4.25.097 Balzheim

 Verordnung des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Balzheim", Gemarkung Oberbalzheim und Unterbalzheim, Gemeinde Balzheim, vom 11. Juni 1987 (Mitteilungsblatt der Gemeinde Balzheim vom 19.08.1987).

 Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3, 63 Abs. 1 und 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06.06.1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

 Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Balzheim wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Landschaftsschutzgebiet Balzheim".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 590 ha.

 (2) Das Landschaftsschutzgebiet wird wie folgt eingegrenzt:

 (Soweit die Grenzziehung entlang von Wegen erfolgt, liegen diese außerhalb des Landschaftsschutzgebietes, sofern nichts Entgegenstehendes ausgesagt ist).

Im Norden durch die Gemarkungsgrenze Unterbalzheim - Dietenheim; auf Gemarkung Unterbalzheim im Westen durch die Kreisgrenze Biberach - Alb-Donau-Kreis; westliche und südliche Grenze der Parzelle 655/4; südliche Grenze von Parzelle 927 bis zum südöstlichen Grenzpunkt von Parzelle 927; westliche Grenzen von Weg Vic. Weg 1/1; direkte Linie von Westgrenze Weg Vic.Weg 1/1 zur Westgrenze Weg 189/1; westliche Grenzen von Weg 189/1 sowie der Parzellen 940 bis 944; direkte Linie vom südlichsten Grenzpunkt, der Parzelle 944 zum westlichen Grenzpunkt der Parzelle 858 mit Feldweg 27/2; westliche und südliche Grenze von Parzelle 858; südliche Grenze von Feldweg 27/1; westliche Grenze von Parzelle 860; südliche Grenze der Parzelle 860 bis zum Schnittpunkt mit Feldweg 28; direkte Verbindung von diesem Schnittpunkt zum nordwestlichen Grenzpunkt der Parzelle 861; Westgrenzen von Parzellen 861 und 862; geradlinige Verlängerung der Westgrenze von Parzelle 862 bis zum Schnittpunkt mit Nordgrenze von Feldweg 85; Nordgrenze von Feldweg 85; Nordwest- und Südwestgrenze von Feldweg 5; Westgrenze von Parzelle 92/2; Südgrenze von Parzelle  848; Westgrenze von Feldweg 165; Ostgrenze von Parzelle 951 bis zum Schnitt mit Parzelle 970; Westgrenzen der Parzellen 966 bis 968; nördliche Grenze von Parzelle 970; nördliche, östliche und südliche Grenze von Parzelle 1075/2; geradlinige Verbindung von der Südgrenze der Parzelle 1075/2 zur Westgrenze von Feldweg 144; Westgrenze von Feldweg 144; geradlinige Verbindung zur Südgrenze von Feldweg 17; Südgrenze von Feldweg 17; Ostgrenze von Parzelle 1101; Südgrenze von Feldweg 15; Westgrenze von Feldweg 20; Ostgrenze von Parzelle 1253/2 bis zur Gemarkungsgrenze Unterbalzheim-Oberbalzheim; Gemarkungsgrenze Unterbalzheim-Oberbalzheim bis zum nordwestlichen Grenzpunkt von Parzelle 647 der Gemarkung Oberbalzheim.

