4.35.031 Bodenseeufer (14 Teilgebiete)

 Verordnung des Landratsamts Bodenseekreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" vom 15. September 1982 (Schwäbische Zeitung vom 18.9.1982), erweitert durch VO vom 20.01.1998 (VO s. u.).

 Aufgrund von § 22 und § 58 Abs. 3 und 4 des Gesetzes zum Schutze der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch Gesetz vom 06. April 1982 (GBl. S. 97) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutzbehörde verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

 (1) Die in § 2 näher bezeichneten Landschaftsteile im Bereich des Bodenseeufers und des nahen Hinterlandes auf dem Gebiet

1.           der Gemeinde Sipplingen,
Gemarkung Sipplingen;

2.           der Stadt Überlingen,
Gemarkungen Bonndorf, Deisendorf, Hödingen, Nesselwangen, Nußdorf, Überlingen;

3.           der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen,
Gemarkungen Oberuhldingen, Unteruhldingen, Mühlhofen;

4.           der Gemeinde Salem,
Gemarkung Tüfingen;

5.           der Stadt Meersburg,
Gemarkungen Baitenhausen, Meersburg;

6.           der Gemeinde Daisendorf,
Gemarkung Daisendorf;

7.           der Gemeinde Stetten,
Gemarkung Stetten;

8.           der Gemeinde Hagnau,
Gemarkung Hagnau;

9.           der Gemeinde Immenstaad,
Gemarkungen Immenstaad, Kippenhausen,

 werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

 (2) Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Bodenseeufer".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 3 766 ha.

 (2) das Schutzgebiet endet am Bodensee mit den in den Flurkarten dargestellten seeseitigen Grenzen der Grundstücke.

 (3) Das Schutzgebiet besteht aus mehreren, nicht zusammenhängenden Teilgebieten, die wie folgt grob beschrieben und abgegrenzt werden:

1.           Sipplingen bis Überlingen-Hödingen (Teilgebiet 1)
Gemarkung Sipplingen und Teile der Gemarkungen Bonndorf und Nesselwangen beim Gewann "Hommetal"; ausgenommen ist die bebaute Ortslage von Sipplingen.
1a. Bonndorf bis Hödingen (Teilgebiet 1 a)
Gebiet nördlich des Teilgebiets 1 zwischen der Kreisgrenze im Westen, der Kreisstraße (K) 7772 im Osten und der Bundesstraße (B) 31 neu im Norden. Die Flächen der Bodenseewasserversorgung, des Naturschutzgebiets "Hödinger Tobel" und der Ortschaft Hödingen sind vom Landschaftsschutzgebiet ausgenommen.

2.           Hödingen bis Überlingen-Oberried mit dem Nellenbachtal und dem Eglisbohl (Teilgebiet 2 )
Gebiet östlich des Naturschutzgebiets "Hödinger Tobel" südlich der Kreisstraße 7772 und westlich der L 195 (ausgenommen das Gebiet des Gewanns "Windstauden", östlich des Kogenbachtobels und nördlich der L 200); Bereich des Neuweihers (Andelshofer Weiher) nördlich der K 7772 und westlich der L 195 mit dem Gewann "Weiherhöfe"; Gebiet südlich der Bundesstraße 31 und westlich von Goldbach; die Gewanne "Ober Eglisbohl", "Mittler Eglisbohl"; das Nellenbachtal; das Gebiet südlich der B 31 westlich des Gewanns "Hagnauer Breite" und nördlich des Gewanns "Vorderhinterried".
2a. Überlingen‑Goldbach (Teilgebiet 2 a)
Gebiet östlich von Goldbach zwischen Überlingen und der B 31 alt mit den Gewannen "Simmelbrunnen", "Obere Tobelwiesen", "Untere Härlen", "Obere Härlen", "Ober Eglistobel", "Schuler" und "Stempfel"..
2b. Kogenbach (Teilgebiet 2 b)
Gebiet südlich von Kogenbach mit den Gewannen "Windstauden", "Dobelbach" und "Andelshofer Bürgle" begrenzt durch die Landesstraße (L) 195 im Osten, den nördlich der L 200 verlaufenden Feldweg im Süden und die Böschungsoberkante zum Dobelbach im Westen.

