4.25.123 Heroldstatt

Verordnung des Landratsamts Alb-Donau-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet „Heroldstatt" vom 02. Dezember 2002 (Amtsbl. Heroldstadt v. 13.12.2002, Nr. 50).

Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz für Baden-Württemberg - NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (Gesetzblatt Seite 385), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Neuorganisation der Naturschutzverwaltung und zur Änderung des Denkmalschutzgesetzes vom 14. März 2001 (Gesetzblatt Seite 189), wird verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Heroldstatt, Alb-Donau-Kreis, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet fuhrt die Bezeichnung „Heroldstatt".

§ 2 Schutzgegenstand

1 Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 714 ha.

Es erstreckt sich auf die Gemarkungen Ennabeuren und Sontheim.

2 Folgende Landschaftsteile sind erfasst:

2.1 Landschaftsteil Nr. 1 : Trockental „Tiefental" / „Batzental" mit angrenzender Kup-penalblandschaft (rund 615 ha )

Der Grenzverlauf des geplanten Landschaftsschutzgebiets wird an der L 230 nördlich von Heroldstatt beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.

Die Grenze verläuft südlich des Feldweges Nr.981 nach Osten bis zum Wochenendhausgebiet Eichhalde, dann entlang der südl. Grenze des Wochenendhausgebiets bis zum Waldweg Nr. 1646 und immer westlich der Waldwege nach Süden bis zur Gemeindeverbindungsstraße Sontheim-Seißen im Gewann „Heusteige". Von dort südlich der Straße bis zum Wanderparkplatz und dann westlich des Höhlenweges nach Süden bis zur Gemeindegrenze im Gewann „Zwirn".

Weiter nach Süden verläuft die Grenze immer entlang der Gemeindegrenze zu Blaubeu-ren und Schelklingen durch die Gewanne „Kohlhalde", „Pfannenhalde", „Pfannen-stiehl", „Armenmähder", „Hoher Rain", „Hakenäcker", „Lange Äcker", „Elend", „Hölle", „Eisenhalde" und „Brühl" bis in das Gewann „Behwinde".

Östlich des Feldweges Nr. 1277 verläuft sie weiter nach Norden bis in das Gewann „Fliegentäle", umfasst die Feldflur im Gewann „Birkach" und verläuft südlich der Maschinenschuppen und des Sendemastes im Gewann „Schießwinkel" bis zur Erddeponie „Hädersbühl". Südlich und östlich des Feldweges Nr. 1854 nach Norden bis zur Enna-beurer Straße. Von dort verläuft die Grenze entlang dem westlichen Rand des Feldhek-kengebiets durch die Gewanne „Hädersbühl" und „Behwindersteig" bis zum südlichen Ortsrand von Sontheim im Gewann „Fohlenkehlen" und weiter nach Osten bis zum Feldweg Nr. 503.

Westlich des Feldweges verläuft sie weiter nach Süden bis in das Gewann „Fohlenkehlen" und nach Südosten bis an die südliche Grenze der Kläranlage und entlang der südlichen Einzäunung nach Nordosten bis zum Feldweg Nr.828. Nördlich des Feldweges verläuft die Grenze dann nach Nordwesten bis in das Gewann „Mühlweg" und umfährt den mit Feldhecken reich strukturierten Hangbereich „Mühlweg" im Westen und Norden bis zum Feldweg Nr. 810 im Gewann „Bernhardsrain". In halber Hanghöhe folgt die Grenze am östlichen Rand dem Feldweg nach Norden bis zur Gemeindeverbindungsstraße im Gewann „Tiefer Weg".

Von dort südlich des Suppinger Weges nach Osten bis zum Waldgebiet „Birkhäule" und weiter entlang des westlichen Randes der Waldgebiete „Birkhäule" und „Bannholz" nach Norden bis zum Bannholzer Weg. Dann weiter entlang der südlichen Grenze des Feldweges Nr. 997 nach Westen immer an der Oberkante des Hangbereichs „Ortbuch" bis zur L 230 im Gewann „Batzental".

Westlich der L 230 verläuft die Landschaftsschutzgebietsgrenze entlang des westlichen Parallelweges nach Süden bis zum Feldweg Nr. 1310 im Gewann „Kalkofen" und von dort nach Westen entlang den Feldwegen an der Oberkante des Nordhanges des Hangrückens „Meisenloh durch die Gewanne „Fuchsloch", „Meisenloh" und „„Lichse" bis zum Waldstück „Zigeunerhäule". Weiter verläuft die Grenze rechtwinklig nach Norden entlang der Feldwege bis zum Heuweg und folgt dem Heuweg bis zur Gemeindegrenze zu Laichingen im Gewann „Höhe".

