4.25.133 Westerheim

 

Verordnung des Landratsamts Alb-Donau-Kreis über das

Landschaftsschutzgebiet" Westerheim"

vom 25. Oktober 2004

 

Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur, Zur Pflege der Land-

schaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz für Baden-

Württemberg - NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (Gesetzblatt [GBI.] Seite 385),

zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes vom

19. November 2002 (GBI. Seite 424) und des Gesetzes zur Änderung von Vorschriften über die

Umweltverträglichkeitsprüfung und anderer Gesetze vom 19. November 2002 (GBI. Seite 428),

wird verordnet:

 

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Westerheim, Alb - Donau- ,

Kreis, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Be-

zeichnung "Westerheim".

 

§ 2 Schutzgegenstand

1       Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 1.418 ha.

Es erstreckt sich auf die Gemarkung Westerheim.

2       Folgende Landschaftsteile sind erfasst:

2.1   Landschaftsteil Nr. 1: Kuppenalblandschaft nördlich, westlich und südlich von Westerheim   (rund 1.190 ha)   

 

Der Verlauf der Grenze des Landschaftsschutzgebietes wird nördlich von Westerheim

im Gewann "Kirchenfeld" beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.

 

Die Grenze verläuft entlang dem östlichen Waldrand des Waldgebiets "Ostwang" nach

Süden bis zur L 1326 und weiter entlang dem Feldweg Nr. 3686/1 durch den Hangbe-

reich im Gewann "Saustelle" zum Unterer Mühlweg.

 

Vom Unterer Mühlweg verlauft die Grenze nach Norden bis zum Mühlweg und von

dort entlang der Nordgrenzen der Flurstücke Nr. 1284, 1276 und 1260 nach Westen bis

zum Hauptwirtschaftsweg Nr. 1218/1 im Gewann "Westenberg". Entlang dessen süd-

seite dann nach Osten und entlang der Westseite der Flurstücke Nr. 1226 und 1138 bis

zum Feldweg Nr. 1155/1. An dessen Südseite verlauft die Grenze dann nach Osten bis .

zum Feldweg Nr. 1100/1 und an dessen Westseite und dem westlichen Rand der ge-

werblichen Bauflache nach Süden bis zum Feldweg Nr. 3150/1 und weiter entlang dem

Feldweg Nr.1087/1 nach Süden bis zur L 252.

Südlich der L 252 verlauft die Grenze entlang der Zufahrt zum Campingplatz und dem

südlichen Rand des Waldgebiets "Häule" bis zum Feldweg Nr. 995/1. Dann weiter ent-

lang der Nordgrenze des Feldwegs Nr. 995/2 in das Gewann "Luckenstelle" und weiter

durch die Feldflur nach Süden bis zum nördlichen Rand des Waldgebiets "Hinterer

Viehtrieb". Die Grenze verlauft dann entlang der Südgrenze des Campingplatzes bis

zum flächenhaften Naturdenkmal "Schaf- und Waldweide beim Campingplatz" und

weiter an dessen Westseite und dem Hangfuß bis zum Feldweg Nr. 2880 im Gewann

"Au" und dann weiter entlang der Feldwege Nr. 2862 und Nr. 2625 bis zum nördlichen

Rand des Waldgebiets "Hinterer Viehtrieb". Von dort verlauft die Grenze immer am

östlichen Waldrand der Großkuppen Dorenbuch und Veitel bis zum Feldweg Nr. 2100

im Gewann "Fuchslöcher" und weiter zum Wanderparkplatz an der K 7408.

Vom Wanderparkplatz an der K 7408 verlauft die Grenze immer südlich des Zimmer-

haldenweges durch die Gewanne "Henkeiche" und ,'Zimmerhalde" bis zum Feldweg

Nr. 1635/1 (Hochgesträß). Entlang dem Hochgesträß dann nach Osten bis zum Feldweg

Nr. 1756 und entlang dessen Ostgrenze durch den Hangbereich "Schneeteich"/ "Früh-

meßburren" bis auf die Hochflache ,'Zimmerhaldenweg". Dort verlauft die Grenze im-

mer entlang dem westlichen Rand des Waldgebiets "Ramsloh" bis zum nördlichen

Waldrand und von dort durch das Gewann "Ramsloh" nach Osten entlang dem Wald-

rand und der Südseite des Flurstücks Nr. 1689 und des Feldwegs Nr. 1694/1 bis zur

Gemeindegrenze zu Laichingen.