3.           Überlingen-Oberried/Altbirnau (Teilgebiet 3)
Gebiet östlich der Landesstraße 195/200 (ohne Gewerbegebiet "Oberried"), südlich der Landesstraße 200a, südwestlich des Waldrands des Spitalwalds von Überlingen, Distrikt "Moos" und Distrikt "Obere Schattberg", westlich des Nußbach-/Riedmühlenbachtals, nördlich der Bundesstraße 31; Gebiete südlich der B 31: östlich der oberen St. Leonhardstraße die Gewanne "Gischberg", "Kastenschachen", "Föhrengraben", "Letzte Aspen", "Birnauer Äcker", "Aspenhalde" und "Gewinnern"; das Nußbachtal.

4.           Deisendorf, "Deisendorf Weiher" (Teilgebiet 4)
Gebiet östlich der Bauschuttdeponie "Füllenwaid" südlich der Landesstraße 200, westlich des Waldwegs im Gewann "Heidenlöcher" und des Verbindungswegs von Eichholz nach Hasenweide sowie des Wegs zwischen "Krähenberg" und "Deisendorfer Weiher", nördlich der Landesstraße 200 a und ein ca. 60 m breiter Streifen südlich des Mühlbachs bis zur "Ottomühle".
4a. Deisendorf (Teilgebiet 4 a)
Gebiet um Deisendorf; die Grenze verläuft von der L 200 a bei Rengoldshausen beginnend, zunächst um den Rengoldshauser Hof, dann durch die Gewanne "Langacker", "Häldeleöschle", "Tiefe" zur K 7763. Von dort erstreckt sich die Grenze weiter in südliche, dann in nordöstliche Richtung, zunächst entlang des Sportgeländes Altbirnau, durch den Spitalwald von Überlingen Distrikt Obere Schattberg, den Stadtwald von Überlingen Distrikt XVII Mühlbach, den Spitalwald von Überlingen Distrikt XVII Gyrrenberg und die Gewanne "Segader" und "Pfaffenwiesen" über den Seefelder Kirchweg durch das Gewann "Breitenweiler“ zur Gemeindegrenze nach Salem. Diese begrenzt das Schutzgebiet bis zum Gewann "Haidenlocher“ im Norden. Von dort erstreckt sich die Grenze in südlicher Richtung durch den Spitalwald von Überlingen Distrikt XXX Rohrhalde und den Spitalwald von Überlingen Distrikt XXX Rohrhalde und Füllenwaid zur L 200 a. Von dort verläuft die Grenze um den Ort Deisendorf herum zurück zur L 200 a, welche dann bis zum Rengoldshauser Hof die Grenze bildet.

5.           Überlingen-Nußdorf bis Uhldingen-Mühlhofen mit Seefelden (Teilgebiet 5)
Das Gewann "Constantinhalde", das Gebiet nördlich der Straße "Zur Pfrille", östlich der Landesstraße 195 c und nördlich der B 31 bis zum Nußbachtal; das Nußbachtal-/Riedmühlenbachtal im Westen, ein ca. 20 m breiter Streifen nördlich und westlich des Riedbachs, das Gebiet südlich des Riedbachs sowie des "Ralzhofs" und des Gemeindeverbindungswegs nach Deisendorf, westlich des Prälatenwegs bis zum Gewann "Nellenfurt" im "Mauracher Wald" mit der Weiherkette am Nellenbach und dem "Kaltenbrunnenweiher", westlich der Bundesstraßenauffahrt in Oberuhldingen, einem 50 m breiten Streifen südöstlich der Seefelder Aach und nördlich des Naturschutzgebietes "Seefelder Aach". In Nußdorf südlich der Kreisstraße 7762 das Gebiet südlich der Bebauung an den Straßen "Zum Hecht" und "Zur Forelle" ab dem Gewann "Schwarzwies" im Osten bis zur Nußbachmündung im Westen und südlich der Bahnlinie in den Gewannen "Seehalde" und "Brühlwiesen". Der Wohnplatz "Seefelden" ist vom Schutzgebiet ausgenommen.
5a. Nußdorf‑Ost (Teilgebiet 5 a)
Teil des Gewanns "Constantinhalde" am östlichen Ortsrand von Nußdorf, nördlich des Weges "Zum Hasel".