Von dort immer entlang der Gemeindegrenze nach Norden durch die Gewanne „Unter dem Nattenbuch", „Neuer Bühl" und „Seissenlehr" bis zum Feldweg Nr. 1489. Entlang der östlichen Grenze des Waldgebiets „Seissenlehr" verläuft die Grenze dann nach Süden bis zur B 28 und weiter am östlichen Rand des Waldgebiets „Hohenloh" bis in das Gewann „Batzenberg" zur L 230, von wo sich nach Osten der bereits beschriebene Grenzverlauf fortsetzt.

Ausgenommen innerhalb der beschriebenen Fläche ist nur der Fohlenaufzuchtbetrieb im Gewann „Fohlenkehlen".

2.2 Landschaftsteil Nr.2 : Kuppenalblandschaft nordwestlich von Ennabeuren (rund 99 ha )

Der Grenzverlauf des geplanten Landschaftsschutzgebiets wird an der K 7408 südlich des Wanderparkplatzes im Gewann „Hermannsbühl" beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.

Die Grenze verläuft westlich der K 7408 nach Süden bis in das Gewann „Heuweg" und von dort rechtwinklig nach Westen durch die Feldflur zur Windenergieanlage im Gewann „Ober dem Rauhbucherhäule" und weiter am oberen Hangbereich in den Gewannen „Ober dem Raubucherhäule" und „Armenrain" bis zur Gemeindegrenze zu Münsingen.

Von hier nach Norden immer entlang der Gemeindegrenze zu Münsingen und Laichingen durch die Gewanne „Unter der Heusteige", „Hinter dem Schönbuch", „Höklingen" und „Himerhau" zur K 7408. Immer entlang dem südlichen Rand der K 7408 verläuft die Grenze dann weiter nach Osten bis auf Höhe des Wanderparkplatzes.

Das Landschaftsschutzgebiet umfasst die gesamte Fläche innerhalb des beschriebenen Grenzverlaufs.

3 Die Fläche des Landschaftsschutzgebietes ist in zwei Flurkarten im Maßstab 1:5000 vom 02. Dezember 2002 und in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 vom 02. Dezember 2002 mit grüner Farbe eingetragen. Diese Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Alb-Donau-Kreis in Ulm und beim Bürgermeisteramt in Heroldstatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

4 Eine ausführliche Beschreibung des Landschaftsschutzgebietes bietet die Würdigung für das Landschaftsschutzgebiet „Heroldstatt" vom 02. Dezember 2002.

§ 3 Schutzzweck

Schutzzweck für die zwei Landschaftsteile des Landschaftsschutzgebietes ist:

1 die durch die markante Oberflächengestalt des Trockentals, der Kuppen und Senken

sowie durch die abwechslungsreiche und kleinräumige Landnutzung bedingte Vielfalt,-Eigenart und Schönheit der Kuppenalblandschaft zu erhalten,

2 den Teil eines gemeindeübergreifenden charakteristischen Ausschnitts der Kuppenalb
mit besonders markant ausgeprägten Landschaftsformen und Nutzungsverteilungen zu
erhalten,

3 die für die Kuppenalb typischen Landschaftsformen zu bewahren und die charakteristischen landschaftsbildprägenden und ökologisch wertvollen Kulturlandschaftselemente wie Feldhecken, Feldgehölze, Steinriegel, Feldraine, Wacholderheiden, Magerrasen, Einzelbäume, Baumgruppen, Streuobstwiesen, Felsen, Erdaufschlüsse, Dolinen und Höhlen zu erhalten,

4 unverbaute und landschaftsästhetisch ansprechende Landschaftsteile als lokal und regional bedeutsame Erholungsräume zu erhalten.

§ 4 Verbote

Handlungen, die den Charakter des Landschaftsschutzgebietes verändern oder dem Schutzzweck entgegenstehen, sind verboten. Dies gilt besonders, wenn dadurch:

1 der Naturhaushalt geschädigt wird,

2 die Naturgüter nicht mehr ausreichend und nachhaltig genutzt werden können,

3 das Landschaftsbild erheblich nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise erheblich beeinträchtigt wird oder

4 der Naturgenuss oder der besondere Erholungswert der Landschaft erheblich beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

1 Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck entgegenstehen können, bedürfen der Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

2 Der Erlaubnis bedarf es insbesondere, um:

2.1 bauliche Anlagen nach der Landesbauordnung - in der jeweils geltenden Fassung - zu errichten oder dem Errichten gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen.