 

Von hier aus verlauft die Landschaftsschutzgebietsgrenze weiter im Uhrzeigersinn im-

mer entlang der Gemeindegrenze bis zum Ausgangspunkt im Gewann "Kirchenfeld".

Ausgenommen vom Landschaftsschutz sind innerhalb des beschriebenen Landschafts-

teils der Weiler Heuberg, die Höfe Dornenbuch, Egelsee und Klosterhof sowie die Son-

derbaufläche im Bereich der Schertelshöhle. Ebenfalls ausgenommen ist das flächenhaf -

te Naturdenkmal "Hüle Egelsee mit 3 Weidbuchen" im Gewann "Egelsee".

 

2.2    Landschaftsteil Nr. 2: Kuppenalblandschaft östlich von Westernheim (rund 228 ha)

 

         Der Verlauf der Grenze des Landschaftsschutzgebietes wird östlich von Westerheim a

Hochgesträß im Gewann "Laichenfeld" beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.

 

Vom Hochgesträß verlauft die Grenze nach Nordwesten am Fuß des Hangbereichs

"Faulenhau" bis in das Gewann "Unter dem Ried" zur K 7326. Von dort weiter im

Hangbereich des Hungerbergs entlang der Feldwege Nr. 1485 und Nr. 1374/1 bis in das

Gewann "Dellmannsheim" und zurück nach Südosten entlang der Hangoberkante am

südlichen Rand des Feldwegs Nr. 1424 bis zur K 7326.

 

Von dort verläuft die Grenze östlich der Teilaussiedlung im Flurstück Nr. 1471/2 wieder

nach Norden entlang dem östlichen Rand des "Hochplateaus" "Sattenlehen"/ "Dell-

mannsheim"/"Todsburger Steige" und entlang der Feldwege Nr. 1431/1, Nr. 3846/1 und

Nr. 3845/1 bis in das Gewann "Heiligenhau" und weiter durch die Feldflur nach Osten

bis zur Gemeindegrenze beim Flurstück NL 4649. .

Immer entlang der Gemeindegrenze verläuft die Grenze dann weiter nach Osten bis in

das Gewann "Feuerbuch" und von dort entlang dem Hochgesträß nach Süden bis zum

Ausgangspunkt im Gewann "Laichenfeld".

 

Ausgenommen vom Landschaftsschutz sind innerhalb des beschriebenen Landschafts-

teils die flächenhaften Naturdenkmale "Altersbuchenwald" im Gewann "Faulen-

hau/Waldstetten", "Hutewald mit Kalkgeröll bei den Gemeinschaftsschuppen" im Ge-

wann "Faulenhau", "Ehemaliger Hutewald mit 5 Weidbäumen" im Gewann "Sattenle-

ben" und "Hutewaldstreifen mit 6 Weidbäumen im Gewann "Heiligenhau".

 

3       Die Fläche des Landschaftsschuzgebiets ist in zwei Flurkarten im Maßstab I : 5.000

vom 25. Oktober 2004 und in einer Übersichtskarte im Maßstab 1: 25.000

vom 25. Oktober 2004 mit grüner Farbe eingetragen. Diese Karten sind Bestandteil der

Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Alb- Donau- Kreis in

Ulm und beim Bürgermeisteramt in Westerheim zur kostenlosen Einsicht durch jeder-

mann während der Dienststunden niedergelegt.

 

4       Eine ausführliche Beschreibung des Landschaftsschutzgebietes bietet die Würdigung für

         das Landschaftsschutzgebiet "Westerheim" vom 25. Oktober 2004.