6.           Oberuhldingen-Mühlhofen und Gebhardsweiler (Teilgebiet 6)
Ein ca. 30 m breiter Streifen nordwestlich der Seefelder Aach ab der "Reismühle" in Oberuhldingen bis zur Landesstraße 201 südlich des Gewanns "Ottenbohl", im Gewann "Lohäcker" die südöstliche Böschung der Seefelder Aach, das Gebiet südlich und östlich von Mühlhofen, südlich von Hallendorf und der Seefelder Aach sowie der Straße von Mühlhofen nach Schiggendorf, westlich des Gewanns "Im Laim", nördlich des Waldes der Standesherrschaft Salem Distrikt XXVI "Lichtenberg-Hungerberg" und westlich des Riedmühlenweges.
Der Wohnplatz "Gebhardsweiler" ist ausgenommen.

7.           Uhldingen bis Meersburg (Teilgebiet 7)
Auf Gemarkung Unteruhldingen und Meersburg ein unbebauter Uferstreifen südlich der Bundesstraße 31 ab der Einmündung der Seestraße in Unteruhldingen bis zum Fährehafen in Meersburg, ab Gewann "Hüngerling" bis zum Fährehafen Meersburg einschließlich der Bundesstraße 31.
Gebiet nördlich der Bundesstraße 31, der Waldgrenze des Spitalwaldes Distrikt II "Wölfele", des Baugebiets "Reutenen" und des Gewanns "Felsenkeller", östlich der Waldgrenze des Gemeindewaldes Distrikt I "Zihlbühl", nordwestlich des Reismühlewegs südlich der Waldgrenzen des Gemeindewaldes Distrikt II "Wölfele" und Distrikt II "Rotenlachen" auf Gemarkung Meersburg und südlich und westlich der Waldgrenze des Spitalwalds Distrikt I "Weiherholz" auf Gemarkung Meersburg, westlich und südlich des Gewanns "Lichtenwiese" und südlich des Waldrands des Staatswalds Distrikt I "Lichtengehau", südlich des Droste-Hülshoff-Wegs und des Himmelbergwegs, nördlich der Bundesstraße 31 (Serpentine) und westlich der Fähreparkplätze.

8.           Daisendorf "Daisendorfer Weiher" (Teilgebiet 8)
Gebiet östlich und südlich der Gemeindeverbindungsstraße ("Am Wattenberg", "Baitenhausener Straße"), westlich und nördlich der Gemeindegrenze Meersburg-Daisendorf.

9.           Meersburg "Siechenweiher" (Teilgebiet 9)
Gebiet östlich der Landesstraße 229, südlich des Wegs von der Landesstraße 229 zur "Torenstraße" nördlich des Weihers, südlich des Gewanns "Roggele", westlich des Gewanns "Riedäcker", nördlich der Gewanne "Specklis", "Heppach" und "Breite".

10.      Meersburg-Stetten-Hagnau (Teilgebiet 10)
Gebiet östlich des "Töbele" und südlich des Höhenweg in Meersburg, östlich der Gemeindegrenze zwischen Stetten und Meersburg, südlich der Bundesstraße 31 bis zum östlichen Rand der Ortslage Stetten, der "Hüllo" und das "Dysenbachtal"; Gebiet südlich des Höhenwegs in Hagnau (mit dem Gewann "Höhenbühl" nördlich des Höhenwegs), westlich und nördlich der Bebauung an der "Ittendorfer Straße" und der "Hauptstraße" in Hagnau und nördlich der Böschung in den Gewannen "Vogelsang" und "Ruchenholz" und "Untere Loh", südlich der Bundesstraße 31 und nördlich des "Höhenwegs"; der Mühlbachtobel und das Gebiet westlich davon.
In Hagnau ein Uferstreifen südlich der Meersburger Straße vom Mühlbachtobel (Gemeindegrenze) bis zum Flurstück 1208 (Einmündung der "Kapellenstraße") in Hagnau.

