4.37.036 Donau- und Schmeiental

 Verordnung des Landratsamtes Sigmaringen über das Landschaftsschutzgebiet "Donau- und Schmeiental" vom 30.10.1987 (Schwäbische Zeitung, Ausgabe Sigmaringen vom 30.10.1987).

 Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4, § 63 Abs. 1 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetzes - NatSchG -) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen verordnet:

§ 1 Erklärung zum Schutzgebiet

 Die in § 2 näher beschriebenen Landschaftsteile auf den Gemarkungen Beuron, Hausen i.T. und Thiergarten der Gemeinde Beuron, Leibertingen und Kreenheinstetten der Gemeinde Leibertingen, Glashütte, Stetten a.k.M. und Storzingen der Gemeinde Stetten a.k.M., der Gemeinde Inzigkofen, Gutenstein, Oberschmeien, Unterschmeien, Laiz und Sigmaringen der Stadt Sigmaringen, der Gemeinde Sigmaringendorf, der Stadt Scheer, Ennetach, Mengen, Blochingen und Beuren der Stadt Mengen, Hundersingen der Gemeinde Herbertingen, alle im Landkreis Sigmaringen, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Donau- und Schmeiental".

§ 2 Schutzgegenstand

 (1) Das rd. 8 500 ha große Schutzgebiet umfaßt das Donautal von der Landkreisgrenze bei Beuron bis nach Herbertingen, das Schmeiental von Storzingen bis zur Donau, die Talflanken und einige Hochflächen der Schwäbischen Alb. Es besteht aus einem Gebiet westlich der Stadt Sigmaringen (westliches Teilgebiet) und 6 Teilgebieten östlich von Sigmaringen (östliche Teilgebiete).

 (2) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in sechs Übersichtskarten des Landratsamtes Sigmaringen im Maßstab von 1 : 25 000 und in acht Flurkarten des Landratsamtes Sigmaringen im Maßstab 1 : 5 000, gekennzeichnet und grün angelegt. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Sigmaringen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.

 (3) Das Schutzgebiet wird nach näherer Maßgabe der Karten durch folgende in das Schutzgebiet einbezogene sowie außerhalb des Schutzgebietes liegende Grundstücke, Straßen, Wege und Gewässer begrenzt:

1.            Westlicher Teil
a) Äußere Abgrenzung
  Storzingen
  Ab der Markungsgrenze Frohnstetten-Stetten-Storzingen bei Flst. Nr. 93/2, entlang der Markungsgrenze zu Frohnstetten bis an die Kreisgrenze zum Zollernalbkreis Flst. Nr. 190/1. Entlang der Kreisgrenze zum Zollernalbkreis bis zur Markungsgrenze Jungnau Flst.Nrn. 558, 559, 561, 562, 563 bis zur Markungsgrenze Oberschmeien.
  Oberschmeien
  Ab der Markungsgrenze Storzingen entlang Markungsgrenze Jungnau bis Markungsgrenze Sigmaringen bei Flst.Nr. 777/1.
  Sigmaringen
  Ab der Markungsgrenze Oberschmeien zu Jungnau Flst. 2743, entlang dem Gemeindeverbindungsweg und Hochgesträß Flst. 2907, bis Markungsgrenze zu Laiz.
  Laiz
  Ab der Markungsgrenze Sigmaringen Flst. 1706, entlang dem Gemeindeverbindungsweg Hochgesträß Flst. 1703/5, bis Kreuzung Kreisstraße 8208. Flst. 1703/3, von Kreuzung Kreisstraße 8208 entlang nicht katastrierten Waldweg auf Flst. 2007/7, bis Waldweg 2009/4, beim Naturdenkmal Erratischer Block Flst. 2008/3, südlich Kaserne Nonnenhof Flst. 1614/21, bis Südgrenze Flst. 1615/52, Richtung Süden bis Fußweg 315 zu Flst. 1615/45, Weg 3115/13 um Flst. 315/12 über Stein 287, 288, 289 zu Flst. 304/13, den Steinbruch beinhaltend zu Flst. 1147, 400, 407, über die Donau Flst. 518 zu 1084, auf die Südseite der Donau Flst. 1094, 1092 bis zur Markungsgrenze Laiz, Inzigkofen bei Flst. 1091.
  Inzigkofen
  Ab der Markungsgrenze Laiz, Inzigkofen Flst. 134, entlang Gemeindeverbindungsweg Flst. 1072/1, über die südliche und westliche Klostermauer in Inzigkofen einschließlich des Klostergeländes über Flst. 2010/3, 259, dem Feldweg Flst. 2106, bis Markungsgrenze zu Vilsingen - Dietfurt.
  Dietfurt
  Ab der Markungsgrenze Dietfurt/Vilsingen entlang der Markungsgrenze zu Inzigkofen über Flst. 71, den Weg 56/2, Flst. 58, 53/1, 59/5, bis an die Donau Flst. 20/5, entlang dem Mühlkanal auf Flst. 48/5, einschließend Flst. 2/1, einem Teilbereich von 2/4, nördlich Weg 50/2, bis Markungsgrenze zu Gutenstein auf Flst. 49/3.
  Gutenstein
  Ab der Markungsgrenze Gutenstein/Dietfurt Flst. 1483, ca. 600 m entlang der Markungsgrenze über den nicht katastrierten Waldweg auf Flst. 1483, zur Westgrenze bei Flst. 1264/2, in nördliche Richtung Westgrenze Flst. 1483, über Flst. 1431/2, 1430, 1430/1, dem Bahngelände 1484/1, zu Feldweg 268/2, in nordwestliche Richtung zu Flst. Donaubrücke 81/1, 85, dem Donauufer bis Eisenbahnbrücke wechselnd ans nördliche Ufer Bahngelände Flst. 1484, Weg 557/1, Flst. 716/1, 709, ans Südufer der Donau auf Flst. 718 bis Weg 827/1, schneidend 827, über 826/2, 826/1, 824, 823, südlich Feldweg 809, 1330, Flst. 1339, Feldweg 1372/1, Flst. 1411, Teilparzelle 1411/2, Flst. 1412, 1282, Teilparzelle 1298, 1272, Flst. 942, 936, 926, 927, entlang Waldgrenze zu Flst. 893, 850/1, 964, 969, 984, 980, östlich Gemeindeverbindungsweg 990, bis Markungsgrenze Thiergarten.
