Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen und von Landschaftsausschnitten gegen Verunstaltung (Amtsblatt "Ulmer Sturm" vom 15.09.1938) vom 09.09.1938.

Aufgrund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie des § 13 der Durchführungsverordnung hierzu (RGBl. I S. 1275) wird mit Ermächtigung der höheren Naturschutzbehörde in Stuttgart für den Bereich des Oberamts Ehingen folgendes verordnet:

§ 1

Die in der Landschaftsschutzkarte bei der unteren Naturschutzbehörde (Oberamt) in Ehingen eingetragenen Landschaftsbestandteile und Landschaftsteile im Bereich der Gemarkungen Altbierlingen, Altheim, Berkach, Blienshofen, Briel, Dächingen, Dettingen, Donaurieden, Ehingen, Ersingen, Frankenhofen, Gamerschwang, Grundsheim, Granheim, Hausen ob Allmendingen, Heufelden, Hundersingen, Kirchbierlingen, Kirchen, Lauterach, Mittenhausen, Moosbeuren, Mühlen, Munderkingen, Mundingen, Nasgenstadt, Oberstadion, Oepfingen, Rechtenstein, Reichenstein, Rißtissen, Schlechtenfeld, Schwörzkirch, Sondernach, Stetten, Tiefenhülen, Untermarchtal und Weilersteußlingen werden mit dem Tag der Bekanntmachung dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2

Es ist verboten, die in der Landschaftsschutzkarte eingetragenen Landschaftsbestandteile zu verändern, zu beschädigen oder zu beseitigen. Ferner ist verboten, auf den in der Landschaftsschutzkarte durch besondere Umrahmung kenntlich gemachten Flächen Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Hierunter fällt die Anlage von Bauwerken aller Art, Verkaufsbuden, Zelt und Lagerplätzen, Müll- und Schuttplätzen, das Anbringen von Inschriften und insbesondere die Beseitigung von Bäumen, Sträuchern (Wacholder) auf den Schafweiden und dergleichen. Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

§ 3

Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung können von mir in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 4

Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26.06.1935 und dem § 16 der Durchführungsverordnung hierzu vom 31. Oktober 1935 bestraft, soweit nicht schärfere Strafbestimmungen anzuwenden sind.

§ 5

Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt von Ehingen in Kraft.

Den 09. September 1938

Bareth

 

 

Änderungen:

 

Durch Verordnung für LSG 4.25.141 "Öpfingen" vom 02.08.2002 ist das  LSG 4.25.055 außer Kraft gesetzt.

Durch Verordnung für LSG 4.25.125 "Oberstadion" vom 16.06.2003 ist das  LSG 4.25.099 außer Kraft gesetzt.

Durch Verordnung für LSG 4.25.130 "Rechtenstein" vom 12.07.2004 sind die  LSG 4.25.056 und 4.25.057 außer Kraft gesetzt.

Durch Verordnung des LSG 4.25.139 "Griesingen" vom 31.01.2005 Flächenänderung bei LSG 4.25.033 "Zwei Donaualtwässer".

Durch Verordnung für LSG 4.25.138 "Untermarchtal" vom 22.04.2005 ist das  LSG 4.25.048 außer Kraft gesetzt.

Durch Verordnung für LSG 4.25.137 "Lauterach" vom 08.06.2005 ergeben sich  Flächenänderungen bei folgenden LSG: 4.25.050 "Weideplatz am Heckenberg" und 4.25.051 "Weideplatz am Michelsberg und Klammerfels". Die LSG 4.25.049 und 4.25.052 sind außer Kraft gesetzt.

 

Durch Verordnung für NSG 4.313 "Flusslandschaft Donauwiesen zwischen Zwiefaltendorf und Munderkingen" vom 14.03.2006 sind folgende LSG außer Kraft gesetzt:

4.25.046, 4.25.047, 4.25.051, 4.25.059, 4.25.060

 

Durch Verordnung für LSG 4.25.140 "Ehingen" vom 1.12.2006 sind  folgende LSG außer Kraft gesetzt:

4.25.011 bis 4.25.021, 4.25.024 bis 4.25.032, 4.25.034 bis 4.25.045, 4.25.050.

Für 4.25.054 "Drei Donaualtwässer (Ehingen)" ergab sich eine Flächenänderung.