11.      Hagnau - Immenstaad (Teilgebiet 11 )
Gebiet östlich der bebauten Ortslage von Hagnau südlich der Bundesstraße 31 und der Frenkenbacher Straße, südlich des Gewanns "Rotenerd" auf Gemarkung Kippenhausen, der Landesstraße 203 a, der Ortslage Kippenhausen, des Gewanns "Winkel" und "Öschle", der Kreisstraße 7745, nördlich der Bundesstraße 31 bis zum Gewann "Wolfgang", westlich der Gewanne "Neusatz" und "Hardt".
In Immenstaad der unbebaute Uferstreifen in den Gewannen "Hardt", "Horn", "Kippenhorn" und "Willen".

12.      Immenstaad - Kniebachtobel (Teilgebiet 12)
Gebiet des gesamten Tobels bis zu den in den Flurkarten dargestellten Böschungsoberkanten.

13.      Immenstaad-Helmsdorf und Dornier (Teilgebiet 13)
Ein Uferstreifen südlich der Gewanne "Außendorf", "Anfall" und "Bitze", das Gewann "Helmsdorf
(Schloßgut)" und das Vorland der Ufergrundstücke zwischen Schloßgut Helmsdorf und Werksgelände Dornier.
Uferstreifen südlich des Werksgeländes Dornier entlang des Bodensees und östlich entlang des Lipbachs.

14.      Immenstaad-Ziegelei (Teilgebiet 14)
Gebiet östlich des Wassergrabens in den Gewannen "Hundsbühl" und "Hagnauer Wiesen" westlich und südlich der Ziegelei, östlich der Landesstraße 267, westlich des Lippbachs und nördlich der Flurstücke Nr. 2299 (Weg), 2564, 2566, 2553. Ausgenommen sind die Flurstücke Nr. 2529/1, 2633-2635, sowie Teilflächen der Flurstücke Nr. 2547 und 2629 - 2631 (Werksgelände).

 (4) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebiets sind in einer Übersichtskarte zu den Flurkarten im Maßstab 1 : 50 000, in einer Übersichtskarte 1 : 25 000 und in 91 Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 eingetragen und grün angelegt. Die Grenzen der unter § 2 Abs. 3 Nr. 1 a, 2 a, 2 b, 4 a und 5 a beschriebenen Teilgebiete sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 29 Detailkarten im Maßstab 1 : 2 500 des Landratsamtes Bodenseekreis vom 26. November 1997 gekennzeichnet und grün angelegt. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit den grün angelegten Karten wird beim Landratsamt Bodenseekreis - untere Naturschutzbehörde - in Friedrichshafen, Glärnischstraße 1-3, verwahrt und kann während der Dienststunden eingesehen werden.

§ 3 Schutzzweck

 Schutzzweck ist die Erhaltung der Schönheit und Eigenart der Bodenseeuferlandschaft in ihrem kleinräumigen Wechsel von bewaldeten Kuppen, steilen Molassefelsen, Streuobst- und Wiesenflächen mit eingestreuten Äckern. Das Relief der Bodenseeuferzone in seiner Vielfalt mit abwechselnd steilen Felsen, Kuppen, Hügeln und Tobeln soll geschützt werden. Der durch den landschaftlichen Reiz und das schonende Klima hohe Erholungswert mit überregionaler Bedeutung soll für die Allgemeinheit gesichert werden.

§ 4 Verbote

 In dem Landschaftsschutzgebiet sind Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch

1.           der Naturhaushalt geschädigt,

2.           die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.           das Landschaftsbild nachteilig verändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

4.           der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalt

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.           Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen, auch wenn sie keiner Baugenehmigung oder wasserrechtlichen Gestattung bedürfen;

2.           Errichtung von Einfriedigungen, auch wenn sie keiner Baugenehmigung bedürfen;

3.           Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

4.           Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

5.           Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind und das nicht nur kurzfristige Abstellen und Lagern von Booten und Bootswagen (Trailern) und sonstigen dem Wassersport dienenden Gegenständen außerhalb der hierfür zugelassenen Plätze;

