folgt sie dieser und der südlichen, dann der östlichen Grenze von Flst.-Nr. 18/8 bis zu dessen Nordgrenze, wo sie dann nach Osten die Flst.-Nrn. 17/1 und 15/3, zur Südgrenze von Flst.-Nr. 5 kreuzt und dessen Westgrenze nach Norden folgt. Die Flst.-Nrn. 1/2, 1/9, ein nördlich angrenzendes Teilstück von Flst.-Nr. 5 mit ca. 40 m Tiefe, die Flst.-Nrn. 1/8, 1/7, 1/6, 5/2, 5/3 und ein hier östlich anschließender, südlich an die K 4900 angrenzender Streifen von Flst.-Nr. 5 von rund 60 m Breite liegen nicht im Schutzgebiet und bilden die weitere Abgrenzung.

Bereich Tiefen (Planausschnitt 2)
Die im Schutzgebiet liegenden Flst.-Nrn. 74, ausgenommen sind hier das Sattlerhäusle mit Hofreite und Flst.-Nr. 74/1, 75, 234/19, 234/18, 234/2, ausgenommen ist die Wegefläche nördlich von Flst.-Nr. 234/22, 234/3 mit Ausnahme des Weges "Im Rehwinkel" und eines östlich an Flst.-Nr. 234/11 angrenzenden Teilstückes von ca. 40 x 30 m, 234, 75/7, jeweils mit Ausnahme der Wegeflächen im Siedlungsbereich, 72 und 71 bilden hier die Abgrenzung.

Bereich Baschishof-Ödenbach (Planausschnitt 3)
Westlich der B 500 bilden die im Schutzgebiet liegenden Flst.-Nrn. 264/5, 264/12, 264/4, ausgenommen der bebaute südliche Teil, 264, ausgenommen der Bereich östlich der Kläranlage und der Ödenbach, Flst.-Nr. 66, die Abgrenzung. Die östlich der B 500 liegenden Flst.-Nrn. 264/9, ausgenommen ein zwischen Flst.-Nrn. 264/16 und 264/15 liegendes Teilstück, der Ödenbach, Flst.-Nr. 66 und Flst.-Nr. 264/8, von diesem ist das Anwesen 14/1 mit Hofreite, ausgenommen sind in das Schutzgebiet einbezogen und bilden hier die Abgrenzung.

Bereich Oberhöllsteig (Planausschnitt 4)
Nicht im Schutzgebiet liegen Teilflächen der B 31, Flst.-Nr. 296/1 und 324/22 sowie Teile der alten B 31, Flst.-Nr. 296/9 und 296/2. Sie bilden die Grenze nach Südwesten und Norden. Ergänzend hierzu bildet der Rotbach, Flst.-Nr. 306 an der Nordgrenze von Flst.-Nr. 324/2 die Grenze, die weiter am Böschungsfuß von Flst.-Nr. 310/2 nach Osten bis zur Straße verläuft. Im Eingangsbereich der Ravennaschlucht sind die Flst.-Nrn. 324/13, 324/16, 324/20 (Teil) und die außerhalb der im Plan dargestellte Erhebung auf Flst.-Nr. 324/14 liegenden nördlichen und südlichen Grundstücksteile dieses Grundstückes sowie das dazwischen liegende Teilstück des Bahngrundstückes Flst.-Nr. 298/3 nicht im Schutzgebiet.

Bereich Höllsteig-Birklehofschule (Planausschnitt 5)
Die Abgrenzung beginnt an der Gemarkungsgrenze Breitnau-Hinterzarten beim Grenzstein Nr. 89 und verläuft an den Westgrenzen von Flst.-Nr. 289, 292/41 und 292/23 nach Norden. Die Flurstücke Nrn. 292/22, 292/24, 292/27, 292/17, 292/21, 292/29, 292/32, 292/4, 292/33, 289/12, 289/2 bis 289/5, die als Wegebereiche dargestellten Teile der Flst.-Nrn. 292 und 292/23 sowie die westlich angrenzenden Flächen der B 500, Flst.-Nr. 205 liegen außerhalb des Schutzgebietes. Weiter sind außerhalb des Schutzgebietes die nördlich der B 31, Flst.-Nr. Lgb.-Nr. 296/11 liegenden Grundstücke Flst.-Nrn. 292/40 (Teil), 289/10, 289/9, 289/8, 289/6, 289/11, 294/1, 296/12, 292/38, 292/37, 292/36, 292/31, 292/13, 292/16, 292/45, 292/46, 292/34 und der Teil des Flst.-Nr. 292/1, welcher mit einer geraden, nach Westen verlaufenden Linie von der Hofreite des Anwesens Nr. 37 abgegrenzt ist, sowie das Grundstück der B 31, Flst.-Nr. 296 in diesem Bereich. Die nördliche, an das Flst.-Nr. 289/1 angrenzende Böschung der B 31, Flst.-Nr. 296/11 liegt innerhalb des Schutzgebietes. Südlich der B 31 verläuft die Grenze an der Oberkante der Böschung auf Flst.-Nr. 296 nach Osten bis zur Höhe von Flst.-Nr. 292/39, welches mit dem Flst.-Nr. 297, von welchem der zwischen den Flst.-Nrn. 297/16 und 297/3 liegende Dreispitz ausgenommen ist, bis zum Gemarkungsgrenzstein Nr. 86 der Gemarkungsgrenze Breitnau-Hinterzarten die weitere Grenze bilden.

