4.25.111 Amstetten

Verordnung des Landratsamts Alb-Donau-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Amstetten" vom 15. Mai 1998 (Gemeindemitteilungsblatt Amstetten v. 29.05.1998).

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 Naturschutzgesetz (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (Gesetzblatt Seite 385) wird verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Amstetten, Alb-Donau-Kreis, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Amstetten''.

§ 2 Schutzgegenstand

1.            Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 1 868 ha.

2.            Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt folgende Landschaftsteile:
Nr. 1: Lonetal mit den nach Südwesten abzweigenden Trockentälern Lontal, Duital, Vohtal, Trockentälchen "Gurgel" und Engental sowie der angrenzenden Albhochfläche.
Vom Lonetal sind nur die Hangbereiche in den Gewannen "Hörnle", "Lehrhau", "Kohlhau" und "Sturzel" enthalten. Die östliche Grenze bildet entweder der besiedelte Talgrund oder die Gemeindegrenze zu Lonsee. Ausgenommen sind die Naturschutzgebiete "Am Hörnle" und "Lehrhau". Die Trockentäler sind in ihrer Gesamtheit und die angrenzende Kuppenalblandschaft teilweise in das Landschaftsschutzgebiet einbezogen. Das Lontal wird im Norden und Westen durch die Gemeinde- beziehungsweise Kreisgrenze, im Osten durch die K 7314 und im Süden durch Feldwege in den Gewannen "Scheiteregert", "Berg", "Pfaffenhalde", "Burrlen", "Schmidtenwiesen" und "Mühlweg" begrenzt. Das Duital mit der angrenzenden Albhochfläche wird begrenzt im Norden durch die Linie Ofenlocherweg - Waldrand "Birket" - Ghauweg-Heldensteinweg. Im Westen verläuft die Grenze entlang dem Braunsgetweg, dem Oppinger Weg und entlang der Gemeindegrenze. Südliche Grenze sind Feldwege in den Gewannen "Nol", "Hohe Egert", "Fürschwelle", "Kurzes Mahd" und "Köhlberg". Ausgenommen ist das Naturschutzgebiet "Hohe Egert". Nach Osten hin verläuft die Grenze entlang dem Waldrand und einzelnen dem Waldrand vorgelagerten Grundstücken in den Gewannen "Duital" und "Durchschlüpfel". Die angrenzende Albhochfläche zwischen dem Duital und dem Vögelestal im Landkreis Göppingen wird im Norden begrenzt durch den Rand des Waldgebietes "Obere Hölzer"/"Wasserloh", im Westen und Süden durch die Gemeinde- beziehungsweise Kreisgrenze und im Osten durch den Oppinger Weg.
Das Engental mit der angrenzenden Albhochfläche wird im Norden begrenzt durch die L 1232 und Feldwege südlich der L 1232 in den Gewannen "Käppele", "Ratzenacker", "Streithäule", "Wanne", "Hutegert", "Fuchsacker", "Katzenhäule" und "Alte Gemeinde". Im Westen, Süden und Osten verläuft die Grenze entlang der Gemeindegrenze. Das Trockentälchen "Gurgel" ist im Norden durch die K 7401, im Osten durch die Gemeindegrenze, im Süden durch den Hauptwirtschaftsweg in den Gewannen "Gurgel" und "Kühtrieb" sowie im Westen durch Feldwege in den Gewannen "Breite" und "Teich" begrenzt.
Nr. 2: Lonetal mit den nach Nordosten abzweigenden Trockentälern Dettal, Kaubtal, Mühlentäle, Hackmessertal und Tiefental sowie der angrenzenden Albhochfläche.
Dieser Landschaftsteil umfaßt die Hangbereiche des Lonetales, die deutlich erkennbaren Talformen Trockentäler sowie die dazwischenliegende Landschaft der Albhochfläche. Beim Tiefental sind die nördlich angrenzenden Waldgebiete "Wanne", "Daunershof" und "Schelmenhalde", das Seitentälchen im Bereich "Daunershof" und "Bollenweiler" und die noch zur Talform gehörenden Flächen in den Gewannen "Schelmenhalde", "Ob der langen Wiese", "Lange Wiese", "Ettlenschießer Straße", "Hackmesser" und "Heiden" mit einbezogen.
Der Talgrund des Tiefentales ist im Landschaftsschutzgebiet "Lonsee" ausgewiesen. Der übrige zusammenhängende Landschaftsteil wird im Norden begrenzt durch die Gemeindeverbindungsstraße zwischen K 7313 und Stubersheim, im Westen von der K 7313 und dem Waldrand der Waldgebiete "Lindensol", "Langes Teich'' und "Sandrain". Nach Süden wird dieser Landschaftsteil begrenzt durch Feldwege in den Gewannen "Dettal" und "Stellplätzlen". Im Osten verläuft die Grenze entlang einem Feldweg im Gewann "Höllrain", von dort entlang dem Ostrand der Waldgebiete "Benzwang" und "Rot" bis zum Ortsrand von Hofstett-Emerbuch. Von dort nördlich des Feldweges bis zum Wald "Grubhäule", weiter bis zur K 7314 und entlang der K 7314 bis zum Waldgebiet "Scharfenholz". Von dort nach Süden entlang dem Waldrand und dem Feldweg im Gewann "Wannenrain" bis zum Waldgebiet "Wanne".
Nr. 3: Sackental, Hahnental, Kleubertal, Bräunisheimer Tal und Hundstal mit angrenzender Albhochfläche.
Dieser Landschaftsteil umfaßt einen Ausschnitt der Stubersheimer Alb mit ihren Trockentälern, der angrenzenden Albhochfläche und den großen zusammenhängenden Waldgebieten. Im Norden, Osten und Süden bildet die Gemeinde- beziehungsweise Kreisgrenze die Grenze. Ausgenommen ist nur die Feldflur im Gewann "Langenbuch" sudöstlich von Bräunisheim. Außer der großflächig einbezogenen Feldflur am "Kinzenberg" und "Hungerberg" nördlich des Stockhauweges sowie östlich von Bräunisheim sind überwiegend große zusammenhangende Waldgebiete erfaßt. Dies sind die Waldgebiete "Kinzenberg", ·"Hungerberg", "Hahnenberg", Gäßleshäule", "Heuberg", "Schwende", "Simons Hau", "Rot", "Mähdle", Roter Rain", "Seiboldskirchle", "Eichhau", "Kirchenhäule" und "Hundstal". Meist verläuft die Westgrenze direkt entlang dem Waldrand. Die an den Wald angrenzende Feldflur ist soweit mit einbezogen, wie sie deutlicher Bestandteil eines Trockentales ist oder im engen optischen oder ökologischen Zusammenhang mit dem Wald steht.