6.           Anlage oder Veränderungen von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

7.           Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motor- und Wassersportanlagen;

8.           Anlage oder Veränderung von Flugplätzen und Modellflugplätzen;

9.           Betrieb von Motorsport sowie von motorgetriebenen Schlitten;

10.      Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze sowie das Zelten und das Abstellen von Kraftfahrzeugen;

11.      Verankern von Wohnbooten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen;

12.      Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

13.      Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;

14.      Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

15.      Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

16.      Beseitigung oder Veränderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen (insbesondere im Bereich des Vorlandes, Strandwalls und Seehags), soweit diese zum Bild und zur Belebung der Landschaft beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Genehmigung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Genehmigung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

 Die §§ 4 und 5 gelten nicht

1.           für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke,

2.           für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer, Straßen und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16,

3.           für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und Fischerei,

4.           für Schutzzäune an Verkehrswegen,

5.           für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

§ 7 Befreiungen

 Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 Naturschutzgesetz Befreiung erteilt werden.

§ 8 Zustimmungsvorbehalt

 Die Zulassung von Vorhaben, die einen schwerwiegenden Eingriff darstellen, bedarf der Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde.

§ 9 Ordnungswidrigkeiten

 Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.           entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.           entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 10 Inkrafttreten

 Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Landratsamt Bodenseekreis

-Umweltschutzamt-

Friedrichshafen, den 15. September 1982

gez. Dr. Wiedmann

(Landrat)

 Änderungen:

 Durch VO vom 17.12.1982 (NSG 4120 "Lipbachmündung") Fläche um 2 ha verringert.

 Durch VO vom 31.08.1987 (NSG 4059 "Seefelder Aach-Mündung") Fläche um 3 ha verringert.

 Durch 3 VO vom 16.02.1989 (NSG 4152 "Köstenerberg"; 4.153 "Sipplinger Dreieck" und 4.154 "Katharinenfelsen") Fläche um 35 ha verringert.

 Durch VO vom 25.08.1993 (NSG 4227 und LSG 4.35.037 "Lipbachsenke") Fläche um 26 ha verringert.

 Durch VO vom 26.07.1995 (Erweiterung) Fläche um 139 ha vergrößert.(VO s.u.)

 Durch VO vom 20.01.1998 (Erweiterung) Fläche auf 3 7766 ha vergrößert. (VO s.u.)

 Durch VO vom 01.12.1998(Änderung) Fläche geringfügig verkleinert (0,37 ha).

Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis zur Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes "Bodenseeufer" in den Gemeinden Daisendorf und Uhldingen-Mühlhofen vom 26.07.1995.

Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz
- NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), zuletzt geändert durch dessen Neufassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385) wird verordnet:

Artikel 1

 Ziel dieser Verordnung ist es, das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" durch zwei Teilgebiete in den Gemeinden Daisendorf und Uhldingen-Mühlhofen um eine Fläche von ca. 139 ha zu erweitern.

 Zu diesem Zweck wird die Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis über das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" vom 15. September 1982 (Schwäbische Zeitung, Ausgaben Tettnang und Friedrichshafen, Südkurier, Bezirksausgabe Überlingen, jeweils vom 18. September 1982) zum Schutz von Landschaftsteilen im Bereich des Bodenseeufers und des nahen Hinterlandes wie folgt geändert und ergänzt:

1.           § 2 Abs. 1 wird wie folgt geändert:
Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von etwa 3089 ha.

2.           Zu § 2 Abs. 3 wird nach Nummer 7 folgende Nummer 7a eingefügt:
7 a Uhldingen-Daisendorf ( Teilgebiet 7 a)
Gebiet nördlich der Gemarkungsgrenze Meersburg-Daisendorf und Meersburg- Uhldingen-Mühlhofen, im Nordosten begrenzt durch die K 7783, im Norden durch die Gewanne "Im Laim, "Felderösch”, "Obere Reishalde" und im Westen durch den Gemeindewald von Unteruhldingen Distrikt 1 Zihlbühl und die südlichen Bereiche des Waldes der Standesherrschaft Salem, Distrikt Lichtenberg-Hungerberg.