  Thiergarten
  Ab der Markungsgrenze Thiergarten/Gutenstein (Flur 1 der Gemarkungsgrenze Hausen i. Tal) Gemeindeverbindungsweg Flst. 1509, zu Stein 66, Richtung Westen über nicht katastrierten Waldweg zu Waldstein 9 nach 1 weiter folgend dem nicht katastrierten Höhenweg bei ca. 700 m über NN folgend bis Markungsgrenze Gutenstein bei Stein 48.
  Gutenstein
  Ab der Markungsgrenze Thiergarten/Gutenstein bei Waldstein 48 bzw. 89, rückläufig bis Waldstein 74, entlang dem nicht katastrierten Waldweg bis Markungsgrenze Kreenheinstetten bei Waldstein 96/121, der Markungsgrenze folgend bis zu Waldstein 92/45, Grenzpunkt Gutenstein Thiergarten-Kreenheinstetten.
  Thiergarten
  Ab dem Grenzpunkt 92/45, Thiergarten-Gutenstein-Kreenheinstetten entlang südlicher Markungsgrenze zu Kreenheinstetten bis Markungsgrenze Hausen i. T.
  Hausen i. T.
  Ab der Markungsgrenze Kreenheinstetten-Hausen i. T. südliche Markungsgrenze zu Kreenheinstetten bis Waldstein 139/118.
  Kreenheinstetten
  Ab der Markungsgrenze zu Hausen i. T. bei Waldstein 139/118, über dem nicht katastrierten Waldweg zur Landesstraße 196, diese querend den nicht katastrierten Waldweg über Flst. 1886, bis zur Markungsgrenze Leibertingen.
  Leibertingen
  Ab der Markungsgrenze Kreenheinstetten entlang dem nicht katastrierten Waldweg bis zur Markungsgrenze Hausen bei Waldstein 108/34.
  Ab Markungsgrenze zu Hausen Waldstein 108/34, der Markungsgrenze folgend bis Waldstein 25 in Richtung Süden über nicht katastrierten Waldweg auf Flst. 1670, bis Grundstücksgrenze zu Flst. 2022, Waldstein 51 zu 49, über nicht katastrierten Weg auf Flst. 1532, bis Stein 2, entlang Weg Flst. 1540, zu Flst. 1527, von Stein 23 über Stein 19 zu Weg Flst. 1506, Flst. 1509 durch Flst. 1497/1, Flst. 1491, 1497/2, 2009, östlich Weg 87, Flst. 2008, 2008/1, 2025, nicht katastrierten Weg auf Flst. 2026, 2020, bis Markungsgrenze an der K 8217 zu Beuron Flst. 2026.
  Beuron
  Ab der Markungsgrenze Beuron/Leibertingen nördlich der K 8217, Flst. 111 über 178, 108/1, entlang nicht katastrierten Waldweg auf Flst. 120, 172, zur Kreisgrenze nach Tuttlingen.
  In der weiteren Folge ist die Grenze des Landschaftsschutzgebietes die Kreisgrenze im Süden, Westen und Norden zum Landkreis Tuttlingen bis Markungsgrenze Hausen i. T.
  Glashütte
  Ab der Markungsgrenze Stetten, Hausen, Glashütte, Waldstein bei 3/14/94, entlang der Markungsgrenze bis Flst. 1207/4, 1363/1, östlich Weg Flst. 1312, südlich Weg Flst. 1055, bis Markungsgrenze Stetten.
  Stetten a.k.M.