Bereich Rößlewald (Planausschnitt 5)
Die Flst.-Nrn. 288, 288/1, 288/2 und der südwestliche Dreispitz von Flst.-Nr. 286 liegen nicht im Schutzgebiet.

Gemarkung Hinterzarten

Bereich Ortsetter (Planausschnitte 5 und 6)
Die Abgrenzung beginnt am Gemarkungsgrenzstein Nr. 86 der Gemarkungsgrenze Breitnau-Hinterzarten, folgt dieser und den südlichen Grenzen der Flst.-Nr. 246, 50/67, 50/35, 50/98, 50/97, 50/3, dem Straßengrundstück Flst.-Nr. 221 sowie den nördlichen und westlichen Grenzen der Flst.-Nrn. 307 bis 303, 50/92, 180, Wegeflst.-Nr. 220, 245 bis 243 und 50/86 bis 50/88. Bei Flst.-Nr. 50/93 wird in gerader Linie zur Südgrenze von Flst.-Nr. 60/5 das Bahngrundstück Flst.-Nr. 4/5 und der Weg Flst.-Nr. 56 nach Südwesten gekreuzt. Nach Kreuzung des Löffeltalbaches Flst.-Nr. 55 durchschneidet die Grenze dann nach Norden in gerader Linie die Flst.-Nrn. 59 und 70 bis zum Weg südlich des Löffelhäusle, folgt diesem nach Westen bis zum dortigen Wassergraben und diesem dann 30 m nach Süden und führt dann wieder in gerader Linie nach Nordwesten durch das Flst.-Nr. 73/7 in einem Abstand von 40 bis 20 m nördlich des "Rappeneckweges" Flst.-Nr. 73/12. Der Weg wird dann nach Süden gekreuzt und auf dem Weg auf Flst.-Nr. 73/7 nach Süden bis zur "Alpersbacherstraße" gefolgt. Das Straßenflst.-Nr. 62 und die im Landschaftsschutzgebiet liegenden Flst.-Nrn. 73 und 72, von diesem ist ein etwa 40 x 70 m westlich an den Weg Flst.-Nr. 65/73 und an die Flurstücke Nrn. 72/8 und 72/9 anschließendes Teilstück ausgenommen, die Flst.-Nrn. 65, ausgenommen sind hier der an das Wegeflst.-Nr. 65/73 angrenzende südliche Streifen und Wegebereiche innerhalb des Baugebietes, 65/48, ausgenommen der nördliche Zufahrtsweg, 65/47, 65/57 und der Zartenbach Flst.-Nr. 21 grenzen das Schutzgebiet weiter ab. Von Flst.-Nr. 61/1 liegt ein 10 m breiter an den Zartenbach angrenzender Streifen im Landschaftsschutzgebiet. Gleiches gilt für die gegenüberliegende Seite von Flst.-Nr. 61/2, welches dann auch mit seinem südlichen Teil im Landschaftsschutzgebiet liegt. Das westliche Teilstück von Flst.-Nr. 7/16, das Flst.-Nr. 7/6 und ein längst des Zartenbaches verlaufender Streifen von Flst.-Nr. 7/17, 9 und 11, das Flst.-Nr. 24/1, der östliche Teil von Flst.-Nr. 25, der Zartenbach Flst.-Nr. 21, die Flst.-Nrn. 15 und 16, jeweils ohne die bebauten östlichen Teile, die Flst.-Nrn. 15/7, 17/4, 126/82, 281, 126/84, 22, 23, ohne das zwischen Flst.-Nr. 23/8 und 23/10 liegende Teilstück, Flst.-Nr. 26 ohne den nördlichen bebauten Bereich des Gstellerhäusle liegen im Schutzgebiet und bilden die Grenze. Der nördliche Dreispitz von Flst.-Nr. 126/64, im Schutzgebiet liegend, bildet die weitere Grenze, die von hier den Waldgrenzsteinen 65 bis 53 des Distriktes Herrenwald, Flst.