3.            Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in fünf Flurkarten im Maßstab 1 : 5 000 vom 15. Mai 1998 und in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 vom 15. Mai 1998 mit grüner Farbe eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Alb-Donau-Kreis in Ulm und beim Bürgermeisteramt in Amstetten zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

§ 3 Schutzzweck

Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist

die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Hangbereiche des Lonetals sowie der gesamten Talformen der abzweigenden Trockentäler (Dettal, Kaubtal, Mühlentäle, Hackmessertal, Tiefental, Lontal, Duital, Vohtal, Engental und Trockentälchen "Gurgel") sowie der angrenzenden Albhochfläche;

die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Stubersheimer Alb im Bereich der Trockentäler Sackental, Hahnental, Kleubertal, Bräunisheimer Tal und Hundstal mit angrenzender Albhochfläche und den großen zusammenhängenden Waldgebieten;

der Erhalt eines Ausschnitts der charakteristischen Kuppenalblandschaft als Teil eines gemeindeübergreifenden Landschaftsschutzgebietes;

die Bewahrung der für die Kuppenalb typischen Landschaftsformen der Trockentäler und bewaldeten Kuppen sowie die Erhaltung der charakteristischen landschaftsbildprägenden und ökologisch wertvollen Kulturlandschaftselemente wie Feldhecken, Feldgehölze, Steinriegel, Wacholderheiden, Feldraine, Einzelbäume, Baumgruppen und Streuobstwiesen;

die Erhaltung unverbauter und landschaftsästhetisch ansprechender Teile der Kulturlandschaft als lokal und regional bedeutsamen Erholungsraum.