  Ab der Markungsgrenze Glashütte/Stetten südlich Weg Flst. 161, bis L 218, von Teilparzelle 1319, Gewann "Bei der Tafel" zu Teilparzelle 1874 "Mühlgassen", Flst. 1883, 1888, Flst. 1890 zu 1910, 2078 Tpz. 1914/1, 1949, 1951, südlich Weg 1969, bis L 197 südlich Weg Flst. 2578, Flst. 2564, auf Flst. 2569, 2616, 2674, 2664, 2651, Flst. 4324/2, Tpz. 4307 nach Flst. 4289 - 4294, westlich Weg 4285, südwestlich Weg Flst. 4242/1, 4751, südlich Weg Flst. 4744, Flst. 4726, 4727, westlich Weg Flst. 4733, 4833, 4857, nördlich Weg Flst. 4806, östlich Weg Flst. 4835, Flst. 4066, 4090, 4090/1, 4092/1, 4234, östlich Weg vom Flst. 4235/2, bis 4187, 4183, 4170, 4164, südlich des Gemeindeverbindungsweges Flst. 3126/6, bis Markungsgrenze Stetten, Frohnstetten, Storzingen.
 b) Innere Abgrenzung
  Beuron
  Ab den Flst. 159/8, Tpz. 29/25, der Donau Flst. 221/2, Flst. 222, 223, dem nicht katastrierten Rundweg auf Flst. 222, Flst. 180/2, Tpz. 202/1, Flst. 180/6, Tpz. 19/30, 19/31, 19/32, Bahndurchlaß Tpz. 19/24, Donau 221/2 Flst. 28/3, 158/1.
  Langenbrunn
  Flst. 702, 748, 761, 753, 754, 755, 768, 768/1, 768/2, L 277.
  Bahnhof Hausen
 Flst. 97, Tpz. 25/4, 446, Flst. 114, 112, 111, 109, 103/2, 103/1, 104/1, 105, 118, 119, Tpz. 446, 25/4, Flst. 184, Tpz. 179, Flst. Weg 25/3.
  Hausen i. T.
  Nördliche Abgrenzung Steilhang entlang innerem Flst. Teilfläche 57/1, Flst. 43/1, 42, 325, 326, 327, Tpz. 426, Flst. 425, 429, 423, äußere Begrenzung Bahngelände 446, Flst. 301, Donau Nordufer 148, bis Donaubrücke L 196, Landesstraße 277, Flst. 25/4, 97, 96, 71/2, 79, 78, 74, L 196, Flst. 10/1, 74/1, 62/3, 62/2, 61/1..
  Neidingen
  Flst. 931, 927, 1048, Tpz. 1056, 1058, 1059, 1060, 1061, Landesstraße 277, Flst. 25, 944, 942, 938, 939, 935, Tpz. 934.
  Unterneidingen
  Flst. 1008, inneres Flst. 1007/3, 1020, äußeres Flst. 1079, 990, 1084, 1075, 1074, 1073, 1061, 1051, Tpz. 1021.
  Thiergarten
  Tpz. 16/3, westlich Donauufer Flst. 72/1, 72/4, Kanal 66/6, Landesstraße 277 Bahnübergang Flst. 67/3, 67/2, Tpz. 58/22, bis L 277, und ausgespart als Ortslage die Flst. 1486/2, 1486/7, 1486/13, 1486/14.
  Unterschmeien
  Die Flst. 207/3, 205, 204, 196, 191, 165, 166/1, 593/1, 228/1, 231, 238, 327, 328, 338, 334-350, teilw. 351, 352, Flst. 374, 382-384, 501, 502, 377, 585, 375/2, 30/3, 34/4, 22/5, 21, 15/1, 15/2, 60/2, 211/2, Tpz. 209, 208/1.
  Oberschmeien
  Weg 301/3, 309/1, Tpz. 308/1, 301/1, 302/1, teilw. 293/5- 293/2, 293/7, 293/8, 292, 288/1, Flst. 287, 68/3, 445, 444, 292, Tpz. 291/2, Tpz. 290, 436, 435/4, 435/5, Flst. 435/4, 460, 470/2, 458/11, Tpz. 1040/3, 1156/6, 1161/2, Flst. 1163/1, 1164, 1153, 1152/1, 1151, 1174/1, 1181, 1179/1, 1177/10, Tpz. 86/1, 87/2, 87/3, 89/2, 91/1, 94/2, 96/1, 109/1, 111/1, 120, 121, 107/1, 252/20, 252/17, Flst. 256, 261/2, 266/2, 266/5, 268, 269, 274, 225/1, 276.
  Storzingen
  Flst. 297, 298, 10/1, 252, 253, dem Bahngelände bis Bahnbrücke 245/1, 346, 354, 353/1, 337-369, 377 bis 379, 382, 381, 749/2, 750/2, 57/2, Schmeie bis Bahnbrücke bei Flst. 921, 849/1, 848, 851, Tpz. 866, Flst. 857, 858, 881/1, 737/1, 738, 882/1, Tpz. 883, 884, 899, 900, 830, 93/2, 837/3, L 218, 95/2, 90/1, 105, 106, 299, 293, 294, 296.