-Nr. 125, bis zum Flst.-Nr. 130 folgt. Dieses Flurstück und das Flst.-Nr. 127/2, ohne den bebauten Ostteil, der Zartenbach, Flst.-Nr. 21, das Flst.-Nr. 126, ohne den bebauten Teil des Hugenhofes und nördlich und südlich hiervon liegenden Teilstücken und ohne den nördlichen Bereich der Mühlematten bilden hier, wie auch die nördliche Fläche von Flst.-Nr. 126/3 die Abgrenzung. Nach Süden bildet das Flst.-Nr. 127 die weitere Grenze, die dann über die Waldgrenzsteine Nr. 14 bis 6 des Distriktes Bruderstiegwald, Flst.-Nr. 126/61 bis zur südlichen Grenze von Flst.-Nr. 126/39 verläuft. Der auf Flst.-Nrn. 126/61 und 27/88 liegende Bereich der Adlerschanze bis zur Höhe des südlichen Waldgrenzsteines Nr. 27 bleibt nach Plandarstellung ausgenommen. Die nicht im Schutzgebiet liegenden Flst.-Nrn. 209 und 27/52 und das dazwischen liegende Wegestück von Flst.-Nr. 27/88, das Flst.-Nr. 210 und das zwischen diesem und Flst.-Nr. 27/52 liegende Teilstück von Flst.-Nr. 27/88, das Flst.-Nr. 27/86, ein Teil des Wegeflurstückes Nr. 212, die Flst.-Nrn. 211/3, 211/2, 211/1, 27/72 und 27/70 bilden die weitere Grenze. Von der Westgrenze von Flst.-Nr. 27/70 verläuft die Grenze dann in gerader Linie durch die Flst.-Nrn. 213 und 31 nach Nordosten bis zur Bahn, deren Grundstück dann die weitere Grenze nach Westen bis zum die Bahn kreuzenden Weg bildet und diesem dann an der Westseite bis zum "Winterhaldenweg", Flst.-Nr. 4/7 folgt. Das anschließende Teilstück dieser Straße, die Flst.-Nrn. 207/1, 27/79 und 27/29 liegen nicht im Schutzgebiet. Der Bereich des "Adlerweihers" liegt nach der Plandarstellung im Schutzgebiet wie auch Flst.-Nr. 4/7. Die Grenze verläuft dann an Südgrenze von Flst.-Nr. 4/7 bis zur Ostgrenze von Flst.-Nr. 206, folgt dieser nach Norden und kreuzt nach Norden wieder das Bahngrundstück und bezieht dieses und die nördlich der Bahnlinie bis zur Naturschutzgebietsgrenze liegenden Flächen in das Schutzgebiet ein. Die Grenze schließt nördlich und westlich an das Naturschutzgebiet "Hinterzartener Moor" an. Im Westen sind der nicht bebaute Teilbereich von Flst.-Nr. 53 und das Flst.-Nr. 50/76 einbezogen. Die Grenze verläuft dann an der Ostseite der Flst.-Nrn. 50/79, 50/78, 50/81, 50/1, 50/4, 50/62, 50/42, von dessen nördlicher Grenze das Flst.-Nr. 50 bis zum südöstlichen Grenzstein von Flst.-Nr. 235 durchschnitten wird.
Die Grenze verläuft an der Ostseite dieses Grundstückes bis zur B 31 und folgt dieser an der Südseite bis zur Höhe des Gemarkungsgrenzsteines Nr. 102, wo die B 31 nach Norden gekreuzt und die Gemarkung Breitnau erreicht wird. Das Flurstück Rößlewald Nr. 50/20 liegt mit Ausnahme des Wegeteiles bei den Flurstücken Nr. 50/52, 50/41, 50/105, 50/139, 50/124, 50/125 und 50/132 im Schutzgebiet und bildet hier die Abgrenzung.