3.           In § 2 Abs. 3 wird nach Nummer 8 folgende Nummer 8a eingefügt:
8a. Daisendorf-Wohrenberg (Teilgebiet 8a)
Die Wohrenbergkuppe mit den Grundstücken der Gemarkung Daisendorf Flst. Nr. 211/9, 216 teilweise, 217, 218, 219, 219/1, 220, 220/1, 221, 221/1, 222, 222/1, 223, 224, 225, 227 teilweise, 228, 229, 230.

4.           Nach § 2 Abs. 4 Satz 1 wird folgender Satz eingefügt:
Die Grenzen der unter § 2 Abs. 3 Nr. 7a und 8a beschriebenen Teilflächen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25 000 und 5 Flurkarten im Maßstab 1:2 500, jeweils vom 28.09.1994, mit einer durchgezogenen Linie eingetragen und grün angelegt.

5.           § 6 wird durch Nr. 6 ergänzt:

6.           für die Nutzung des Grundstücks Flst. Nr. 211/9 der Gemarkung Daisendorf im Rahmen der Festsetzungen des Bebauungsplanes vom 8. November 1966 als "private Grünfläche, nicht überbaubar".

Artikel 2 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Landratsamt Bodenseekreis

- Umweltschutzamt -

Friedrichshafen, den 26.07.1995

gez.

Tann,

Landrat

Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis zur Änderung und Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes "Bodenseeufer" in der Stadt Überlingen vom 20. Januar 1998.

 Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

Artikel 1

 Durch diese Verordnung wird das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" in der Stadt Überlingen, Gemarkungen Bonndorf, Deisendorf, Hödingen, Nesselwangen, Nußdorf und Überlingen, Bodenseekreis, durch fünf Teilgebiete um eine Fläche von rd. 842 ha erweitert. In zwei bestehenden Teilgebieten werden Teilflächen des Landschaftsschutzgebietes "Bodenseeufer" aufgehoben und um rd. 26 ha reduziert. Zu diesem Zweck wird die Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis über das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" vom 15. September 1982 (Schwäbische Zeitung, Ausgaben Tettnang und Friedrichshafen, Südkurier, Bezirksausgabe Überlingen, jeweils vom 18. September 1982) zum Schutz von Landschaftsteilen im Bereich des Bodenseeufers und des nahen Hinterlandes wie folgt geändert und ergänzt.

Artikel 2 Erweiterung

1.           § 2 Abs. 1 wird wie folgt geändert:
Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 3766 ha.

2.           In § 2 Abs. 3 wird nach Nr. 1. folgende Nr. 1 a. eingefügt:
1a. Bonndorf bis Hödingen (Teilgebiet 1 a)
Gebiet nördlich des Teilgebiets 1 zwischen der Kreisgrenze im Westen, der Kreisstraße (K) 7772 im Osten und der Bundesstraße (B) 31 neu im Norden. Die Flächen der Bodenseewasserversorgung, des Naturschutzgebiets "Hödinger Tobel" und der Ortschaft Hödingen sind vom Landschaftsschutzgebiet ausgenommen.

3.           In § 2 Abs. 3 werden nach Nr. 2. folgende Nummern 2a. und 2b. eingefügt:
2a. Überlingen‑Goldbach (Teilgebiet 2 a)
Gebiet östlich von Goldbach zwischen Überlingen und der B 31 alt mit den Gewannen "Simmelbrunnen", "Obere Tobelwiesen", "Untere Härlen", "Obere Härlen", "Ober Eglistobel", "Schuler" und "Stempfel".
2b. Kogenbach (Teilgebiet 2 b)
Gebiet südlich von Kogenbach mit den Gewannen "Windstauden", "Dobelbach" und "Andelshofer Bürgle" begrenzt durch die Landesstraße (L) 195 im Osten, den nördlich der L 200 verlaufenden Feldweg im Süden und die Böschungsoberkante zum Dobelbach im Westen.