2.            Östliche Teilgebiete
a) Schutzgebiet ("Donauwiesen")
  Sigmaringen
  Ab der Markungsgrenze Sigmaringendorf - Sigmaringen Gemeindeverbindungsweg 3042, 3041, 3040, Flst. 1350/3, 1350/4, 1421/2, 1479/1, 1474, 1482, 1466, 1468, 1469, Donau 3043/3, Flst. 1494/7, Bahngelände 2927/2, Tpz. 1602, Weg 3025/2, Bahngelände 2925, (B 32), 2891/1, an Markungsgrenze zu Sigmaringendorf.
  Sigmaringendorf
  Ab der Markungsgrenze Sigmaringen - Sigmaringendorf Flst. 1947/4, 1957/8, 1953/32, 1953/30, 64/4, Tpz. 1954/3, 156/7, Donaubrücke Donauufer bis Flst. 2079, Flst. 2078/2, 2076/1, 2076/3, 2076/4, 2076/1, Gemeindeverbindungsweg 2145/7 und 2108, bis Markungsgrenze zu Sigmaringen.
b) Schutzgebiet ("Mengener Au")
  Sigmaringendorf
  Markungsgrenze zwischen Scheer und Sigmaringendorf bis Flst. 249, von Ost nach West bis Flst. 270, Weg südlich. Donau Flst. 209/1, 208/4, bis Steinbruch Waldbühne über die Donau wechselnd zum Sportgelände 179/3, Tpz. 1120/3, Flst. 2/4, Tpz. 184/2, 185, 186, 187, 190/1, Flst. 324, 311, 305/3 bis 305/14, Bahngelände 386/4, Weg 441/3, 481/3, Tpz. 480/5, Flst. 489/1, 490/1, 514/5, Weg 585/6, (B 32), Flst. 643/3, Markungsgrenze zu Scheer im Norden.
  Scheer
  Ab der Markungsgrenze zu Sigmaringendorf im Norden (B 32) Flst. 1119/3, 1125/7, Donaubrücke südliches Donauufer, Flst. 120, 121, 123, 124, 119, 129, 130, 132, 198, Mühlbergweg, Spielplatz 298/3, 286, 286/1, 286, 261, 474 bis südliche Markungsgrenze zu Sigmaringendorf.
c) Schutzgebiet ("Rübhalde")
  Scheer
  Von Tpz. 358, Flst. 364, 348, Tpz. 347, 356, Rübhaldenweg Flst. 363, 376, 386/1, 386/2, 386/3, 387, 653, Markungsgrenze zu Hipfelsberg bis 637, Tpz. 642, 644, Flst. 645, 624 bis 605, 405, 420, 424/1 bis 428, Flst. 277.
d) Schutzgebiet ("Auf dem Berg")
  Ennetach
  Weg 734, Flst. 719, 748/3, 744, Weg 789, 790, Flst. 780/2, 831, 881/2, 856/1, 878, 878/1, 856/3, 856/4, Weg 856/2, Flst. 50/4, 50/5, 48/6, 48, 532, 532/1, 531/3, 533/2, 533/4, 533/6, 533/8, 529/7 bis 529/2, Flst. 526, 521/4, 528, 561/2, 561/1, 535, 559, 536, 537, 538, 544, 545, 546, 545, 583/1, 840, 592, 774, 766, 765, 608, Feldweg Nr. 10, Weg 2010/1.
e) Schutzgebiet ("Donauau")
  Scheer
  Feldweg 1244, Kreisstraße 8262, Flst. 1141 bis Markungsgrenze Blochingen im Norden.
  Blochingen
  Ab der Markungsgrenze Scheer/Blochingen K 8262 Flst. 861 bis Flst. 896, 877, 876, 874, 875, 730/1, 732, 792, 793, 791, 790, 788, 787, 785, Tpz. 784/1, Flst. 756, 757, 758, 766, 769, 770, 212/3, 212/4, 213/2, 222/2, Donaubrücke zum Südufer 658/1, 684/2, 661/2, 661/4, 663/2, südliche Donauufer bis Markungsgrenze Scheer.
  Ennetach
  Ab Donauufer Markungsgrenze Blochingen-Ennetach bis Markungsgrenze Scheer Flst. 1260/9.
  Scheer
  Donauufer Markungsgrenze Ennetach Flst. 921/1, 920/2, Markungsgrenze Ennetach.
  Ennetach
  Donauufer ab Markungsgrenze Scheer Parz. 1289/1, bis 1326/4, Markung Scheer.
  Scheer
  Markungsgrenze Ennetach Flst. 906/3, 906/2, Weg 957/1, Flst. 850, 849, 971, über die Donau nach Norden Flst. 967, 1248/2, 1249, 1252 bis 1250/1.
  Innere Abgrenzung
  Scheer
  Umgrenzt durch das linksseitige Donauufer von der Einmündung Staukanal "Buck" bis zum Auslauf.
  Von Ost nach West auf der linken Staukanalseite durch Flurstück 922, 917, 915, 925, 934, 938, 941, 960, 914, 965, 966 und 967.
 f) Schutzgebiet ("Donauhang")
  Blochingen
  Ab Markungsgrenze Beuren Tpz. 363/10 bis 364/1, Flst. 371/7, 375, Tpz. 376, 392/1, 392/2, 392/5, 392/6, 392/7, 392/8, 392/9, Flst. 392/11, Tpz. 392/13, Flst. 569, 567, 566, 571, 565, 573/2, 574/2, 578/2, 578, 585, 586, 627/2, 628/4, 630/3, 630/4, 631/2, 618, 617, 635, 636, 636/30, 639/30, 639/26, 652, 645, 647, 648, 650, 651, 653, 235/1 über Donau 225, zum Nordufer 229, Tpz. 303, Flst. 304, 305, 317/3, 317/1, 320, 320/1, 320/3, 319/1, 375/1, 375/2, 377, 379, 380, 1529, 1520, 1531/2, 1531/1, 1532, 1501 bis 1507, K 8262, Flst. 90/1, Richtung Beuren bis Markungsgrenze zu Beuren.
  Beuren
  Ab der Markungsgrenze Blochingen K 8262, Flst. 1055, 1053, 1056, Feldweg 1074, 483, 484, 41, 36, 39, 507, 507/3, Tpz. 508/2, 509, Flst. 515, 514, 650/1, K 8262, Flst. 650, bis Markungsgrenze Hundersingen.
  Hundersingen
  Ab der Markungsgrenze Beuren/Hundersingen K 8262, Flst. 98/4, den Weg 993, Weg 1031, Flst. 1054, Tpz. 1053/8 bis 1053/1, Tpz. 1052, 1048/2, Flst. 1045/6 bis 1045/3, Flst. 106, 118/2, 121 bis 126, 1071/1, 1070/2, 2357 Weg 2358, Weg 2355, 1012/3, zum Südufer Donau Flst. 1185/1, 2245, Weg 2239, Weg 1191, Weg 1230, Flst. 1251, bis 1253/3, 1221/3, 1222/1, 1218/2, 1218/1, 1217, 1214/1, Tpz. 1213, bis Markungsgrenze zu Beuren. Von K 8261 über die Donau Nordufer Flst. 212, Weg 210, Weg 190/1, Flst. 175, Tpz. 177/1, 293, Flst. 292/1, 292/2, Tpz. 284, 283, 282, 281/1, 280, Weg 276, K 8261, Flst. 321, nach Norden bis Parkplatz 321/2, K 8261 bis Kreisgrenze, Kreisgrenze zu Biberach nach Osten und Süden über Donau auf Tpz. 3014, Weg 1674, Weg 1689, Weg 1822, Weg 2043, Weg 2044, Weg 2115, Weg 2123, K 8261, Flst. 2664, Weg 2192, Weg 2239, die Ostrach einbezogen zur K 8261 zurück.
  Beuren
  Markungsgrenze Hundersingen-Beuren Flst. Tpz. 652, 592, Weg 602, Weg 575/1, 685/1, Weg 700/3, bis Markungsgrenze zu Blochingen bei Flst. 702.