Bereich Winterhalde (Planausschnitt 6)
Das Flst.-Nr. 27/88 bildet die Grenze nach Westen. Die Flst.-Nrn. 145, 149 und 151 bilden die Grenze nach Süden, wobei nördlich an die Bebauung angrenzende und dazwischen liegende Teilbereiche nach Plandarstellung ausgenommen sind. Die bebauten Teile von Flst.-Nr. 150 sind ebenfalls ausgenommen. Die Grenze verläuft dann an der Nordseite vom "Winterhaldenweg" und schwenkt in der Höhe von Flst.-Nr. 149/14 schrägt nach Norden ab bis zur Stromleitung, welcher dann bis Flst.-Nr. 146/2, welches nicht im Schutzgebiet liegt, gefolgt wird. Die nördlich davon liegenden Bereiche der Hausmatte und Neuwelt liegen im Schutzgebiet.

Bereich Bühlhof (Planausschnitt 6)
Der "Bühlhofweg", die Flst.-Nrn. 162/18, 162/1, 162/28, 162/29 das östliche Teilstück der Kreisstraße 4962, Flst.-Nr 115, die Flst.-Nrn. 162/31, 162/22, 162/23, 162/34, 162/4, 162/32 und ein an dieses Grundstück nach Nordosten angrenzendes 30 m breites Teilstück von Flst.-Nr. 162 bis zur Höhe der Südwestgrenze von Flst.-Nr. 162/34 und ein westlich von Flst.-Nr. 162/22 liegendes Teilstück dieses Grundstückes liegen nicht im Schutzgebiet und bilden hier die Abgrenzung.

 (3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in zwei Schutzgebietskarten (M 1:25.000) und in sechs Planausschnittkarten (M 1:3.000) mit durchgezogener grüner Linie eingetragen. Der äußere Rand der grünen Linie bildet die Grenze des Schutzgebietes. Die Karten sind Bestandteile der Verordnung.

Die Verordnung mit Karten ist nach ihrer Verkündung beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Freiburg im Breisgau und in den Rathäusern der Gemeinden Breitnau und Hinterzarten zur kostenlosen Einsicht für jedermann während den Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der typischen streubesiedelten Schwarzwaldlandschaft, die mit ihren Waldgebieten, Hecken, Wiesen, Weiden und Feldern und den Felslandschaften des Höllentales und der Ravennaschlucht einen zusammenhängenden ökologischen Raum von besonderer Eigenart, Vielfalt und Schönheit darstellt, der bedeutende Erholungsfunktionen mit regionalem und überregionalem Einzugsbereich erfüllt.

§ 4 Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.           der Naturhaushalt geschädigt,

2.           die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.           eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.           das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.           der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes in der in § 4 beschriebenen Weise verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.           Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.           Errichtung von Einfriedigungen;

3.           Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art außerhalb öffentlicher Verkehrsanlagen;

4.           Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderungen der Bodengestalt auf andere Weise;

5.           Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstückes erforderlich sind und das Lagern von Booten außerhalb der dafür zugelassenen Plätze;

6.           Neuherstellung oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrsanlagen;

7.           Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, Loipen, einschließlich Motorsportanlagen;

8.           Anlage oder Veränderung von Flugplätzen;

9.           Betrieb von Motorsport, Modellflugzeugen sowie von motorbetriebenen Schlitten;

10.      Skilifte und Beschneiungsanlagen oder andere Anlagen des Wintersportes einzurichten oder wesentlich zu erweitern;

11.      Aufstellung von Wohnwagen, Wohnmobilen, Zelten oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und Abstellen von Kraftfahrzeugen außerhalb öffentlicher Verkehrsanlagen;

12.      Verankern von Wohnbooten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen;

13.      Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

14.      Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

15.      Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

16.      Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

17.      Beseitigung oder Veränderung wesentlicher Landschaftsbestandteile, wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feuchtgebiete oder der Ufervegetation von Seen, Bächen und Gräben.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.           Für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke.
Zur ordnungsgemäßen Nutzung im vorgenannten Sinne gehören unter anderem
a) die Errichtung transportabler Weidezäune,
b) die Errichtung fester Weidezäune ohne Fundamente und Sockel bis zu einer Höhe von 1,50 m, ausgenommen ist die Verwendung von Betonpfosten und Maschendraht,
c) die Errichtung forstlicher Kulturzäune aus Knotengitter oder Sechseck-Maschendraht im oder am Wald, an Holzpfosten ohne Fundamente und Sockel,
d) der Bau forstlicher Wirtschaftswege im Wald, ausgenommen Anlagen im Sinne von § 5 Abs. 2 Ziffer 1.

2.           Für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei.

3.           Für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Bahnanlagen, Loipen, Ver- und Entsorgungsleitungen und Gewässer.

4.           Für Schutzzäune an Verkehrswegen.

5.           Für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

6.           Für die Bewirtschaftung des Titisees im Rahmen erteilter Verleihungen.

Diese Vorhaben sind jedoch so auszuführen, daß der Schutzzweck der Verordnung möglichst wenig beeinträchtigt wird.

§ 7 Befreiung

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann die untere Naturschutzbehörde nach § 63 Naturschutzgesetz Befreiung erteilen.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.           entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen;

1.           entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg i. Br., über das Landschaftsschutzgebiet "Hochschwarzwald" - Bereiche Breitnau, Buchenbach, Hinterzarten, St. Märgen und St. Peter vom 01.07.1982 im Bereich der Gemarkungen Breitnau und Hinterzarten außer Kraft. Bestehende Verordnungen für Naturschutzgebiete und Naturdenkmale bleiben unberührt.

Freiburg im Breisgau, den 20. Juni 1994

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald

Untere Naturschutzbehörde

Glaeser

Landrat

 

Änderung:

Durch VO v. 10.12.2003 (NSG 3.267 „Dreherhofmoor“) Fläche um 4 ha verringert.