4.           In § 2 Abs. 3 wird nach Nr. 4. folgende Nummer 4a. eingefügt:
4a. Deisendorf (Teilgebiet 4 a)
Gebiet um Deisendorf; die Grenze verläuft von der L 200 a bei Rengoldshausen beginnend, zunächst um den Rengoldshauser Hof, dann durch die Gewanne "Langacker", "Häldeleöschle", "Tiefe" zur K 7763. Von dort erstreckt sich die Grenze weiter in südliche, dann in nordöstliche Richtung, zunächst entlang des Sportgeländes Altbirnau, durch den Spitalwald von Überlingen Distrikt Obere Schattberg, den Stadtwald von Überlingen Distrikt XVII Mühlbach, den Spitalwald von Überlingen Distrikt XVII Gyrrenberg und die Gewanne "Segader" und "Pfaffenwiesen" über den Seefelder Kirchweg durch das Gewann "Breitenweilef' zur Gemeindegrenze nach Salem. Diese begrenzt das Schutzgebiet bis zum Gewann "Haidenlochef' im Norden. Von dort erstreckt sich die Grenze in südlicher Richtung durch den Spitalwald von Überlingen Distrikt XXX Rohrhalde und den Spitalwald von Überlingen Distrikt XXX Rohrhalde und Füllenwaid zur L 200 a. Von dort verläuft die Grenze um den Ort Deisendorf herum zurück zur L 200 a, welche dann bis zum Rengoldshauser Hof die Grenze bildet.

5.           In § 2 Abs. 3 wird nach der Nr. 5. folgende Nummer 5a. eingefügt:
5a. Nußdorf‑Ost (Teilgebiet 5 a)
Teil des Gewanns "Constantinhalde" am östlichen Ortsrand von Nußdorf, nördlich des Weges "Zum Hasel".

6.           Nach § 2 Abs. 4 Satz 1 wird folgender Satz eingefügt:
Die Grenzen der unter § 2 Abs. 3 Nr. 1 a, 2 a, 2 b, 4 a und 5 a beschriebenen Teilgebiete sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 29 Detailkarten im Maßstab 1 : 2 500 des Landratsamtes Bodenseekreis vom 26. November 1997 gekennzeichnet und grün angelegt.

Artikel 3 Aufhebung

1.           Der räumliche Geltungsbereich der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" wird für folgende Flächen aufgehoben:
Teilgebiet 2: ‑ Bereich des ehemaligen Müllplatzes Kogenbach mit einer weiteren Teilfläche westlich der Alten Owingerstraße.
Teilgebiet 3: ‑ Bereich des Sportgeländes Altbirnau und südlich davon gelegene Flächen im Bereich der B 31.
‑ Flächen im Gewann "St. Johannesbühl", Gemarkung Überlingen.
Teilgebiet 5: ‑ Teil des Gewanns "Constantinhalde" östlich von Nußdorf entlang der Straße "Zur Pfrille" und der Bereich des Friedhofs.

2.           Die Grenzen der unter Nr. 1 beschriebenen Flächen sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 4 Detailkarten im Maßstab 1 : 2 500 des Landratsamtes Bodenseekreis vom 26. November 1997 gekennzeichnet und gelb angelegt.

Artikel 4

Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Im Falle des Widerspruchs zwischen der textlichen Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung gelten die in der Karte getroffenen Festlegungen. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Bodenseekreis ‑ Umweltschutzamt ‑Glärnischstraße 1 ‑ 3, Friedrichshafen und bei der Stadtverwaltung, ‑ Bauamt Baurechtsabteilung, Bahnhofstraße 4, Überlingen, zur Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.

Artikel 5 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Landratsamt Bodenseekreis ‑ Umweltschutzamt

Friedrichshafen, den 20. Januar 1998

gez. Tann

Landrat

Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" in der Gemeinde Hagnau vom 01. Dezember 1998.

Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:

Artikel 1 Zweck

Durch diese Verordnung wird der Geltungsbereich der "Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet Bodenseeufer" vom 15. September 1982 reduziert, um der Gemeinde Hagnau die Realisierung eines Mehrzweckgebäudes zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird die Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet Bodenseeufer vom 15. September 1982 (Schwäbische Zeitung Ausgabe Tettnang und Friedrichshafen vom 18. September 1982 und Südkurier Bezirksausgabe Überlingen vom 18. September 1982) in der Gemeinde und Gemarkung Hagnau geändert.