Auf der Gemarkung Oberbalzheim setzt sich die Grenze des Landschaftsschutzgebietes weiter fort wie folgt:
Westgrenze der Parzelle 647; Südgrenze der Parzelle 647; Westgrenze der Parzellen 662, 661, Feldweg 6, Parzellen 687 bis 690, Feldweg 7, Parzellen 691/1 und 702, Feldweg 8 sowie Parzelle 703; Südgrenze von Parzelle 703; geradlinige Verbindung zur Ostgrenze von Parzelle 716; Ostgrenze von Parzelle 716; geradlinige Verbindung vom südöstlichen Grenzpunkt der Parzelle 716 zum nordöstlichen Grenzpunkt der Parzelle 719; Ostgrenze von Parzelle 719; Westgrenze von Feldweg 177; Nordgrenze von Parzelle 741/1; Westgrenzen der Parzellen 745/1, 745/2 und 746; Ostgrenze von Parzelle 789 bis zum Schnittpunkt mit Ostgrenze von Parzelle 755; Ostgrenze von Parzelle 755; geradlinige Verbindung zur Nordgrenze von Parzelle 759; Nordgrenze von Parzelle 759 bis zum Auseinanderlaufen der gemeinsamen Grenze von Parzelle 759 und Weg 99; Südgrenze von Weg 99 bis zum nordwestlichen Grenzpunkt von Parzelle 761/1; Westgrenze von Parzelle 761/1; Nordgrenze von Parzelle 769 bis zur Westecke von Parzelle 167/2; südliche Grenzen der Parzellen 167/1, 10/2, 169/1, Weg 770/16, Parzellen 770, 170/2, Weg 170/3, Parzelle 170/1; westliche und südliche Grenze von Parzelle 171/1; Westgrenze von Feldweg 39; Südgrenze von Feldweg 190/1; Ostgrenze von Feldweg 190/1 und Parzelle 177/2; Südgrenze von Feldweg 188/1; geradlinige Überquerung der Landesstraße 260 zur Südgrenze von Weg 831; geradlinige Überquerung des Gießenbaches (WA 2) zur Südgrenze von Weg 286/1; geradlinige Verbindung zur Westgrenze von Weg 286/2; Westgrenze von Weg 286/2 bis zur Südostecke von Parzelle 295/3; Ostgrenze von Parzelle 295/3 bis zur Höhe der Südgrenze von Parzelle 298/1; geradlinige Verbindung zur Südgrenze von Parzelle 298/1; Südgrenze von Parzelle 298/1; Nordgrenze von Weg 3727 und Parzelle 3735; Westgrenze von Parzelle 299 bis zum Schnittpunkt mit baden-württembergisch-bayerischer Landesgrenze; Landesgrenze Baden-Württemberg-Bayern bis zur Gemarkungsgrenze Unterbalzheim-Dietenheim.
Nicht in das Landschaftsschutzgebiet mit einbezogen ist der bebaute bzw. zur baulichen Entwicklung anstehende Ortsbereich der Ortsteile Unter- und Oberbalzheim. Für den vom Landschaftsschutzgebiet ausgenommenen Ortsbereich verläuft die Grenzziehung (im Gegenuhrzeigersinn) wie folgt:
(Die genannten Wege und Straßenkörper sind, sofern nichts Entgegenstehendes gesagt wird, dem Ortsbereich zuzuschlagen).

