4.35.032 Höchsten

 VO - gilt für die LSG 4.35.032 und 4.37.025.

 Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen auf Gemarkung Illwangen, Bezirksamt Überlingen (Bodensee-Rundschau vom 30. April 1938).

 Aufgrund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) in der Fassung des Zweiten Ergänzungsgesetzes vom 1. Dezember 1936 (RGBl. I S. 1001), sowie des § 13 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird, mit Ermächtigung des Herrn Ministers des Kultus und Unterrichts als der höheren Naturschutzbehörde in Karlsruhe für den Bereich des "Höchsten" auf Gemarkung Illwangen folgendes verordnet:

§ 1

 Die in der Landschaftsschutzkarte bei dem Herrn Minister des Kultus und Unterrichts als höherer Naturschutzbehörde in Karlsruhe mit roter Farbe eingetragenen Landschaftsteile im Bereich der Gemarkung Illwangen, Bezirksamt Überlingen, werden in dem Umfange, der sich aus der Eintragung in der Landschaftsschutzkarte ergibt, mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

 Es ist verboten, innerhalb der in der Landschaftsschutzkarte durch besondere rote Umrahmung kenntlich gemachten Landschaftsteile Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Unter das Verbot fallen die Anlage von Bauwerken aller Art, von Verkaufsbuden, Zelt- und Lagerplätzen, Müll- und Schuttplätzen, sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen, soweit letztere nicht auf die Landschaftsschutzmaßnahmen hinweisen. Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht und die Errichtung rein bäuerlicher Bauwerke, für deren Erstellung wirtschaftliche Notwendigkeit besteht, und die sich in harmonischer Weise in das Landschaftsbild einfügen.

§ 3

 Ausnahmen von den Vorschriften in § 2 können von mir in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 4

 Wer den Bestimmungen des § 2 zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und dem § 16 der Durchführungsverordnung bestraft.

§ 5

 Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Amtsverkündiger in Kraft.

Überlingen, den 19. April 1938

Der Landrat als untere Naturschutzbehörde