Artikel 2 Aufhebung

Der räumliche Geltungsbereich der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet Bodenseeufer wird für eine Fläche östlich des Ortsrandes von Hagnau im Bereich des Rathauses mit den Grundstücken Flurstücknummern 854, 854/2, jeweils Teilfläche, und 854/3 der Gemeinde und Gemarkung Hagnau aufgehoben.

Die Reduzierung der Schutzgebietsfläche beträgt etwa 3700m2.

Artikel 3 Abgrenzung und Niederlegung

Die Grenzen der in Artikel 2 aufgeführten Fläche sind in einer Detailkarte im Maßstab 1:2 500 mit einer integrierten Übersichtskarte im Maßstab 1:25 000 des Landratsamtes Bodenseekreis vom 05. Oktober 1998 gekennzeichnet und gelb, die geänderte Schutzgebietsgrenze grün angelegt.

Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Bodenseekreis ‑ Umweltschutzamt ‑ Glärnischstraße 1‑3, Friedrichshafen und bei der Gemeindeverwaltung, Im Hof 5, Hagnau, während der Sprechzeiten zur Einsicht durch jedermann niedergelegt.

Artikel 4 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

Landratsamt Bodenseekreis

- Umweltschutzamt -

Friedrichshafen, den 01. Dezember 1998

gez.

Tann

Landrat

 

Änderung:

Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis zur Änderung

der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Bodenseeufer“

in der Gemeinde Immenstaad vom 20. März 2006

Auf Grund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der

Fassung vom 29. März 1995 (GBI.S. 385), zuletzt geändert durch Gesetz vom

17. März 2005 (GBI.S. 206) wird verordnet:

Artikel 1

Zweck

Durch diese Verordnung wird der Geltungsbereich der „Verordnung des Landratsamtes

Bodenseekreis als Untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgesetz

„Bodenseeufer“ vom 15. September 1992 reduziert, um der Gemeinde Immen-

staad die Erweiterung des Friedhofes zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck wird die Verordnung des Landratsamtes Bodenseekreis als Untere

Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet Bodenseekreis vom

15. September 1982 (Schwäbische Zeitung, Ausgabe Tettnang und Friedrichshafen

vom 18. September 1982 und Südkurier Bezirksausgabe Überlingen vom

18. September 1982) in der Gemeinde und Gemarkung Immenstaad geändert.

Artikel 2

Aufhebung

Der räumliche Geltungsbereich der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet

Bodenseeufer wird für eine Fläche südwestlich bis südöstlich angrenzend an den

Friedhof zwischen Immenstaad  und Kippenhausen aufgehoben.

Die Reduzierung der Schutzgebietsfläche beträgt etwa 1,2 ha.

Artikel 3

Abgrenzung und Niederlegung

Die Grenzen der in Artikel 2 aufgeführten Flächen sind in einer Detailkarte im Maß-

stab 1 : 2500 mit einer integrierten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25000 des

Landratsamtes Bodenseekreis vom 20. März 2006 rot, die geänderte Schutz-

gebietsgrenze grün eingetragen.

Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim

Landratsamt Bodenseekreis - Umweltschutzamt-, Glärnischstraße 1-3, Friedrichs-

hafen und bei Gemeindeverwaltung, Dr.-Zimmermann-Straße 1, Immenstaad ,

während der Sprechzeiten zur Einsicht durch jedermann niedergelegt.

Artikel 4

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft

Landratsamt Bodenseekreis

-Umweltschutzamt-

Friedrichshafen, den 20. März 2006

gez.

Tann

Verkündungshinweis:

Gemäß § 60 a Naturschutzgesetz ist eine Verletzung der in § 59 Naturschutzgesetz

genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wen sie innerhalb eines

Jahres nach dem Erlass der Verordnung schriftlich beim Landratsamt Bodenseekreis,

Glärnischstraße 1 -3, Friedrichshafen, geltend gemacht wird; der Sachverhalt der die

Verletzung begründen soll, ist darzulegen.

-Landratsamt Bodenseekreis-

 

 

 



. 6. Ergänzungslieferung 1997 7.19