§ 4 Verbote

In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt wird,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturguter nachhaltig gestört wird,

3.            das Landschaftsbild erheblich nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise erheblich beeinträchtigt wird,

4.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft erheblich beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedarf es insbesondere:

1.            bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung zu errichten, insbesondere Feldhäuschen und Geschirrhütten, Fahrsilos oder Dunglegen mit Bodenplatte, oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen, auch wenn sie keiner Baugenehmigung bedürfen. Die Errichtung neuer landwirtschaftlicher Betriebsaussiedlungen und die Erweiterung landwirtschaftlicher Anwesen im Landschaftsschutzgebiet sind grundsätzlich möglich;

2.            Einfriedigungen zu errichten, auch wenn sie keiner Baugenehmigung bedürfen. Erlaubnisfrei ist die Errichtung von Weidezäunen und forstlichen Kulturzäunen, wenn sie land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken dienen;

3.            ober- oder unterirdische Leitungen aller Art zu verlegen oder zu ändern;

4.            die Bodengestalt zu verändern, insbesondere durch Auffüllungen und Abgrabungen. Erlaubnisfrei sind Auffüllungen zur Bodenverbesserung auf Ackerflächen bis zu maximal 20 cm Auffüllhöhe, wenn die Auffüllung unterhalb der genehmigungspflichtigen Grenze nach der Landesbauordnung beziehungsweise dem Naturschutzgesetz in der jeweils geltenden Fassung liegt. Beim Inkrafttreten dieser Landschaftsschutzgebietsverordnung sind nach § 50 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 67 des Anhangs zu § 50 Abs. 1 der Landesbauordnung (Fassung vom 8. August 1995) Auffüllungen mit nicht mehr als 300 m2 Fläche genehmigungsfrei;

5.            Gegenstände zu lagern, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstucks erforderlich sind;

6.            Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen oder zu verändern. Stellt die untere Naturschutzbehörde fest, daß die Schaftriebkonzeption der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Tübingen berührt ist, so beteiligt sie diese;

7.            Stätten für Sport und Spiel einschließlich Motorsportanlagen und Freizeitflächen oder Freizeiteinrichtungen (zum Beispiel Grillstellen, Spielgeräte) anzulegen oder zu verändern;

8.            Start- und Landeplätze, Gelände für Fluggeräte aller Art (zum Beispiel Hängegleiter, Gleitflugzeuge, Gleitfallschirme, Flugmodelle) anzulegen oder zu verändern;

9.            Motorsport sowie motorbetriebene Schlitten (ausgenommen Loipenspurgeräte) zu betreiben;

10.        Wohnwagen, Wohnmobile oder Verkaufsstände außerhalb der zugelassenen Plätze aufzustellen oder mehrtägig zu zelten oder Kraftfahrzeuge abzustellen;

11.        fließende oder stehende Gewässer anzulegen, zu beseitigen oder zu verändern sowie Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt verändern; schwimmende Anlagen zu verankern oder Stege zu errichten;

12.        in Höhlen zu lagern oder Feuer zu machen;

13.        Wasser aus Hülen oder Tümpeln zu entnehmen;

14.        Plakate, Bild- oder Schrifttafeln, Werbeanlagen aufzustellen oder anzubringen;

15.        neu aufzuforsten;

16.        a) wesentliche Landschaftsbestandteile, wie Feldgehölze, Feldhecken, Gebüsche, Magerrasen, Feldraine, Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Felsen, Erdaufschlüsse, Steinriegel und Dolinen zu beseitigen oder zu verändern. Erlaubnisfrei sind der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Rückschnitt und das abschnittsweise auf den Stock setzen von Feldhecken, Feldgehölzen und Gebüschen;
b) Bäume, Sträucher oder Gehölzgruppen außerhalb des geschlossenen Waldes zu beseitigen oder zu verändern. Erlaubnisfrei sind der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Rückschnitt und das abschnittsweise auf den Stock setzen von Sträuchern oder Gehölzgruppen;

17.        das Gebiet mit Kraftfahrzeugen oder mit Krafträdern, soweit der Einsatz dieser Fahrzeuge nicht zur Nutzung und Bewirtschaftung von Grundstücken notwendig ist, zu befahren;

18.        Freizeitaktivitäten durchzuführen, die möglicherweise die natürliche Vegetation oder Oberbodenschicht beeinträchtigen können;

19.        Kleingärten anzulegen oder die Bodennutzung auf andere Weise wesentlich zu ändern;

20.        Baumschulen oder Gärtnereien anzulegen;

21.        auf Heideflächen oder Magerrasen zu pferchen sowie darauf Dung oder Langholz zu lagern (ausgenommen eine von der Forstverwaltung angeordnete Langholzlagerung);

22.        Dauerbrache (nicht genutztes, offen gehaltenes Acker- oder Grünland) umzubrechen;

23.        Pflanzenschutzmittel außerhalb land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke zu verwenden.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde erteilt wird.