 

§ 3 Schutzzweck

Schutzzweck für die zwei Landschaftsteile des Landschaftsschutzgebietes ist:

 

1       die durch die markante Oberflächengestalt der Kuppen, Senken und Trockentäler sowie

die abwechslungsreiche und kleinräumige Landnutzung bedingte Vielfalt, Eigenart und

Schönheit der Kuppenalblandschaft zu erhalten,

2       den Teil eines gemeindeübergreifenden charakteristischen Ausschnitts der Kuppenalb

         mit besonders markant ausgeprägten Landschaftsformen und Nutzungsverteilungen zu

         erhalten,

3       die für die Kuppenalb typischen Landschaftsformen zu bewahren und die charakteristi-

schen landschaftsbildprägenden und ökologisch wertvollen Kulturlandschaftselemente

wie Feldhecken, Feldgehölze, Steinriegel, Feldraine, Wacholderheiden, Magerrasen,

Einzelbäume, Baumgruppen, Streuobstwiesen, Felsen, Erdaufschlüsse, Dolinen und

Höhlen zu erhalten,

4       unverbaute und landschaftsästhetisch ansprechende Landschaftsteile als lokal und regio-

nal bedeutsame Erholungsräume zu erhalten..

 

 § 4 Verbote

Handlungen, die den Charakter des Landschaftsschutzgebietes verändern oder dem Schutz-

zweck entgegenstehen, sind verboten. Dies gilt besonders, wenn dadurch:

1       der Naturhaushalt geschädigt wird.

2       die Naturgüter nicht mehr ausreichend und nachhaltig genutzt werden können.

3       das Landschaftsbild erheblichnachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Land-

schaft auf andere Weise erheblich beeinträchtigt wird.     

4       der Naturgenuss oder der besondere Erholungswert der Landschaft erheblich beeinträch-

         tigt wird.

 

 

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

1       Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutz-

zweck entgegenstehen können, müssen von der unteren Naturschutzbehörde erlaubt

werden.

2       Der Erlaubnis bedarf es insbesondere, um:

2.1    bauliche Anlagen nach der Landesbauordnung -in der jeweils geltenden Fassung -zu

errichten.

zum Beispiel Feldhäuschen, Geschirrhütten, Fahrsilos, Dunglegen mit Bodenplatte zu

errichten oder dem Errichten gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen, auch wenn die'"

se nicht baurechtlich oder wasserrechtlich genehmigt werden müssen.

Fahrsilos des Typs " Traunsteiner Silo" mit maximal 1,5 m Wandhöhe und begrünten

Erdwällen können ohne Erlaubnis errichtet werden.

Im Landschaftsschutzgebiet ist es grundsätzlich möglich, neue landwirtschaftliche Be-

triebsaussiedlungen zu errichten beziehungsweise landwirtschaftliche Anwesen zu er-

weitern.

2.2    Einfriedigungen zu errichten, auch wenn diese baurechtlich nicht genehmigt werden

müssen.

Weidezäune und forstliche Kulturzäune, die einem land- oder forstwirtschaftlichen Be-

trieb dienen und das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen, sind erlaubnisfrei.

2.3    ober- oder unterirdische Leitungen aller Art zu verlegen oder zu ändern.

2.4    Steine, Sand, Lehm oder andere Bodenbestandteile abzubauen, zu entnehmen oder ein-

zubringen oder die Bodengestalt auf andere Weise zu ändern, insbesondere durch Auf -

füllungen oder Abgrabungen.

Erlaubnisfrei sind Auffüllungen zur Bodenverbesserung auf Ackerflächen bis zu maxi-

mal 20 cm Auffüllhöhe, wenn die Auffüllung innerhalb der genehmigungsfreien Flä-

chenbegrenzung nach der Landesbauordnung beziehungsweise dem Naturschutzgesetz -

in der jeweils geltenden Fassung - liegt. Beim Inkrafttreten dieser Landschaftsschutzge-

bietsverordnung sind nach § 50 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 67 des Anhangs zu § 50

Abs. 1 der Landesbauordnung -in der Fassung vom 8. August 1995 -Auffüllungen mit

nicht mehr als 300 m2 Fläche genehmigungsfrei.