Auf Gemarkung Unterbalzheim:
Nordgrenze von Parzelle 579; Überquerung des Gießenbaches und des Feldweges 65 zur Südostecke von Parzelle 576; Südgrenze von Parzelle 576; Überquerung von Feldweg 63; Südgrenze von Parzelle 602/1; Überquerung von Feldweg 36; Südgrenze von Parzelle 691/2; Überquerung von Parzelle 47/1 (WA 2) und Parzelle 690 zur Südostecke von Parzelle 696; Südgrenze von Parzelle 696; Überquerung der Straße Unterbalzheim-Dietenheim; Westgrenze der Straße Unterbalzheim-Dietenheim bis zur Südostecke von Parzelle 737; Südgrenze von Parzelle 737; Nordgrenze von Vic.Weg 1/1 bis zur Südecke von Parzelle 781/2; Überquerung von Vic.Weg 1/1 zur Westecke von Parzelle 741; Westgrenze der Parzellen 741 bis 747 bis zum Schnittpunkt mit der Straße Unterbalzheim-Dietenheim; Westgrenze der Straße Unterbalzheim-Dietenheim bis zur Nordgrenze der Parzelle 55; Nordgrenze von Parzelle 55; Ost- bzw. Südgrenze von Parzelle 92/2 bis auf Höhe der Ostecke von Parzelle 94; Überquerung von Feldweg 1; Südgrenze von Parzelle 94; Überquerung von Feldweg 112; Westgrenze von Feldweg 112; Überquerung von Feldweg 176; Südgrenze von Feldweg 176; Südwestgrenze von Feldweg 186; Überquerung von Feldweg 186; Nordgrenze der Parzellen 122 bis 124; Überquerung des Feldweges entlang der Westgrenze von Parzelle 124 zur Nordwestecke von Parzelle 131; West- und Südgrenze von Parzelle 131; Ostgrenze der Parzellen 126 bis 130; geradlinige Überquerung des Feldweges an der Südgrenze von Parzelle 126; Südgrenze von Feldweg 186; Nordostgrenze von Parzelle 1017, Feldweg 177 und Parzelle 1019; Überquerung von Feldweg 10 zur Nordwestecke von Parzelle 1185/1; Ostgrenze von Feldweg 12; Ostgrenze von Feldweg 17; Nordgrenze von Feldweg 15 bis auf Höhe der nördlichen Ecke von Parzelle 531/8 (Gemarkung Oberbalzheim); Überquerung von Feldweg 15.

Weiter auf Gemarkung Oberbalzheim:
Westgrenze von Feldweg 131; Nordgrenze von Parzelle 604/3; Westgrenze der Parzellen 604/3 und 603; Überquerung von Parzelle 550/5 (Gartenstraße); West- und Südgrenze des rechtskräftigen Bebauungsplanes "Gräble II"; Nordostgrenze von Parzelle 561; Südostgrenze von Parzelle 561; Südgrenze von Parzelle 563; Überquerung von Feldweg 189; Südgrenze von Parzelle 564; Ost- und Südgrenze von Feldweg 6; Ost- und Südgrenze von Parzelle 91; Überquerung von Feldweg 141; Ostgrenze von Feldweg 145; Südgrenze von Parzelle 93/2; Ostgrenze von Parzelle 93/3; geradlinige Überquerung von Feldweg 10/2 und Parzelle  131; Südgrenze von Parzelle 131; Überquerung von Feldweg 146; Nordgrenze von Wassergraben 97/1 bis zur Südostecke von Grundstück Friedhofstr. 11; Überquerung von Wassergraben 97/1 und Parzelle 97/2 zur Nordwestecke von Parzelle 102/2; Westgrenze von Parzelle 102/2; Überquerung von Weg 102/3; Nordgrenze von Parzelle 122; Westgrenze von Feldweg 101 bis auf Höhe der östlichen Ecke von Parzelle 147; Überquerung von Feldweg 101; Südostgrenze von Parzelle 147; Südwestgrenze von Parzelle 148; Überquerung von Weg 99 zur Westecke von Parzelle 155; Südwest- und Südostgrenze von Parzelle 155; Nordgrenze von Parzelle 156; Südgrenze von Feldweg 103; West- und Südgrenze von Parzelle 10/1; West- und Südgrenze von Parzelle 9; Überquerung von Parzelle 21/4; Teile von Parzelle 21/1 (siehe Flurkarte SO 3567); West- und Südgrenze von Parzelle 21/1; Westgrenze von Parzelle 17; Überquerung von Feldweg 190/1; Nordgrenze von Parzelle 180/2; Ostgrenze von Parzelle 181 bis auf Höhe der Nordgrenze von Parzelle 182; Überquerung von Parzelle 181 und Weg 181/1 zur Nordwestecke zur Parzelle 182; Nordgrenze der Parzellen 182 bis 184; geradlinige Überquerung der Parzellen 185, 186, 188, 816, 817, 818 und 820; Westgrenze der Straße Oberbalzheim - Sinningen; Überquerung der Straße Oberbalzheim-Sinningen, der Parzelle 829 und des Weges 826; Westgrenze der Parzellen 834 (teilweise) bis 842; Nordgrenze von Parzelle 842; Nordwestgrenze von Parzelle 844; Nordostgrenze von Parzelle 844 bis auf Höhe der Südgrenze von Parzelle 272/2; Überquerung des Gießenbaches; Südgrenze der Parzellen 272/2 und 328; Westgrenze von Feldweg 31; Überquerung von Feldweg 19/2; Nordgrenze von Feldweg 19/2 bis zur Südostecke von Parzelle 355; Ostgrenze von Parzelle 355 bis zum nördlichsten Punkt, von diesem Überquerung der Parzellen 356, 357 und Feldweg 35 in gerader Linie zum südöstlichsten Punkt von Parzelle 364; Nordgrenze von Feldweg 36; Süd- und Westgrenze von Parzelle 255 (mit Überkreuzung des Gießenbaches); Süd- und Westgrenze von Parzelle 220; Überkreuzung von Feldweg 215/2; Ostgrenze von Feldweg 46; Nordgrenze von Feldweg 42; Ostgrenze von Feldweg 215/2.