§ 6 Zulässige Handlungen

 (1) Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 4 und 5 gelten nicht für die im Sinne des Naturschutzgesetzes

1.            ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung nach den jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen. Zu einer ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung gehört es insbesondere nicht:
a) die Bodengestalt zu verändern,
b) Dauerbrache (nicht genutztes, offen gehaltenes Acker- oder Grünland) umzubrechen,
c) wesentliche Landschaftsbestandteile, wie Feldgehölze, Feldhecken, Gebüsche, Magerrasen, Feldraine, Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Felsen, Erdaufschlüsse, Steinriegel und Dolinen zu beseitigen, zerstören oder verändern mit Ausnahme des ordnungsgemäßen Pflegeschnitts von Obstbäumen sowie des Rückschnittes und des abschnittweisen auf den Stock setzen von Feldhecken, Feldgehölzen und Gebüschen;

2.            ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung (sie umfaßt nicht bauliche Maßnahmen);

3.            ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei (sie umfaßt nicht das Jagen und Fischen in Hülen und Tümpeln).

 (2) Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 4 und 5 gelten ferner nicht:

1.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen;

2.            für Pflegemaßnahmen, die von der unteren Naturschutzbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle oder im Wald im Einvernehmen mit der Landesforstverwaltung zugelassen werden;

3.            für die Nutzung des ebenen Teils des ehemaligen Steinbruchgeländes "Scharfenholz" Grundstück, Flurstuck Nr. 884/2, Gemarkung Amstetten, als Festplatz. Dabei dürfen Biotopstrukturen nicht beeinträchtigt werden.

4.            für die Durchführung des traditionellen Bergfestes des Gesangvereines Amstetten im Gewann "Wolfshalde"/"Hörnle", Gemarkung Amstetten.

 (3) Unberührt bleibt auch die Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßigerweise bestehender Einrichtungen wie Straßen und Wege, Betriebsanlagen der öffentlichen Wasserversorgung, sonstige Versorgungs- und Entsorgungsanlagen, Fernmeldeanlagen sowie Schutzzäune an Verkehrswegen. Unberührt bleibt auch die bestimmungsgemäße Nutzung der Verteidigungsanlage Amstetten.

§ 7 Befreiung

Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG durch die untere Naturschutzbehörde Befreiung erteilt werden.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1.            im Landschaftsschutzgebiet nach § 4 dieser Verordnung verbotene Handlungen vornimmt,

2.            im Landschaftsschutzgebiet entgegen § 5 Abs. 2 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt.

§ 9 Inkrafttreten

1.            Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung im Gemeindemitteilungsblatt der Gemeinde Amstetten in Kraft.

2.            Gleichzeitig treten die Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg als höhere Naturschutzbehörde zum Schutz des Landschaftsteils "Hungerbrunnental" in den Landkreisen Heidenheim, Ulm und Göppingen vom 6. September 1972 (veröffentlicht im Gesetzblatt Nr. 2 vom 27. Februar 1973, Seite 22) für das Gebiet der Gemeinde Amstetten und die Verordnung des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Nördliches Lonetal" im Gebiet der Gemeinden Amstetten und Lonsee vom 1. Februar 1979 (veröffentlicht im Gesetzblatt Nr. 5 vom 9. April 1979, Seite 126) für das Gebiet der Gemeinde Amstetten außer Kraft.

 

Ulm, den 15. Mai 1998

Landratsamt Alb-Donau-Kreis

Untere Naturschutzbehörde

Dr. Wolfgang Schürle

Landrat

 

Berichtigung:

 

 

Die in § 2 Ziff. 1 der Landschaftsschutzgebietsverordnung „Amstetten" vom 15. Mai 1998 genannte Fläche von 1.868 ha, veröffentlicht im Amtsblatt der Gemeinde Amstetten vom 29. Mai 1998, wird wie folgt berichtigt: Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 2.356 ha.

 

Landratsamt Alb-Donau-Kreis

Untere Naturschutzbehörde