Dies gilt für Feldhäuschen, Geschirrhütten, Fahrsilos, Dunglegen mit Bodenplatte und andere Anlagen, auch wenn diese nicht baurechtlich oder wasserrechtlich genehmigt werden müssen.

Fahrsilos des Typs „Traunsteiner Silo" mit maximal 1,5 m Wandhöhe und begrünten Erdwällen können ohne Erlaubnis errichtet werden. Im Landschaftsschutzgebiet ist es grundsätzlich möglich, neue landwirtschaftliche Betriebsaussiedlungen zu errichten beziehungsweise landwirtschaftliche Anwesen zu erweitern.

2.2 Einfriedigungen zu errichten, auch wenn diese baurechtlich nicht genehmigt werden müssen.

Weidezäune und forstliche Kulturzäune, die einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen und das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen, sind erlaubnisfrei.

2.3 ober- oder unterirdische Leitungen aller Art zu verlegen oder zu ändern.

2.4 Steine, Sand, Lehm oder andere Bodenbestandteile abzubauen, zu entnehmen oder einzubringen oder die Bodengestalt auf andere Weise zu ändern, insbesondere durch Auffüllungen oder Abgrabungen.

Erlaubnisfrei sind Auffüllungen zur Bodenverbesserung auf Ackerflächen bis zu maximal 20 cm Auffüllhöhe, wenn die Auffüllung innerhalb der genehmigungsfreien Flächenbegrenzung nach der Landesbauordnung beziehungsweise dem Naturschutzgesetz -in der jeweils geltenden Fassung - liegt. Beim In-Kraft-Treten dieser Landschaftsschutzgebietsverordnung sind nach § 50 Abs. l in Verbindung mit Ziff. 67 des Anhangs zu § 50 Abs. l der Landesbauordnung - in der Fassung vom 8. August 1995 - Auffüllungen mit nicht mehr als 300 m2 Fläche genehmigungsfrei.

2.5 Gegenstände zu lagern, wenn sie nicht für die zulässige Nutzung des Grundstückes erforderlich sind. Erlaubnisfrei ist das vorübergehende Lagern, zum Beispiel von Siloballen und aufbereiteten Holzsortimenten (zum Beispiel Lang-, Kurz- und Schichtholz), auf landwirtschaftlich genutzten Flächen außerhalb wertvoller Biotope wie Heideflächen oder Magerrasen.

2.6 Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen oder zu verändern.

2.7 Spiel-, Sport- oder Motorsportanlagen, Freizeitflächen oder Freizeiteinrichtungen, wie zum Beispiel Grillstellen oder Spielgeräte, anzulegen oder zu verändern.

2.8 Start- und Landeplätze, Gelände für Fluggeräte aller Art, wie zum Beispiel Hängegleiter, Gleitflugzeuge, Gleitfallschirme, Flugmodelle anzulegen oder zu verändern.

2.9 motorbetriebene Sportgeräte aller Art zu betreiben. Der Einsatz von Loipenspurgeräten ist erlaubnisfrei.

2.10 Wohnwagen, Wohnmobile oder andere Kraftfahrzeuge sowie Verkaufsstände außerhalb der zugelassenen Plätze auf- oder abzustellen oder mehrtägig zu zelten.

2.11 außerhalb von zugelassenen Feuer- und Grillstellen Feuer zu machen oder zu grillen.

Das Entzünden von Feuer im Rahmen der ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft ist erlaubnisfrei.

2.12 stehende Gewässer, anzulegen, zu beseitigen oder zu verändern.

2.13 Wasser aus Hülen oder Tümpeln zu entnehmen.

2.14 neu aufzuforsten.

2.15 wesentliche Landschaftsbestandteile wie Feldhecken, Feldgehölze, Steinriegel, Feldraine, Wacholderheiden, Magerrasen, Einzelbäume, Baumgruppen, Streuobstwiesen, Felsen, Erdaufschlüsse, Dolinen und Höhlen zu beseitigen oder zu verändern.

Bäume, Sträucher oder Gehölzgruppen außerhalb des geschlossenen Waldes zu beseitigen oder zu verändern.

Der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen von Feldhecken, Feldgehölzen und Gebüschen sind erlaubnisfrei.

2.16 das Gebiet außerhalb klassifizierter Straßen mit Kraftfahrzeugen oder Krafträdern zu

befahren. Fahrzeuge, die zur Bewirtschaftung und zulässigen Nutzung des Grundstückes notwendig sind, sind hiervon ausgenommen.