 (4) Im Falle eines Widerspruches zwischen den in den Karten eingetragenen Grenzen des Landschaftsschutzgebietes und der textlichen Beschreibung gelten die in den Karten getroffenen Festlegungen.

§ 3 Schutzzweck

 Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der charakteristischen Landschaft

des Donautales im Bereich des Donaudurchbruches, des Schmeientales und der Albfläche mit ihrer durch den Wechsel der geologischen Formationen bedingten außerordentlichen Schönheit in eindrucksvollen Felspartien und Höhlensystemen sowie dem Wechsel von Wald und Waldlichtungen, mit ihrer Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt in Hangwäldern, Feuchtwiesen an zahlreichen Quellhorizonten, Trockenrasen, zahlreichen gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Arten teils präalpiner bis alpiner und submediterraner Formen,

sowie von Teilen des Donautales im Bereich des oberschwäbischen Molassebeckens mit einem bewegten Relief, buntem Wechsel der Nutzungsformen in Streuobstwiesen, Äckern, Böschungen, Lesesteinhecken und Halbtrockenrasen, Quellbereichen und Röhrichten, mit Altwasser- und Auewaldresten als eines der bedeutendsten Erholungsgebiete des Landes und als Gebiet zahlreicher wertvoller Biotope mit für den Naturhaushalt entscheidender ökologischer Ausgleichsfunktion.