2.5    Gegenstände zu lagern, wenn sie nicht für die zulässige Nutzung des Grundstückes er-

forderlich sind. Erlaubnisfrei ist das vorübergehende Lagern, zum Beispiel von Silobal-

len und aufbereiteten Holzsortimenten (zum Beispiel Lang-, Kurz- und Schichtholz), auf

landwirtschaftlich genutzten Flächen außerhalb wertvoller Biotope wie Heideflächen

oder Magerrasen.

2.6    Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen oder zu verändern.

2.7    Spiel-, Sport- oder Motorsportanlagen, Freizeitflächen oder Freizeiteinrichtungen, wie

zum Beispiel Grillstellen oder Spielgeräte, anzulegen oder zu verändern.

2.8    Start- und Landeplätze, Gelände für Fluggeräte aller Art, wie zum Beispiel Hängeglei-

ter, Gleitflugzeuge, Gleitfallschirme, Flugmodelle anzulegen oder zu verändern.

2.9    Motorbetriebene Sportgeräte aller Art zu betreiben. Der Einsatz von Loipenspurgeräten

ist erlaubnisfrei.

2.10  Wohnwagen, Wohnmobile oder andere Kraftfahrzeuge sowie Verkaufsstände außerhalb

der zugelassenen Plätze auf- oder abzustellen oder mehrtägig zu zelten.

2.11  außerhalb von zugelassenen Feuer- und Grillstellen Feuer zu machen oder zu grillen.

Das Entzünden von Feuer im Rahmen der ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft

ist erlaubnisfrei

2.12  stehende Gewässer, anzulegen, zu beseitigen oder zu verändern.

2.13  Wasser aus Hüten oder Tümpeln zu entnehmen.

2.14  neu aufzuforsten.

2.15  wesentliche Landschaftsbestandteile wie Feldhecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen,

Obsthochstämme, Einzelbäume, Baumgruppen, Feldraine und Magerrasen zu zerstören

oder erheblich oder nachhaltig zu beeinträchtigen.

Der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Ersatz einzelner Obst-

hochstämme durch Neupflanzung sind erlaubnisfrei.

Bei Feldheken, Feldgehölzen und Gebüschen sind das abschnittsweise Auf-den-Stock- "

Setzen sowie das Entnehmen einzelner Baume erlaubnisfrei.

2.16  das Gebiet mit Kraftfahrzeugen oder Krafträdern zu befahren. Fahrzeuge, die zur Be-

wirtschaftung und zulässigen Nutzung des Grundstückes notwendig sind, sind hiervon

ausgenommen.

2.17  Plakate, Bild- oder Schrifttafeln, Werbeanlagen aufzustellen oder anzubringen.

2.18  Freizeitaktivitäten durchzuführen, wenn sie die natürliche Vegetation oder oberboden-

schicht beeinträchtigen können-

2.19  Kleingärten, Baumschulen oder Gärtnereien anzulegen oder die Bodennutzung auf

andere Weise wesentlich zu ändern.

2.20  auf Heideflächen oder Magerrasen zu pferchen sowie darauf Dung zu lagern.

2.21  nicht genutztes, aber offen gehaltenes Grünland (Dauerbrache) umzubrechen.

Erlaubnisfrei ist die Rückführung von Dauerbrachen, die durch zeitlich begrenzte Still-

legung von Ackerflächen im Rahmen der EU-Agrarreform oder anderer Agrar-

Verordnungen entstanden sind.

3       Handlungen sind zu erlauben, wenn sie keine der in § 4 genannten Wirkungen zur Folge

haben.

Die Erlaubnis kann mit Auflagen sowie befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn

dadurch erreicht werden kann, dass die Wirkungen der Handlungen abgewendet werden

können oder dem Schutzzweck nur unwesentlich entgegenstehen.

4       Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt,

wenn diese im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde erteilt wird.