Weiter auf Gemarkung Unterbalzheim:
Südgrenze von Parzelle 393; geradlinige Überquerung von Feldweg 77; Gemarkungsgrenze Unterbalzheim-Oberbalzheim bis zur Südostecke von Parzelle 401; Überquerung von Feldweg 83 zur Südecke von Parzelle 403; Südgrenze von Parzelle 403 bis zum Gießenbach; Überquerung des Gießenbaches; Ostgrenze des Gießenbaches bis zum Feldweg 39; Überkreuzung von Feldweg 39; Westgrenze der Parzellen 426/1 und 426/2; Südgrenze der Parzellen 443 bis 445 und 446/1 und 446/2; Westgrenze von Parzelle 442; Überquerung von Feldweg 195; Teil der Südgrenze von Parzelle 488; Ostgrenze von Parzelle 487; Überquerung von Feldweg 198 und Feldweg 208; Ostgrenze von Feldweg 208 bis zur Nordgrenze von Parzelle 579.

 (3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Karte im Maßstab 1 : 5 000, kombiniert mit 15 Flurkarten, Maßstab 1 : 2 500 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Alb-Donau-Kreis in Ulm und bei der Gemeinde Balzheim in Balzheim zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

 Schutzzweck ist die Erhaltung des Illertales mit seinen Altwasserresten und den äußerst selten gewordenen Auwäldern, der landschaftsprägenden Prallhangbereiche am Westrand des Tales und die Erhaltung der Seitentäler mit Quellhorizonten und Feuchtbereichen.

§ 4 Verbote

 In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt,

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder Errichtung gleichgestellter Maßnahmen;

2.            Errichtung von Einfriedigungen;

3.            Verlegung oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

5.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

6.            Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

7.            Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel einschl. Motorsportanlagen;

8.            Betrieb von Motorsport sowie von motorgetriebenen Schlitten;

9.            Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;

10.        Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

11.        Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

12.        Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

13.        Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

14.        Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze sowie ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen (mit)* der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für die Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

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* Eingefügt: LfU

§ 6 Zulässige Handlungen

 Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke;

2.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei;

3.            für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Leitungen und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;

4.            für Schutzzäune an Verkehrswegen;

5.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

§ 7 Befreiungen

 Von den Vorschriften dieser Verordnung kann im Einzelfall nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden. Bei schwerwiegenden Eingriffen ist die Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde erforderlich.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

 Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.            entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG i.V. m. § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.            entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

 (1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündigung in Kraft.

 (2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Biberach über das Landschaftsschutzgebiet "Iller-Rottal" vom 29.05.1971, soweit sie das heutige Gebiet des Landkreises Alb-Donau-Kreis betrifft, außer Kraft.

Ulm, den 11. Juni 1987

Landratsamt Alb-Donau-Kreis

Untere Naturschutzbehörde

Dr. Bühler, Landrat