4.35.028 Drumlin Biblis

 VO gilt für die LSG 4.35.028 und 4.35.029.

 Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Gemarkung Billafingen, Bezirksamt Überlingen (Bodensee-Rundschau vom 30. Juli 1938).

 Aufgrund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung des Zweiten Ergänzungsgesetzes vom 1. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001), sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Ermächtigung des Herrn Ministers des Kultus und Unterrichts in Karlsruhe als höherer Naturschutzbehörde folgendes verordnet:

§ 1

 Die in der Landschaftsschutzkarte bei dem Herrn Minister des Kultus und Unterrichts als höhere Naturschutzbehörde in Karlsruhe rot umgrenzten Landschaftsteile im Bereich der Gemarkung Billafingen (Drumline, im Hasenbühl und Gegez), werden im dem Umfang, der sich aus der Eintragung in der Landschaftsschutzkarte ergibt, mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

 Es ist verboten, innerhalb der in der Landschaftsschutzkarte durch besondere rote Umrahmung kenntlich gemachten Landschaftsteile Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Unter das Verbot fallen die Anlagen von Bauwerken aller Art, von Verkaufsbuden, Zelt- und Lagerplätzen, Müll- und Schuttplätzen, sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen, soweit letztere nicht auf die Landschaftsschutzmaßnahmen hinweisen.

 Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

§ 3

 Ausnahmen von den Vorschriften im § 2 können von mir in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 4

 Wer den Bestimmungen des § 2 zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 5

 Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Amtsverkündiger für das Bezirksamt Überlingen in Kraft.

Überlingen a.B., den 18. Juli 1938

der Landrat als untere Naturschutzbehörde