 

§ 6 Zulässige Handlungen

 

1       Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 4 und 5 gelten nicht für die im Sinne des

Naturschutzgesetzes:

1.1    ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung nach den jeweils geltenden rechtli-

chen Bestimmungen. Zu einer ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung

gehört es insbesondere nicht:

a)        die Bodengestalt durch Auffüllungen, Abgrabungen oder einer anderen Art und

           Weise zu verändern,

b)        nicht genutztes, aber offen gehaltenes Grünland (Dauerbrache) umzubrechen,

Ausgenommen ist die Rückführung von Dauerbrachen, die durch zeitlich be-

grenzte Stilllegung von Ackerflächen im Rahmen der EU-Agrarreform oder an-

derer Agrar- Verordnungen entstanden sind.

c)        wesentliche Landschaftsbestandteile wie Feldhecken, Feldgehölze, Streuobst-

wiesen, Obsthochstämme, Einzelbäume, Baumgruppen, Feldraine und Magerra-

sen zu zerstören oder erheblich oder nachhaltig zu beeinträchtigen.

Der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Ersatz ein2:elner

Obsthochstämme durch Neupflanzung sind erlaubnisfrei. Bei Feldhecken, Feld-

gehölzen und Gebüschen sind das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen sowie

das Entnehmen einzelner Bäume erlaubnisfrei.

1.2    ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung gemäß Landeswaldgesetz. Bauliche

Maßnahmen nach § 49 und § 50 Landesbauordnung sind hiervon nicht umfasst

1.3    ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Angelfischerei.

2       Die Verbote und Erlaubnisvorbehalte der §§ 4 und 5 gelten ferner nicht:

2.1    für behördliche angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

2.2    für Pflegemaßnahmen, die von der unteren Naturschutzbehörde oder einer von ihr be-

auftragten Stelle oder im Wald mit dem Einvernehmen der Landesforstverwaltung zuge-

         lassen werden.

2.3    für die Unterhaltung und Instandsetzung Rechtmäßigerweise bestehender Einrichtungen

wie Straßen und Wege, Betriebsanlagen der öffentlichen Wasserversorgung, sonstige

Versorgungs- und Entsorgungsanlagen, Fernmeldeanlagen sowie Schutzzäune an Ver-

kehrswegen.

2.4    für den ordnungsgemäßen Bestand und Betrieb der Skilifte östlich von Heuberg sowie

im Gewann "Saustelle"

im bisherigen Umfang.

 

§ 7 Befreiung

Die untere Naturschutzbehörde kann Antragsteller nach § 63 NatSchG von den Vorschriften

dieser Verordnung befreien.

 

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

ordnungswidrig im Sinne des § 64.Abs. 1 Nr. 2 NatSchG verhält sich wer im Landschafts-

schutzgebiet:

1       vorsätzlich oder fahrlässig Handlungen vornimmt, die nach § 4 dieser Verordnung ver-

boten sind.

2       ohne Erlaubnis Handlungen vornimmt, die nach § 5 dieser Verordnung durch die untere

Naturschutzbehörde erlaubt werden müssen.

 

§ 9 In-Kraft- Treten

 

1       Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in den " Westerheimer Mitteilun-

gen", Amtsblatt der Gemeinde Westerheim, in Kraft.

2       Gleichzeitig tritt außer Kraft:

2.1    das Landschaftsschutzgebiet "Öde am schwarzen Buckel, Beerbaum und Sattenlehen-

         berg", Verordnung vom 31. Mai 1955 (Amtsblatt für den Kreis Münsingen

         vom 05. Juni 1955)

 

 

Ulm, 25. Oktober 2004

Landratsamt Alb-Donau-Kreis

Untere Naturschutzbehörde

Dr. Wolfgang Schürle

Landrat

 

Verkündigungshinweis:

Gemäß § 6Q a NatSchG ist eine Verletzung der in § 59 NatSchG genannten Verfahrens- und

Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Erlass der Verordnung

schriftlich dem Landratsamt Alb-Donau-Kreis geltend gemacht wird. Der Sachverhalt, der die

Verletzung begründen soll, ist darzulegen.