2.049 Altrhein Maxau
Würdigung
Mit dem Schutzgebiet wurde ein
Altrheinarm aus der Mäanderzone des Rheinstromes gesichert.
Schutzzweck ist die Erhaltung von
hier besonders typisch ausgeprägten verschiedenartigen Verlandungsgesellschaften
mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten.
Die Entstehung des rechtsrheinisch
einzigartigen Biotops ist das Resultat von natürräumlichen Gegebenheiten, wie
der Bodensituation im Mäanderlauf und anthropogenen Eingriffen wie der Bau eines
Entenfangs und die jetzt abgeschlossene Kiesausbeute in Form des Knielinger
Sees.
Bevor der Maxauer Altrhein zum
Naturschutzgebiet erklärt werden konnte, galt es den Plan abzuwehren, das
Gebiet nach der Kiesausbeute zum Bade- und Sportsee umzugestalten.
Erst in neuester Zeit mußte das
Vorhaben, neue Gebietsteile abbaggern zu wollen, durch Gerichtsentscheid
vereitelt werden.
Bleibt die Gefährdung durch den
mitgliederstarken Angelsportverein.
Schwerpunkt der schützenswerten
Pflanzengesellschaften und Arten ist der Entenfang innerhalb des kreisförmigen
Walls.
Unter den zu schützenden Pflanzen
sind Wassernuß und Krebsschere - eine als verschollen eingestufte Art -
hervorzuheben.
Die vielfältige und sehr
unterschiedliche Biotopgestaltung - der Naß- und Feuchtbereich geht im Süden in
einen lichten Kiefern-Trockenwald über - ist naturgemäß Lebensraum einer
abwechslungsreichen Tierwelt.
So brüten, nähren sich oder rasten
allein 13 Arten der Roten Liste im Gebiet; 121 beobachtete Zugvogelarten
unterstreichen die Bedeutung des Gebietes zu den Wnderzeiten.
An übrigen Arten sind
Sumpfbiber, Baummarder sowie
Barrenringelnatter und Europäische Sumpfschildkröte zu nennen.