§ 4 Verbote

 In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern und dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere, wenn dadurch

1.            der Naturhaushalt geschädigt,

2.            die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,

3.            eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,

4.            das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder

5.            der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.

§ 5 Erlaubnisvorbehalte

 (1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.

 (2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere folgende Handlungen:

1.            Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;

2.            Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;

3.            Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;

4.            Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;

5.            Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen;

6.            Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen;

7.            Betrieb von Motorsport;

8.            das Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen für mehr als einen Tag und das Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze;

9.            Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern;

10.        Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;

11.        die endgültige Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Steinriegel, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen;

12.        Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha;

13.        Anlage oder Veränderung von Flugplätzen einschließlich Modellflugplätzen.

 (3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.

 (4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.

 (5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.

 (6) Eine nach Abs. 3 erteilte Erlaubnis erlischt, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren nach Bekanntgabe ihrer Erteilung mit dem Vorhaben begonnen oder die Durchführung länger als 2 Jahre unterbrochen wird. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.

§ 6 Zulässige Handlungen

 Die §§ 4 und 5 gelten nicht:

1.            für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke;

2.            für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei;

3.            für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 11;

4.            für die regelmäßig wiederkehrenden Unterhaltungsarbeiten an Ver- und Entsorgungsanlagen einschließlich -leitungen;

5.            für Schutzzäune an Verkehrswegen;

6.            für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.

§ 7 Befreiungen

 (1) Von den Vorschriften dieser Verordnung kann im Einzelfall auf Antrag nach § 63 NatSchG Befreiung erteilt werden, wenn

1.            überwiegende öffentliche Belange die Befreiung erfordern oder

2.            der Vollzug zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist.

 (2) Die Befreiung kann unter Nebenbestimmungen (Auflagen, Bedingungen, Befristung, Widerrufsvorbehalt) erteilt werden. Um die Erfüllung von Auflagen zu gewährleisten, kann eine angemessene Sicherheitsleistung verlangt werden.

 (3) Die Befreiung wird vom Landratsamt Sigmaringen als untere Naturschutzbehörde erteilt. Bei schwerwiegenden Eingriffen bedarf die Erteilung der Befreiung der vorherigen Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutzbehörde.

§ 8 Ordnungswidrigkeiten

 Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig

1.            entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,

2.            entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.

§ 9 Inkrafttreten

 (1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig treten die Anordnungen

des Landratsamtes Sigmaringen zum Schutze von Landschaftsteilen und Landschaftsausschnitten gegen Verunstaltung im Donautal vom 09.05.1950,

des ehemaligen Landratsamtes Stockach zum Schutze des Donautals und seiner Seitentäler vom 28.03.1950,

des ehemaligen Landratsamtes Stockach zum Schutze des Donautals und seiner Seitentäler vom 06.05.1958,

des Landratsamtes Sigmaringen zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreis Sigmaringen vom 27.02.1957

 sowie folgende Teile der Verordnung zum Schutz von Landschaftsbestandteilen und Landschaftssteilen im ehemaligen Kreis Saulgau vom 25.09.1960
a) 9.8.  Steilufer der Donau bei Beuren und Hundersingen
b) 9.9.  Steilufer der Donau bei Blochingen

c) 9.22. Ruhhalde

 außer Kraft.

 Ebenfalls außer Kraft tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in den Kreisen Hechingen, Reutlingen, Sigmaringen vom 13.02.1955 mit der Änderung der Verordnung des Landschaftsschutzgebietes Laucherttal vom 03.02.1959, soweit sie das sich aus § 2 ergebende neue Landschaftsschutzgebiet betrifft.

Sigmaringen, den 30.10.1987

gez. Binder, Landrat

 Änderung:

 Durch VO vom 26.06.1992 (NSG 4205 "Untere Au") Fläche um 20 ha verringert.

 Durch VO vom 07.10.1996 (NSG 4274 "Blochinger Sandwinkel") Fläche um 22 ha verringert.

 



. 2. Ergänzungslieferung 1988 9.16