3.36.001 Landschaftsteile in der Stadt Weil am Rhein (Mattrain, Hellerrain und Tränkemattrain)

VO gilt für die LSG 3.36.001 und 3.36.003 (Teil).

Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Stadt Weil am Rhein ("Der Alemanne" vom 02.10.1937).

Aufgrund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 in der Fassung des Zweiten Ergänzungsgesetzes vom 1. Dezember 1936 sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 wird mit Ermächtigung der höheren Naturschutzbehörde in Karlsruhe für den Bereich der Stadt Weil a.Rh. folgendes verordnet:

§ 1

Die in der Landschaftsschutzkarte beim Bezirksamt in Lörrach mit roter Farbe eingetragenen Landschaftsteile im Bereich der Gemarkung der Stadt Weil am Rhein werden in dem Umfange, der sich aus der Eintragung in der Landschaftsschutzkarte ergibt, mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

Es ist verboten, innerhalb der in der Landschaftsschutzkarte durch besondere rote Umrahmung kenntlich gemachten Landschaftsteile Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Unter das Verbot fallen die Anlage von Bauwerken aller Art, die Anlage oder Ausdehnung von Gräbereien, Sand- und Kiesgruben usw., die Errichtung von Zelt- und Lagerplätzen, Müll- und Schuttplätzen sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen, soweit letztere nicht auf die Landschaftsschutzmaßnahmen hinweisen. Die Schutzmaßnahmen sind hauptsächlich im Interesse der Erhaltung der Vogelwelt erlassen worden. Es ist daher ferner jeder Kahlhieb und jede Rodung des Baum- und Buschbestandes sowie jede Beunruhigung der Vogelwelt untersagt. Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

§ 3

Ausnahmen von den Vorschriften im § 2 können vom Vorsitzenden der Bezirksnaturschutzstelle in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 4

Wer den Bestimmungen des § 2 zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im "Alemannen" in Kraft.

Lörrach, den 27. September 1937

Der Landrat

als untere Naturschutzbehörde