2.17 Plakate, Bild- oder Schrifttafeln, Werbeanlagen aufzustellen oder anzubringen.

2.18 Freizeitaktivitäten durchzuführen, wenn sie die natürliche Vegetation oder Oberbodenschicht beeinträchtigen können.

2.19 Kleingärten, Baumschulen oder Gärtnereien anzulegen oder die Bodennutzung auf andere Weise wesentlich zu ändern.

2.20 auf Heideflächen oder Magerrasen zu pferchen sowie darauf Dung zu lagern.

2.21 nicht genutztes, aber offen gehaltenes Grünland (Dauerbrache) umzubrechen.

3 Handlungen sind zu erlauben, wenn sie keine der in § 4 genannten Wirkungen zur Folge haben.

Die Erlaubnis kann mit Auflagen sowie befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, dass die Wirkungen der Handlungen abgewendet werden können oder dem Schutzzweck nur unwesentlich entgegenstehen.

4 Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt wenn diese im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde erteilt wird.

§ 6 Zulässige Handlungen

1 Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§4 und 5 gelten nicht für die im Sinne des
Naturschutzgesetzes:

1. 1 ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung nach den jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen. Zu einer ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung gehört es insbesondere nicht:

a) die Bodengestalt durch Auffüllungen, Abgrabungen oder einer anderen Art und Weise zu verändern,

b) nicht genutztes, aber offen gehaltenes Grünland (Dauerbrache) umzubrechen,

c) wesentliche Landschaftsbestandteile wie Feldhecken, Feldgehölze, Steinriegel, Feldraine, Wacholderheiden, Magerrasen, Einzelbäume, Baumgruppen Streuobstwiesen, Felsen, Erdaufschlüsse, Dolinen und Höhlen zu beseitigen, zu zerstören oder zu verändern.

Ausgenommen sind der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Rückschnitt und das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen von Feldhecken, Feldgehölzen und Gebüschen.

1 .2 ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung gemäß Landeswaldgesetz. Bauliche Maßnahmen sind hiervon nicht umfasst.

1 .3      ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei.

2 Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 4 und 5 gelten ferner nicht:

2. 1 für behördliche angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

2.2 für Pflegemaßnahmen, die von der unteren Naturschutzbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle oder im Wald mit dem Einvernehmen der Landesforstverwaltung zugelassen werden.

2.3 für die Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßigerweise bestehender Einrichtungen wie Straßen und Wege, Betriebsanlagen der öffentlichen Wasserversorgung, sonstige Versorgungs- und Entsorgungsanlagen, Fernmeldeanlagen sowie Schutzzäune an Verkehrswegen.

2.4 für den ordnungsgemäßen Bestand und Betrieb der Gebäude, des Parkplatzes und Freizeiteinrichtungen der Sontheimer Höhle, im bisherigen Umfang.

2.5 für den ordnungsgemäßen Bestand und Betrieb der Fest- und Schutzhütte im Gewann „Hermannsbühl", im bisherigen Umfang.

§ 7 Befreiung

Die untere Naturschutzbehörde kann Antragsteller nach § 63 NatSchG von den Vorschriften dieser Verordnung befreien.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG verhält sich, wer im Landschaftsschutzgebiet:

1 vorsätzlich oder fahrlässig Handlungen vornimmt, die nach § 4 dieser Verordnung verboten sind.

2 ohne Erlaubnis Handlungen vornimmt, die nach § 5 dieser Verordnung durch die untere
Naturschutzbehörde erlaubt werden müssen.

§ 9 In-Kraft-Treten

1 Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung im Amtsblatt der Gemeinde
Heroldstatt in Kraft.

2 Gleichzeitig treten außer Kraft:

2. 1 das Landschaftsschutzgebiet „Öde Hermannsbühl", Verordnung vom 31. Mai 1955 (Amtsblatt für den Kreis Münsingen vom 05. Juni 1955)

2.2 das Landschaftsschutzgebiet „Öde Raubucher Häule", Verordnung vom 31. Mai 1955 (Amtsblatt für den Kreis Münsingen vom 05. Juni 1955)

2.3 das Landschaftsschutzgebiet „Öde Armenrain", Verordnung vom 31. Mai 1955 (Amtsblatt für den Kreis Münsingen vom 05. Juni 1955)

2.4 und das Landschaftsschutzgebiet „Sommerschafweide am Wechselburren", Verordnung vom 31. Mai 19555 (Amtsblatt für den Kreis Münsingen vom 05. Juni 1955)

Ulm, 02. Dezember 2002

Landratsamt Alb-Donau-Kreis

-untere Naturschutzbehörde-

Dr. Wolfgang Schürle

Landrat